Inhaltsverzeichnis
FALLBEISPIEL 1
FRAGESTELLUNG 2
EINLEITUNG 2
K ÜNSTLICHE ERNÄHRUNG ALS BASISBEHANDLUNG 2
LEBENSQUALIT ÄT DURCH KÜNSTLICHE ERNÄHRUNG? 3
FAZIT 6
LITERATURVERZEICHNIS 10
Fallbeispiel
Die Diskussionsgrundlage zu dieser Hausarbeit soll eine Patientin sein, die ich selbst in einer geriatrischen Fachklinik betreut habe. Diese Patientin kam nach einer einwöchigen Erstbehandlung auf der Intensivstation in unser Haus. Frau Meier 1 erlitt aus voller Gesundheit und Selbständigkeit heraus im Alter von 83 Jahren eine Apoplex 2 . Sie war durch den Apoplex so schwer getroffen, dass ein selbständiges Leben nicht mehr möglich war. Sie hatte massive Einschränkungen in allen AEDL´s 3 . Eine selbständige Nahrungsaufnahme war durch die Erkrankung nicht mehr möglich. Frau Meier war nicht mehr in der Lage sich ihrer Umwelt mitzuteilen.
Durch Gespräche mit den Angehörigen war bekannt, dass Frau Meier ihr Leben lang gearbeitet hat. Ihr Lebensinhalt war die Arbeit im eigenen Geschäft und die Familie. Frau Meier zeigte ihrer Umwelt nie irgendwelche temporären Anzeichen von Krankheit und verweigerte ebenfalls jegliche Therapie bei kleineren Erkrankungen wie z.B. einem grippalen Infekt.
Frau Meier wurde zuvor auf der Intensivstation über eine nasogastrale Sonde 4 ernährt. Diese zog sie sich immer wieder. Es war nicht ersichtlich ob sie dies aus einem Reflex heraus tat, um einen störenden Fremdkörper zu entfernen, oder bewusst, um die „künstliche Ernährung“ zu verweigern.
Mit dem Beginn der Behandlung in unserem Haus stellte sich die Frage ob Frau Meier mit einer PEG 5 -Anlage versorgt werden soll, um eine ausreichende Zufuhr mit Kalorien und Flüssigkeit zu sichern.
1 Name geändert
2 Der Apoplex (eigtl. die Apoplexie von griech. ποπληξία, „Schlag“) ist ein medizinischer Begriff für
eine plötzliche Durchblutungsstörung eines Organs oder einer Körperregion, hier. In der medizinischen
Umgangssprache wird der Begriff heute oft als Synonym für Apoplexia cerebri (Schlaganfall) gebraucht,
insbesondere früher fand er aber auch in Verbindung mit anderen Organen Verwendung (Wikipedia).
3 Aktivitäten und Existentielle Erfahrungen des Lebens nach Monika Krohwinkel
4 Sonder zur Ernährung über die Nase
5 Perkutane endoskopische Gastrostomie
1
Fragestellung
Die zentrale Frage die im Folgenden diskutiert werden soll: „Ist eine PEG-Versorung aus ethischer Sicht, bei Erkrankungen die einen natürlichen Sterbeprozess einleiten, vertretbar?“ Ist es im konkreten Fallbeispiel unter den gegebenen Angaben zu ihrer Biographie vertretbar, Frau Meier mit einer PEG zu versorgen?
Einleitung
In Deutschland werden pro Jahr schätzungsweise 140.000 PEG-Sonden angelegt, etwa 65% davon bei älteren Menschen (R.Wirth, et al., 2007). Weiter beschreibt Wirth in der retrospektiven Datenbank-Analyse, das mit 65,1% ein „Schlaganfall“ die überwiegende Diagnosestellung für eine PEG-Anlage sei.
Wie lang aber muss die verbleibende Lebenszeit sein, damit sie eine Einschränkung an Lebensqualität rechtfertigt? Ab wann ist eine Belastung dem Patienten nicht mehr zumutbar? Ab welchem Zeitpunkt bedeutet eine Lebensverlängerung nur mehr eine Verlängerung des Leidens? Bei der Beantwortung dieser Fragen spielen neben medizinischen Fakten auch Werthaltungen eine zentrale Rolle (Simon, 2004). Bei allen Herangehensweisen zur Lösung dieser Fragestellung spielen diverse ethische Fragen eine Rolle. Paternalistisches Denken, der Utilitarismus aber auch die Kantsche Erkenntnistheorie oder der Behaviorismus. In dieser Arbeit sollen Aspekte für und gegen eine Versorgung mit einer PEG-Anlage im konkreten Fallbeispiel gegenübergestellt werden.
Künstliche Ernährung als Basisbehandlung
Die Bundesärztekammer beschreibt in ihrer Präambel zu den „Grundsätzen der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung“ das Stillen von Hunger und Durst als Basisbetreuung (Bundesärztekammer, 1998).
Patienten mit einer lebensbedrohenden Krankheit, an der sie trotz generell schlechter Prognose nicht zwangsläufig in absehbarer Zeit sterben, haben, wie alle Patienten, ein Recht auf Behandlung, Pflege und Zuwendung. Lebenserhaltende Therapie
2
Arbeit zitieren:
Dennis Schwoch, 2010, Ist eine Verzögerung des natürlichen Sterbeprozesses durch die Versorgung mit einer PEG-Anlage ethisch vertretbar?, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Theologie - Praktische Theologie: Ist eine Verzögerung des natürlichen Sterbeprozesses durch die Versorgung mit einer PEG-Anlage ethisch vertretbar? ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Theologie - Praktische Theologie: neuer Titel erschienen: Ist eine Verzögerung des natürlichen Sterbeprozesses durch die Versorgung mit einer PEG-Anlage ethisch vertretbar?
Dennis Schwoch hat einen neuen Text hochgeladen
Perspektiven im europäischen K...
Matthias David, Theda Borde, Heribert Kentenich
Der natürliche Vitalstoff für ...
Anne Simons, Alexander Rucker
Gesundheit, Gesellschaft, Krankheit - durch Veränderung von Wissen, De...
Raimar Ocken, Verlag DeBehr
Gesund und leistungsfähig durch Ayurveda im Sport
Der ideale Sport für jeden Typ
Detlef Grunert
Tatkraft - Gesund im Alter durch Betätigung
Programm zur Gesundheitsförder...
Reinhild Ferber, Herta Dangl, Annika Grote, Daniela Kölling, Ulrike Marotzki, Moreen Rach, Rainer Schmitt, Kathrin Weiß
0 Kommentare