1. Geschichte und Einordnung des Seite 1 Ursache-Wirkungs-Diagramms
2. Erstellung eines Ursache-Wirkungs-Diagramms Seite 4
2.2.1 Problemformulierung Seite 5
2.2.2 Festlegen der Ursachengruppen erster Ordnung Seite 6
2.2.3 Erfassen von Ursachen weiterer Ordnung Seite 7
(Einzelursachen und Nebenursachen) 2.2.4 Identifikation der wahrscheinlichsten Ursachen Seite 9
2.2.5 Überprüfung der wahrscheinlichsten Ursachen auf ihre Richtigkeit Seite 9
2.2.6 Ableitung und Einführung der Problemlösung Seite 9
2.2.7 Umsetzen und Controlling der optimalen Lösung Seite 10
2.3 Spezielle Varianten des Ursache-Wirkungs-Diagramms Seite 10 2.3.1 Anwendung der CEDAC-Methode Seite 10
2.3.2 Ursache-Wirkungs-Analyse mit einem Liniendiagramm Seite 10
3. Anwendung des Ursache-Wirkungs-Diagramms im Seite 11 Unternehmen am Beispiel eines Kundentelefons
4. Fazit und Beurteilung des Ishikawa-Diagramms als Seite 13 Instrument des Qualitätsmanagements
4.1 Vorteile des Einsatzes im Unternehmen Seite 13
4.2 Nachteile und Probleme der Anwendung Seite 13
http://www.asq.org/join/about/history/founders/ishkawa.gif
Abb. 2 Ursache-Wirkungs-Diagramm; Seite 2 Stauss / Seidel (1998), S. 227
vgl. Kamiske / Brauer (1999), S. 182
Abb. 7 Ursachengruppen 1. Ordnung; Seite 6
vgl. Kamiske / Brauer (1999), S. 182
Abb. 8 Einzel- und Nebenursachen; Seite 8
vgl. Kamiske / Brauer (1999), S. 182
Abb. 9 Beispiel Diagramm „Langes Warten am Telefon“; Seite 11 Stauss / Seidel (1998), S. 230
Kamiske / Brauer (1999), S. 175
Stauss / Seidel (1998), S. 231
1. Geschichte und Einordnung des Ursache-Wirkungs-Diagramms
Kaoru Ishikawa - Erfinder des Ursache-Wirkungs-Diagramms 1 1.1
die am häufigsten auftretenden Probleme gelöst werden können.
Kaoru Ishikawa wurde 1949 Mitglied der Japanese Union of Scientists and Engineers (JUSE) und arbeitete dort in der Forschungsgruppe Qualitätssicherung mit, während er zugleich an der Universität von Tokio lehrte. Anfang der 1950er Jahre begann Ishikawa in der JUSE-Forschungsgruppe ein gruppenarbeitsorientiertes Konzept anzuwenden, das 1962 offiziell Qualitätssicherungs-Zirkel genannt wurde. Jenes Konzept wurde in der ganzen Welt unter dem Namen Qualitätszirkel bekannt. Ishikawa schlussfolgerte, dass diese Qualitätszirkel-Aktivitäten auf der ganzen Welt implementiert werden könnten, wenn man jeweils gewisse Anpassungen an die vorliegenden Rahmenbedingungen vornahm.
Man kann Ishikawa als einen der Pioniere der qualitätsbezogenen Aktivitäten in Japan bezeichnen. Er war sogar zeitweilig Präsident der Japanese Union of Scientists and Engineers und außerdem ein Befürworter von gemeinsamen und koordinierten Anstrengungen zum Vorteile Japans im Geiste der Tätigkeit des japanischen Ministeriums für internationalen Handel und Industrie (MITI).
Ishikawa schrieb mehrere Bücher zum Thema Qualitätsmanagement; u.a.: „What is Total Quality Control? The Japanese Way”, „How to operate QC Circle Activities” und „Guide to Quality Control”.
Kaoru Ishikawa erhielt hohe nationale und internationale Auszeichnungen, u.a. den japanischen Deming Prize, welcher mit dem deutschen Ludwig-Erhard-Preis vergleichbar ist.
1.2 Synonyme des Ursache-Wirkungs-Diagramms
Das Ursache-Wirkungs-Diagramm bzw. Cause-and-Effect-Diagram hat mehrere Bezeichnungen. Zum einen wird es Ishikawa-Diagramm, nach seinem Erfinder genannt. Eine zum anderen sehr geläufige Bezeichnung ist Fischgrät-Diagramm / Fischgräten-Diagramm bzw. Fishbone-Diagram (siehe Anhang Abb. 10), da es für den Betrachter wie die Gräten
1 vgl. Kamiske / Brauer (1999), S. 40f.
- 1 -
eines Fisches aussieht. Würde man das Diagramm um 90° gegen den Uhrzeigersinn drehen, sieht es für den Betrachter wie ein Baum aus. Deshalb trägt es zusätzlich noch die Bezeichnungen
Fehlerbaum-Diagramm
bzw. Tannenbaum-Diagramm. All diese Begriffe sind wie schon erwähnt Synonyme für das Ursache-Wirkungs-Diagramm, welche aufgrund ihrer Vielfalt für den Laien irreführend sein können.
1.3. Die sieben Qualitätswerkzeuge / Seven Quality Tools (Q7)
In diesem Abschnitt wird kurz auf die sieben Qualitätswerkzeuge eingegangen, zu denen auch das Ursache-Wirkungs-Diagramm gehört, um seine Funktion im Zusammenhang mit den anderen Werkzeugen darzustellen.
Diese Werkzeuge sind visuelle Hilfsmittel, mit denen es möglich ist, Probleme zu erkennen, zu verstehen u nd zu lösen. Sie basieren überwiegend auf mathematisch-statistischen Grundlagen. 2 Man teilt die Qualitätswerkzeuge generell in zwei Bereiche ein. Der eine Bereich ist die Fehlererfassung, zu der die Qualitätswerkzeuge: Fehlersammelliste, Histogramm und die Qualitätsregelkarte gehören.
Der andere Bereich ist die Fehleranalyse mit den Qualitätswerkzeugen: Pareto-Diagramm, Korrelationsdiagramm, Brainstorming und das Ursache-Wirkungs-Diagramm. 3
2 vgl. Kamiske / Brauer (1999), S. 164
3 vgl. Wollersheim, Qualitätstechniken, Internetquelle
4 vgl. Kamiske / Brauer (1999), S. 167
- 2 -
• Das Histogramm
Das Histogramm ist ein Säulendiagramm, mit welchem Fehler nach ihrer Art und Häufigkeit graphisch dargestellt werden können.
• Die Qualitätsregelkarte
Die Qualitätsregelkarte (Control Chart) ist eine Methode statistischer Art, zur Überwachung von Fertigungsprozessen. Sie findet Anwendung im Rahmen der Statistischen Prozessregelung (SPR bzw. Statistical Process Control, SPC). Hierzu werden Daten, welche bei einer Stichprobenüberprüfung aus einem Fertigungsprozess ermittelt wurden, in ein Formblatt mit Koordinatensystem eingetragen. Bei diesen Daten handelt es sich um Messwerte bzw. errechnete Kennzahlen, die in Verbindung mit vorher eingezeichneten Mittelwerten sowie Warn-, Eingriffs- und Toleranzgrenzen zur Untersuchung und Steuerung des betrachteten Prozesses dienen. 5 (siehe Anhang Abb. 11 & 12)
• Das Pareto-Diagramm
Das Pareto-Diagramm (Pareto Diagram),
welches auf den italienischen Nationalökonomen Vilfredo Pareto zurückgeht, ist ein Säulendiagramm zur graphischen Darstellung von Problemursachen. 6 Man verwendet es, um Einflussfaktoren nach Gewichtung ihrer Auswirkungen zu sortieren. Es wird davon ausgegangen, dass etwa 20% der Einflussfaktoren sich
ungefähr zu 80% auf das Ergebnis auswirken. 7 Dieses Diagramm ist vergleichbar mit der ABC-Analyse. 8
5 vgl. Kamiske / Brauer (1999), S. 172
6 vgl. o.V., Qualitätswerkzeuge, Internetquelle
7 vgl. Kamiske/ Brauer (1999), S. 176f.
8 vgl. Roth, QM-Methoden, Internetquelle
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Arbeit zitieren:
Stefan Küppers, Andrej Smolarek, 2002, Ursache-Wirkungs-Diagramm als Instrument des Qualitätsmanagements im Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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