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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. 2
1. Einleitung / Becker. 3
2. Hypothese / Herrgott 6
3. Methode / Wolf 8
3.1. Theoretische Grundlagen. 8
3.1.1. Fragestellung 8
3.1.2. Vorgabe der Antworten 9
3.1.3. Kombination von Frage und Antwort. 12
3.2. Erstellung des Fragebogens 12
3.3. Durchführung der schriftlichen Datenerhebung 14
4. Ergebnisse / Boelecke Hader. 15
5. Diskussion / Hara , Hozhäuser 24
Anhang 1: Fragebogen „Internet“ 29
Anhang 2: Häufigkeiten 30
Literaturverzeichnis 33
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1. Einleitung / Becker
Unser Projektseminar „Lernen und Motivation: Lernen mit Medien - Untersuchungen zur Medienkompetenz“ diente der wissenschaftlichen Begleitung verschiedener Projektgruppen, welche vom multikulturellen Jugendzentrum in München/ Westend zur Förderung von Jugendlichen im Umgang mit den neuen Multimediatechniken angeboten wurden. Die einzelnen Kurse wurden im Zeitraum von Oktober 1999 bis etwa Mitte April 2000, mit jeweils einem Treffen pro Woche, abgehalten. Hierzu muß noch gesagt werden, daß das MKJZ mehrere, verschiedene Kurse zum Thema „Lernen mit den neuen Medien“ angeboten hatte. So wurden beispielsweise Kurse angeboten, in denen bestimmte Computerlernsoftware unterrichtet wurde beziehungsweise in denen den Jugendlichen das Internet, das Betriebssystem Windows ´95 oder die
Textverarbeitung Word nähergebracht wurde.
Es wurden Kurse zu folgenden Themen angeboten:
• Textverarbeitung
• Tabellenkalkulation
• Umgang mit dem Internet
• Lernen mit Computerspielen
Unsere Seminargruppe begleitete hierbei im Schwerpunkt den Kurs „Informieren und kommunizieren mit dem Internet“. In diesem Kurs sollte den Jugendlichen der Umgang mit dem World Wide Web, sowie das Verhalten, beispielsweise in einem Chatroom, vermittelt werden. Hierzu wurden fünf PC des MKJZ, welche mittels eines Netzwerkes Zugang zum Internet hatten, verwendet. In dem Kurs sollten folgende Lernziele vermittelt werden:
-Informationen mit der Suchmaschine Yahoo suchen
-Wissen was Links im Netscape sind, und wie man sie erkennt
-Kenntnis und Anwendung bestimmter Buttons im Netscape-Menü
-Bedienung der Netscape-Bedienungsleiste
- Adressen markieren und speichern
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In unserer Projektgruppe ging es also zuerst einmal darum das Thema „Medienkompetenz bei Jugendlichen im Bezug auf das Internet“ zu erfassen und in einen Fragebogen umzusetzen.
Von der Voraussetzung ausgehend, daß der Kurs im MKJZ die Medienkompetenz der Jugendlichen verbessert, waren die Fragebögen zur Datensammlung zu bestimmten Meßzeitpunkten im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung gedacht. Die Datenerhebungen mittels des Fragebogens wurden dann zu zwei verschiedenen Meßzeitpunkten durchgeführt. Zum einem zu Beginn des Kurses und schließlich nochmals gegen Kursende. Desweiteren wurde, durch die Mitarbeiter des MKJZ München/ Westend, eine Eingangsbefragung, sowie eine abschließende Befragung durchgeführt.
Die zunächst grundlegende Frage, mit der wir uns zu befassen hatten, bevor wir die Fragebögen endgültig erstellten, war die Frage nach der Bedeutung des Begriffes der „Medienkompetenz“. Was also ist eigentlich Medienkompetenz und wie ist sie vor allem meßbar ?
Zunächst einmal ist unter Medien heutzutage eigentlich alles zu verstehen, wodurch man an die benötigten oder gewünschten Informationen gelangen kann. Wenn man sich den heutigen Stand der Informationstechnologie jedoch einmal näher betrachtet erhält man eine verwirrende Vielfalt von Informationsquellen verschiedenster Art, die es für den Benutzer zunächst einmal zu selektieren gilt.
Ein gutes Beispiel für diese verwirrende Informationsvielfalt ist der sogenannte Multimedia-PC, mit dem auch die Jugendlichen im MKJZ München/ Westend arbeiteten. Durch ihn ist es dem User möglich ein umfassendes Informationsangebot in Ton, Bild, Text oder sogar in animierten Bildern (Videosequenzen, DVD, Web-Cam´s, ... ) abzurufen.
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Eben diese Informationsvielfalt darf durch den Benutzer nicht unvoreingenommen als wahr angesehen und unreflektiert übernommen werden. Als Medienkompetenz kann man folglich die Notwendigkeit die neuen Medien zu beherrschen, aber auch die Fähigkeit die so erlangten Informationen zu filtern und gegeneinander abzuwägen, ansehen. Erst dadurch ist es dem Benutzer überhaupt erst möglich sich selbst zu orientieren, sich also ein eigenes Bild zu verschaffen, indem er den Wahrheitsgrad der erlangten Informationen richtig einzuschätzen weiß und gegeneinander abzuwägen lernt und sich durch diesen Prozeß hindurch seine eigene Meinung bildet.
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2. Hypothese / Herrgott
Wenn man sich mit dem Komplex der Hypothesen beschäftigt, muß zunächst geklärt werden, welchen Stellenwert der Hypothese bei einer empirischen Untersuchung zugute kommt, und wozu diese dient. So handelt es sich bei Hypothesen grundsätzlich um Vermutungen. In der Sozialforschung beziehen sich diese Vermutungen zumeist auf Merkmalszusammenhänge, die anhand der Untersuchung überprüft werden sollen. Die Hypothese gibt also gleichsam einen Rahmen vor, innerhalb dessen sich die Forschung bewegt. Das Ergebnis der Untersuchung kann dabei letztlich nur zu einer Verifikation oder im gegenteiligen Fall zu einer Falsifikation der Hypothese führen. Dennoch muß deutlich gesagt werden, dass es in den Sozialwissenschaften nur probabilistische Hypothesen geben kann. Das heißt, die untersuchten Merkmalszusammenhänge beliebig vieler Variablen treten nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit auf. So können Ausnahmen nie ganz ausgeschlossen werden. Eine eindeutige Falsifikation bzw. Verifikation ist also nicht möglich, sondern dies ist nur mit einer bestimmten Genauigkeit möglich.
Unterschieden werden Hypothesen in verschiedene Arten. Es gibt sogenannte WENN-DANN-Hypothesen, die Aussagen darüber treffen, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt, wenn gewisse Grundvoraussetzungen gegeben sind. Demgegenüber stehen JE-DESTO-Hypothesen, welche Aussagen darüber treffen, dass ein Ereignis sicherer Eintritt, wenn gewisse Grundvoraussetzungen vorhanden sind.
Eine weitere Einteilung von Hypothesen wird in einem anderen Zusammenhang getroffen. So lassen sich Hypothesen unterscheiden in Individualhypothesen, Kollektivhypothesen, und Kontexthypothesen. Dabei beziehen sich die Individualhypothesen immer auf eine einzelne Untersuchungseinheit, im Gegensatz zu den Kollektivhypothesen, welche mehrere Individuen zu einer Untersuchungseinheit als Grundlage haben. Die Kontexthypothese dagegen verbindet die Individualhypothese mit der Kollektivhypothese. Dabei wird der Zusammenhang der Auswirkung eines Kollektiv- merkmals gegenüber einem Individualmerkmal getestet.
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In unserem speziellen Fall, war es Ziel des Kurses, die Medienkompetenz von Jugendlichen näher zu untersuchen. Das Projekt wurde ja bereits ausführlich in der Einführung erläutert. Um die Medienkompetenz zu untersuchen, wurde eine Gruppe junger Heranwachsender mittels Fragebögen zu bestimmten Themenbereichen befragt. Dabei wurden die Themenbereiche mit einem Angebot verschiedener Computerkurse im Multikulturellen Jugendzentrum Münchens, kurz MKJZ, abgestimmt. So wurden Fragebögen zu einem Internetkurs erstellt.
Es wurde dabei folgende Hypothese zu Beginn der Befragung festgelegt:
Die Medienkompetenz von Jugendlichen nimmt mit Teilnahme an einem dieser Kurse zu.
Wenn also ein Kurs besucht wird, dann steigt auch die Medienkompetenz der Jugendlichen. Und zwar in dem Maße, in dem die Kurse besucht werden.
Je öfter also ein Kurs besucht wird, desto ausgeprägter ist die Medienkompetenz, als Untersuchungsmerkmal, bei der jeweiligen Person nachzuweisen. Darüber hinaus wurde als gegeben angesehen, dass das Besuchen mehrerer Kurse ebenfalls einen positiven Einfluß auf die Steigerung der Medienkompetenz hat.
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3. Methode / Wolf
Für die Untersuchung zur Medienkompetenz bei Jugendlichen im Rahmen des Projektseminars Lernen und Motivation haben wir die Methode der schriftlichen Befragung unter Aufsicht in Form eines Fragebogens gewählt. Man spricht von einer schriftlichen Befragung, wenn die Untersuchungsteilnehmer schriftlich vorgelegte Fragen selbständig schriftlich beantworten. Die Befragung ist die in den empirischen Sozialwissenschaften am häufigsten angewandte Methode. Wissenschaftler schätzen das ungefähr 90 % aller Daten mit dieser Methode gewonnen werden. 1 Diese kostengünstige Untersuchungsvariante eignet sich besonders für die Befragung gleichartiger Gruppen.
3.1. Theoretische Grundlagen
Grundsätzlich sind bei der Entwicklung von Fragebögen auch die Regeln des mündlichen Interviews zu beachten. Genauso wie im Interview können sämtliche Daten erfaßt werden. Der Fragebogen erfordert eine hohe Strukturierbarkeit der Befragungsinhalte. Außerdem kann man auf steuernde Eingriffe eines Interviewers verzichten. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Frage- und Antwortmöglichkeiten.
3.1.1. Fragestellung
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Sachfragen, Meinungs- bzw. Urteilsfragen und Verhaltensfragen. Sachfragen sind Fragen nach bestimmten Tatsachen, die durch Dritte überprüfbar sind. Meinungsfragen zielen auf persönliche Einschätzungen des Befragten ab. Verhaltensfragen dagegen untersuchen Gewohnheiten und Verhaltensweisen der Untersuchungsteilnehmer. So sind z.B. Fragen nach Geschlecht, Alter und Beruf der Eltern Sachfragen. Die Frage nach der Freude am Internetkurs oder nach der Schwierigkeit des Kurses sind Meinungs- bzw. Urteilsfragen. Eine
1 Bortz, Jürgen: Lehrbuch der empirischen Forschung, Berlin 1984, S. 163.
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Verhaltensfrage ist die Frage nach den Zeitungen und Zeitschriften, welche von den Jugendlichen gelesen werden.
Ein Fragebogen kann offene und geschlossene Fragen beinhalten. Offene Fragen bestehen aus Fragen, deren Antworten nicht vorgegeben sind. Der Befragte hat die Möglichkeit seine eigenen Vorstellungen zu äußern, ohne auf vorformulierte Antworten zurückgreifen zu müssen. Bei geschlossenen Fragen muß der Untersuchungsteilnehmer auf eine Auswahl vorgegebener Antworten zurückgreifen. Diese Art der Frage erleichtert die Auswertung erheblich, da die mögliche Anzahl der Antworten beschränkt ist. Die Antworten können numerisch codiert direkt zur statistischen Weiterverarbeitung genutzt werden. Eine Mischform stellen die halboffenen Fragen dar. Diese geben den Befragten die Möglichkeit sowohl zwischen vorgegebenen Antworten zu wählen, als auch selbst formulierte Antworten aufzuschreiben. In unserer Befragung haben wir sowohl offene als auch geschlossene Fragen verwendet. Die Fragen nach den Angeboten im multikulturellen Jugendzentrum und nach den Regeln, wie man sich im Chat verhält, sind offen formuliert. Bei geschlossenen Fragen, wie z.B. nach den Chatpartnern oder dem Schulabschluß, sind die Antworten bereits vorgegeben. Der Untersuchungsteilnehmer braucht nur noch die entsprechende Antwort heraussuchen und ankreuzen. Halboffene Fragen haben wir im Fragebogen nicht verwendet.
3.1.2. Vorgabe der Antworten
Antworten können in zwei Gruppen unterteilt werden. Es gibt Objektivantworten und Subjektivantworten. Bei Objektivantworten handelt es sich um Antworten, die objektiv bzw. unvoreingenommen einen Tatbestand wiedergeben. Der Tatbestand ist meß- oder zählbar und von anderen überprüfbar. Die Antwortvorgaben müssen deshalb einige Bedingungen erfüllen:
1. Die Antwortvorgaben dürfen keine Interpretationsmöglichkeiten seitens des Befragten beinhalten. Die Kategorien der Antwortvorgaben bedürfen einer exakten Definition.
Arbeit zitieren:
Martin Wolf, 2000, Lernen mit Medien. Untersuchungen zur Medienkompetenz, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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