Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 2
2. Das 4CID Modell am praktischen Beispiel 2
2.1. Die Fertigkeitenhierarchie - Analyse der Kompetenzen 3
2.2. Vereinfachende Annahmen und Aufgabenklassen 5
2.3. Lernaufgaben 7
2.4. Beispiele für unterstützende Informationen und für Just-in- 10
time Informationen
3. Lerntheoretische Überlegungen 12
3.1. Überlegungen zum situierten Lernen 12
3.2. Didaktische Szenarien 13
3.3. Unterstützende Medien 15
4. Zusammenfassung und Fazit 17
5. Literaturverzeichnis 18
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 4CID Modell - eigene Darstellung 3
Abbildung 2 Fertigkeitenhierarchie - eigene Darstellung 4
Tabelle 1 Vereinfachende Annahmen 6
1
1. Einleitung
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem 4CID Modell nach van Merriënboer und dessen praktischer Anwendung für die Berufstätigkeit eines Bildungswissenschaftlers im Bereich der Drogenhilfe und dort mit dem Teilbereich der Suchtprävention. Ziel der Arbeit ist es, das theoretische 4CID Modell in einem begrenzten Rahmen praxisbezogen anzuwenden und ein Blueprint zu erstellen. Diese Arbeit richtet sich an Leser mit Vorwissen über das 4CID Modell z.B. aus Bastiaens, Deimann, Schrader und Ort (2010) und van Merriënboer, Kirschner und Kester (2003). Ausführlichere Erklärungen finden sich daher gemäß der Aufgabenstellung nur dort, wo es um die Anwendung des Modells in der Praxis geht. Benötigte Informationen über die Arbeit in der Drogenhilfe und dort im Bereich der Suchtprävention habe ich vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familie in Münster bezogen und vom Diakonischen SuchtHilfeZentrum Flensburg - siehe Literaturverzeichnis. Die Hausarbeit besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Segment. Im Praxisteil finden sich eine Hierarchie zum Berufsbild des Bildungswissenschaftlers im Bereich der Drogenhilfe sowie eine Tabelle mit vereinfachenden Annahmen. Für die erste der drei Aufgabenklassen beschreibe ich drei Lernaufgaben. In der Folge gibt es themenbezogene Beispiele für unterstützende Informationen und Just-in-time Informationen. Im theoretischen Segment finden sich einige lerntheoretische Überlegungen zu den Aspekten des situierten Lernens bezüglich des 4CID Modells. Desweiteren führe ich didaktische Szenarien an, die sich zur Integration in das 4CID Modell eignen. Es werden geeignete Medien erläutert, die mein Blueprint unterstützen, gefolgt von Anwendungsbeispielen. Den
Abschluss bilden eine Zusammenfassung und ein persönliches Fazit. 1
2. Das 4CID Modell am praktischen Beispiel
Das 4CID Modell wurde im Jahr 1997 von van Merriënboer entwickelt, um die Vermittlung von komplexen Fertigkeiten zu optimieren, so van Merriënboer und Kirschner (2009, S. 4) sowie Bastiaens u.a. (2010, S. 92). Nach van Merriënboer
1 In dieser Hausarbeit wird ausschließlich die männliche Schreibweise verwendet. Frauen sind jedoch
gleichermaßen angesprochen.
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und Kirschner (2009, S. 4-5) trägt das 4CID Modell der Tatsache Rechnung, dass mittlerweile viele Arbeitsabläufe von Maschinen übernommen werden, jedoch die Verrichtungen, die in Menschenhand sind ebenso an Komplexität zunehmen. „4CID“ steht dabei für „4 Komponenten-Instructional-Design“. Das Modell besteht nach Bastiaens u.a. (2010, S. 92) aus folgenden Komponenten: Lernaufgaben mit abnehmendem Scaffolding, unterstützende Informationen schon vor Beginn der Ausübung der Tätigkeit, Just-in-time Information für die nichtwiederkehrenden Aufgaben und Parttask Practice für wiederkehrende Aufgaben zur Automatisierung der Handlungsabläufe.
Abbildung 1 4CID Modell - eigene Darstellung der Autorin
2.1. Die Fertigkeitenhierarchie - Analyse der Kompetenzen
Der erste Schritt bei der Ausarbeitung eines Blueprints nach dem 4CID Modell ist es, zu analysieren, was der Lernende am Ende des Lernprozesses können muss, um die Tätigkeit erfolgreich auszuführen. Dies wird als „Analyse der Kompetenz“ bezeichnet (Bastiaens u.a., 2010, S. 95). Die von mir erstellte Fertigkeitenhierarchie greift aus dem Berufsbild des Bildungswissenschaftlers im Bereich der Drogenhilfe den Unterbereich der Suchtprävention heraus.
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Abbildung 2: Fertigkeitenhierarchie - eigene Darstellung der Autorin
Die Darstellung einer Fertigkeitenhierarchie zeichnet sich durch horizontale und vertikale Relationen aus. Die erste Reihe der Hierarchie = die temporäre Achse ist von links nach rechts zu lesen. Diese Fertigkeiten können temporär oder auch sequentiell verknüpft sein. Im Fall meiner Darstellung handelt es sich um eine tem-poräre Anordnung - zuerst wird die Bedarfsanalyse durchgeführt, dann die Schul-
4
stunde dementsprechend geplant, durchgeführt und evaluiert. Die Spalten in der Hierarchie hingegen sind von unten nach oben zu lesen, wobei die Fertigkeiten in der unteren Reihe jeweils Bedingung sind, um die darüber stehende Fertigkeit erfolgreich auszuführen. Dies bezeichnet man als konditionelle Verknüpfung. Ein Beispiel: Der Bildungswissenschaftler sollte zuerst den Wissensstand der Schüler zum Thema Drogen erfragen - erst in der Folge kann er seine Unterrichtsstunde dem Vorwissen seiner Schüler entsprechend anpassen. Ziel der Erstellung einer Hierarchie ist es, Leistungsziele formulieren zu können und sie in nichtwiederkehrende bzw. wiederkehrende Fertigkeiten zu klassifizieren, so Bastiaens u.a. (2010, S. 95).
Wiederkehrende Fertigkeiten werden vom Lernenden während der Ausübung von Tätigkeiten entwickelt, bei denen die Handlungsabläufe im Laufe der Zeit automatisiert werden. Nicht-wiederkehrende Fertigkeiten erlangt der Lernende durch das Lösen von Problemen, die sich während der Bearbeitung der Aufgabe erst ergeben. Diese Fragestellungen sind nicht routinemäßig, siehe hierzu auch Bastiaens u.a. (2010, S. 90).
2.2. Vereinfachende Annahmen und Aufgabenklassen
Der nächste Schritt bei der Erarbeitung eines Blueprints nach dem 4CID Modell ist die Bildung von Aufgabenklassen.
Für die Erstellung der Aufgabenklassen bestehen verschiedene Möglichkeiten der Sequentialisierung. So kann nach dem Prinzip der Nachdruck-Manipulation verfahren werden; es gibt das Prinzip der Mentale Modelle Progression, die Variante es systemischen Problemverfahrens und das Sequenzprinzip der vereinfachenden Annahmen, siehe Bastiaens u.a. (2010, S. 96-97). Nach dem letztgenannten Prinzip, welches auch das am häufigsten verwendete ist, werde ich in dieser Arbeit verfahren.
Im Mittelpunkt meiner Tabelle 1 steht die Frage: Welche Faktoren erleichtern/erschweren die Arbeit an dem Beispielprojekt - der Planung, Durchführung und Analyse einer Informationsveranstaltung zum Thema Drogen an einer Schule? Dies entspricht dem Sequenzprinzip der vereinfachenden Annahmen, dem am häufigsten verwendeten System dieser Art bei der Arbeit mit dem 4CID Modellsiehe hierzu Bastiaens u.a. (2010, S. 96-97).
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Arbeit zitieren:
Cornelia Desch, 2010, Das 4CID Modell am Beispiel der Tätigkeit eines Bildungswissenschaftlers im Bereich der Drogenhilfe, München, GRIN Verlag GmbH
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