Inhaltsverzeichnis
1. Schulische Situation ausländischer Kinder 3
1.1 Migrationshintergrund der Bevölkerung. 3
1.2 Der bildungspolitische Anspruch und die bildungspolitische Realität. 5
1.3 Sind Migrantenkinder wirklich sonderschulbedürftig?- Benachteilung und
Ausgrenzung im Bildungsbereich 7
2. Überwindung von Nachteilen, Vorurteilen und Diskriminierung- Ziele, Aufgaben und
Grenzen der Grundschule 9
2.1 Grundlagen und Ziele 9
2.1.1 Theoretische Überlegungen. 9
2.1.2 Anforderungen an die Lehrkräfte 10
2.1.3 Lehrervorstellungen von einer integrationsfähigen Grundschule 11
2.1.4 Die Rolle des Spracherwerbs 12
2.1.5 Innere Differenzierung als Möglichkeit der Förderung 14
2.2 Interkulturelle Erziehung und Kommunikation. 15
2.2.1 Einleitung und Definition. 15
2.2.2 Unterrichtsbeispiele und Kommentare zur interkulturellen Erziehung. 16
3. Fazit 17
4. Literaturverzeichnis. 18
2
1. Schulische Situation ausländischer Kinder
1.1 Migrationshintergrund der Bevölkerung
Die folgenden Zahlen beruhen auf der am 31. Dezember 2008 vom Statistischen Bundesamt durchgeführten Auswertung des Ausländerzentralregisters (AZR). Unter anderem werden hier die am Ende des Berichtsjahres ansässigen AusländerInnen nach Staatsangehörigkeit, Aufenthaltsdauer, Alter und Familienstand erfasst.
Als Ausländer werden hier alle Personen bezeichnet, die nicht deutsch im Sinne des Art.116 Abs. 1GG sind, d.h. nicht die deutsche Staatbürgerschaft besitzen. Hierzu zählen auch die Staatenlosen sowie Personen mit ungeklärter Staatsbürgerschaft. Personen, die die deutsche sowie eine fremde Staatsbürgerschaft besitzen, werden hier nicht erfasst. Die Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik Deutschland umfasst 2008 ca. 82 Millionen Menschen. Davon sind ca. 7,2 Millionen ausländische Mitbürger. Das bedeutet, dass knapp 9% der Gesamtbevölkerung aus Ausländern besteht. Und hierbei ist noch nicht die Zahl der Bürger miteinberechnet, die die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, aber dennoch einen
Migrationshintergrund haben. 1
Die folgende Grafik 2 von 2007 zeigt, wie viele Kinder in Deutschland mit
Statistisches Bundesamt (2009): Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Ausländische Bevölkerung. Ergebnisse des Ausländerzentralregisters
2008. Wiesbaden:
2 http://bildungsklick.de/bild-archiv/52270/basis/tabelle_migration.jpg
3
Migrationshintergrund im Vergleich zu denen ohne Migrationshintergrund leben. Wie die Grafik zeigt, hatte im Jahr 2007 in Deutschland von den insgesamt knapp 8,6 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern im Haushalt mehr als jede vierte Familie (27%) einen Migrationshintergrund. Dieser Anteil war im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) mit 30% mehr als doppelt so hoch wie in den neuen Ländern (einschließlich Berlin) mit 14%. Familien mit Migrationshintergrund sind in diesem Falle Eltern-Kind-Gemeinschaften, bei denen mindestens ein Elternteil eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt oder die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung oder durch einbürgerungsgleiche Maßnahmen erhalten hat.
2007 wuchsen in Deutschland bei den rund 2,3 Millionen Familien mit Migrationshintergrund 4,0 Millionen minderjährige Kinder auf, bei den ca. 6,2 Millionen Familien ohne Migrationshintergrund 9,8 Millionen minderjährige Kinder. Dies bedeutet, dass eine Familie mit Migrationshintergrund durchschnittlich 1,74 Minderjährige betreute, während eine Familie ohne Migrationshintergrund im Durchschnitt 1,56 Minderjährige erzog. Im Verhältnis gesehen haben die Familien mit Migrationshintergrund also mehr Kinder zu versorgen als die Familien ohne Migrationshintergrund. Dies sieht man auch an den folgenden Zahlen: 16 Prozent der Familien mit Migrationshintergrund versorgen mindestens drei minderjährige Kinder im Haushalt, aber lediglich 9 Prozent der Familien ohne Migrationshintergrund. Auch die Gruppe der Familien mit Migrationshintergrund ist in sich völlig heterogen, wie die Bundeszentrale für politische Bildung beweist. Die untere Grafik verdeutlicht dies.
Wichtig bei der Auseinandersetzung mit dem Migrationshintergrund der Bevölkerung ist die Tatsache, dass in Deutschland Ballungsgebiete existieren. Der Bildungsbericht der KMK (Kultusministerkonferenz) sagt aus, dass im Jahr 2006 etwa 18% der Gesamtbevölkerung einen Migrationshintergrund aufweisen. Hierbei ist aber ganz klar zwischen Ost- und Westdeutschland zu unterscheiden, da die Zahlen hier sehr differieren: Etwa 21% der Bevölkerung hat im Westen einen Migrationshintergrund, in Ostdeutschland sind es nur
„ In Ballungszentren wie dem Rhein- Main- Gebiet, dem Raum Düsseldorf- Wuppertal, Teilen des Ruhrgebiets, aber auch Großstädten wie Berlin, München, Hamburg, Stuttgart, augsburg oder Erlangen/Nürnberg steigt dieser Anteil auf bis zu 50% [- allein bei den unter 25jährigen.], teilweise geht er sogar darüber hinaus.“ (Bildungsbericht, S. 19)
1.2 Der bildungspolitische Anspruch und die bildungspolitische Realität
Viele europäische Länder haben den bildungspolitischen Anspruch, das Bildungswesen besser auf die Bedürfnisse der Immigrantenkinder abzustimmen und so die Integration weiter voran zu treiben. Es ist die Aufgabe so genannter bildungspolitischen Kommissionen, hierzu Programme zu erarbeiten. In Deutschland übernimmt diese Aufgabe die
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Arbeit zitieren:
Sarah Weihrauch, 2009, Der Unterricht mit Kindern mit Migrationshintergrund, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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