Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis
1 Einleitung 5
1.1 Hinführung zur Thematik 5
1.2 Vorgehensweise 6
2 Betriebliche Gesundheitsförderung 7
2.1 Definition 8
2.2 Ziele der Betrieblichen Gesundheitsförderung 9
2.3 Ökonomische Wirkungen 9
2.3.1 Kosten 10
2.3.2 Nutzen 12
2.3.3 Exemplarische Kosten-Nutzen-Berechnung 13
2.3.4 Fazit 14
3 Gesundheitszirkel in der Betrieblichen 14
Gesundheitsf örderung
3.1 Definition 15
3.2 Merkmale von Gesundheitszirkeln 15
3.3 Ansätze 17
3.3.1 Das Düsseldorfer Modell 18
3.3.2 Zusammenfassender Vergleich mit dem Berliner Modell 21
3.3.3 Fazit 22
4 Schlussbetrachtung und Ausblick 23
5 Literatur- und Quellennachweis 25
3
1. Einleitung
1.1 Hinführung zur Thematik
„Die größte aller Torheiten ist, seine Gesundheit aufzuopfern, für was es
auch sei, für Erwerb, für Beförderung, für Gelehrsamkeit, für Ruhm,
geschweige für Wollust und flüchtige Genüsse: Vielmehr soll man ihr alles
nachsetzen.“ (Schopenhauer, o. J.)
Der griechische Arzt Herophilos beschäftigte sich bereits 300 v. Chr. mit der Bedeutung von Gesundheit und war von deren Wichtigkeit für den Menschen überzeugt. Auch der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer erkannte im 19. Jahrhundert, welch eine Unvernunft mit der Gesundheit getrieben wird. Schon damals war die Besinnung auf Wohlbefinden dem Streben nach Weiterentwicklung unterstellt, sodass der Erkenntnistheoretiker zu einem bewussteren Erhalt der Gesundheit riet.
Obwohl ersteres Zitat etwa 2300 Jahre alt ist, stellt die dargestellte Problematik noch immer einen aktuellen Diskussionsbedarf dar. Durch den zunehmenden strukturellen und unternehmenskulturellen Wandel werden die Kompetenzen der Mitarbeiter in Betrieben zunehmend gefordert, da diese unmittelbar mit dem wirtschaftlichen Profit zusammenhängen. Um eine optimale und
unbeeinträchtigte Arbeitsweise der Arbeitnehmer auch über einen längeren Zeitraum gewährleisten zu können, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Förderung. Neben verhaltensorientierter Maßnahmen, einer systematischen Personalentwicklung und vielfältigen Weiterbildungsmaßnahmen spielt vor allem die Gesundheitsförderung in Betrieben eine zunehmend relevante Rolle und sollte in die Ziele eines jeden Unternehmens integriert - also ein Bestandteil der Unternehmenskultur - werden (vgl. Busch, 1996, S. 14-15). Das Handlungsspektrum im betrieblichen Gesundheitsmanagement ist vielfältig. Ein Instrument zur Verbesserung der Gesundheit und Erhöhung der Arbeitszufriedenheit stellt der Gesundheitszirkel dar. Dabei handelt es sich um einen Mitarbeitergesprächskreis, welcher die Thematik der gesundheitsgerechten Arbeitsgestaltung aufgreift und dadurch arbeitsorganisatorische Mängel
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aufdecken soll. Von den daraus resultierenden Vorschlägen zur Optimierung der Arbeitsprozesse profitieren neben den Mitarbeitern auch die jeweiligen Unternehmen, da eine erhöhte Motivation, Gesundheit und Arbeitszufriedenheit die Betriebswirtschaftlichkeit (Qualität, Produktivität usw.) fördern (Weinschenk, o. J.).
1.2 Vorgehensweise
Angeregt durch das Seminar „Gesundheitsförderung im Betrieb“ bei Frau Rudolph, soll es in der vorliegenden Arbeit um die Rolle von Gesundheitszirkeln (GZ) in der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) gehen. Nach der bereits erfolgten Hinführung zum Thema beginne ich im Abschnitt 2 mit einem von zwei Hauptpunkten. Hierbei erläutere ich Gesundheitsförderung im allgemeinen und im betrieblichen Kontext. Dazu gehe ich auf die Begriffsbestimmung, Ziele und ökonomische Wirkungen der BGF ein und schließe den Abschnitt mit einem Zwischenfazit ab. Im darauffolgenden Gliederungspunkt, dem zweiten Schwerpunkt meiner Arbeit, thematisiere ich Gesundheitszirkel in der BGF. Neben einer Definition und einer Auflistung von Merkmalen, werden die Ansätze des Düsseldorfer Modells und vergleichend dazu des Berliner Modells beleuchtet. Nach einem erneuten Zwischenfazit dient die Schlussbetrachtung sowohl einem Resümee als auch einem Ausblick auf den demographischen Wandel aus betrieblicher Sicht. Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, einen Einblick in die Thematik der betrieblichen Gesundheitsförderung zu geben und über das Instrument Gesundheitszirkel zu informieren. Der Fokus richtet sich dabei u. a. auf wesentliche Erkenntnisse zu Fragen wie: Was ist BGF und warum stellt sie einen interessanten Aspekt für Unternehmen dar? Was versteht man unter GZ und wie kann man sich die Rahmenbedingungen und den Ablauf dieser Maßnahme vorstellen?
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2. Betriebliche Gesundheitsförderung Allgemeines zur Gesundheitsförderung
Bereits 1984 wurden Ziele und Prinzipien der Gesundheitsförderung im Grundsatzpapier des Europäischen Regionalbüros der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) manifestiert. Am 21. November 1986 tagte in Ottawa die erste internationale Konferenz zur Gesundheitsförderung. Das Ergebnis war die Verabschiedung einer Charta, welche auch nach mehr als 20 Jahren ein zentrales Dokument der Gesundheitsförderung darstellt. Der Leitgedanke setzt sich aus zwei Hauptanliegen zusammen: Auf der einen Seite steht die Befähigung der Bevölkerung zu einem eigenverantwortlichen und selbstbestimmten Umgang mit der Gesundheit und auf der anderen Seite zielt die Charta auf eine gesundheitsförderliche Gestaltung der Lebenswelt und Gesundheitsdienste ab (vgl. Erdrich, o. J.). Betriebliche Gesundheitsförderung
Die Idee einer Gesundheitsförderung im Betrieb ist keine Neuerscheinung. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurden betriebseigene Erholungsheime eingerichtet und Gesundheitsförderungsprogramme durchgeführt. 491 Mio. - das war die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage in der deutschen Wirtschaft im Jahr 2002. Nach Schätzung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin verursachte dies volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von ca. 35 Mrd. Euro (Hoh & Barz, 2010, S. 741, verglichen mit Angaben des wissenschaftlichen Instituts der AOK 2008).
In den letzten Jahren nahmen die krankheitsbedingten Fehlzeiten in den Betrieben stetig ab. Nach dem Tiefststand im Jahr 2006 waren 2007 wieder ansteigende krankheitsbedingte Ausfallzeiten in fast allen Branchen zu verzeichnen. “Seit dem 1. April 2007 ist die betriebliche Gesundheitsförderung als eine eigenständige Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenversicherung in §20a SGB V als ein so genannter Setting-Ansatz der Prävention verankert“ (ebd., S.739-741).
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Arbeit zitieren:
Janett Hemstedt, 2010, Die Rolle von Gesundheitszirkeln in der betrieblichen Gesundheitsförderung, München, GRIN Verlag GmbH
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