A Inhaltsverzeichnis/ Gliederung
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A Inhaltsverzeichnis 1 1 Die Maas - Ein (ur-)europäischer Fluß 2 2 Über die Genese der Maas(terrassen) - Ein historischer Abriß 3 3 Die Flußterrassen der Maas - anhand ausgewählter Standorte 9
3.1 Flußterrassen der West- und Ost-Maas im Raum Maastricht 9
3.2 Flußterrassen der ardennischen Maas im Raum Liège/ Namur/ Givet 11 4 Diagnostische Bedeutung der (Maas-)Flußterrassen 13 5 Fazit - Flußterrassen als wertvolle Zeugen der Vergangenheit 16 B Literaturverzeichnis 17 C Eidesstattliche Erklärung 20
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1 Die Maas - Ein (ur-)europäischer Fluß
Die Maas (frz. Meuse) ist alt. SCHALLER ET AL. (2004) datieren das Alter der Maas auf 8,5 Millionen Jahre (8,5 Ma), d.h. ins späte Miozän. Möglicherweise, so VAN DEN BERG (1996), ist das Flußsystem der Maas sogar mehrere Millionen Jahre älter. Wenn der niederländische Lyriker H. VAN DE WAARSENBURG (2000) in seinem Gedicht „Maas/Meuse“ eine andere, die heutige Maas beschreibt, nimmt man ihr Alter nicht wahr. Millionen Jahre mußten erst vergehen bis der heutige Verlauf des Flußes entstanden war und bis VAN DE WAARSENBURGs Verse wie „ [...] dat wil / De Maas, stromend / Door glooiend landschap. [...]“ erfahrbare Gegenwart wurden. In der Tat durchfließt die Maas auf ihrem Weg in die Nordsee des öfteren „hügelige Landschaften“. Landschaften, welche die Maas prägten und von dieser, immer auch aus humangeographischer (Kultur, Industrie, Handel, Schiffahrt, etc.) wie auch aus physischgeographischer (z.B. Ardennendurchbruch, Flussterrassenbildung, Ästuardelta mit dem Rhein (vgl. AHNERT, 3 2003: 258)) Sicht, geprägt wurden. Demnach hat die Maas viele Facetten, sie ist ein europäisches Gewässer: Als Meuse entspringt sie auf dem Plateau de Langres in Frankreich, fließt weiter durch die französischen Ardennen als Canal du Meuse (Maaskanal) bis Givet, um kurz danach als Haute Maas (Obere Maas) in den belgischen Teil der Ardennen vorzudringen, Dinants Felsenformationen zu passieren, in Namur Vorfluter des Sambre zu sein, kurz hinter Huy wieder als Maas die Ardennen zu verlassen und ab Maastricht durch die hügelige niederländische Provinz Limburg zu fließen, um als Bergse Maas im Hollandsdiep in die Nordsee zu münden (vgl. DIERCKE, 4 2000). In dieser Arbeit soll nun, wie der Name des Seminars bereits verrät, das Hauptaugenmerk auf die „Erforschungsgeschichte und deren Wert für die paläogeographische Rekonstruktion der Flußterrassen der Maas“ gelegt werden.
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2 Über die Genese der Maas(terrassen) - Ein historischer Abriß
Das Flußeinzugsgebiet der Maas (vgl. Abb. 1a und 1b) umfasst heute eine Fläche von ca. 33.000 km² und schließt damit Teile Frankreichs, Belgiens, Luxembourgs, Deutschlands und der Niederlande mit ein (DE WIT ET AL., 2007). Das gesamte Flußeinzugsgebiet kann noch einmal in drei größere geologische Zonen untergliedert werden. DE WIT ET AL. (2007) grenzen diese Zonen folgendermaßen ein:
Diese geologische Einteilung des Einzugsgebiets der Maas deckt sich mit einer weiteren Einteilung in morphotektonische Einheiten nach VAN BALEN ET AL. (2000); so bestimmen hauptsächlich drei morphotektonischen Einheiten den Verlauf der Maas bis heute (vgl. Abb. 1b):
Der Verlauf der Maas hat sich in den letzten 8,5 Ma stetig gewandelt (vgl. Abb. 2). Die Entwicklung des Maas-Systems unterlag erheblichen kontinuierlichen Veränderungen. Ein besonderes Augenmerk soll im Folgenden auf die letzten 250.000 Jahren gelegt werden (vgl. Abb. 2c - Early Pleistocene): Die 2 wesentlichsten Flussanzapfungen verringerten die Größe des Einzuggebietes um ca. 10% (vgl. VELDKAMP/VAN DEN BERG 1993): Außer den Ardennen wurde auch ein Großteil der Vogesen durch die Maas entwässert, bevor die Mosel jenes südlichere Gebiet bei Toul anzapfte (vgl. VAN BALEN ET AL., 2000); außerdem ging durch Anzapfung ein kleinerer Teil an das Aire-Aisne-Seine-System verloren (vgl. VELDKAMP/VAN DEN BERG 1993). Erwähnenswert ist ferner die Änderung der Fließrichtung der Maas und des Rheins ab dem späten Pleistozän in den heutigen Niederlanden (vgl. Abb. 3): Durch das Vordringen des nordischen Inlandeises während der Elster- und Saale-Eiszeiten des Quartärs waren Rhein und Maas gezwungen ihren ursprünglich auf Norden ausgerichteten Verlauf hin zum heutigen, westwärts gerichteten Kurs abzulenken (vgl. BERENDSEN, 2005: 9-11). Abb. 2: Zur Genese der Maas und des Rheins: Vom Miozän bis heute
Um die Entstehung des Maas-Systems zu verstehen, ist es nötig als ersten Schritt einer Erklärung die tektonische Hebung des Ardennisch-Rheinischen Massivs im Zuge der variskischen Orogenese im Paläozoikum anzuführen. Sie bildet die Grundvoraussetzung für alle später folgenden tektonischen Ereignisse. So blieben folgedessen „in nachvariszischer Zeit [...] die Ardennen [...] weitgehend sedimentfreies Erosionsgebiet (WALTER, 2007: 180).“ Das Variskische Gebirge, und somit auch die frühen Ardennen, wurden im Laufe der Jahrmillionen fast vollständig abgetragen, bis im späten Oligozän eine erneute Hebungsphase einsetzte. Als Folge dieser Hebung entwickelte sich ein dichtes Gerinne- und Drainagesystem auf dem Gebiet der heutigen Ardennen (vgl. VAN BALEN ET AL., 2002). Doch erst im Miozän kommt es mit fortschreitender Hebung zur Manifestation einer frühen Maas (vgl. WALTER, 2007: 194). Das Ausmaß dieser Hebung ist in Abbildung 4 (hier: seit dem Mittleren Pleistozän) dargestellt. W.M. DAVIS (1912) führt die im Miozän einsetzende Fixierung der Maas auf Antezedenz zurück: Die Maas floß schon vor Beginn der nur langsam verlaufenden Hebung jenen Verlauf, der heute so charakteristisch für sie ist, sie tiefte sich im Laufe der Jahrtausende in die Ardennen ein und wirkte so der Hebung erodierend entgegen (DAVIS, 1912: 173-174). Abbildung 5 geht mithilfe der original DAVIS’schen Textpassagen von 1912 (inklusive einer Abbildung der Maasschluchten um 1894) noch einmal näher hierauf ein. Antezedenz ist auch
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Arbeit zitieren:
Christian Benner, 2009, Fluß-, See- und Strandterrassen: Erforschungsgeschichte und ihr Wert für die paläogeographische Rekonstruktion, München, GRIN Verlag GmbH
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