Inhaltsverzeichnis
1.0 Einleitung 1
1.1 Thematik und Fragestellung 1
1.2 Schwerpunkte und Vorgehensweise 2
2.0 Theoretischer Zugang zur Thematik 3
2.1 Die Peer-Group: Ein Definitionsversuch 4
2.2 Kennzeichen und Struktur von Peer-Groups 4
2.3. Definition des Sozialisationsbegriffs 5
3.0 Peer-Groups und deren Wirkung auf die Sozialisation 7
3.1. Eine Skizze der Ursache für die Entstehung von Peer-Groups 7
3.2 Peer-Groups und die Sozialisation 8
3.3 Die Wirkungsweise und Vernetzung der wichtigsten Sozialisations-
Instanzen S. 9
4.0 Die Peer-Group als Ort des Kompetenzerwerbs S.11
5.0 Schlussbetrachtung S.13
6.0 Literaturverzeichnis 14
1.0 Einleitung
Die heutigen westlichen Gesellschaften sind komplexe, aber dennoch hoch funktionale Systeme, die sich durch eine Vielzahl von institutionalisierten Subsystemen auszeichnen. (vgl. Parson 2008, S. 88) Sie weisen eine enorme Fülle an individualistischen Einstellungen und Besonderheiten auf, die von den Menschen innerhalb einer Gesellschaft ausgehen. Umso mehr verwundert es, dass Gesellschaften in der Regel eine Struktur besitzen, die es möglich macht, dass „[…] viele einzelne Menschen innerhalb eines geordneten Systems zusammenleben können.“ (vgl. Berger 2009, S. 1)
Das Phänomen der Rollengebundenheit eines jeden Individuums innerhalb einer Gesellschaft ist ursächlich für die Konfrontation mit Regeln und Normen. Der einzelne Mensch erlernt augenscheinlich ganz selbstverständlich wie man sich innerhalb der Gesellschaft bewegt und behauptet. Dieser Vorgang ist allgemein bekannt als die Sozialisation eines Individuums.
Bei näherer Betrachtung des Sozialisationsbegriffs wird dessen Tragweite und Komplexität zwangsläufig bewusst. Die erfolgreiche Sozialisation ist eine der Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Leben als Teil der Gesellschaft. Neben den ständigen Lernaufgaben, die ein Mensch im Laufe seines Lebens zu bewältigen hat, ist vor allem die Phase der Jugend eine Periode, die die Sozialisation eines Menschen maßgeblich beeinflusst.
1.1 Thematik und Fragestellung
Während der Adoleszenz durchläuft ein junger Mensch entscheidende Entwicklungsphasen, die sich prägend auf sein weiteres Leben auswirken. Die Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen, kulturellen und materiellen Umwelt, vollzieht sich bei einem Heranwachsenden nahezu in allen Bereichen des täglichen Lebens. Parson nennt als die entscheidenden Sozialisationsinstanzen während der Jugend die Schule, die Familie und die sogenannte Peer-Group. (vgl. Parson 2008, S. 90)
Die enorme Tragweite dieser Instanzen ist im Rahmen der vorliegenden Arbeit nicht vollständig erfassbar. Dennoch ist es nicht möglich, dass Zusammenspiel von Peer-Group, Familie und Schule völlig außer Acht zu lassen. Deshalb beschränkt sich der
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Autor auf die Skizzierung dieses Zusammenwirkens. Im Fokus stehen aber vor allem die Bedeutung und die Wirkung von Peer-Groups in der Adoleszenz, in Bezug auf den Kompetenzerwerb von Jugendlichen. Dieses Themengebiet weist eine hohe Aktualität auf, da für den Jugendlichen der Umgang mit Peer-Groups heutzutage deutlich eher einsetzt als vor ein bis zwei Generationen. Die zentrale Fragestellung der vorliegenden Arbeit bezieht sich auf die Rolle der Peer Groups im Sozialisationsprozess. In diesem Zusammenhang soll untersucht werden, ob die Peer-Group tatsächlich ein tragendes Moment im Sozialisationsprozess darstellt. Es soll zusätzlich ergründet werden, in welchem Verhältnis die drei wesentlichen Sozialisationsinstanzen zueinander stehen.
1.2 Schwerpunkte und Vorgehensweise
Im Folgenden werden die Wirkungsweise und der Einfluss von „peer-groups“ auf die die Sozialisation von Jugendlichen untersucht. Hierbei wird es, wie bereits angedeutet, nicht möglich sein die Peer-Group völlig isoliert zu betrachten, da sich vor allem Faktoren wie die Familie und das allgemeine soziale Umfeld, zwangsläufig auf die Entstehung und die Kultur von Jugendgruppen auswirken. Um einen fundierten theoretischen Zugang zur Thematik zu erhalten, sollen die Begriffe der „Peer-Group“ und Sozialisation zunächst sorgfältig definiert werden, um auf dieser Grundlage, das Entstehen und die Funktionsweise von Jugendgruppen abzuleiten. Dabei wird erläutert wie Peer-Groups gekennzeichnet sind und in welchen Organisationsformen sie auftreten. Darüber hinaus soll auf die Struktur von Peer-Groups eingegangen werden. Darauf folgend wird die Peer-Group mit den zwei Sozialisationsinstanzen Schule und Familie in Kontext gebracht. Die Motivation zum Anschluss an „peer groups“, sowie der Einfluss von Altersgleichen auf die individuelle Identitätsbildung, sollen dabei allgemein skizziert werden. Wie die Untersuchung zeigen wird, ist die wissenschaftliche Diskussion zur Bedeutung von Jungendgruppen für die Sozialisation durch Kontroversen gekennzeichnet. Deswegen soll anschließend die besondere Funktion der Peer-Group im Sozialisationsprozess thematisiert werden. Sowohl die identitätsbildende Eigenschaft der Gleichaltrigengruppe und die Möglichkeit Kompetenzen zu erwerben, die dem Jugendlichen woanders verwehrt bleiben, werden im Folgenden beschrieben und diskutiert.
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Arbeit zitieren:
Thomas Berger, 2010, Die Peer-Group und deren Auswirkungen auf die Sozialisation, München, GRIN Verlag GmbH
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