Inhaltsverzeichnis Seite
1. Einleitung 3
2. Das 4C/ID Modell und die praktische Anwendung 4
2.1 Die hierarchische Analyse der Kompetenzen 4
2.2 Das Sequenzprinzip der vereinfachenden Annahmen 7
2.3 Der Entwurf von Lernaufgaben 9
2.4 Die Unterstützung der Lernenden durch Informationen 11
2.4.1 Unterstützende Informationen Beispiele 11
2.4.2 Just-in-time-Informationen Beispiele 12
3. Das 4C/ID Modell lerntheoretische Grundüberlegungen 12
3.1 Der Behaviorismus 13
3.2 Der Kognitivismus 13
3.3 Der Konstruktivismus 14
3.4 Das situierte Lernen 14
4. Das 4C/ID Modell Mediendidaktische Überlegungen 15
4.1 Didaktische Szenarien 15
4.2 Medien zur Unterstützung des Blueprint 17
5. Zusammenfassung und eigenes Fazit 19
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
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1. Einleitung
Inhaltlich wird sich die vorliegende Arbeit mit einem Lehrplanentwurf, im Folgenden Blueprint genannt, für BildungswissenschaftlerInnen¹ im Bereich der institutionalisierten Beratung unter Anwendung des 4C/ID (Four- Component Instructional Design) Modells von Jeroen van Merriënboer aus dem Jahr 1997 beschäftigen.
Beratung und Betreuung zählen zu den Hauptaufgaben von BildungswissenschaftlerInnen. Beratende Tätigkeiten spielen für über die Hälfte aller AbsolventInnen eines Studiums (den Bereich der Wissenschaft und Forschung ausgenommen) eine Rolle, bilden somit einen zentralen Bereich (Grunert, 2006, S.81). BildungswissenschaftlerInnen, die im Bereich der institutionalisierten Beratung arbeiten unterstützen den Einzelnen in der Führung eines selbstständigen und verantwortlichen Lebens innerhalb der Gesellschaft (Bundesagentur für Arbeit, 2010, BerufeNet). Beratung wird „[...]als ein Handeln definiert, das auf die Änderung eines- wie auch immer verursachten Zustands der Hilfsbedürftigkeit, auf die Bewältigung einer Krise gerichtet ist.“ und erfasst alle Formen von möglichen Problemlagen der KlientInnen. „Sozialprofessionelle Beratung ist eine subjektangepasste, situationsadäquate, kommunikativ vermittelte und vereinbarte Unterstützungshandlung zur Verbesserung der Einsichts-, Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit[...]“ (Schulz- Wallenwein & Maus, 2010, DBSH).
Im vorliegenden Blueprint wird davon ausgegangen, dass die BildungswissenschaftlerInnen im Bereich der institutionalisierten Beratung noch über keinerlei praktische Erfahrungen verfügen.
¹Ich verwende in meiner Arbeit das sogenannte Binnen-I, als geschlechtsneutrale Schreibweise, wenn von beiden Geschlechtern die Rede ist, um sowohl die weibliche als auch die männliche Schreibform zu repräsentieren unter Beibehaltung einer flüssigen Lesbarkeit.
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2. Das 4C/ID Modell und die praktische Anwendung
Das 4C/ID (Four- Component Instructional Design) Modell wurde 1997 von Jeroen J.G. van Merriënboer entwickelt. Sein bisher letztes Buch zu diesem Themenbereich ist im Jahre 2009 erschienen. Seine Zielsetzung beschreibt van Merriënboer wie folgt:
„That book presented a comprehensive description of a training design system for the acquisition of complex learning skills for professional competencies, based on research conducted on the learning and teaching of knowledge needed for complex jobs and tasks“ (van Merriënboer & Kirschner, 2007, S. ix). Das 4C/ID Modell ist durch insgesamt zehn Schritte (Ten Steps), inklusive der vier Blueprint- Components gekennzeichnet. Diese vier Komponenten sind: 1. Learning Tasks (Lernaufgaben) 2. Supportive Informations (Unterstützende Informationen) 3. Procedural Informations (Just- in time Informationen; JIT) und 4. Part- task Practice (S.10); diese werden in der vorliegenden Hausarbeit nur sehr kurz angesprochen.
2.1 Die hierarchische Analyse der Kompetenzen
Die hierarchische Analyse der Kompetenzen ist der erste Schritt auf dem Weg des komplexen Lernens. Unter dieser Prämisse ist es notwendig zuerst das Ziel, respektive die gewünschte Leistung/ Verhaltensweise der Lernenden nach Abschluss der Ausbildung oder des Trainings zu analysieren. In ihrer Summe stellen die ermittelten Fertigkeiten die gewünschte zu erreichende Kompetenz dar. Innerhalb der Hierarchie werden sowohl vertikale, diese werden von unten nach oben gelesen, wie auch horizontale Relationen, diese werden von links nach rechts gelesen, definiert. Horizontale oder temporäre Relationen innerhalb der Hierarchie beziehen sich auf den Zeitpunkt, wann die Fertigkeiten ausgeübt werden sollen. Dies kann sequentiell, aber auch gleichzeitig geschehen. Vertikale oder konditionale Relationen zeichnen sich dadurch aus, dass die in der Hierarchie sozusagen unten angeordnete Fertigkeit eine Voraussetzung für die Ausübung der höher liegenden Fertigkeit durch die Lernenden darstellt. Des Weiteren müssen Vorkenntnisse be-
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rücksichtigt werden (Bastiaens, Deimann, Schrader & Orth, 2010, S.94f.). „A hierarchy is a system of ranking and organizing things such that lower ranked things are ´contained´ or ´subsumed´ in the higher level things“ (van Merriënboer & Kirschner, 2007, S.81).
Dieser Blueprint wird für BildungswissenschaftlerInnen im Bereich der institutionalisierten Beratung konzipiert, die über keine Vorkenntnisse verfügen. Diese müssen, um ein Beispiel aus der Hierarchie der Fertigkeiten aufzugreifen, in der Lage sein, im Bereich der Beratungsgesprächsvorbereitung neben dem Beratungsplan, auch Orientierungshilfen zu erarbeiten. Für den konkreten Beratungsplan müssen sie zuerst die Beratungsinhalte auswählen, dann in diesem Bereich Informationen recherchieren, unter Umständen auch Themen aus fachfremden Bereichen eruieren, um dann die gewonnenen Informationen aufbereiten zu können, damit diese in den Beratungsplan einfließen können (Abb. 1, S. 6).
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Arbeit zitieren:
Sabine Frings, 2010, Als BildungswissenschaftlerIn im Bereich der institutionalisierten Beratung arbeiten, München, GRIN Verlag GmbH
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