SEMINARARBEIT “VIRTUELLE UNTERNEHMEN”
Berufsakademie Mannheim Hauptstudium
Vorlesung: Informationsmanagement
Jahr der Abgabe: 2002
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INHALTSVERZEICHNIS
1. INTENTION DER ARBEIT 2
1.1 Aufgabenstellung 2
1.2 Gang der Arbeit 2
2. BEGRIFF DES VIRTUELLEN UNTERNEHMENS 3
2.1 Definition 3
2.2 Eigenschaften 3
3. ABGRENZUNG 5
3.1 Konventionelle Kooperationsformen 5
3.2 Virtuelle Organisationsformen 6
4. BEISPIELE FÜR VIRTUELLE UNTERNEHMEN 7
4.1 Allgemeines Beispiel 7
4.2 Die Veba-Handwerkerkopplung 8
5. EINSATZ VON INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSSYSTEMEN 9
5.1 Problematik 9
5.2 Intensitätsgrad der gemeinsamen Informationsverarbeitung 9
5.3 Informations- und Kommunikationssysteme 10
5.3.1 (Mobil-)Telefon Telefax 10
5.3.2 Internettechnologie 10
5.3.3 E-Mail 10
5.3.4 Videokonferenzsysteme 10
5.3.5 Groupware 11
6. FAZIT UND AUSBLICK 12
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1. Intention der Arbeit
1.1 Aufgabenstellung
Das Adjektiv „virtuell“ erfreut sich derzeit großer Beliebtheit. Es scheint eine Art Modewort geworden zu sein, viele Erscheinungen unseres täglichen Lebens gibt es heute auch virtuell: Wir machen virtuelle Rundgänge, virtuelle Personen werben für Kommuni- kationsunternehmen und moderieren Fernsehsendungen.
Heute lernen wir virtuell und bezahlen unsere Rechnungen mit virtuellem Geld – arbeiten wir morgen in Virtuellen Unternehmen?
Laut Davidow und Malone ist das Virtuelle Unternehmen die einzig mögliche Kooperations- und Überlebensform für Unternehmen in der Zukunft. 1 Was meint der Terminus „Virtuelle Unternehmen“?
Was zeichnet eine solche Art Unternehmen aus?
1.2 Gang der Arbeit
Die vorliegende Seminararbeit setzt sich mit diesen Fragen auseinander. Es gibt verschiedene Auslegungen des Begriffs des Virtuellen Unternehmens, allerdings sind sich alle Autoren einig, dass es sich um einen Gegenstand der Organisationstheorie handelt. Das Virtuelle Unternehmen im Sinne dieser Seminararbeit ist eine Kooperationsform, daher wird nach der Betrachtung von Begriff und Wesen zunächst eine Abgrenzung zu (konventio- nellen) Arten der Unternehmenszusammenarbeit vorgenommen.
Danach erfolgt eine kurze Abgrenzung zum Begriff des „Virtuellen Büros“ und zur traditio- nellen Projektorganisation.
Da die Errichtung und vor allem auch der Erfolg dieser Kooperationsform eng mit dem Ein- satz der sogenannten „Informations- und Kommunikationstechniken“ zusammenhängen, wer- den diese im Kapitel 5 thematisiert – besonders relevant in diesem Zusammenhang ist die Internettechnologie. Auch die Schaffung von Standards scheint ein wichtiger Schritt in Rich- tung „Virtualisierung der Unternehmenslandschaft“ zu sein.
Die Ausarbeitung schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und versucht einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen im betrachteten Bereich zu geben.
1 Davidow, Wiliam/Malone, Michael S. (1992) zitiert nach Arnold/Faisst/Härtling/Sieber (1995) „S. 2“.
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2. Begriff des virtuellen Unternehmens
2.1 Definition
Die meisten Autoren schließen sich der Begriffsbestimmung Byrnes an: „Die Virtuelle Unter- nehmung ist ein zeitweises Netzwerk unabhängiger Unternehmen: Lieferanten, Kunden, selbst einstmalige Konkurrenten – verbunden durch Informationen, um ihre Fähigkeiten, Kosten und den Zugang zu ihren Märkten zu teilen. Diese Unternehmung hat weder ein zentrales Büro noch ein Organigramm. Sie kennt keine Hierarchie oder vertikale Integration. Befür- worter bezeichnen diese neue, sich entwickelnde Kooperationsform stattdessen als fließend und flexibel – eine Gruppe von Kollaborateuren, die sich schnell zusammenschließt, um einen bestimmten Vorteil auszunutzen. Wenn dieser Vorteil erbracht ist, wird sich diese Unterneh- mung sehr wahrscheinlich wieder auflösen....Jedes Unternehmen bringt nur das ein, was es als seine Kernkompetenzen ansieht“ 2
2.2 Eigenschaften
a) Virtuelle Unternehmen sind flexible Kooperationen Die Flexibilität dieses Konstrukts bezieht sich vor allem auf die Bildung. Es sollte jederzeit möglich sein, zur Erreichung des erwünschten Vorteils eine Kooperation mit wechselnden Partnern einzugehen. Die Möglichkeit während des Bestehens weitere Partner hinzuzuziehen muss gegeben sein. Außerdem scheiden unter Umständen Beteiligte aus, wenn sie ihren Teil zur Zielerreichung beigetragen haben.
Voraussetzung hierzu sind Standards in Bezug auf Stammdaten, Applikationen und Kommu- nikationswege.
Ebenfalls ein wichtiger Faktor in Bezug auf die Flexibilität und wahrscheinlich der größte Vorteil gegenüber anderen Kooperationsformen ist der weitestgehend mögliche Verzicht auf die schriftliche Fixierung der Zusammenarbeit in Form von Kooperationsverträgen. Darin liegt im Falle von Uneinigkeit oder gar Streitigkeiten während der Zusammenarbeit allerdings auch die größte Gefahr. Je besser die Geschäftsphilosophien der beteiligten Partner zusam- menpassen umso eher kann man auf vertragliche Absicherungen verzichten. Arnold/ Faisst/ Härtling/Sieber sprechen vom „Konzept des gemeinsamen Geschäftsverständnisses“ 3 .
2 frei übersetzt aus dem englischen durch den Autor nach Byrne (1993) S. 37f.
3 Arnold/Faisst/Härtling/Sieber (1995) „S. 5“.
Arbeit zitieren:
Florian Emmerich, 2002, Virtuelle Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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