- 1 - Abkürzungsverzeichnis
AA Anfang-Anfang-Beziehung Abb Abbildung AE Anfang-Ende-Beziehung AF Anfangsfolge AOB Anordnungsbeziehung CPM Critical Path Method EA Ende-Anfang-Beziehung EE Ende-Ende-Beziehung EF Endfolge EKN Ereignisknoten-Netzplan FAZ Frühester Anfangszeitpunkt FEZ Frühester Endzeitpunkt MPM Meta Potenzial Method NF Normalfolge NPT Netzplantechnik PERT Program Evaluation and Review Technique SAZ Spätester Anfangszeitpunkt SEZ Spätester Endzeitpunkt SF Sprungfolge VKN Vorgangsknotennetzplan VPN Vorgangspfeil-Netzplan
- 2 -
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: P-MAufgaben im Projektablauf.
Abb. 2: Ende-Anfang-Beziehung.
Abb. 3: Anfang-Anfang-Beziehung
Abb. 4: Ende-Ende-Beziehung.
Abb. 5: Anfang-Ende-Beziehung.
Abb. 6: Vorwärtsrechnung
Abb. 7: Zeit-Weg-Diagramm
Abb. 8: Balkenplan.
Abb. 9: Netzplanarten
Abb. 10: CP-MNetzplan
Abb. 11: PERT-Netzplan
Abb. 12: MP-MNetzplan.
Tabelle 1: Gegenüberstellung
- 3 - 1.Einleitung
Die Entwicklung unterliegt einem tief greifenden marktwirtschaftlichen und technischen Wandel.
Einerseits werden die Produkte immer komplexer, ihre Leistungsvielfalt nimmt zu, die Bauteile werden kleiner und leistungsfähiger, und die Software- Durchdringung wird größer, d.h. es wird insgesamt die eingesetzte Technologie und Physik mehr ausgereizt. Andererseits müssen die Produkte qualitativ besser, schneller und preisgünstiger auf dem Markt angeboten werden, um konkurrenzfähig zu sein. Dies ist allerdings nur möglich durch Kostenminimierung mithilfe von steigender Produktivität, kürzeren Durchlaufzeiten und optimierten Prozessen.
Besonders durchgreifend ist der Wandel von der Hardware zur Software, denn dadurch verlagerten sich die Kosten von der Fertigung zur Entwicklung. Zum anhaltenden Kostendruck aufgrund verstärkten Wettbewerbs kommt in vielen Produktsegmenten die Beschleunigung der Innovationszyklen hinzu. Die Folge ist eine Verkürzung der Produktlebensdauer.
Dieser Herausforderung muss mit verbesserten Planungs-, und Steuerungsinstrumenten im Entwicklungsbereich und einem entsprechenden Führungskonzept - dem Projektmanagement - begegnet werden.
2. Projektmanagement
Projektmanagement ist laut DIN 69901 1 die Gesamtheit von Führungsaufgaben, -organisationen, -techniken und -mittel für die Abwicklung eines Projektes. Das Projektmanagement wird in vier Phasen unterteilt:
• Projektdefinition
• Projektplanung
• Projektkontrolle
• Projektabschluss
In der ersten Phase eines Projektes steht die Projektdefinition. Dort werden das Projektziel sowie die Aufbau- und Ablauforganisation für das Projekt (Projektleiter, Projektgremium) definiert. Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung verhilft hierbei zur Betrachtung des zu erwartenden wirtschaftlichen Erfolgs.
1 Die deutsche Norm DIN 69901 regelt Begriffe im Projektmanagement.
Dervom Auftraggeber unterschriebene Projektauftrag eröffnet die Phase der Projektplanung. In ihr werden die kaufmännische und die technische Struktur des Projekts festgelegt, die Aufwände und Kosten geschätzt und die Termine und Ressourcen geplant. Die Projektplanung bildet somit die Grundlage für die gesamte weitere Projektdurchführung.
Den dritten Abschnitt
bildet die Projektkontrolle. In ihm werden die Ist-Werte den Soll- Werten aus der Projektplanung gegenübergestellt. Neben der Kontrolle der Termine, der Aufwände und der Kosten ist hier die Kontrolle des Projektfortschritts von großer Bedeutung. Frühzeitiges Erkennen von Abweichungen ist die Voraussetzung für eine effiziente Projektsteuerung. Beurteilungsbasis bilden die
Projektdokumentationen und die Projektberichterstattung.
Der Projektabschluss stellt die letzte Phase des Projektmanagements dar und beinhaltet die Produktabnahme, Projektabschlussanalyse, Erfahrungssicherung und
Projektauflösung. Erfahrungsdatenbanken sichern die im Projekt gemachten Erfahrungen, damit nachfolgende Projekte auf diesen Erfahrungen aufbauen können (z.B.: in der Aufwandsschätzung).
- 5 - 3.Terminplanung
Terminplanung spielt eine zentrale Rolle in der gesamten Projektdurchführung, denn sie ist die Basis für die Projektfortschrittskontrolle.
Sie basiert auf den Ergebnissen der Aufwandsschätzung bzw. der Strukturplanung und hat die Funktion das Projekt mithilfe von Terminen zu realisieren. Zwei wesentliche Schritte kennzeichnen die Terminplanung: die Terminberechnung und -darstellung.
3.1 Terminberechnung
Ziel der Terminberechnung ist die Festlegung der gesamten Terminlage, Ermittlung von Pufferzeiten sowie des kritischen Pfades im Netzplan. Vorraussetzungen dazu sind bestimmte Zeitvorgaben aus der Aufwandsschätzung und der Strukturplanung.
3.1.1 Anordnungsbeziehungen (AOB)
Die Anordnungsbeziehungen stellen Abhängigkeiten zwischen Ereignissen 2 beim Vorgangspfeilnetzplan oder Vorgängen 3 beim Vorgangsknotennetzplan dar. Die Gesamtheit der Folgen des Netzplanes bildet die Ablaufstruktur.
Es existieren vier Formen einer Anordnungsbeziehung:
• Normalfolge (NF)
• Anfangsfolge (AF)
• Endfolge (EF)
• Sprungfolge (SF)
Die Normalfolge stellt eine Ende-Anfang-Beziehung (EA) dar, d.h. der nächste Vorgang kann erst dann begonnen werden, wenn der vorherige abgeschlossen ist.
Quelle: Entnommen aus: http://home.schule.at/teacher/summer/joerg/inhalte/Projektplanung%20Teil%202%20Terminplanung.pdf,
S. 8
Abb. 2: Ende-Anfang-Beziehung
Anfang-Anfang-Beziehungen (AA) bilden eine Anfangsfolge, unter der Voraussetzung, dass beide Vorgänge gleichzeitig gestartet werden.
Quelle: Entnommen aus: http://home.schule.at/teacher/summer/joerg/inhalte/Projektplanung%20Teil%202%20Terminplanung.pdf,
S.9
Abb. 3: Anfang-Anfang-Beziehung
Entgegengesetzt existieren auch Ende-Ende-Beziehungen (EE), wobei beide Vorgänge gleichzeitig abgeschlossen sein müssen.
2 Das Ereignis beschreibt das Eintreten eines definierten Zustandes
3 Ein Vorgang ist ein Geschehen, welches Zeit erfordert, sowie einen definierten Anfang und ein definiertes Ende hat.
Arbeit zitieren:
Katharina Zering, 2008, Terminplanung im Projektmanagement , München, GRIN Verlag GmbH
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