2
5. Suchterkrankung in der Familie.................................................................................................... 19
5.1. Suchterkrankung im Kontext der Familie .................................................................................. 19
5.2. Rollenverteilung in einer von Sucht betroffenen Familie .......................................................... 19
5.2.1. Enabler ............................................................................................................................................... 19
5.2.2.Familienheld........................................................................................................................................ 19
5.2.3. Sündenbock ........................................................................................................................................ 20
5.2.4. Fast Schweigsames Kind.................................................................................................................... 20
5.2.5. Maskottchen ....................................................................................................................................... 20
6. Fazit .................................................................................................................................................. 21
Literaturverzeichnis:........................................................................................................................... 22
2
3
1. Inhalt der Problemstellung
Der Zweck dieser Arbeit ist, dem Leser einen Überblick, über die Tätigkeit der Aidshilfe Osnabrück e.V. und deren Zusammensetzung zu geben. Auch sollen die relevanten Themen dieser Hausarbeit, die Arbeit mit Drogenabhängigen und deren soziale Akzeptanz sein.
Die vorliegende Arbeit ist in vier Kapitel unterteilt und stellt den Aufbau der Aids-Hilfe Osnabrück e.V., sowie das Problem der sozialen Akzeptanz von Drogen und ihren Gebrauchern in der Gesellschaft vor.
Das erste Kapitel erläutert die Problemstellung.
Im zweien Teil dieser Arbeit wird ein Überblick über die Aids-Hilfe Osnabrück e.V. gegeben und die niedersächsische Aids-Hilfe als Dachverband vorgestellt. Anschließend werden die Mitarbeiter und ihre Funktionen, die Angebote und die Schwerpunkte mit denen die Aids-Hilfe Osnabrück e.V. arbeitet aufgezeigt. Um dieses Kapitel abzuschließen, werden die Safer Use und die Safer Sex Praktiken kurz erläutert.
Der dritte Teil der vorliegenden Arbeit gibt eine Definition für den Begriff der Sucht. Danach werden die Gefahren, die bei der Unterschätzung der Wirkung von Rauschmitteln auftreten aufgeführt. Anschließend werden die wichtigsten Rauschstoffe mit ihrer kulturellen Akzeptanz und die Designer-Drogen aufgelistet. Dieses Kapitel wird zum Ende mit dem Thema Mischkonsum abgeschlossen.
Der vierte Teil beschäftigt sich mit dem Hauptschwerpunkt, der sozialen Akzeptanz von Drogen in Kulturen und zeigt einige Kulturen, in denen Rauschmittel und ihre Konsumenten sozial eingebunden sind. Der nächste Punkt in diesem Teil zeigt den abstinenzorientierten Ansatz und seine Folgen für die Betroffenen. Danach wird die aggressive Abstinenzstrategie kurz angesprochen. Im Folgenden Absatz werden die polizeilichen Möglichkeiten zur Kontrolle von Drogengebrauchern aufgeführt. Diese beziehen sich auf Besucher der Techno- und Rave-Szene. Nachfolgend werden die Folgen vom Führen eines Kraftfahrzeugs unter dem Einfluss von Rauschsubstanzen kurz angesprochen. Auch wird das Thema des Drogenkonsums unter Prohibitionsbedingungen nur kurz gehalten. Danach wird der Zusammenhang von Prostitution und HIV im Verbund mit Heroinkonsum vorgestellt. Anschließend soll verdeutlicht werden, dass oft in Szenen, in denen Drogen konsumiert werden, eine Sondersprache vorherrscht. Mit dem Punkt der mangelnden interdisziplinären Arbeit, wird der veraltete Ansatz mit seinen Folgen angesprochen und es folgt der Wandel des Ansatzes, zu einem modernen, akzeptanzorientierten Ansatz. Damit beginnt zugleich die Arbeit der Aids-Hilfe mit
Drogenabhängigen Menschen. Dabei wird auf den Substitutionsstoff Methadon eingegangen, der mit dem Wandel des Ansatzes akzeptiert wurde. Danach werden die Änderungen des Betäubungsmittelgesetzes aufgeführt, die zu mehr Möglichkeiten der Drogenarbeit führten. Um diesen Teil zum Ende zu führen, werden die neuen Möglichkeiten, wie Vergabe von sterilen Spritzen und Kondomen, sowie Spritzenautomaten und das Drug-Checking vorgestellt, welche durch den Wandel des Ansatzes allgemeine Akzeptanz erfuhren.
Der fünfte Teil dieser Arbeit beschäftigt sich mit Sucht im Kontext der Familie. Als bildhaftes Beispiel wird eine Familie vorgestellt, in der ein Mitglied an Sucht erkrankt und dadurch die ganze Familie betroffen ist. Es werden die verschiedenen Rollenmuster wie, der Enabler, der Familienheld, der Sündenbock, das fast schweigsame Kind und das Maskottchen gezeigt. Auf die erkrankte Person
3
4
wird nicht eingegangen. Es werden die betroffenen Mitglieder, besonders die Kinder hervorgehoben, da diese in der Kindheit, aber auch im Erwachsenenalter problematische Verhaltensänderungen aufweisen, die schwer behandelbar sind.
Der sechste Teil soll mit dem Fazit die einzelnen Teile miteinander verbinden, das Thema beenden und abrunden.
Die einzelnen Punkte konnten aufgrund der Umfangsbegrenzung dieser Arbeit nicht weiter vertieft werden. Das Thema Sucht ist komplex und es spielen viele Faktoren eine Rolle für den Verlauf der Erkrankung. Auch Ist immer die Vorgeschichte des Betroffenen mit einzubeziehen. Denn die persönlichen Faktoren, wie die kognitive Leistungsfähigkeit oder die psychische und physische Befindlichkeit des Betroffenen spielen in jedem Fall eine entscheidende Rolle mit. Auch ist die soziale und politische Ebene von großer Bedeutung.
Für die soziale Akzeptanz spielen ebenfalls die Politik, Gesellschaft und andere Faktoren eine entscheidende Rolle. Wegen der Komplexität des Themas konnten bei weitem nicht alle Faktoren in dieser Arbeit Platz finden.
Die Bezeichnungen (z.B. der Gebraucher) wurden grammatisch auf die männliche Person definiert, dies soll die Lesbarkeit der Arbeit fördern. Es ist anzumerken, dass beim Inhalt der Arbeit beide Geschlechter betroffen sind.
4
5
2. Aids-Hilfe Osnabrück e.V.
2.1. Überblick über die Aids- Hilfe Osnabrück e.V.
Die Aids-Hilfe Osnabrück e.V. ist eine der zwölf niedersächsischen AIDS-Hilfen, die unter den Dachverband der Niedersächsischen Aids-Hilfe fallen. Außerdem zählen der Spezialpflegeverein für AIDS-Kranke SIDA e.V., der Christenbeistand für AIDS-Kranke und HIV-Infizierte Lazaruslegion e.V., die Beratungsstelle für Prostituierte Phoenix e.V. sowie die Akademie Waldschlösschen (Fachbereich AIDS u. Gesellschaft) zu dieser Organisation. 1 „Der Landesverband sieht seine Aufgaben in der unterstützenden Beratungs- und Informationsarbeit seiner Mitgliedsorganisationen sowie in der Fort- und Weiterbildung von ehrenamtlichen Vorständen und hauptamtlichen Mitarbeitern.“ 2
„Die Niedersächsische AIDS-Hilfe vertritt seit 1987 die gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit, arbeitet in den Gremien der Deutschen AIDS-Hilfe mit und entwickelt eigene landespolitische Konzepte für die Aufklärungs- und Präventionsarbeit. Die NAH wird zum größten Teil aus Mitteln des Landes Niedersachsen finanziert.“ 3 Außerdem wird sie durch Spenden und Bußgelder unterstützt. 4
Zusätzlich steht die Aids-Hilfe in enger Zusammenarbeit mit dem JES-Netzwerk, bei dem bundesweit Gebraucher von Suchtstoffen, ehemalige Gebraucher und Substituierte mitarbeiten. Dieses Netzwerk organisiert sich nach den Prinzipien der Freiwilligkeit und Solidarität und engagiert sich für die vielfältigen Interessen und Bedürfnisse drogengebrauchender Menschen in ihren verschiedenen Lebensphasen. 5
2.2. Mitarbeiter der Aids-Hilfe Osnabrück e.V.
Der Verein der Aids-Hilfe Osnabrück wurde 1986 gegründet und besteht aus einem Vorstand von drei Ehrenamtlichen. Es werden derzeit insgesamt vier hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt. Eine Mitarbeiterin wird für die Prävention der Allgemeinbevölkerung und der Drogengebraucher eingesetzt. Als Verwaltungskraft mit geschäftsführenden Aufgaben wird eine weitere Mitarbeiterin beschäftigt. Eine zusätzliche Mitarbeiterin arbeitet im Bereich psychosoziale Beratung und Begleitung von Menschen mit HIV und Aids, mit dem Schwerpunkt Migranten. Schwerpunktmäßig mit Drogengebrauchern, in der psychosozialen Beratung und Begleitung von Menschen mit HIV und Aids, arbeitet eine weitere Mitarbeiterin. 6 Die Aids-Hilfe Osnabrück e.V. beschäftigt außerdem zahlreiche ehrenamtliche Kräfte und derzeit vier Studenten als Praktikanten.
2.3. Angebote
Die Aids-Hilfe Osnabrück e.V. bietet verschiedene niedrigschwellige Angebote an. Dazu zählen Beratung, Begleitung, Prävention in Schule und Gruppen, Dienstagsfrühstück für Drogengebraucher, Beratungsfrühstück für von HIV und Aids betroffene Menschen, Spritzentausch, Spritzenautomaten,
1 Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): Internet-Publikation: http://nah.trilos.de/content/ueberuns/ (Download 16.5.2009; 19:40)
2 Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): Internet-Publikation: http://nah.trilos.de/content/ueberuns/ (Download 16.5.2009; 19:42)
3 Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://nah.trilos.de/content/ueberuns/ (Download 16.5.2009; 19:44)
4 Vgl. Aidshilfe Osnabrück. E.V.: Jahresbericht 2007
5 Vgl. JES (2009): Internet-Publikation: http://www.jes.aidshilfe.de/index.php (Download 16.5.2009; 19:46)
6 Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): Internet-Publikation: http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=article&id=26&Itemid=34 (Download 15.5.2009;19:48) 5
6
SwuPOS und Rosa Monitor. Außerdem ist die Aids-Hilfe Osnabrück e.V. auch an außerplanmäßigen Sonderveranstaltungen aktiv beteiligt.
Beratung: erfolgt telefonisch oder persönlich, dabei wird die Anonymität des Klienten gewahrt. Es werden alle Frauen und Männer beraten, die Fragen zu HIV/STDs und Aids, HIV-Antikörpertestung, zu Sexualität und zu Sucht haben. Auch werden sie bei Beziehungsproblemen und sozialen Themen im Zusammenhang mit HIV und Aids beraten. 7 Es werden Sachinformationen und beratende Hilfe zur Selbsthilfe gegeben. Sie dient der Verbesserung der individuellen Lage des Klienten und erfolgt auf Nachfrage. 8
Begleitung: wird angeboten für mit HIV infizierte Frauen und Männer, um mit der Infektion lernen zu leben. Dabei werden Hilfen vermittelt, z.B. Hilfen im Haushalt, bei Kranken- und Vollzugsaufenthalten sowie beim Pflegemanagement. Auch wird bei einer Entgiftung, Therapie und Substitutionsbehandlung begleitet. Zusätzlich werden auch Lebenspartner, Angehörige, Freunde oder Arbeitskollegen begleitet. 9
Prävention in Schule und Gruppen: Nach Aussage der Aids-Hilfe Osnabrück e.V. ist „Prävention ..
wichtig: Jährlich infizieren sich lt. Robert Koch-Institut mehr als 2000 Menschen mit HIV, leider mit steigender Tendenz. Mit fundierten Informationen und Anregung der Kommunikation zum Thema können Jugendliche lernen, sich angemessen zu schützen und Ängste und Vorurteile zu überwinden. Leitlinien der Präventionsarbeit der Aids-Hilfe sind: Vermittlung von Wissen über die Infektionswege und Schutzmöglichkeiten Stärkung des Selbstwertgefühls und Appell an die Eigenverantwortlichkeit Antidiskriminierung von und Solidarität mit Menschen mit HIV und AIDS. Wir können Ihnen verschiedene Settings anbieten: mit bis zu 16 Jugendlichen laden wir ins Präventionszentrum ein bei größeren Gruppen kommen wir auch gerne zu Ihnen in die Einrichtung in Abstimmung mit Ihren und unseren Vorstellungen bieten wir Einheiten zwischen zwei und vier Zeitstunden an, die individuellen Fragen und Wünsche der Jugendlichen sind uns besonders wichtig. Das Themenspektrum beinhaltet natürlich sämtliche sexualpädogogischen Fragestellungen bei Projekttagen und ähnlichen Aktionen können wir mit Infoständen und speziellen Veranstaltungen unterstützend teilnehmen Multiplikatorenveranstaltungen für Lehrer 10 […].“
Dienstagsfrühstück für Drogengebraucher: Beim Dienstagsfrühstück werden Beratung, Spritzentausch und das Frühstück selbst angeboten. Beratung findet auf Anfrage im Rahmen von HIV, Aids, Drogen, Hepatitis und STDs statt. Das Frühstück selbst ist für die Besucher kostenlos. Sitzplätze sind in begrenzter Anzahl (12) verfügbar, wobei der Platz nach Beendigung des Mals des Besuchers weitervergeben wird.
Beim Frühstück wird Wert auf gesunde und ausgewogen Speisen gelegt. Außerdem wird in der Gemeinschaft, bei entspannter Atmosphäre verzehrt. Dabei werden Fragen zu den üblichen Themen beantwortet. Voraussetzung für die Teilnahme sind Solidarität, Fairness und Gemeinschaft. Gewalt und Rauschmittelvergabe werden nicht geduldet. 11
Beratungsfrühstück für von HIV und Aids betroffene Menschen: Dabei werden Zu- und Angehörige geduldet. Kinder können eine Spielecke nutzen. Für eine entspannte und gute Atmosphäre soll ein geschützter Rahmen sorgen. Nichtbetroffene können als Zugehörige teilnehmen. Die Sitzmöglichkeiten sind begrenzt, dies kann zu einem Stau führen. 12
7 Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-
osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=article&id=36&Itemid=61 (Download 16.5.2009; 19:50)
8 Schwertl, W. et al (1998), S. 143
9 Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-
osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=article&id=37&Itemid=62 (Download 16.5.2009; 19:52)
10 Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=article&id=33&Itemid=63 (Download 16.5.2009; 19:54)
11 Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-
osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=article&id=13&Itemid=64 (Download 16.5.2009; 19:55)
12 Vgl. Aids-Hilfe Osnabrück e.V. (2009): http://www.aidshilfe-
osnabrueck.de/index.php?option=com_content&view=article&id=11&Itemid=65 (Download 16.5.2009; 19:56) 6
Arbeit zitieren:
Michael Herwig, 2009, Soziale Arbeit mit Drogenabhängigen im Rahmen der Aids-Hilfe, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Sozialpädagogik / Sozialarbeit: Soziale Arbeit mit Drogenabhängigen im Rahmen der Aids-Hilfe ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Sozialpädagogik / Sozialarbeit: neuer Titel erschienen: Soziale Arbeit mit Drogenabhängigen im Rahmen der Aids-Hilfe
Michael Herwig hat einen neuen Text hochgeladen
Soziale Konstruktionen des Drogenkonsums und Soziale Arbeit
Historische Dimensionen und ak...
Michael Schabdach
Working with Families in the Era of HIV/AIDS
Jose Szaposznik, Willo Pequegnat, Jose Szapocznik
Working with Families in the Era of HIV/AIDS
Jose Szaposznik, Willo Pequegnat, Jose Szapocznik
0 Kommentare