Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 2
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 4
1 Theorie 6
1.1 Motivationspsychologie 6
1.1.1 Das hierarchische Modell der Motive nach Maslow 6
1.1.2 Theoretische Ansätze zur Erklärung motivierten Verhaltens 8
1.1.3 Zusammenfassung 10
1.2 Motivationspsychologische Begriffe 11
1.2.1 Motive 11
1.2.2 Klassifikation von Motiven 13
1.2.3 Motivation 14
1.2.4 Volition 16
1.2.5 Zusammenfassung 17
1.3 Handlungspsychologische Modelle 18
1.3.1 Motivations- und volitionspsychologische Richtung 19
1.3.2 Handlungsregulationstheorien 20
1.3.3 Integrierte Theorie des zielgerichteten Handelns nach von Cranach
Tschan (1998) 21
1.3.4 Zum Erklärungswert des integrierten Phasenmodells für sportliche
Handlungen 23
1.4 Motive für die Teilnahme am Sport 24
1.4.1 Motive für die Teilnahme am Ausdauersport 25
1.4.2 Messung von Motiven 31
1.4.3 Zusammenfassung 32
1.4.4 Forschung zur Teilnahme am Ausdaue rsport 33
1.4.5 Zusammenfassung 38
2 Hypothesen 39
3 Untersuchungsmethoden 40
3.1 Stichproben 40
3.1.1 Soziodemographische Daten (Ironman-Triathleten) 41
3.1.2 Sportspezifische Daten 42
3.2 Meßinstrument: Motivationsfragebogen 42
3.2.1 gMOMS-s 43
3.2.2 Rothfragebogen 44
3.3 Untersuchungsdurchführung 44
3.4 Statistische Analyse 45
4 Ergebnisdarstellung: Untersuchung des gMOMS-s 47
4.1 Reliabilität des gMOMS-s 47
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 3
4.2 Analyse der Subskalen des gMOMS-s (Ironman-Triathleten) 48
4.3 Validität 53
4.4 Zusammenfassung 53
5 Ergebnisdarstellung: Hypothesenüberprüfungen 54
5.1 Teilnahmemotive von Ironman-Triathleten 54
5.2 Untersuchung der H1 (mögliche Veränderung der Motivstrukturen
von Triathleten mit der Zeit) 56
5.2.1 Altersbezogene Motivunterschiede 56
5.2.1.1 Ergebnisse 56
5.2.1.2 Diskussion der Alterseffekte 59
5.2.1.3 Motivunterschiede abhängig von der Triathlonerfahrung 59
5.2.1.4 Ergebnisse 60
5.2.1.5 Diskussion der Erfahrungseffekte 62
5.2.1.6 Motivunterschiede abhängig von den Ironman-Teilnahmen 62
5.2.1.7 Ergebnisse 63
5.2.1.8 Diskussion der Teilnahmeeffekte 65
5.3 Untersuchung der H2 (sportartspezifische Unterschiede in den
Motivstrukturen von Ironman-Triathleten und Langstreckenläufern im
Vergleich) 67
5.3.1 Wettkampf und Anerkennung 72
5.3.2 Ergebnisse 72
5.3.3 Diskussion 73
5.3.4 Sinngebung, Zusammensein und Gewichtsregulation 75
5.3.5 Ergebnisse 75
5.3.6 Diskussion 77
5.3.7 Persönliche Zielerreichung, Allgemeine Gesundheitsorientierung,
Selbstwert und Psychische Gesundheitsorientierung 79
5.3.8 Ergebnisse 79
5.3.9 Diskussion 81
5.4 Untersuchung der H3 (intensitätsbezogene Unterschiede in den
Motivauspr ägungen von Ausdauersportlern) 83
5.4.1 Ergebnisse 83
5.4.2 Diskussion 85
6 Gesamtdiskussion 86
7 Ausblick 92
Literaturverzeichnis 94
Anhang 103
In den letzten 30 Jahren hat sich der Freizeitsport stark verändert. Diese Entwicklung hat dabei in einem besonderem Maße auch die Ausdauersportarten erfaßt. Mittlerweile haben Marathonveranstaltungen mit Massencharakter schon eine gewisse Tradition. Dementsprechend stehen psychologische Aspekte des Langstreckenlaufs nach Stoll, Würth und Ogles (1999) im Zentrum einer ganzen Reihe von empirischen Studien. Dies hängt einerseits damit zusammen, daß die Bewältigung etwa eines 42,195 km langen Marathons für einen Nichtsportler eine unglaubliche Leistung darstellt, andererseits drängt sich geradezu die Frage auf, warum Menschen so etwas tun.
Diese Frage stellt sich dann noch viel mehr, wenn Triathleten die Ironman-Distanz zurücklegen. Schließlich stecken dahinter nicht „nur“ die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und das abschließende Absolvieren eines Marathonlaufes, sondern vor allen Dingen unzählige Stunden regelmäßigen Trainings, die erst das erfolgreiche Bewältigen dieser Distanz ermöglichen. Ziel dieser Arbeit ist es daher, die möglichen Gründe für dieses extensive Sporttreiben näher zu untersuchen. Triathleten sind Exoten innerhalb einer Gesellschaft, die eher durch Bewegungsarmut gekennzeichnet ist. „Schuld“ daran hat wohl die veränderte durch Automatisierungsprozesse gekennzeichnete Arbeitswelt. Dadurch verlagert sich die mögliche körperliche Betätigung zunehmend in den, allerdings einen größeren zeitlichen Raum einnehmenden, Freizeitbereich. Dieser ist definitionsgemäß durch Freiwilligkeit geprägt. Menschen können mittlerweile zwischen einer immer weiter steigenden Anzahl an Beschäftigungsalternativen wählen. Die Frage ist also: Warum entscheiden sich Menschen für eine Sportart, die ihnen augenscheinlich alles abverlangt? Warum tasten sich Menschen immer mehr an die Grenzen ihrer eigenen Leistungsfähigkeit heran? Mittlerweile gibt es beim Ironman Europe in Roth eine Teilnahmebeschränkung. Etwa 4.000 Athleten bewerben sich um einen der begehrten 2.500 Startplätze. Zumal in Roth - wie in weiteren 5 Orten - um die Qualifikation für den berühmtesten Triathlon auf Hawaii gekämpft werden kann. Dort wurde 1978 der erste „Ironman“ mit gerade einmal 15 Teilnehmern ausgetragen. 1987 waren es bei 200 Veranstaltungen schon ca. 50.000 Starter. Aschwer (1999) schätzt die Zahl der triathlontreibenden Athleten derzeit auf ca. 300.000 weltweit und spricht in
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 5
dem Zusammenhang von einer weiter anhaltenden explosionsartigen Entwicklung des Triathlonsports.
Dabei handelt es sich bis auf wenige Ausnahmen um reine Amateure, die dann aber um diese Distanz überhaupt schaffen zu können, Trainingsleistungen erbringen müssen, die teilweise schon sehr profihaft erscheinen und zeitlich in der Größenordnung eines Halbtagsjobs liegen. In den auf eigenen Erfahrungsberichten basierenden Triathlonpublikationen, wie etwa von Aschwer (1999), wird davon berichtet, daß das regelmäßige Training so wie das Essen und Trinken in den Tages-und Wochenablauf eingebaut wird.
Es muß schon eine besondere Faszination von einer Sportart ausgehen, damit sie einen derart wichtigen Stellenwert in der Lebensplanung eines Menschen einnehmen kann. Als Hauptgrund für den Freizeitsport wird in den Medien häufig der Gesundheitsaspekt genannt. Derartige Leistungen gehen jedoch weit über die für die Gesundheit nötigen Betätigungsgrenzen hinaus. Aschwer beschreibt seinen „Triathlondrang“ unter anderem mit der besonderen Herausforderung des Extremabenteuers Wettkampf, aber auch mit den günstigen Auswirkungen des Ausdauersports auf die physische und psychische Gesundheit.
In verschiedenen, eher populärwissenschaftlichen Publikationen wird speziell die Laufverbundenheit auf suchtartiges Verhalten zurückgeführt. Dies soll auf euphorische Stimmungszustände zurückzuführen sein, die durch die Ausschüttung von ß-Endorphinen während des Laufens ausgelöst werden. Dieser Annahme folgend müßten derartige „Rauschzustände“ in einem verstärktem Maß bei Ironman-Triathleten auftreten. Vor allen Dingen Stoll & Stoll (1996) und Stoll (1997) kritisieren jedoch die bisherigen Untersuchungen und beschreiben damit den Niedergang eines „Mythos“.
Ziel dieser Arbeit ist es daher, die möglichen Beweggründe von Ironman-Triathleten genauer zu untersuchen. Dazu erscheint es sinnvoll, im theoretischen Teil der Arbeit motivationspsychologische Begriffe zu definieren und in einen entsprechenden theoretischen Rahmen zu stellen, um ihre Bedeutung für das menschliche Verhalten allgemein und später sportspezifisch genauer zu beleuchten. Den Hauptteil dieser Arbeit stellt eine empirische Studie dar, deren Ergebnisse diskutiert und in den vorher erarbeiteten theoretischen Rahmen eingeordnet werden sollen. Abschließend sollen in einem Ausblick Anregungen dafür gegeben werden, die aus dieser Arbeit resultierenden Ergebnisse für zukünftige, weiterführende Forschungen zu nutzen.
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 6
1 Theorie
1.1 Motivationspsychologie
Beweggründe für das menschliche Handeln werden in der Psychologie unter anderem Motive genannt. Wenn man also versucht, die möglichen Teilnahmemotive für den Triathlonsport näher zu untersuchen, erscheint es sinnvoll, vorab allgemein die Funktion und Bedeutung der Motive für das menschliche Handeln zu beleuchten und in einen motivationspsycholgischen Rahmen zu stellen.
1.1.1 Das hierarchische Modell der Motive nach Maslow
Um einen ersten Einstieg in das weite Feld der Motivationspsychologie zu ermöglichen, wird an dieser Stelle die Maslowsche Bedürfnispyramide (vgl. Abb. 1.1) vorgestellt. Auf diese Weise soll
die Problematik der Verhaltenserklärung anhand des folgenden Modells verdeutlicht werden.
Abbildung 1.1: Das hierarchische Modell der Motive nach Maslow (1954)
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 7
Zentrales Anliegen dieses Konzeptes ist die Annahme, daß menschliche Motive nicht nebeneinander stehen, sondern hierarchisch geordnet sind. Unbefriedigte Bedürfnisse werden hierbei als Motivation zum Handeln interpretiert. Wenn also die langfristige Befriedigung eines Motivs sichergestellt ist, wird das nächsthöhere verhaltenswirksam. Der Grundgedanke von Maslows Klassifikation ist nach Heckhausen (1989) das Prinzip der relativen Vorrangigkeit in der Motivanregung. Demnach müssen zunächst die Bedürfnisse der niederen Gruppe befriedigt sein, ehe ein höheres Bedürfnis überhaupt aktiviert wird und das Handeln bestimmen kann. Dabei stellen die vier unteren Motivgruppen Defizitmotive dar, die bei langfristiger Frustration nach Maslow zu Krankheit führen. Ihre Befriedigung führt dagegen zu Gesundheit. Die Erfüllung der Wachstumsmotivation ist daher nur auf dieser Grundlage denkbar, sie ermöglicht erst die Selbstverwirklichung, die niemals als Ergebnis sondern nur als Prozeß zu verstehen ist.
Kritische Anmerkungen
Innerhalb der Bedürfnispyramide ist die Abgrenzung zwischen den einzelnen Ebenen schwer nachzuvollziehen. Schon an einfachsten Beispielen zeigt sich, daß sie zumindest in der heutigen Gesellschaft in dieser stringenten Form keine allgemeine Gültigkeit haben kann. Die Sportaktivität läßt sich dementsprechend auch nicht so recht in dieses Modell einbauen. Wenn man beispielsweise einen Athleten fragt, ob er sich mit der Ausübung seiner Sportart selbst verwirklicht, wird er diese Frage sicherlich bejahen. Das würde innerhalb des Modells bedeuten, daß die vier hierarchisch unteren Bedürfnisse dauerhaft befriedigt wären. Bekommt ein Sportler aber nicht gerade wegen seiner sportlich erzielten Leistungen auch eine gewisse Anerkennung? Profisportler sichern sich mit dem Sport ihre Existenz (Sicherheitsmotiv). Können sie sich damit nicht auch selbstverwirklichen und sind es nicht gerade auch die „Sportheroen“, denen unsere Bewunderung gilt?
Zweifelhaft ist in diesem Zusammenhang, ob Bedürfnisse starr in eine hierarchisch festgelegte Reihenfolge gepackt und damit auch als relativ situationsunabhängig beschrieben werden können. Interessant ist auf jeden Fall dieses Prinzip der relativen Vorrangigkeit von bestimmten Motiven gegenüber anderen (zur Zeit nicht verhaltenswirksamen) (vgl. Heckhausen 1989). Deutlich werden in diesem Zusammenhang einige wichtige Fragestellungen und Problemgebiete der Motivationspsychologie. Es scheint also verschiedene Arten von Gründen für das menschliche Handeln zu geben. Fraglich ist aber, welche Motive letztendlich wie angeregt werden und wie
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 8
man sie überhaupt messen kann. Wie werden Handlungen schließlich in Gang gebracht? Dazu erscheint es notwendig, den Motivbegriff konkreter zu definieren und von verwandten Begriffen abzugrenzen. In einem ersten Schritt ist es aber sinnvoll, den entsprechenden theoretischen Hintergrund zu betrachten. Bei dem hierarchischen Modell der Motive nach Maslow (1954) werden durch die persönlichkeitszentrierte Betrachtungsweise die Situationsgebundenheit des Handelns sowie seine sozialen und ökonomischen Realisierungsmöglichkeiten vernachlässigt (vgl. Heckhausen 1989). Die Maslowsche Bedürfnispyramide scheint damit den Anforderungen einer Motivationstheorie nicht ausreichend zu genügen. Daher werden die unterschiedlichen theoretische Ansätze zur Erklärung motivierten Verhaltens kurz eingeführt, um darauf aufbauend einen thematisch adäquaten Ansatz bestimmen und eine exaktere Begriffsbestimmung vornehmen zu können.
1.1.2 Theoretische Ansätze zur Erklärung motivierten Verhaltens
Nach Gabler (1986, 65ff) gibt es sechs entsprechende Gruppen von theoretischen Ansätzen, die in unterschiedlichem Maße auch in der Sportpsychologie zur Erklärung motivierten Handelns berücksichtigt wurden. Das sind im einzelnen biologisch-physiologische, ethologisch-instinkttheoretische, tiefenpsychologisch-triebtheoretische, behavioristisch-lerntheoretische,
persönlichkeitstheoretische und kognitiv-handlungstheoretische Ansätze. Biologisch-physiologischen Ansätze gehen davon aus, das „interne Milieu des Organismus“ im Sinne eines Gleichgewichts aufrechtzuerhalten. Motiviertes Verhalten ist i n diesem Sinne eine
Reaktion auf einen Mangelzustand im Organismus. Aber selbst wenn kein derartiger biologischer Mangelzustand gegeben ist, kann das zentralnervöse Aktivierungssystem motiviertes Verhalten auslösen. Neurophysiologisch lassen sich beispielsweise anhand von EEG-Kurven verschiedene Aktivierungszustände von Schläfrigkeit bis zu hochgradiger Aufgeregtheit darstellen (vgl. Birbaumer & Schmidt 1990).
Ethologisch-instinkttheoretische Ansätze begründen ihre Annahmen auf Grundlage der Analyse des Verhaltens von Tieren. Innerhalb der Motivationsforschung ist dabei der Instinktbegriff von
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 9
Bedeutung. Demnach reagiert ein nervöser Mechanismus auf bestimmte innere und äußere Impulse mit wohlkoordinierten, lebens- und arterhaltenden Bewegungen. Im Rahmen d er tiefenpsychologisch-triebtheoretischen Ansätze werden, ausgehend von Freud, psychische Prozesse als Ergebnis von inneren Kräften und Konflikten verstanden. Verhalten wird hierbei durch unbewußte, triebhafte Impulse erklärt. Abweichend vom instinkttheoretischen Ansatz enthält der Triebbegriff auch psychologische Qualitäten. Innerhalb der Person wird ein ständiger Konflikt insbesondere zwischen Triebwünschen und Gewissensansprüchen angenommen.
Behavioristisch-lerntheoretischer Ansätze beschränken sich weitestgehend auf das objektiv beobachtbare und meßbare Verhalten. Daher werden Inhalte, die nur durch Introspektion (Selbstbeobachtung) zugänglich sind, wie Wahrnehmung, Denken und Fühlen, außer Betracht gelassen. Aber auch in diesen Ansätzen spielt der Triebbegriff eine wichtige Rolle. Zumal das Verhalten als durch Erfahrung gelernt verstanden wird und durch die Befriedigung (bspw. des Hungers) eine bekräftigende bzw. verstärkende Wirkung erfährt. Motiviertes Verhalten wird aus dieser Sicht als Folge von Reiz-Reaktions-Einheiten (Gewohnheitsreaktionen) beschrieben (vgl. Gabler 1986).
Persönlichkeitstheoretische Ansätze versuchen, die Persönlichkeit als umfassendes Konzept der Individualität des Menschen zu erfassen. Mittels Verhaltensbeobachtung werden Eigenschaften (z.B. Leistungsbereitschaft) bestimmt, denen Dispositionen im Sinne von Bereitschaften zugeordnet werden. Daraus wird gefolgert, daß Personen mit bestimmten Eigenschaften bestrebt sind, konkrete Leistungen zu erbringen und Kontakte zu suchen, wenn es die entsprechenden Situationen erlauben (vgl. Gabler 1986).
Im kognitiv-handlungstheoretisch orientierten Ansatz wird der Mensch als ein planendes, auf die Zukunft gerichtetes und sich entscheidendes Wesen gesehen. „Er setzt sich Ziele und handelt, um diese Ziele zu erreichen. Seine Handlungen haben für ihn einen subjektiven Sinn; sie sind zweckrational und durch Bewußtseinsprozesse gekennzeichnet. Da ihm mehr oder weniger Handlungsspielräume zu Verfügung stehen, muß er Entscheidungen treffen und die getroffenen Entscheidungen verantworten. Dies gelingt ihm, weil er zu Selbstreflexion seines Tuns fähig ist.“ (Gabler 1986, 71).
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 10
1.1.3 Zusammenfassung
Gabler (1986) betont, daß Motivation in den ersten fünf Ansätzen als Oberbegriff für alle personeninternen Zustände und Prozesse verstanden wurde, die das „Warum“ und „Wozu“ menschlichen Verhaltens klären sollten. Entsprechend der theoretischen Position wurden unterschiedliche Begriffe zur Erklärung des motivierten Verhaltens verwendet, unter anderem optimale Aktivierung im biologisch-physiologischen Ansatz, Instinkt im ethologischen, Trieb beim tiefenpsychologischen, Bedürfnis und Gewohnheit beim behavioristisch-lerntheoretischen und etwa Disposition und Antriebserlebnisse beim persönlichkeitstheoretischem Ansatz. Die Entscheidung über die Teilnahme an bestimmten sportlichen Aktivitäten wie etwa das Marathon- bzw. Ultramarathonlaufen basiert nach Schöne (1998) sowie Stoll, Würth und Ogles (1999) auf „willkürlichen und bewußten Planungs- und Entscheidungsprozessen“. Dementsprechend wird im folgenden auf den kognitiv-handlungstheoretischen Ansatz zurückgegriffen, obwohl auch dessen Reichweite begrenzt ist. Denn „eher „unwillkürliche“ Aktivitäten wie Tagträume, reflexive Reaktionen und Routinetätigkeiten, zu deren Ursachenerhellung sich die Frage nach dem „Warum“ anbietet bleiben außer Betracht. Routinetätigkeiten (wie z.B. das Gehen) werden in der Regel nicht geplant und kognitiv bewertet.“ (Gabler 1986, S.71).
Allerdings wird davon ausgegangen, daß die Teilnahme an Ausdauersportarten insgesamt nicht zu diesen „unwillkürlichen“ Aktivitäten gehört. Derartige Aktivitäten treten zwar auch beim Sport auf, jedoch auf einer untergeordneten Ebene, die nicht Gegenstand dieser Arbeit sein soll. In den folgenden Abschnitten soll deshalb im Sinne des kognitiv-handlungstheoretischen Ansatzes argumentiert werden, daher werden auch die entsprechenden Begriffe benutzt.
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 11
1.2 Motivationspsychologische Begriffe
In diesem Abschnitt sollen die für den folgenden Teil der Arbeit relevanten Begriffe der Motivationspsychologie eingeführt und voneinander abgegrenzt werden. Heckhausen (1989, 4) unterscheidet dabei drei Problemgebiete, in die man die gesamte Motivationspsychologie aufteilen kann: (1.) des Motivs, (2.) der Motivation und (3.) der Volition (Bildung einer Intention sowie die postintentionalen Phasen vor und nach der Handlung). Diese drei Problemgebiete beschreiben jeweils begriffsbestimmende Anlässe für Motivationsfragen, die nun beschrieben werden sollen.
1.2.1 Motive
Die erste Art des Anlasses, Motivationsfragen zu stellen, liegt nach Heckhausen (1989) dann vor, wenn Individuen in bestimmten Situationen anders handeln, als es die meisten tun oder als es üblich und angebracht erscheint. Gabler (1986) geht davon aus, daß verschiedene Personen in gleichen Situationen unterschiedlich handeln und diese „objektiv gleichen“ Situationen im Blick auf ihre Handlungsziele unterschiedlich interpretieren können. Wenn dann dieselbe Person in unterschiedlichen Situationen gleich handelt, kann jedoch angenommen werden, daß die individuelle Bewertung der Situation durch den Handelnden gleich ausfiel. Es wird davon ausgegangen, daß „in“ der Person Dispositionen existieren, also bestimmte Bereitschaften im Sinne von Handlungstendenzen, Situationen in individueller Weise zu bewerten (Wertungsdisposition) und dementsprechend zu handeln. „Diese überdauernden Persönlichkeitsdimensionen für situationsüberdauerndes, zeitlich überdauerndes und individuelles Handeln werden Motive genannt.“ (Gabler 1986, 72).
Diesem Ansatz folgend entstehen aktuelle Handlungen aus der Wechselwirkung zwischen derartigen personeninternen Persönlichkeitsdispositionen und situativen Bedingungen der Umwelt.
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 12
Die Person steht demnach nicht einfach der Situation gegenüber, d.h., die situativen Bedingungen wirken nicht nach „objektiven“ Gesichtspunkten (wie sie gegebenenfalls von anderen Personen in gleicher Weise beschrieben werden), sondern sie wirken danach, wie sie im Wahrnehmen und Erleben desjenigen aufgefaßt werden, der sich mit ihnen kognitiv auseinandersetzt. Die Person befindet sich in der Situation und handelt aktiv (Gabler 1986, 72).
„Interaktion in diesem Sinne läßt auch von der Vorstellung Abschied nehmen, Situation sei immer das zeitlich Vorauslaufende und damit Unbeeinflußte, worauf die Person dann reagiere. Das Folge- und Abhängigkeitsverhältnis ist auch umgekehrt zu denken. Denn Personen suchen die ihren Dispositionen entsprechenden Situationen auf, und sie gestalten sogar vorliegende Situationen nach ihren Dispositionen“ (Heckhausen 1980, 22).
„Jedes einzelne Motiv umfaßt eine definierte Inhaltsklasse von Handlungszielen (angestrebte Folgen des eigenen Handelns). Motive werden heute auf solche Inhaltsklassen von Handlungszielen eingegrenzt, die in Form überdauernder und r elativ konstanter Wertungsdispositionen vorliegen. Diese Wertungsdispositionen sind „höherer“ Art, d.h. für die Aufrechterhaltung der Funktionen des Organismus nicht entscheidend, sie sind nicht angeboren und entwickeln sich erst im Laufe der Ontogenese; sie unterliegen einer Sozialisation und somit den sozialen Normen der ontogenetischen Entwicklungsumwelt.“ (Heckhausen 1989, 9f). Physiologisch bedingte Bedürfnisse wie etwa die des Hungers oder des Schlafes werden von Heckhausen (1989) vom Motivbegriff ausgegrenzt.
Abweichende Begriffsbestimmungen
Schultheiss & Brunstein (1998) unterscheiden scharf zwischen Motiven und Zielen. Motive werden als biologisch fundiert und auf belohnend und lustvoll erlebten Emotionen basierend dargestellt. Ziele dagegen dienen der Koordination und Aufgabenverteilung in der sozialen Gemeinschaft und reflektieren das menschliche Streben nach Sinn und Bedeutung. „Motive sind vorsprachlich erworben und nicht bewußt zugänglich; Ziele setzen Spracherwerb voraus und haben Zugang zum Bewußtsein. Motive werden in unmittelbar erlebten Situationen angeregt und befriedigt, Ziele befreien den Menschen von den Kräften seiner Umwelt und richten sein Handeln auf einen angestrebten Zustand in der Zukunft aus...“ (Schultheiss & Brunstein 1998, 317).
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 13
Weiterhin kritisieren sie, daß viele Motivationspsychologen Ziele aus Motiven ableiten und als Ventile für deren Befriedigung darstellen. Außerdem vertreten sie die Meinung, daß Menschen über zwei weitgehend unabhängige Motivationssysteme verfügen, nämlich über ein Motivsystem und über ein Zielsystem (siehe auch Cantor & Blanton 1996; McClelland et al. 1989). Im Rahmen dieser Arbeit werden Motive als bewußtseinsfähig angenommen. Inwieweit die oben beschriebene Kritik berechtigt ist, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Jedenfalls wird hier ein umfassender Motivbegriff verwendet, der von nur einem Motivationssystem ausgeht.
1.2.2 Klassifikation von Motiven
Abhängig von der jeweiligen theoretischen Perspektive gab es sehr viele Versuche, Motive zu klassifizieren und zu bestimmten Gruppen zusammenzufassen (vgl. Allmer 1981). Dabei hat es sich nach Heckhausen (1989) als zweckmäßig erwiesen, Motive auf einem hohem Abstraktionsgrad als eine Inhaltsklasse von Handlungszielen zu definieren, die jedoch zugleich unverwechselbare Besonderheiten besitzt. „Das Leistungsmotiv etwa wird mit der Inhaltsklasse aller Handlungsziele umschrieben, für deren Bewertung dem Handelnden ein Maßstab der Tüchtigkeit verbindlich ist.“ (Heckhausen 1989, 10).
Scheider & Schmalt (1994, 23) haben bei ihrer Klassifikation, aufbauend auf den Arbeiten von Murray (1938), versucht, diejenigen Motive zu identifizieren, die „vital bedeutungsvolle und universelle Anliegen thematisieren“. Dazu Schneider & Schmalt (1994, 23):
„In der Geschichte der Motivationspsychologie sind schon die verschiedensten Aufstellungen und Klassifikationen von Motiven vorgestellt worden. Solche Listen muten häufig willkürlich an. Motive, die wir als überdauernde Verhaltens- und Bewertungsdispositionen auffassen, können wir beim derzeitigen Stand der Forschung nur als hypothetische Konstrukte verstehen - gedachte Wirkgrößen also deren Erfindung notwendig erschien, um die beobachteten Stabilitäten, aber auch die vorhandenen interindividuellen Unterschiede im Verhalten zu erklären“. Motive werden nach Gabler (1986) im Sinne des kognitiv-handlungstheoretischen Ansatzes als hypothetische Konstrukte aus der Beobachtung von Person-Umwelt-Interaktionen erschlossen.
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 14
Daher ist es immer auch eine Frage der Perspektive, wieviele Motive „konstruiert“ werden. Theoretisch gibt es nämlich so viele „Motive“, wie es sinnvoll interpretierbare Person-Umwelt-Bezüge gibt, also Einheiten zwischen bewerteten Situationen sowie entsprechenden Erwartungen und Handlungen. Daher wird in der Motivationspsychologie nach sogenannten Grundsituationen gesucht, denen gegenüber relativ viele Personen situationsüberdauernde, zeitlich überdauernde und individuelle Wertungsdispositionen entwickeln. Unter Grundsituationen versteht Gabler, „häufig wiederkehrende Situationen, mit denen man konfrontiert wird oder die man aufsucht und denen gegenüber man aufgrund der Erfahrungen, die man in und mit ihnen macht, relativ stabile und individuelle Bewertungssysteme entwickelt“ (Gabler, 1986, 73). Unstrittig ist nach Steffgens & Schwenkmezger (1995), daß mehrere in komplexer Form zusammenwirkende Motivdimensionen, die bei der Verhaltenssteuerung zu beachten sind, unterschieden werden müssen.
Beispielsweise werden von Gabler (1986) Leistung, Anschluß, Macht, Hilfe und Aggression als solche allgemeinen Grundsituationen (s.o.) beschrieben, denen als entsprechende Motive das Leistungs-, das Anschluß-, das Macht-, das Hilfe- und das Aggressionsmotiv zugeordnet werden. Laut Schulteiss & Brunstein (1998) wurden bisher v ier voneinander abgrenzbare Motive identifiziert: das Leistungsmotiv, das Machtmotiv, das Affiliationsmotiv und das Intimitätsmotiv (siehe auch McClelland et al. 1953).
Von Bakker, Whiting & van der Brug (1992) werden wiederum das Leistungsmotiv und das Machtmotiv erwähnt, das Intimitätsmotiv läßt sich dagegen in dem Affiliationsmotiv wiederfinden. Außerdem wird noch das Explorationsmotiv beschrieben.
Es ist also, auch unabhängig vom jeweiligen theoretischen Hintergrund, immer eine Frage der Perspektive und der jeweiligen Definition, wie viele Motive ausgemacht werden.
1.2.3 Motivation
Die zweite Art des Anlasses von Motivfragen bezieht sich nach Heckhausen (1989) auf die Gründe, die weniger im Handelnden als in der Situation liegen. Situationen können entweder die Realisierung von Zielen verheißen oder aber auch das Eintreten von bedrohlichen Ereignissen
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 15
andeuten. Dabei bezeichnet Heckhausen (1989, 2) alles, was einen positiven oder negativen „Aufforderungscharakter“ zu einem entsprechenden Handeln hat, als „Anreiz“. Zwei Größen sind dafür entscheidend: der Wert dessen, was man realisieren möchte und die Erwartung (erlebte Wahrscheinlichkeit), mit der man dies zuwege bringen wird. Der Begriff der Motivation ist in der Psychologie eine Sammelbezeichnung für vielerlei Prozesse und Effekte, deren Kern darin besteht, daß ein Individuum sein Verhalten um der erwarteten Folgen willen auswählt und hinsichtlich Richtung und Energieaufwand steuert (vgl. Heckhausen 1989, 10). „Der Prozeß der Motivanregung wird Motivierung genannt, das Ergebnis dieser Motivierung die Motivation.“ (Gabler 1986, 72). Motivation bezieht sich dabei auf die Gesamtheit der emotionalen und kognitiven Prozesse, die Verhalten steuern und antreiben. Schneider & Schmalt (1994) zählen dazu auch die Willensprozesse, Vorsätze und Entschlüsse, die durch Bewußtheit und Intentionalität gekennzeichnet sind. Gleichbedeutend zum Motivationsbegriff verwenden sie, abgeleitet von der behavioristischen Motivationsforschung, den Triebbegriff. Außerdem betonen sie, daß durch den Zustand der Motivation sowohl perzeptive, kognitive als auch motorische Funktionen aktiviert sowie der weitere Verlauf der Aktivität reguliert wird.
Laut Schultheiss & Brunstein (1998) ist Motivation immer das Resultat einer Wechselwirkung zwischen den Motiven und Zielen der Person einerseits und den Gelegenheiten, Anforderungen und Anregungen der Umwelt andererseits. Es bestehe außerdem eine weitestgehende Einigung darüber, daß Motivation aus einer Intensitäts- und einer Richtungskomponente besteht und ein Produkt des Zusammenwirkens von Person und Umwelt darstellt. Allerdings formulieren die Autoren zwei unterschiedliche Positionen, die sie durch entsprechend unterschiedliche Konzepte der motivationalen Prozesse begründen:
(1) Die push-Motivation, die u.a. von Murray (1938) untersucht wurde, beschreibt die Suche des Menschen nach angenehmen Gefühlen. Dabei wird der Mensch von seiner Vergangenheit, von seinen Lernerfahrungen sozusagen angeschoben. (2) Die pull-Motivation (auf Lewin 1926 zurückgehend) spricht dagegen von selbstgesetzten großen und kleinen Zielen, die der Mensch als bewußter und aktiver Akteur anstrebt und von denen er sich in seinem Handeln quasi ziehen läßt.
Im Rahmen dieser Arbeit wird diese Unterscheidung in zwei Motivationsprozesse vernachlässigt.
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 16
Letztendlich wird also die Motivation als ein Produkt aus der Person-Situations-Interaktion verstanden. „Neben den Anregungsbedingungen der Situation, die etwa in der Wahrnehmung von Gelegenheiten zur Erreichung bestimmter Ziele bestehen, spielen die damit angeregten Motive eine Rolle für die Ausbildung der Anreizwerte der antizipierten Handlungsfolgen“ (Heckhausen 1989, 11). Daraus resultiert eine Motivationstendenz. Allerdings betont Heckhausen, daß nur die stärkste Motivationstendenz letztendlich auch handlungswirksam wird; des weiteren gibt es immer unterbrochene und unausgeführte Motivationstendenzen, die alternative Handlungsmöglichkeiten beschreiben.
1.2.4 Volition
Diese dritte Art von Anlässen für Motivationsfragen bezieht sich nach H eckhausen (1989) weniger auf die inhaltlichen Gründe zum Handeln, sondern vielmehr darauf, wie es letztendlich dazu kommt. „Es gibt Umstände, unter denen aufkommende Wünsche sich schnell in Absichten verwandeln, die sich bei nächster Gelegenheit durch geeignete Handlungen zu realisieren suchen“ (Heckhausen 1989, 3). Dabei reagieren Personen unterschiedlich auf diese Gelegenheiten. Diese individuellen Unterschiede werden oft dem „Willen“ oder der „Willenskraft“ zugeschrieben. Heckhausen beschreibt dies jedoch als Prozeßabläufe, ohne die Handeln nicht zustande käme. Dazu gehören auch vorbereitende Prozeßstadien, die erst die Handlungsabsicht herausbilden. In einem ersten Motivationsstadium werden die Wünsche auf ihre Wünschbarkeit und Realisierbarkeit geprüft und gegebenenfalls kommt es zur Bildung einer „Intention“, also zu einem „Willensakt“. Bei einer geeigneten Gelegenheit erhält die Intention Zugang zum Handeln und steuert eine entsprechende Handlung bis zur Zielerreichung (vgl. Heckhausen 1989, 4). Gewohnheitshandlungen werden von diesem Prozeß allerdings nicht erfaßt, sie gelten als intentionsunabhängig.
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 17
1.2.5 Zusammenfassung
Nach Stoll, Würth & Ogles (1999) und (Schöne 1998) liegen der Entscheidung über die Teilnahme an einer sportlichen Aktivität willkürlich und bewußt ablaufende Prozesse zugrunde. Das sollte daher dann auch gerade für die planungsintensivere und trainingsaufwendigere Sportart Ironman-Triathlon zutreffen. Dementsprechend werden die Motive im Sinne des kognitiv-handlungstheoretisch orientierten Ansatzes definiert:
„Motive sind situationsüberdauernde, zeitlich überdauernde und persönlichkeitsspezifische Wertungsdispositionen.“ (Gabler 1986, 72).
Schneider & Schmalt (1994) nennen die situativen Momente, die Motive ansprechen und damit die Ausbildung einer Motivation bewirken, Anreize. Motive und Anreize sind eng aufeinander bezogen und in einer gewissen Weise komplementär. Situative Anreize kennzeichnen die konkreten Motivziele, die angestrebt oder auch vermieden werden. Motive bezeichnen dagegen die individuell unterschiedlich ausgeprägten Bewertungsdispositionen für Klassen dieser Ziele. Jedes einzelne Motiv umfaßt eine definierte Inhaltsklasse von Handlungszielen, die als nicht angeboren betrachtet werden. Sie entwickeln sich erst im Laufe der Ontogenese, unterliegen einer Sozialisation und somit den sozialen Normen der Umwelt im Laufe der Entwicklung (vgl. Heckhausen 1989).
Motive werden als hypothetische Konstrukte aus der Beobachtung von Person-Umwelt-Interaktionen geschlossen (vgl. Gabler 1986). Dementsprechend wurden grundlegende Motive wie etwa das Leistungsmotiv „gefunden“. Bei der Verhaltenssteuerung werden mehrere in komplexer Form zusammenwirkende Motivdimensionen angenommen (vgl. Steffgens & Schwenkmezger 1995). Daher werden auch sportspezifische Motive zur Erklärung der Sportaktivität als sinnvoll angesehen. Allerdings reichen Motive dafür nicht aus, es muß einerseits eine gewisse Motivationstendenz vorliegen und andererseits letztendlich eine Intention gebildet werden. Um die für die Handlung nötigen Prozesse noch einmal zu verdeutlichen, erscheint eine handlungspsychologische Einordnung unerläßlich.
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 18
1.3 Handlungspsychologische Modelle
Von Cranach & Tschan (1998) definieren verkürzt das Handeln als die menschliche Form des Verhaltens. Unter den Handlungsbegriff fällt letztendlich alles intendierte Verhalten, das wir als Handelnde zu verantworten haben (fast jegliches Tun im Wachzustand; lediglich Reflexbewegungen, Husten, Niesen oder ähnliches wird nach dieser Definition nicht dazu gerechnet). Intendiert heißt daher in irgendeiner Form angestrebt und beabsichtigt; Verhalten weist auf den Vollzug durch Bewegungen, Sprechen etc. hin, und Verantworten auf den sozialen Rahmen und die entsprechende Bedeutung der Handlung.
In diesem Sinne fallen darunter auch sportbezogene Handlungen, die dementsprechend auch mit Hilfe allgemeiner handlungspsychologischer Modelle erklärt werden könnten. Dadurch können die Strukturen, Funktionen und Prozesse der sportlichen Aktivitäten innerhalb eines realen sozialen Kontext veranschaulicht werden.
Von Cranach & Tschan (1998, 127) betonen folgende grundsätzliche Gesichtspunkte, in denen sich die Unterschiede handlungspsychologischer Richtungen lokalisieren lassen:
• Handlungen können in den Funktionen der Energetisierung und der Steuerung unterschieden werden. Energetisierung heißt, die für das Handeln notwendige physiologische Energie zu aktivieren. Steuerung heißt, die entstehende Bewegung in die richtige Richtung zu lenken (Steuerung setzt also Energetisierung voraus). In der Realität fallen beide Funktionen oft im gleichen Prozeß zusammen.
• Handlungen können aus verschiedenen Perspektiven analysiert werden: der des Akteurs selbst („Innenperspektive), oder der eines wissenschaftlichen oder „naiven“ Beobachters (zwei verschiedene „Außenperspektiven“).
• Handlungen finden in einem vielfachen Kontext statt. Davon interessieren besonders die Kultur als System des Wissens und der Sinnstiftung, das soziale System, in dem die Handlung stattfindet, und schließlich die materielle Umgebung und die gegebene Situation als raumzeitlicher Ausschnitt ablaufender Prozesse.
• Die Frage, ob, wann und in welchem Grade handlungsbezogene Prozesse bewußt repräsentiert sind, kann verschieden beantwortet werden (von Cranach & Tschan 1998, 127).
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 19
Orientiert an den oben genannten Unterscheidungskriterien, beschreiben von Cranach & Tschan (1998) die motivations- und volitionspsychologische Richtung, die Handlungsregulationstheorie, die ökologische Handlungspsychologie und die Theorie symbolischer Handlungen. An dieser Stelle werden die wichtigsten Annahmen der beiden erstgenannten Richtungen eingeführt, da sie die Basis für eine integrative Theorie bilden.
1.3.1 Motivations- und volitionspsychologische Richtung
In der Entwicklung dieser Richtung lassen sich nach von Cranach & Tschan (1998) folgende Phasen grob unterscheiden: Die Entwicklung eines kognitiven Motivationsmodells nach dem Wert-Erwartungs-Prinzip (Lewin 1938); die Einführung energetischer Gesichtspunkte im dynamischen Handlungsmodell (Atkinson & Birch 1970); an dessen Ergebnisse anknüpfend die Wiederentdeckung der Volition, zunächst unter dem Begriff der Handlungskontrolle (Kuhl 1982); letztlich die Vereinigung von Motivations- und Volitionsprozessen im Rubikon-Modell der Handlungsphasen. Letzteres wurde von Heckhausen und anderen (siehe auch Heckhausen & Gollwitzer 1987) entwickelt und enthält folgende Annahmen:
Der Ablauf einer Handlung läßt sich in vier Phasen unterteilen, welche durch verschiedene Bewußtseinslagen gekennzeichnet sind und verschiedene Funktionen besitzen. 1. In der ersten motivationalen, auch als „prädezisional“ bezeichneten Phase findet eine Auswahl zwischen verschiedenen Handlungstendenzen statt; sie wird durch Intentionsbildung („Rubikon“) beendet.
2. In der zweiten volitionalen und auch als „präaktional“ bezeichneten Phase sind allerdings auch noch Intentionen aus früheren prädezisionalen Phasen vorhanden. Eine Intention wird in eine Handlungsinitiierung überführt („Fiat-Tendenz“). Dabei wird angenommen, daß die Handlunginitiierung durch bewußte Aufmerksamkeit aktiviert wird.
3. In der dritten volitionalen und als „aktional“ bezeichneten Phase wird diese Handlung, wenn nötig unter Einsatz von Handlungskontrollstrategien, durchgeführt.
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 20
4. In der vierten, wieder motivationalen und als „postaktional“ bezeichneten Phase finden schließlich rückblickende Bewertungsprozesse statt, die vorausblickend zur Bildung neuer Intentionen führen können.
1.3.2 Handlungsregulationstheorien
Ausgehend beispielsweise von Hacker (1973) wurde dieser Ansatz ständig weiterentwickelt. Gegenstand ist vor allem die Regulation als Steuerungsaspekt einzelner Handlungen. Im Modell der hierarchisch-sequentiellen Regulation (nach Volpert 1982) werden nach von Cranach & Tschan (1998) Handlungen als aus zyklischen und durch ein Ziel oder Unterziel gekennzeichneten Einheiten verstanden. Diese Einheiten funktionieren wie Regelkreise und sind in hierarchischen Systemen organisiert. Zu jeder übergeordneten Einheit müssen zunächst alle untergeordneten abgearbeitet und die jeweilige Zielerreichung ebenso wie Ergebnisse der Situationsorientierung nach oben rückgemeldet werden (hierarchische Seite der Regulation), bevor zur nächsten übergeordneten Einheit fortgeschritten werden kann (sequentielle Seite der Regulation). Dies geschieht solange, bis das Ziel der höchsten Einheit als erreicht gemeldet wird. Dabei wird die hierarchische Ordnung durch die Annahme durchgehender Regulationsebenen vereinfacht und quasi standardisiert. Auf der intellektuellen Regulationsebene werden bewußtseinspflichtige Heuristiken, Strategien und Pläne (evtl. Zielwahl) entwickelt. Auf der perzeptiv-begrifflichen Ebene werden bewußtseinsfähige Handlungsschemata entwickelt und auf der automatisierten Regulationsebe geht es um die Regulation automatisierter Bewegungsabläufe wie Stereotypien und Routinen, die nicht bewußtseinsfähig sind.
Schließlich läßt sich die sequentielle Seite der Regulation noch funktional differenzieren. Am Beginn stehen Zielwahl oder Situationsorientierung. Als nächstes folgt die Entwicklung eines Planes. Alle Komponenten werden zu einem relativ beständigem Gesamtbild, dem operativen Abbildsystem (OAS) verarbeitet, welches die Ausführung anleitet. Das Ergebnis der Handlung wird konsumiert, und letztendlich findet eine Endbewertung statt.
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 21
1.3.3 Integrierte Theorie des zielgerichteten Handelns nach von Cranach & Tschan (1998)
Von Cranach & Tschan (1998) versuchen eine integrative Theorie zu entwickeln, um größere Zusammenhänge sichtbar zu machen. Dabei betonen sie, daß die Strukturen, Funktionen und Prozesse des Handelns in ihrem realen sozialen Kontext betrachtet werden sollten. Da die Gesellschaft dem Individuum nicht als ganzes, sondern in ihren Subsystemen entgegentritt, muß sie in ihrer Gliederung betrachtet werden. Im Einzelfall muß dann das entsprechende Subsystem herangezogen werden.
Daher betonen die Autoren folgende Auswirkungen der sozialen Einbettung auf das Handeln:
Handeln beruht auf sozialem Wissen (umfaßt alle überdauernd verarbeitete Information, sofern sie „Bedeutung“ besitzt - wie soziale Einstellungen, Wertvorstellungen, Normen und Regeln und Faktenwissen)
Individuen handeln als Mitglieder handelnder sozialer Systeme (z.B. Familie, Fakultät, Staat). Diese sozialen Systeme handeln als ganze und die Individuen in ihnen. Ohne diese Einbettung sind viele individuellen Handlungen nicht denkbar, ihre Motivation absurd, ihre Ziele sinnlos und ihre Regulation unverständlich.
Individuen sind für ihr Handeln verantwortlich - Verantwortung setzt Freiheit voraus Individuelle Verantwortung ergibt sich aus der sozialen Einbettung des Handelns. Verantwortung gehört zum grundlegenden Handlungsverständnis der Kultur, ist also Teil des kulturellen Wissens. Das soziale Wissen um die Verantwortlichkeit des Handelns wirkt in vielfältiger Weise auf die Energetisierung und Steuerung des Handelns ein. Damit wird soziale Verantwortung, so von Cranach & Tschan (1998), zu einem unverzichtbaren Teil des Handlungsbegriffs. Individuelle Handlungen sind oft in langfristige Projekte eingebettet (siehe auch Beck 1996). Diese bestimmen nicht nur ihre Ziele und beeinflussen ihre Regulation, sondern verleihen ihnen überhaupt erst ihren Sinn und stiften ihre Verbindung zum Selbstkonzept.
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 22
Von Cranach & Tschan nehmen an, daß verschiedene Handlungsarten als Prototypen im kulturellen Wissen unserer Gesellschaft verankert sind (siehe auch von Cranach 1994). Beispielsweise unterscheiden sie zwischen konkreten und mentalen Handlungen und innerhalb der zielgerichteten Handlungen zwischen originären Handlungen, Routinehandlungen und „Handlungen unter Druck“. Gemeinsam ist allen Handlungsformen, daß sie sozial verankert sind und auf der Eigenaktivität des Akteurs beruhen, die sich in der Ausführung seiner Intentionen niederschlägt und seine Verantwortlichkeit begründet. Aber auch von Cranach & Tschan halten die Form der zielgerichteten Handlung für besonders wichtig für unsere westliche Kultur. Daher versuchen sie in ihrer „integrierten Theorie des zielgerichteten Handelns“, die motivations- und volitionspsychologische Richtung mit den Handlungsregulationstheorien zu verbinden. Dazu integrieren sie die in beiden Theoriefamilien enthaltenen Vorstellungen über die sequentielle Organisation und die Aufnahme des Gedankens der hierarchischen Regulation in die präaktionale Phase des Rubikonmodells (siehe Abb. 1.2).
Abbildung 1.2: Das integrierte Phasenmodell (von Cranach & Tschan 1998, 151)
Das Rubikonmodell und die Phasengliederung der Handlungsregulationstheorie sind hier zu einem Phasenmodell integriert worden. Die jeweiligen Hauptaktivitäten der Energetisierung und Steuerung sind durch schwarze, vertikal verlaufende Balken gekennzeichnet. Man beachte die sequentielle und hierarchische Organisation in den präaktionalen und aktionalen Phasen.
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 23
1.3.4 Zum Erklärungswert des integrierten Phasenmodells für sportliche Handlungen
In den letzten Jahren sind nach Abele, Brehm & Pahmeier (1997) im wesentlichen die Theorie des geplanten Verhaltens (Ajzen 1988), die sozial-kognitive Theorie (Bandura 1992), die Theorie der Schutzmotivation (Rogers 1983) und das Health-Belief-Modell (Rosenstock 1990) zur Erklärung der Sportpartizipation herangezogen worden. Mit dem Rubikon-Modell wird nach Höner & Willimczik (1998) die Erklärung von Handlungen um den Volitionsbereich erweitert und damit das Handlungsloch zwischen Motivation und Handlung überbrückt. In der Sportpsychologie lassen sich erst in neuerer Zeit (z.B. Thomas 1995, 48-54) Abhandlungen volitionstheoretischer Handlungsmodelle in den Lehrbüchern finden, ohne jedoch auf entsprechende sportpsychologische Untersuchungen zum Rubikonmodell verweisen zu können. Allerdings deuten die theoretischen Überlegungen von Allmer (1997) für den Bereich des Gesundheitssports auf eine Gültigkeit auch für den Sport allgemein hin. Fraglich ist jedoch, auf welcher Ebene sportlicher Handlungen das Modell seinen Erklärungswert haben kann. Nach Höner & Willimczik (1998) liegen explizite Aussagen, vor allem darüber, wie kurz derartige Handlungen höchstens sein dürfen, noch nicht vor. Die Ebene der Sportpartizipation erfüllt jedoch auf jeden Fall das Kriterium der Planungsbedürftigkeit, so daß von einer Rubikon-Passage auszugehen ist. Die letztgenannten Überlegungen zielen dann auch schon in den Bereich der Regulationsebenen der integrativen Theorie, der seinen Ursprung in der Handlungsregulationstheorien hat. Damit können innerhalb des Sports unterschiedliche Einheiten erfaßt werden, die wie Regelkreise funktionieren und in hierarchischen Systemen organisiert sind. Für die Teilnahme am Ausdauersport wird dabei die intellektuelle Regulationsebene als die zu betrachtende angenommen, da Strategien und Pläne ohne Zweifel die Voraussetzung für ein erfolgreiches Absolvieren etwa eines Ironman-Triathlons darstellen. Das integrative Modell wird nach von Cranach & Tschan (1998) für solche Zwecke empfohlen, bei denen der gesamte Prozeß, die zugrundeliegende Motivation, das verwendete Wissen, die kognitive und emotionale Verarbeitung und schließlich auch die Ausführung interessiert. Damit scheint es geradezu prädestiniert zu sein für sportpsychologische Fragestellungen. Allerdings zwingt der mit der Erfassung aller möglichen Perspektiven verbundene Forschungsaufwand zu Kompromissen.
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 24
Innerhalb dieser Arbeit soll mit Hilfe des integrierten Phasenmodells nach von Cranach & Tschan (1998) die Ergebnisinterpretation erleichtert werden. Auf diese Weise soll einerseits die Komplexität menschlicher Handlungen angedeutet und andererseits die Funktion der Motive innerhalb des Handlungsprozesses verdeutlicht werden. Wichtig erscheinen Motive vor allen Dingen im Rahmen der prädezisionalen und post-aktionalen Motivationsphasen zu sein. Neben den Anregungsbedingungen der Situation spielen dabei die in der Wahrnehmung von Gelegenheiten zur Erreichung bestimmter Ziele angeregten Motive eine Rolle für die Ausbildung der Anreizwerte für die antizipierten Handlungsfolgen. Für eine dauerhafte Teilnahme an einer Sportart wird die Bedeutung dieser Anreizwerte als besonders wichtig eingeschätzt, da Sportarten freiwillig ausgeübt werden und in der Konkurrenz zu einer Vielzahl von Handlungsalternativen angesehen werden müssen. Daher werden im folgenden Abschnitt die sportspezifischen Motive eingeführt.
1.4 Motive für die Teilnahme am Sport
Anknüpfend an die Schwierigkeiten bei der einheitlichen Identifizierung und Klassifizierung von allgemeinen Motiven (wie etwa des Affiliationsmotivs), ist auch die Frage nach den sportspezifischen Motiven abhängig vom jeweiligen theoretischen Ansatz. Entsprechend sind nach Bakker, Whiting & van der Brug (1992) empirische Arbeiten mit dem jeweiligen Klassifizierungssystem verknüpft, so daß wechselseitige Vergleiche nicht immer möglich sind. Zudem werden unterschiedliche Meßmethoden eingesetzt, um Informationen über Personen zu erhalten, beispielsweise Listen von Motiven, Interessen-Fragebögen oder projektive Tests wie der Thematische Apperzeptionstest (TAT).
In einer Übersichtsarbeit von Bakker, Whiting & van der Brug (1994) zu elf Forschungsarbeiten zur Erfassung von Teilnahmemotiven wurden unterschiedlichste Probandengruppen 1 wie sportlich aktive Studenten (Bielefeld 1979; Bloss 1971; Hahmann 1971; Sabath 1971) oder Freizeit- und Wettkampfsportler (Manders 1980) miteinander verglichen. Dabei kommen die Autoren zu dem
1 In Größenordnungen von 21 bis zu 2000 oder 2261 Teilnehmern.
Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern 25
Schluß, „daß sehr diverse Motive demselben Verhalten (aktiv Sport treiben) zugrunde liegen können. Zweitens kann gefolgert werden, daß eine Reihe von Motiven eng mit der jeweiligen Aktivität verknüpft ist, d.h. relativ spezifisch ist.“ (Bakker, Whiting & van der Brug 1992, 28). Weiterhin wird die Frage, warum Menschen aktiv Sport treiben, „provisorisch“ folgendermaßen beantwortet:
1. Die damit verbundenen Aktivitäten haben intrinsischen Wert (Freude, Vergnügen) und sind es folglich wert, daß man sich darum bemüht.
2. Solche Aktivitäten, so wird behauptet, wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. 3. Sie geben den Menschen Gelegenheit, ein Gefühl von Kompetenz zu erlangen. (Bakker, Whiting & van der Brug 1992, 29)
1.4.1 Motive für die Teilnahme am Ausdauersport
Entsprechend der von Bakker, Whiting & van der Brug (1992) beschriebenen Problematik bezüglich der einheitlichen Identifizierung von sportspezifischen Motiven (vgl. Abschnitt 1.4), werden auch für die Teilnahme am Ausdauersport - in Abhängigkeit vom jeweiligen Klassifikationsansatz und von der eingesetzten Meßmethode - unterschiedliche spezifische Motive definiert. Der von Ogles & Masters (1993) entwickelte marathonspezifische Motivationsfragebogen, der „Motivation of Marathoners Scale (MOMS)“, basiert allerdings auf den Ergebnissen mehrerer vorausgehender Studien (siehe Tab.1.1)
Arbeit zitieren:
Jörg Hagenah, 1999, Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Höhentraining - Übersicht aus der Sportwissenschaft
Sport - Bewegungs- und Trainingslehre
Seminararbeit, 12 Seiten
Einführung eines Club-im-Club Konzeptes im Fitnessstudio
Eingliederung von älteren Mens...
Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung
Diplomarbeit, 74 Seiten
Wellness als Geschäftsidee: Erstellung eines Businessplans für ein Ges...
BWL - Unternehmensgründung, Start-ups, Businesspläne
Diplomarbeit, 89 Seiten
Emotionspsychologie Manuskript: Positive Emotionen
Referat (Ausarbeitung), 18 Seiten
Jörg Hagenah's Text Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Jörg Hagenah hat den Text Teilnahmemotivation von Ausdauersportlern veröffentlicht
Jörg Hagenah hat einen neuen Text hochgeladen
Mentales Training für Triathleten und alle Ausdauersportler
Jim Taylor, Terri Schneider, Ariane Katibei
0 Kommentare