Inhaltsverzeichnis:
Inhaltsverzeichnis I
Abk ürzungsverzeichnis III
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Übergewicht und Adipositas bei Kindern 2
2.1 Definition 2
2.2 Messbarkeit 2
2.2.1 Direkte Methoden zur Bestimmung des Körperfettanteils 2
2.2.2 Indirekte Methoden zur Bestimmung des Körperfettanteils. 3
3 Typische Charakteristika von Prävalenz bei Übergewicht. 6
3.1 Definitorische Einfassung der Begrifflichkeit. 6
3.2 Darlegung der Prävalenz in Deutschland. 6
3.2.1 KIGGS Studie. 6
3.2.2 Ergebnisse der KIGGS Studie 7
4 Nachweis einer Korrelation und deren Folgen 9
4.1 Vorstellung der Kieler Adipositas- Präventionsstudie (KOPS) 9
4.2 Erarbeitung der Ursachen und begünstigenden Faktoren. 11
4.3 Konsequenzen anhand von Fakten amerikanischer Forschungen. 14
5 Definition und Einteilung der Prävention. 16
5.1 Definition 16
5.2 Einteilungen. 16
5.3 Studie der Universität Dundee. 18
5.4 Allelträger vs. nicht- prädisponierte Kinder. 19
6 Vorstellung eines möglichen Interventionsprogramms 20
6.1 Neugeborenen Screening 20
6.1.1 Erweiterung des Neugebornen Screening 21
6.1.2 Kosten und Effizienz 22
I
6.2 Interventionsmaßnahmen 22
7 Fazit. 26
Literaturverzeichnis IV
Anhang: IX
II
Abkürzungsverzeichnis:
WHO .....................................................................................World Health Organisation BMI .......................................................................................................Body Mass Index AGA......................................... Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter SDS ........................................................................................... Standard deviation score KIGGS..................................................................... Kinder- und Jugendgesundheitsstudie SES............................................................................................Sozioökonomische Status FTO ................................................................................ fat mass and obesity associated GenDG ........................................................................................... Gendiagnostikgesetz
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis:
Abbildung 1: Perzentilenkurve von Jungen im Alter von 0 - 18 Jahren......................... 4 Abbildung 2: Perzentilenkurve von Mädchen im Alter von 0 - 18 Jahre. ...................... 5 Abbildung 3: Häufigkeit von Adipositas bei Kindern nach BMI der Mütter .................. 10 Abbildung 4: Der Einfluss des sozioökonomischen Status auf kindliches Übergewicht ...... 13
III
1 Einleitung
Der Wandel der Gesellschaft macht sich in Deutschland auch im Bereich der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen bemerkbar. Im Vergleich zu Früher, die zeitweilig von Nahrungsmittelknappheit dominiert war, leben wir heute zunehmend in einer Überflussgesellschaft. Welche Auswirkung diese Entwicklung haben kann, zeigt sich auch am Beispiel junger Menschen. Bedenklich stimmt die Verbreitung von Übergewicht unter deutschen Kindern und Jugendlichen, was die aktuellen Daten der Bundesgesundheits-survey des Robert-Koch-Instituts sowie der Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes, belegen. 1
Relativ neu ist in diesem Zusammenhang der Forschungszweig „ Public Health Genomics “, der das Problem übergewichtiger Kinder auf genombasierten Erkenntnissen versucht zu erklären und anzugehen. Ein großes Bestreben der Public Health Genomics ist es, herauszufinden welche genetischen Einflüsse es bei weit verbreiteten Krankheiten gibt und unter welchen Umwelteinflüssen diese verstärkt werden. 2 Mit dem Ziel dieses Thema dem Leser näher zu bringen wird in der vorliegenden Arbeit, die Korrelation des kindlichen Übergewichtes mit dem elterlichen Gewichtsstatus untersucht, um darzustellen, wie hoch der Einfluss der Gene ist und welchen Anteil die Sozialisation der Kinder, sowie der sozioökonomische Status und etwaige andere Faktoren ausmachen. Die steigenden Prävalenzzahlen von Übergewicht und Adipositas bei Kindern in Deutschland zeigen, dass 15 % der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren übergewichtig sind. Hier besteht im Vergleich zu den Jahren von 1985 bis 1999 ein Zuwachs von 50 %. 3 Um diese Problematik anzugehen, müssen neben den klassischen Ansätzen, die durch Ernährungs- und Bewegungsangebote bei Kindern und deren Eltern ein Umdenken bewirkt werden soll, weiter reichende und nachhaltigere Interventionsansätze entwickelt werden. Diese Arbeit stellt basierend darauf Interventionsmaßnahmen zur Primärprävention vor, die ergänzend die neusten Erkenntnisse im bereits erwähnten Bereich der Genomforschung mit einbezieht.
1 vgl. Köhncke, Y. 2008.
2 vgl. Brand, A. et al. 2004. S. 11 ff.
3 vgl. Kurth, B.-M.; Schaffrath Rosario, A., 2007 .S. 736
1
2 Übergewicht und Adipositas bei Kindern
2.1 Definition
Als Übergewicht bezeichnet man ein erhöhtes Körpergewicht in Relation zur Körpergröße. 4 Im Allgemeinen stellt Übergewicht den Übergang vom Normalgewicht zu Adipositas dar. Bei der Adipositas ( lat. Adeps = Fett) handelt es sich um krankhaftes Übergewicht, was auch als Fettleibigkeit oder Fettsucht bezeichnet wird und zu gesundheitlichen Beeinträchtigung führt. 5 Die Weltgesundheitsorganisation (engl. World Health Organisation, WHO) definiert Adipositas als einen erhöhten Anteil an Fettmasse im Verhältnis zum Körpergewicht. 6
2.2 Messbarkeit
Es gibt verschiedene Methoden mit denen man Übergewicht und Adipositas messen kann. Ein Ansatz basiert auf der Anthropometrie, der Lehre, die sich mit der Messung der Körpermaße beschäftigt. Eine der wichtigsten Messung in der Ernährungsanthropometrie ist das Wiegen des Körpergewichtes. Eine weitere Methode, um Übergewicht zu diagnostizieren, basiert auf der Feststellung des Körperfettanteils, wodurch eine präzisere Beurteilung des Adipositas - Grades möglich ist. Die Körperfettmessung stellt ein weit verbreitetes Verfahren dar, bei der die Verteilung der Muskelmasse in Relation zum Fettanteil gesetzt wird. Die Körperfettmasse wiederum, deren Bestimmung unerlässlich ist, kann durch einige differenzierende Methoden erhoben werden. Man unterscheidet hier die direkten von den indirekten Verfahren. 7
2.2.1 Direkte Methoden zur Bestimmung des Körperfettanteils
Zu den direkten Messmethoden des Körperfettes zählt die Hautfaltendickemessung wie z. B die der Bizeps-, Trizeps - und Subkapularfalte. Die Hautfaltendickemessung wird auch als Calipometrie bezeichnet, die mithilfe einer Caliperzange, die Dicke des
4 vgl. Pschyrembel, W. 2002. S. 1711
5 vgl. ebenda, S. 22
6 vgl. WHO, 1998. S.276 ff.
7 vgl. Goldapp, C.; Mann, R. 2004. S.13
2
Unterhautfettgewebe, an bestimmten Arealen am Körper, misst. Anhand dieses Wertes kann dann auf den Körperfettgehalt geschlossen werden. 8
2.2.2 Indirekte Methoden zur Bestimmung des Körperfettanteils
Unter den indirekten Messmethoden des Körperfettanteils versteht man eine Methode, die Größe und das Gewicht in Relation setzt. Ein weit verbreitetes Maß in diesem Zusammenhang stellt der Body Mass Index (BMI) dar.
Da die Entwicklung der Kinder und die damit verbundene Zunahme der Körpermasse, zusätzlich sowohl alters- als auch geschlechtsspezifisch ist, müssen diese Faktoren, zur Feststellung von Übergewicht neben der Größe sowie dem Gewicht jedoch mit in Betracht gezogen werden. Laut Empfehlung der aktuellen Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA), soll der BMI Index bei Kindern und Jugendlichen zur Beurteilung von Übergewicht und Adipositas, mithilfe von alters- und geschlechtsspezifischen Referenzwerten auch Perzentilen genannt, verwendet werden, um die Einflussfaktoren wie Alter und Geschlecht, ausreichend mit einzubeziehen. Frau Dr. Kromeyer - Hauschild hat einen anerkannten Beitrag geleistet, bei dem sie im Rahmen der AGA, Referenzwerte für den BMI für Kinder und Jugendliche ausgearbeitet hat und darauf abgestimmt, eine individualisierte Berechnung erstellt hat. Mithilfe dieser Vorgehensweise lassen sich die Körpergröße und das Körpergewicht, durch den Standard deviation score (SDS) in Bezug auf den Mittelwert für Körpergröße, Geschlecht und Alter des Kindes auf die Standartabweichung berechnen. 9 Die Vergleichswerte basieren auf Ergebnissen von Querschnittstudien, bei denen 17147 Jungen und 17275 Mädchen
8 vgl. Roschinsky, J.; Kriegel, R. 2008. S. 42
9 vgl. Wabitsch, M.; Kunze, D. 2004. S. 12 ff.
3
nach 1985 in mehreren Studien erfasst wurden. 10 Dieser BMI - SDS Wert zeigt die Verteilung auf, um ein wie viel Faches einer Standardabweichung der BMI Wert unter Berücksichtigung von Alter und Geschlecht, oberhalb oder unterhalb des BMI Mittelwertes, liegt. 11
Laut der WHO gilt ein Kind mit einer Standardabweichung mit mehr als + 1 als übergewichtig. Bei einer Standardabweichung von +2 liegt Adipositas vor. 12 Der Wert berechnet sich wie folgt: 13
SDS
LMS
Die folgenden zwei Abbildungen zeigen die Perzentilenkurven für Jungen und Mädchen, die das Alter und das Geschlecht der Kinder und deren BMI ins Verhältnis mit bereits bestehenden Referenzwerten setzt. Die mit „P50“ gekennzeichnete Kurve entspricht dem Normalverlauf der meisten Kinder.
Abbildung 1: Perzentilenkurve von Jungen im Alter von 0 - 18 Jahren. 14
10 vgl. Wabitsch, M. et. al. 2004. S.5
11 vgl. Wabisch, M.; Kunze, D. 2004. S. 12 ff.
12 Anhang A: Tbellen der WHO mit der Übersicht der BMI Werte und Standardabweichungen für
Jungen und Mädchen.
http://www.who.int/childgrowth/standards/b_f_a_tables_z_boys/en/index.html
13 Wabisch, M.; Kunze, D. 2004. S. 13
14 vgl. Imhof-Hänecke, C. et al. 2002
4
Arbeit zitieren:
Franziska Schwarzer, 2010, Public Health Genomics: Die Prävalenz von Übergewicht bei Kindern vor dem Hintergrund von genombasiertem Wissen, München, GRIN Verlag GmbH
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