Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung 3
2. Der Rational-Choice Ansatz zur Erklärung von Bildungsverhalten 3
2.1 Definition Rational-Choice 3
2.2 Die Anwendung der Rational-Choice Theorie im Kontext Schule 5
2.3 Kritik am Rational-Choice Ansatz 6
3. Schluss 7
Literaturverzeichnis 8
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1.Einleitung
Der Übergang eines Schülers von der Grundschule auf eine weiterführende Schule stellt eine sehr wichtige Bildungsentscheidung für die Eltern dar. Die Entscheidung, das Kind auf eine Hauptschule, Realschule oder das Gymnasium zu schicken, stellt die Weichen für die weitere Schullaufbahn. Für den Schüler findet hier ein neuer Lebensabschnitt statt, in welchem er erstmals einer institutionellen Trennung ausgesetzt wird. Es wird sozusagen ausgesiebt, da eine Differenzierung der Leistungsniveaus stattfindet. Dies hat zur Folge, dass die meisten Eltern bestrebt sind, ihrem Kind die beste Ausbildung zu ermöglichen. Doch was verstehen die Eltern unter „bestmöglichster Ausbildung“? Bestimmt nicht vielmehr die soziale Herkunft über die Bildungsentscheidung? Hat ein Vater aus der Arbeiterschicht die gleichen Beweggründe und Voraussetzungen, sein Kind auf das Gymnasium zu schicken wie ein Vater aus der Oberschicht?
Im Folgenden werde ich auf die Frage eingehen, inwieweit elterliche Bildungsaspirationen und -entscheidungen durch Kosten-Nutzen Kalkulationen innerhalb der Familie erklärt werden können. Lassen sich Differenzen im Entscheidungsprozess zwischen Familien unterschiedlicher sozialer Herkunft nachweisen?
Anhand der „Rational-Choice Theorie“ wird versucht, die Abwägungen, die Eltern bei der Bildungsentscheidung vornehmen, deutlich zu machen. Desweiteren wird kritisch auf diese Theorie eingegangen und versucht, diese in die heutige Gesellschaft einzuordnen.
2. Der Rational-Choice Ansatz zur Erklärung von
Bildungsverhalten
2.1 Definition „Rational-Choice“
Die Rational-Choice Theorie besagt, dass Menschen die “erwartenden Gewinne einer Handlung mit den wahrscheinlichen Kosten vergleichen“, bevor sie eine Entscheidung treffen (vgl. Joas/Wilke-Primavesi 2007, S.116). Die Akteure handeln, um ihre Ziele in höchstem Maße verwirklichen zu können und berücksichtigen dabei
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auch verschiedene Einschränkungen im Handeln. Demnach folgen sie dem “Grundsatz der Nutzenmaximierung “ (Kunz 2004, S.32). Der Rational-Choice Ansatz besteht Maximierungsberechnung, die das individuelle Verhalten zur Folge hat. Es gibt jedoch weitere Annahmen, um soziale Phänomene zu erklären. Eine davon ist, dass für sozialwissenschaftliche Erklärungen auf die handelnden Individuen zurückgegriffen werden muss (vgl. Abraham 2001). Somit muss der Rational-Choice Ansatz zwei Ebenen beinhalten:
Die Makroebene bildet kollektive Phänomene oder kollektives Verhalten ab, während die Mikroebene die Individuen eines Sozialsystems und deren Handlungen beinhaltet (vgl. Abraham 2001). Kollektive Phänomene können nicht nur auf der Makroebene erklärt werden, es muss auch auf die Mikroebene und auf die handelnden Akteure zurückgegriffen werden (vgl. Abraham 2001).
Makroebene: Ausgangsbedingungen der Umwelt
1 Mikroebene: Individuelle
Durch Brückenannahmen wird ein Zusammenhang zwischen der Ausgangssituation auf der Makroebene und der individuellen Handlungssituation auf der Mikroebene hergestellt. Die Handlungsmöglichkeiten/ Handlungsziele werden unter Berücksichtigung der Interaktionsbeziehungen in einen sozialen Kontext, rechtliche Ordnung oder institutionelle Regelungen gebracht. Diese Beziehungen bieten Handlungsmöglichkeiten, Handlungsspielräume und setzen Handlungszwänge (vgl. Abraham 2001).
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Arbeit zitieren:
Christin P., 2009, Der Rational-Choice-Ansatz zur Erklärung von Bildungsverhalten, München, GRIN Verlag GmbH
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