Gliederung
1. Einleitung: 3
2. Hauptteil: 3
3. Schluss: 6
4. Literaturverzeichnis: 7
2
1. Einleitung:
Der hier verfasste Essay wird das Werk „Populäre Religion“ von „Prof. Dr. Hubert Knoblauch“ näher beleuchten. „Knoblauch“ selbst lehrte und forschte an der Universität Zürich sowohl als Religionswissenschaftler, als auch als Religionssoziologe. Seit dem Jahre 2002 ist er Professor für Theorien moderner Gesellschaften im Fachgebiet Allgemeine Soziologie an der Technischen Universität Berlin. 1 Als „Knoblauch“ vor mehr als 20 Jahren sein erstes Seminar im Bereich der Soziologie zur Religion abhielt, benannte er dieses mit dem Titel des „New Age, Esoterik und Okkultismus“ 2 . Er selbst ist in seiner Jugend von der kirchlichen Religion abgefallen, zwar nahm er am religiösen Unterricht teil, integrierte sich auch in verschiedenen kirchlichen Gruppierungen, aufgefallen aber ist ihm, dass die „Alte Religion“ nicht mehr in die damalige Zeit passte. Er bezeichnete sie als „Antiquiert“. Eine Bestätigung hierfür ließ sich in den vielen verschiedenen neuen Phänomenen, wie beispielsweise „Jugendreligionen, New Age, Esoterik und auch Okkultismus“ für ihn ausmachen. 3
2. Hauptteil:
„Gegenwärtig ist von einer Rückkehr der Religion die Sprache.“ 4 Auszumachen ist dies an Phänomenen wie dem „11. September 2001“, aber auch dem „Aufschwung der Evangelikalen in Amerika“ oder der immer wiederkehrenden „Diskussion um die christliche Leitkultur bei uns und der Wahl von Pabst Benedikt XVI“. 5 „Knoblauch“ spricht in diesem Zusammenhang auch von einer „Renaissance der Religion“, oder einer „Wiederverzauberung“. Sogar von einem „Ende der Säkularisierung“ ist die Rede. 6 Überrascht hiervon aber sind keinesfalls nur die Sozialwissenschaftler, sondern auch die Medien, wie auch der Journalismus im Gesamten. „Knoblauch“ möchte dieser „wachsenden Sichtbarkeit mit dem Begriff der Popularität Rechnung tragen“ 7 . Es zeigt sich, dass es viele verschiedene „empirischen Evidenzen“ gibt, die für eine völlig neue und veränderte Form der Religion sprechen. 8 Aufgrund dessen wiederum muss es zu einer Erweiterung des Religionsbegriffes kommen. An die Stelle des Begriffes der Religion wird der Begriff der Transzendenz gesetzt („Die hier skizzierten
1 http://www.soz.tu-berlin.de/Crew/knoblauch/
2 Knoblauch, Seite 4
3 Knoblauch, Seite 4
4 Knoblauch, Seite 5
5 Knoblauch, Seite 5
6 Knoblauch, Seite 5
7 Knoblauch, Seite 5
8 Knoblauch, Seite 6
3
Formen der Religion zeichnen sich aus durch eine Transzendenz, die zur Erfahrung eines jeden Menschen gehört, sofern sie international ist, also auf etwas hinaus will.“ 9 ). Wichtig für das allgemeine Verständnis ist, „(…), das nämlich die Religion weder wieder auferstanden ist noch einfach fortgesetzt wird. Vielmehr hat sich die Religion in den letzten vier Jahrzenten schleichend, aber grundlegend geändert. Es geht also um eine Transformation der Religion.“ 10 Die Religion also nimmt eine „neue Rolle“ ein. Gemäß „Knoblauchs“ Argumentation gilt sie als „Repräsentant einer weltanschaulichen Gemeinschaft“, somit aber auch als „Ansprechpartner anderer Organisationen, vor allem des Staates“. 11 So gibt es verschiedene Gründe, die hierfür als Ursache dienen. Es gibt die sogenannten „Äußeren Gründe“, hierzu zählen „das Scheitern der politischen Ideologie des Kalten Krieges, Migration von Angehörigen, Einwanderung des Islam und die Globalisierung“ 12 , aber es gibt auch sogenannte „indigene Gründe“. So zieht „Knoblauch“ eine Studie heran, die aufzeigt, dass 43 Prozent der Niederländer, 33 Prozent der Menschen aus Großbritannien, 46 Prozent der Ostdeutschen und 31 Prozent der Menschen aus Frankreich ihre religiöse Bindung schon seit ihrer Kindheit verloren haben. 13 Hierbei handelt es sich um eine Generation, die „Generation der 68er“. Sie haben „eine politische Bewegung mit breiter Resonanz getragen“. Außerdem wurden „die Traditionellen sozialen Formen der Religion abgelehnt und sich an Alternativen Formen der Religion orientiert.“ 14 So ist in diesem Zusammenhang auch die Sprache von einer sogenannten „Gegenkultur“ oder einer sogenannten „Weiterentwicklung der modernen Gesellschaft“. 15 Den Grundstein also setzte die Generation der „Baby Boomer“ 16 . Im Anschluss gab es verschiedenste Bewegungen, die aufgekommen sind. Sie alle aber teilten bestimmte Merkmale, irrelevant, wie unterschiedlich sie waren. Diese Merkmale lassen sich schließlich unter dem Begriff der Spiritualität zusammenfassen 17 : „Sie vermeiden eine straff kirchliche Organisation, sie sind ganzheitlich ausgerichtet und sie legen einen großen Wert auf subjektive Erfahrungen der Transzendenz“ 18 . Im Folgenden zeigt sich, dass es sich also nicht ausschließlich um eine bloße Zunahme der Religion handelt („Die Ersetzung von Religion durch Spiritualität deutet an, dass wir es mit den hier behandelten Entwicklungen nicht einfach mit einer Zunahme der Religion zu tun haben. Die Wendung zur Spiritualität ist
9 Knoblauch, Seite 6
10 Knoblauch, Seite 6
11 Knoblauch, Seite 7
12 Knoblauch, Seite 7
13 Casanova, Seite 328
14 Knoblauch, Seite 7
15 Roof, Seite 242-255
16 Bellah, Seite 47
17 Knoblauch, Seite 8
18 Knoblauch, Seite 8
4
Arbeit zitieren:
Lars Renngardt, 2009, Populäre Religion, München, GRIN Verlag GmbH
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