Inhaltsverzeichnis
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1 Einleitung 3-4
2 Islamischer Religionsunterricht an deutschen Schulen 4
2.1 Warum Islamischer Religionsunterricht? 4-5
2.2 Schwierigkeiten eines Islamischen Religionsunterrichts 5
2.2.1 Rechtliche und inhaltliche Probleme 5-7
2.2.2 Die Probleme der Lehrer 7-10
2.3 Modellversuche eines Islamischen Religionsunterrichts an deutschen Schulen 10-13
3 Schlusswort 14
4 Literatur- und Quellenangaben 15-16
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1 Einleitung
Die nachwachsenden Generationen stehen im Mittelpunkt von Bildung und Erziehung. Daher müssen gesellschaftliche Veränderungen in der Schule besprochen werden. Hierbei fällt die Betrachtung realer oder potenzieller Konfliktträchtigkeit interkultureller und interreligiöser Beziehungen der deutschen Gesellschaft besonders ins Blickfeld (Biener S.13). Gerade Deutschland kann sich einen interreligiösen Analphabetismus nicht leisten, gerade in Blick auf die jahrelange Diskriminierung und der späteren Verfoldung und Ermoderung von Juden. An dieser Stelle lässt sich fragen, welche Kenntnisse und Einstellungen deutsche Schülerinnen und Schüler bezüglich eines Zusammenlebens mit anderen Religionen benötigen. In meiner selbstständigen Hausarbeit möchte ich mich diesbezüglich konkret auf den Islam und der damit verbundenen Ängstlichkeit vor diesem beziehen. Deutsche Schülerinnen und Schüler müssen die Möglichkeit bekommen, mit anderen Religionen in Kontakt zu treten, um diesen nicht ängstlich oder mit Vorurteilen gegenüber zu stehen. „Ausgrenzung, Angst und Abwehr führ[t]en […] zu Isolierung, bis zur Herausbildung extremistischer Gegenpositionen und zu wachsender Gewaltbereitschaft“ (Stock 1). Da in Deutschland derzeit etwa drei Millionen Muslime leben und diese die größte nichtchristliche Gruppe in Deutschland sind, ist es nahe liegend, den Islam in den deutschen Religionsunterricht zu integrieren oder sogar einen Islamischen Religionsunterricht zu schaffen, um dazu beizutragen, Voreingenommenheiten zu verhindern. Auch muslimischen Schülern sollte durch die Institution Schule der islamische Glaube nahe gebracht werden, um Eltern bei der Glaubensvermittlung zu unterstützen. Nach Stock (1), ist es äußerst wichtig, vermehrt Integration anzustreben, wobei Fragen über Kultur und Religion im Mittelpunkt stehen müssten.
Der Islam wird schon seit den siebziger Jahren aufgrund politischer Ereignisse, wie den Ölboykott arabischer Länder im Jahr 1973, in Deutschland gezielt wahrgenommen. Auch „Populärliteratur und Beispiele privater Kulturzusammenstöße“ (Biener 14) lassen den Osten als bedrohlich erscheinen. Darüber hinaus werden Einzelfälle wie der Terroranschlag des 11.Septermer 2001 verallgemeinert und als charakteristisch für die zweitgrößte Religionsgemeinschaft klassifiziert. Muslime deutscher oder nicht-deutscher Abstammung kritisieren diesbezüglich das mangelnde Problembewusstsein sowie die Darstellung des Islam in deutschen Schulen. Gefordert wird ein islamischer Religionsunterricht. In meiner selbstständigen Hausarbeit im Fach Studium Fundamentale zum Thema „Islamphobie und Judenfeindschaft“ möchte ich mich mit islamischem Religionsunterricht an deutschen
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Schulen zum Abwenden einer durch Vorurteile entstehenden Islamphobie beschäftigen. Ich werde dabei als erstes erläutern, weshalb die Einführung eines Islamischen Religionsunterrichts in Deutschland von großer Bedeutung ist. Als nächstes werde ich die Schwierigkeiten, die dabei entstehen, erörtern. Diese lassen sich in rechtliche und inhaltliche Probleme sowie speziell die Probleme von Lehrern einteilen. Als dritten Punkt werde ich verschiedene Modellversuche eines Islamischen Religionsunterrichts an deutschen Schulen darlegen.
2 Islamischer Religionsunterricht an deutschen Schulen
2.1 Warum Islamischer Religionsunterricht?
Im Laufe der Zeit entstand der Wunsch nach einer islamischen Unterweisung muslimischer Kinder. Doch dieses Bedürfnis besteht noch nicht sehr lange, da die ersten Muslime, die in den 60er Jahren (überwiegend aus der Türkei) nach Deutschland kamen, Arbeiter waren. Erst als diese ihre Familie und somit auch ihre Kinder ins Land holten, konnte es muslimische Schüler an deutschen Schulen geben. Vorerst wurden die Kinder in Gebäuden unterrichtet, die als „Moscheen“ umgebaut wurden. Natürlich ist unter der deutsch-muslimischen Bevölkerung auch die Angst gewachsen, die nächste Generation könne an die nicht-muslimische Gesellschaft verloren gehen (Özdil 62). Nach Stock (1) sollen muslimische Zuwanderer allerdings ihre kulturelle und religiöse Identität keinesfalls aufgeben. In Deutschland wird schon seit den 1970er Jahren über den schulischen Islamunterricht debattiert. Aufgrund der wachsenden muslimischen Bevölkerung wurde im Jahr 1979 erstmals ein Antrag zur Einführung eines Islamischen Religionsunterrichtes durch das Zentralinstitut Islam-Archiv gestellt. Auf dieses lässt sich auch der Modellversuch Nordrhein-Westfalens zurückführen, auf welchen ich später noch einmal eingehen werde. Bis heute gibt es nur Provisorien eines Islamischen Religionsunterrichts in Deutschland - nach einer dauerhaften und tiefgreifenden Lösung wird noch immer gesucht. Die Fragen kreisen sich immer wieder um die Art des Islamunterrichts: staatlich-säkulare, primär allgemeinpädagogisch konzipierte und wissenschaftsorientierte Religionskunde oder religiöskonfessionell gebundener, nur in den von einer Religionsgemeinschaft vorgezeichneten Grenzen religionspädagogisch überformter Religionsunterricht im Sinne eines Bekenntnisunterrichts (vgl. Stock 5)?
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Die Tatsache, dass religiöse Muslime auf Dauer in Deutschland bleiben werden, ist unumstritten (Özdil 113). Aus diesem Grund ist die Mehrheit der Muslime dafür, ein friedliches Miteinander aller Kulturen und Religionen zu fördern. Ein Islamischer Religionsunterricht würde alle Kinder und Jugendliche in einer Schule gleichstellen. Dieser ist verfassungsgemäß im Grundgesetz verankert, da jeder Bürger das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit hat (Art.2, Abs.1 GG), alle Bürger gleich vor dem Gesetz sind (Art.3, Abs.3 GG), die Erziehungsberechtigten über die Teilnahme des Kindes am Religionsunterricht bestimmen dürfen (Art.7, Abs.2 GG) und der Religionsunterricht ein ordentliches Lehrfach ist (Art.7, Abs.3 GG).
Der Islamische Religionsunterricht in Deutschland soll in deutscher Sprache von Theologen deutscher Abstammung unterrichtet werden.
Durch einen Islamischen Religionsunterricht ergeben sich viele Vorteile. Es ist nützlich, eine Transparenz und somit konstruktive Diskussionsvoraussetzungen zu schaffen. Da der Unterricht in deutscher Sprache erfolgt, werden die Glaubensinhalte des Islam sowie die Unterrichtsziele und Lehrinhalte des Islamischen Religionsunterrichts in Deutsch vorgelegt und ausgearbeitet, so Özdil (113). Ein Islamischer Religionsunterricht kann des Weiteren Einsichtsmöglichkeiten des Staates in Ziele und Inhalte des Islam geben sowie einer Einflussnahme fundamentalistischer Meinungen im Bildungsbereich vorbeugen. Außerdem kommt es zu einer positiv besetzen religiösen Identität der Schüler und gleichzeitig zu einer Unterstützung der Integration von gläubigen Muslimen. Ein weiteres wichtiges Merkmal hinsichtlich der Vorteile des Islamischen Religionsunterrichts ist die Erziehung zur Dialogfähigkeit (Özdil 114).
2.2 Schwierigkeiten eines islamischen Religionsunterrichts
2.2.1 Rechtliche und inhaltliche Probleme
Die Einführung eines Islamunterrichts wird nun schon seit fast drei Jahrzehnten diskutiert. Die dabei besprochenen Probleme sind sowohl rechtlicher als auch inhaltlicher Art. Prof. Dr. Karl-Heinz Ohlig äußerte dazu, dass auf islamischer Seite ein durch die Rechtslage geforderter Ansprechpartner fehle (siehe Blees). Dies hänge damit zusammen, dass der Islam keine Kirche sei und es damit keinen Klerus gebe. Den im Islam existierenden Autoritäten komme keine offizielle Rolle zu, womit es keinen institutionellen Ansprechpartner auf islamischer Seite gebe. Zwar gibt es in Deutschland seit einigen Jahren viele islamische
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Arbeit zitieren:
Sarah Nitschke, 2010, Entgegenwirken einer Islamphobie durch Islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
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