Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 3
2. Aufgabe und Bedingungen 3
2.1 Projektbeschreibung und Zielsetzung 3
2.2 Analyse der Handlungsbedingungen 5
3. Darstellung der Handlungen im Arbeitsprozess 6
3.1 Planung 6
3.2 Durchführung 9
3.3 Nachbereitung 10
4. Reflexionsprozesse 11
4.1 Reflexion über bildungspraktisches Handeln 11
4.2 Reflexion über Kompetenzentwicklung 12
5. Zusammenfassende Bewertung und Ausblick 13
Abbildungsverzeichnis 15
Literaturverzeichnis 16
Anhang 19
Erkl ärung 39
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1. Einleitung
Die vorliegende Arbeit ist mit dem Ziel erstellt worden, bildungspraktisches Handeln bei der Konzeption, Durchführung und Reflexion einer Projektreihe aus dem Bereich ‚Leseförderung, Mehrsprachigkeit, Bildung‘ zu dokumentieren. Kapitel 2 beschreibt die betreute Projektreihe und deren Zielsetzung. Des Weiteren werden hier die Handlungsbedingungen analysiert. In Kapitel 3 stelle ich exemplarisch zwei Handlungen im Gesamt-Arbeitsprozess dar; inhaltliche Schwerpunkte sind dabei die Konzipierung eines Elternratgebers (Flyer) und der Elternführung. In Kapitel 4 wird die durchgeführte, bildungspraktische Tätigkeit anhand bildungswissenschaftlicher Erkenntnisse reflektiert. Zudem wird über den eigenen Kompetenzzuwachs innerhalb der Praktikumstätigkeit reflektiert. Im letzten Kapitel ziehe ich auf Grundlage des durchgeführten Arbeits- und Reflexionsprozesses abschließende Schlussfolgerungen.
Der besseren Lesbarkeit halber wird im vorliegenden Text immer nur die weibliche oder männliche Form eines Wortes auftauchen; auch wenn in dem verwendeten Kontext ebenso oder zusätzlich die männliche / weibliche Form hätte verwendet werden können. Eine wie auch immer geartete Diskriminierung ist damit nicht beabsichtigt.
2. Aufgabe und Bedingungen
Praktikumsaufgabe war die eigenständige Bearbeitung, Planung und Organisation sowie (Mit-)Durchführung von zwei Bildungsaktionen innerhalb einer Themenwoche.
2.1 Projektbeschreibung und Zielsetzung
Nunmehr zum zweiten Mal haben Bibliotheken aus ganz Deutschland im November 2009 eine Aktionswoche mit dem Motto ‚Deutschland liest. Treffpunkt Bibliothek‘ durchgeführt. Vom 6. - 13. November präsentierten sich die Bibliotheken dabei mit Lesungen, Bilderbuchkinos, Bibliotheksnächten und weiteren Veranstaltungen als Partner für Lesen, Informations- und Medienkompetenz, Bildung und Weiterbildung (vgl. www.treffpunkt-bibliothek.de).
Meine Praktikumsaufgabe war die selbstständige Bearbeitung, Planung, Organisation, Bewerbung und (Mit-)Durchführung von zwei Veranstaltungen für diese Aktionswoche. Eine Veranstaltung fand in der Stadtbibliothek XXXX statt (Elternführung mit parallel stattfindendem Bilderbuchkino), die andere im Familienzentrum Kita XXXX (Vorleseaktion in fünf Sprachen). Die Kita XXXX mit einem Migranten-
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anteil von 80% ist ein Bildungspartner der Stadtbibliothek. Institutionelles Ziel der Stadtbibliothek XXXX ist es, die Erzieherinnen bei der frühkindlichen Leseförderung dieser sozial benachteiligten Kinder zu unterstützen und neue Leser zu gewinnen. Gesellschaftliches Ziel ist es, die Kinder zu integrieren und Fördermöglichkeiten aufzuzeigen. Mein persönliches Ziel war es, auch die Eltern für dieses Thema zu sensibilisieren und ihnen zu verdeutlichen, dass ein Kind in der deutschen Sprache nur fit werden kann, wenn es die eigene Muttersprache sicher beherrscht. Es war mir zudem ein Anliegen, die Eltern auf das wirklich hervorragende Angebot der Stadtbibliothek (nicht nur zu dem Themengebiet „Sprachförderung“) aufmerksam zu machen und ihnen zu helfen, ihre möglicherweise vorhandene Hemmschwelle zu überwinden, überhaupt eine Bibliothek zu betreten. Nur wenn die Kinder dieser stark bildungsfernen Schichten die Chance haben, (in der Bibliothek) mit Büchern und anderen Medien in Kontakt zu kommen, können sie Lese- und Medienkompetenz erwerben (Kulturtechniken sind: Sprache anwenden und verstehen können, Schreiben und Lesen, Rechnen, Computer Literacy / Medienkompetenz. Vgl. Sesnik 2006, S. 52f) und darauf aufbauend wesentliche Kompetenzen für das Leben in einer Medien- und Wissensgesellschaft (Medien = Informationsträger) erlangen. Bibliothekspädagogik beinhaltet als „Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens in und durch Bibliotheken“ (Schultka 2009, S. 19) auch die beiden Themenbereiche Leseförderung und Sprachförderung.
Mein persönliches Anliegen war es, meine Kompetenzen in der Bildungsplanung / Konzeptionierung von Bildungsmaßnahmen zu erproben und zu erweitern.
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2.2 Analyse der Handlungsbedingungen
Die Stadtbibliothek XXXX ist eine öffentliche Bildungs- und Kultureinrichtung der Kreisstadt XXXX. Die Bibliotheksmitarbeiterinnen sind bei der Stadt angestellt, das (Medien-)Budget der Bibliothek wird vom Stadtkämmerer zugeteilt. Die Bibliothek ist Partnerin im städtischen Bildungsnetzwerk. Ziel dieses Bildungsnetzwerkes ist es, Bildung und Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen des sozialschwachen XXXXer Stadtteils XXXX zu verbessern, wenn die Familien dies alleine nicht leisten können. Durch die Bildungspartnerschaft mit der Kita XXXX hat sich die Stadtbibliothek verpflichtet, die Erzieherinnen in ihrer Sprachförderarbeit, beispielsweise durch themenspezifische Bücherkisten und einmal im Jahr durch eine Aktion der Stadtbibliothek in der Kita, zu unterstützen (vgl. Stadtbibliothek XXXX 2008, S. 1). Zudem werden die Kinder altersgerecht an Inhalte und Benutzung der örtlichen Bücherei herangeführt.
Die Bildungspartnerschaft machte für die Planungen der beiden Aktionen eine enge Zusammenarbeit und Koordination mit der Kita XXXX nötig (generelle Abstimmung über Uhrzeiten, Themen, Vorlesebuch für Aktion in der Kita, aber auch verschiedene logistische Fragen). Bedingt durch die Bildungspartnerschaft musste der Termin für die Aktionen am Vormittag sein. Dies barg allerdings die vorausgesehene Schwierigkeit, weitere Eltern mit Kindern von ‚außerhalb‘ zu gewinnen, da diese potentielle Zielgruppe zur entsprechenden Zeit im eigenen Kindergarten ist. Daher entschieden wir uns für eine halbgeschlossene Veranstaltung (Teilnahme generell für alle offen, Teilnahme aber nur nach Voranmeldung, Zeitpunkt außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Stadtbibliothek).
Auch der Termin lag ungünstig für Veranstaltungen dieser Art. Durch die Nationale Lesewoche unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten war die Woche für die Veranstaltungen terminlich von außen vorgegeben. So kam es leider zu vielen Terminüberschneidungen (sehr viele große St.-Martinszüge, Karnevalsbeginn am 11. November 2009), die uns vorab bewusst, aber leider nicht zu umgehen waren. Aus diesem Grund war, wie vermutet, das Interesse der Presse an den Veranstaltungen auch sehr gering.
Für mich als selbstständig arbeitende (Fern)Studentin war es teilweise schwierig, dass die Bibliothek auch eine Behörde, mit enger Anbindung an die Stadtverwaltung / Rathaus und allem was dazugehört, ist. Teilweise war die Trägheit und Ineffektivität des Arbeitens für mich schwer nachzuvollziehen (siehe Anhang 4). Insgesamt war es jedoch so, dass ich - ausgenommen der Rahmenbedingungen sehr freie Hand für meine Planungen hatte (Ablauf der Veranstaltungen, Pressearbeit, Flyer- und Plakatentwürfe, Konzeption Elternführung, Bastelaktion, …) und
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selbstständig arbeiten konnte. Sowohl die Kita XXXX als auch die Stadtbibliothek brachten mir einen sehr großen Vertrauensvorschuss entgegen. Einzige vorgegebene Aufgabe, die jeden Morgen erledigt werden musste und je nach Aufkommen zwischen einer halben und einer ganzen Stunde Zeit beanspruchte, war das Zu-rücksortieren und das Präsentieren von (zurückgegebenen) Büchern und weiteren Medien aus dem ‚Eltern- und Kind-Bereich‘, bei Bedarf auch aus der Sachbuchabteilung der Stadtbibliothek.
3. Darstellung der Handlungen im Arbeitsprozess
Die Veranstaltungen plante ich komplett eigenverantwortlich (siehe oben). Im Zentrum der Arbeit standen dabei ‚Leseförderung, Mehrsprachigkeit, Bildung‘. Die Angebote für die Kinder waren nur als ‚Vorwand‘ gedacht - primäres Ziel war es durch die Aktionen ‚an die Eltern zu kommen‘ und ihnen die Bedeutung und Wichtigkeit der Sprache als Schlüssel zum Lesenkönnen und das Lesekönnen als fächerübergreifender Schlüssel / Kernkompetenz für Erfolg in Schule und Beruf aufzuzeigen. Dazu entwickelte ich eine Elternführung und einen Eltern-Ratgeber (Flyer).
3.1 Planung
Wie erreicht man bildungsferne Schichten? Tenor der im Oktober 2009 von der Stiftung Lesen veröffentlichten Studie zur Lesesozialisation ist: Kinder, die gerne lesen, haben Erfolg in der Schule. Und:
„Die Sprach- und Leseförderung im familialen Kontext ist der entscheidende Faktor für die Ausprägung des kindlichen Leseverhaltens. Und was im frühkindlichen Alter (…) versäumt wird, kann später nicht oder nur mit Mühe nachgeholt werden.“ (Stiftung Lesen, 2009)
Hintergründige Absicht der von mir geplanten Veranstaltungen war es, den Kindern und Eltern, denen die Stadtbibliothek XXXX bisher unbekannt ist, diese als einen Ort zu präsentieren, an dem man kostenlos verschiedenste attraktive (Bilder) Bücher und andere Medienformate ausleihen kann. Über die Kinder sollten die Eltern erreicht werden, um letztlich die Bildungschancen für die Kinder zu vergrößern. Zwei inhaltliche Schwerpunkte meiner Arbeit waren daher die Konzeption einer Elternführung sowie der Entwurf eines Informationsflyers für Eltern. Bibliothekspädagogik als „Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens in Bibliotheken“ (Schultka 2009b) ist ganzheitlich und richtet sich daher mit ihren „edukativen Serviceangeboten“ (ebd.) von ihrer Natur aus ganz selbstverständlich nicht nur an
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Kinder und Jugendliche sondern auch an Erwachsene / Eltern. Bei der Konzeption der Elternführung (siehe Anhang 2) stellte sich die Frage, was den Eltern als wesentliche Punkte vermittelt werden sollte.
In der Bedarfsanalyse klärte ich die zu vermittelnden Inhalte und den gewünschten Soll-Zustand. Dem Kita-Personal war es wichtig, die Eltern nachdrücklich auf die Wichtigkeit des Sprechens mit ihren Kindern hinzuweisen. „Die Vermittlung erfolgt stets zielgruppenorientiert“ (Schultka 2002, S. 1490). Daher versuchte ich vorab über meine Ansprechpartnerin in der Kita XXXX die psychischen (= Interessen, Abneigungen, Einstellungen) und sozialen Voraussetzungen der Teilnehmer zu klären. Fest angemeldet hatten sich 15 Eltern mit teils guten, zum Großteilteil jedoch kaum vorhandenen aktiven Deutschkenntnissen. Es würde also wichtig sein, in einfachen klaren Sätzen zu sprechen und die Führung so zu konzipieren, dass die Eltern selbst nicht viel reden müssten. Eine Gruppenarbeit oder Diskussionsrunde fiel somit von vorneherein raus. Auf tatsächlich vorhandene Kompetenzen (Ist-Zustand) würde aufgrund der vorhergesagten Sprachproblematik kaum eingegangen werden können. Der relative Bedarf (vgl. Niegemann et al. O.J., S. 17), d.h. ‚die Qualifikation liegt hinter der von Eltern anderer XXXXer Kitas‘, wurde jedoch durch die Bedarfsanalyse deutlich. Gewünscht wurde aufgrund dessen eine ‚niederschwellige‘ Elternführung. Den teilnehmenden Eltern war die Stadtbibliothek bisher unbekannt. Wichtig war ein behutsames, grundsätzliches Kennenlernen der Institution um (mögliche) Schwellenängste abzubauen. Ich nahm daher zwar Grundlagen wie Öffnungszeiten und anderer Service der Bibliothek (Ausleihe, Hilfe bei Recherche, Angebotsvielfalt) als Lerninhalt (= so genannte ‚Benutzerschulung‘), aber den Schwerpunkt legte ich bei der Planung auf pädagogisch relevante Inhalte (Mehrsprachigkeit, Sprachentwicklung).
Betrachtet man Didaktik als „Lehre vom Zusammenhang von Lehren und Lernen“ (Sesnik 2006, S. 37), so lernen Menschen auf verschiedene Arten. Daher (und wegen der Sprachbarriere) war es mir wichtig, bedeutende Informationen auf Demonstrationsmaterial (siehe Anhang) symbolisch zu visualisieren. Ein Beispiel: „12 Euro Jahresbeitrag“ = Farbkopien von Münzen und Schein.
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Eine weitere gewählte didaktische Methode war das Lernen am Beispiel / durch Entdecken (Hartinger 2001, S. 332). Dazu bereitete ich eine Medienausstellung mit mehrsprachigen und nicht-deutschen Bilderbüchern, Bilderbüchern ohne Text, ausgewählten Ratgebern / Fachbüchern, Kindersachbüchern, Gesellschaftsspielen für kleine Kinder, Lernhilfen für Grundschüler, (…) vor. Dort wollte ich exemplarisch den Bestand der Stadtbibliothek demonstrieren und den Eltern an ausgewählten Medien anschaulich erklären, wie man die Kinder mit diesen (gezielt) sprachlich fördern kann.
Geplant war zudem während der gesamten Elternführung immer wieder auf die Bedeutung der Verwendung der eigenen Muttersprache im Umgang mit den Kindern einzugehen (Kinder lernen Deutsch nur gut wenn sie ihre Muttersprache gut beherrschen) und allgemeine Sprachfördertipps und -beispiele an verschiedenen Stellen der Führung einfließen zu lassen.
Da ich mir nicht sicher war, inwieweit die Eltern meine deutschsprachige Führung durch die Stadtbibliothek verstehen würden, war es mir wichtig einen ‚Flyer für zu Hause‘ mit einfach zu verstehenden Informationen - gestützt durch Fotoszu entwickeln. Optimal wären dabei Flyer in mehreren Sprachen gewesen. Dies war jedoch mangels finanzieller Ressourcen (Übersetzungs- und Druckkosten) nicht möglich. Auch ein zweisprachiger Elternratgeber (z.B. deutsch / türkisch) war nicht umsetzbar, da keine Sprache besonders stark vertreten ist; die 100 Kinder der Kooperations-Kindertagesstätte kommen aus 22 Nationen. Die Eltern sprechen oft kein Deutsch, die Kinder oftmals weder Deutsch noch ihre Muttersprache(!). Häufig können die Kinder in ihrer Muttersprache (laut Aussage der Erzieher) nur Befehle erteilen / verstehen. Entsprechend war / ist ein Ansatz ‚ganz unten‘ nötig um den Kindern Chancen zu eröffnen (s.u.). Ein Tipp aus meinem Flyer (siehe Anhang 8) lautet daher auch:
„Sprechen Sie direkt mit und zu Ihrem Kind - wenigstens eine Viertelstunde täglich! Sprechen Sie mit ihm auch bei alltäglichen Aktivitäten - z.B. wenn es die Schuhe und die Jacke auszieht, einen Tee bekommt oder ins Bett geht, ... Anweisungen und Befehle alleine sind zu wenig!“.
In einem Konzept legte ich vorab Inhalt, Struktur und Aussehen des Flyers fest (Weinberger 2007, S. 41f.). Dabei wurde deutlich, dass der Flyer den besonderen Bedürfnissen der Zielgruppe angepasst werden müsste und sich von „normalen“ Elternflyern unterscheiden muss.
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Als Falttechnik der Flyer wählte ich „Wickelfalz“. So hoffte ich das Lesen der Zielgruppe leiten zu können und die Informationen in einer bestimmten Reihenfolge zu präsentieren. Komplett aufgeklappt finden sich im Flyer von links nach rechts, aufeinander aufbauend, „Tipps für das Sprechenlernen im Alltag“, „Bedeutung des Lesens“ und „Tipps für das Vorlesen“. Meine größte Herausforderung dabei war die Beschränkung auf wenige wesentliche Punkte. Dieses war mir jedoch auf-grund von Übersichtlichkeit / Platz und auch Prioritätensetzung (und damit hoffentlich einfacherer Umsetzung im Alltag) wichtig.
Bei der Zusammenstellung der Tipps verwendete ich allgemeine Empfehlungen der Akademie für Leseförderung an der Leibniz Universität (Hannover), der Stadtbibliothek Nürnberg und der Projektstelle für Zuwanderung und Integration Vorarlberg (Österreich). Die publizierten Tipps sind sehr auf die Interessen und Gewohnheiten der Zielgruppe ausgerichtet und in einfacher Sprache gehalten. Die Übersicht über das Angebot der Stadtbibliothek sowie eine kompakte Bilderserie klären über die Ausleihmodalitäten und Vorgehensweise auf.
Eine Anpassung an das Corporate Design der Stadtbibliothek nahm ich durch die Verwendung der Logos, der hauseigenen Schriftart und entsprechende Farbwahl vor. Die erstellten Grafiken ‚Blasen‘ sind angelehnt an Seifenblasen und sollen dem Flyer Strenge und Steifheit nehmen sowie Leichtigkeit verleihen.
3.2 Durchführung
Aufgrund dutzender Krankmeldungen und Quarantänefällen (‚Schweinegrippe‘) kamen zu den Aktionen in der Stadtbibliothek (Bilderbuchkino / Elternführung) leider nur sechs der 15 fest angemeldeten Eltern mit ihren Kindern. Dies war zunächst enttäuschend, hatte jedoch zur Folge, dass sowohl auf die Eltern als auch auf die Kinder intensiver eingegangen werden konnte als bei einer größeren Gruppe. Nach der Begrüßung erläuterte ich zunächst den Ablauf der Veranstaltung. Während eine Kollegin mit den Kindern das Bilderbuchkino durchführte, stellte ich den Eltern die Bibliothek und ihre Medien vor (siehe Konzept, Anhang 2). Hierbei konnte ich dank der wenigen Teilnehmer anhand der extra ausgelegten Medien mehr zeigen und erklären als ich gehofft hatte. Der Eltern-Ratgeber mit den Sprachtipps und den Informationen zur Stadtbibliothek wurde gerne angenommen. Nach der Elternführung nutzten die Eltern die Möglichkeit sich in Ruhe in der (zu diesem Zeitpunkt für den normalen Publikumsverkehr noch geschlossenen) Bibliothek umzusehen. Ich stand weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung, be-antwortete auftretende Fragen und half bei der Kinder-Bastel-Aktion mit.
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Arbeit zitieren:
Bettina Rütten, 2010, Bildungsplanung in einer Stadtbibliothek , München, GRIN Verlag GmbH
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