1. Einleitung
Im Rahmen des Seminars in Modul 01 ‚Wahrnehmung, „Wirklichkeit“ und Kommunikation’ habe ich mich bei der Bearbeitung der Hausarbeit für den Schwerpunkt Kommunikation als Schlüsselkompetenz entschieden. „Die Fähigkeiten „idealer HochschulabsolventInnen“ setzen sich laut der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände aus 51 % fachlichen Kompetenzen und 49 % Schlüsselkompetenzen zusammen.“ (http://www.stud.fh-dortmund.de)
Schlüsselkompetenzen sind die wichtigsten Voraussetzungen für das professionelle Handeln in der Sozialen Arbeit. Aus diesem Grund finden sie besondere Aufmerksamkeit im Studium an der Fachhochschule Dortmund. Es ist wichtig, dass diese Kompetenzen überprüfbar und transparent gemacht werden. Vor diesem Hintergrund werde ich die folgende Hausarbeit anfertigen und darauf achten, dass deutlich wird, welche Schlüsselkompetenzen in der Profession Soziale Arbeit relevant sind.
In dieser Hausarbeit gehe ich weiterhin auf die Rolle der spezifischen Schlüsselkompetenz Kommunikation in der Sozialen Arbeit an, da meiner Meinung nach der Beruf des Sozialarbeiters von der Kommunikation allgemein abhängig ist und durch diese erst bestehen kann. Aus diesem Grund habe ich mich für folgende Gliederung entschieden. Ich werde grundsätzlich auf das Thema Schlüsselkompetenzen eingehen und beschreiben, worum es sich hierbei handelt und welche es gibt. Dabei gehe ich näher auf die drei Schlüsselkompetenzen ein, welche im Modul 01 behandelt wurden.
Das darauffolgende Kapitel befasst sich mit dem Thema Kommunikation im Allgemeinen. Weiterhin werde ich hierbei auf die zwei unterschiedlichen Kommunikationsmodelle ‚Kommunikationsquadrat’ und ‚Themenzentrierte Interaktion’ eingehen und diese erläutern.
Im letzten Punkt meiner Gliederung befasse ich mich mit der Verbindung der beiden Themen. Das heißt, dass ich auf die Relevanz von Kommunikation als Schlüsselkompetenz in der sozialen Arbeit eingehen werde und einen Bezug zu den anderen Teilmodulen herstellen werde.
In meinem anschließenden Fazit gebe ich einen Überblick über die Relevanz von Schlüsselkompetenzen und insbesondere die Schlüsselkompetenz Kommunikation in der sozialen Arbeit.
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2. Schlüsselkompetenzen in der sozialen Arbeit
Grundsätzlich habe ich mich dazu entschieden, die Schlüsselkompetenz Kommunikation in der Sozialen Arbeit zu erläutern. Um dies tun zu können muss jedoch erst spezifisch auf das Thema Schlüsselkompetenzen, auch ‚soft skills’ genannt, an sich eingegangen werden.
2.1 Allgemein
„(...) sind die von uns genannten Schlüsselkompetenzen die „Schlüssel“ zum professionellen Wirken von Fachkräften der Profession Soziale Arbeit.“ (Maus et al. 2003, S. 7)
Innerhalb des Studiums der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Dortmund werden neben diversen fachlichen Inhalten wie beispielsweise gesellschaftliche Grundlagen der Sozialen Arbeit auch sogenannte Schlüsselkompetenzen bzw. -qualifikationen vermittelt. Bei diesen Schlüsselkompetenzen handelt es sich um überfachliche Qualifikationen, mit deren Hilfe die Studierenden befähigt werden sollen, professionell zu handeln. Das heißt, dass Schlüsselkompetenzen für die Entwicklung der Persönlichkeit sehr wichtig sind. Nach Dieter Mertens sind Schlüsselqualifikationen „solche Kenntnisse und Fähigkeiten, welche nicht unmittelbaren und begrenzten Bezug zu bestimmten, disparaten praktischen Tätigkeiten erbringen, sondern vielmehr a) die Eignung für eine große Zahl von Positionen und Funktionen als alternative Optionen zum gleichen Zeitpunkt und b) die Eignung für die Bewältigung einer Sequenz von (meist unvorhersehbaren) Änderungen von Anforderungen im Laufe eines Lebens“ (Mertens 1974, S. 40) ermöglichen.
Schlüsselkompetenzen sollen Menschen dazu befähigen, einerseits das erworbene Wissen und die damit verbundene Handlungsfähigkeit situationsspezifisch anzuwenden und andererseits auch die Möglichkeit beinhalten, nach den jeweiligen Bedürfnissen und Situationen zu verändern. Das heißt, dass der Mensch durch den Erwerb von Schlüsselkompetenzen in der Lage sein sollte, in spontan auftretenden Konfliktsituationen angemessen zu reagieren und Handlungsalternativen zu finden, wenn die gewohnten nicht weiterhelfen. Weiterhin sollten die eigenen Kompetenzen in Kooperation mit anderen vertieft und ausgeweitet werden. Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass die „Schlüsselqualifizierung“ entscheidend für die
Persönlichkeitsentwicklung ist, dass sie die „ganzheitliche Handlungsfähigkeit“
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fördert und das sie einen Prozess des Neu- und Umdenkens voraussetzt (vgl. www.arbeitsblätter.stangl-taller.at/).
Grundsätzlich ist es wichtig zu klären, welche Schlüsselkompetenzen in der sozialen Arbeit von Bedeutung sind und wie sie erworben werden. Schlüsselkompetenzen werden während des Studiums der sozialen Arbeit erlernt und sollten nach Abschluss des Studium vollständig vorhanden sein, um professionelles Handeln zu garantieren. Das heißt somit, dass es sich hier um Grundlagen handelt, die zur Unterstützung, Begleitung und Hilfe von Menschen, die mit Problemen und kritischen Lebensphasen konfrontiert werden, beitragen sollen.
Prinzipiell bezieht sich die Arbeit als Sozialarbeiter/in auf verschiedenste Menschengruppen, unterschiedlichste Problemstellungen und stetig
wechselnden Umgebungen (vgl. Herwig-Lempp 2005, S. 112 ff). In diesem Zusammenhang wird weiterhin gesagt, dass es zu den Handlungsfeldern eines Sozialarbeiters gehört, Helferkonferenzen, Verhandlungen, Einhaltungen von Abmachungen, Herstellung und Aufrechterhaltung von Beziehungen, Begleitung und Betreuung, Überblick über komplexe Situationen und Verwaltung und Management zu tätigen. Es wird gesagt, dass diese Fähigkeiten zur „Grundausstattung“ gehören (ebd.). Weiterhin sollen Sozialarbeiter/innen das soziale Umfeld der Klienten in ihre Handlungen miteinbeziehen und für deren unterschiedliche Sichtweisen und Perfektiven offen sein. Somit können sie einerseits den Überblick über die jeweilige Situation behalten und andererseits aktiv am Geschehen teilnehmen (ebd.).
Wichtig ist weiterhin der Aspekt, dass Schlüsselkompetenzen nur in Kombination miteinander sinnvoll und erfolgversprechend sind. Erst wenn eine Vernetzung der einzelnen Fähigkeiten stattgefunden hat, kann von professionellem Handeln gesprochen werden. Das heißt also, dass die Soziale Arbeit nicht aus einzelnen Kompetenzen besteht, sondern die Fähigkeit darstellt, „diese Kompetenzen im Hilfeprozess für den Klienten miteinander zur sozialprofessionellen Hilfe zu verknüpfen“ (Maus et al. 2008 , S. 11). Schlüsselkompetenzen sind nach einem bestimmten Aufbau gegliedert und werden als Kern der Sozialen Arbeit gesehen. Damit ist gemeint, dass mit dem Abschluss des Bachelorstudiengangs die grundlegenden Fähigkeiten, um im sozialen Bereich tätig zu sein, erworben wurden. Im Masterstudiengang werden diese dann noch weiterentwickelt und aufgebaut. Weiterhin ermöglicht die berufliche Praxis und spezielle Fortbildungen ebenfalls die Weiterentwicklung und Präzisierung der Kompetenzen. Dies kann
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beispielsweise in Bereichen wie der Therapie, dem Management oder der Supervision stattfinden.
Zusätzlich wurden die Studiengänge Sozialarbeit und Sozialpädagogik zusammengefasst, da sie nicht separat betrachtet werden können und nur gemeinsam professionelles Handeln optimal ermöglichen (vgl. Maus et al. 2008, S. 7-19).
2.2 Welche Schlüsselqualifikationen gibt es?
Ich werde in diesem Zusammenhang die einzelnen Schlüsselqualifikationen benennen und kurz erläutern. Dabei möchte ich mich allerdings auf die drei Kompetenzbereiche beschränken, welche an der Fachhochschule Dortmund in Modul 01 vermittelt werden. Es handelt sich hierbei um methodische, sozialkommunikative und persönliche Kompetenzen.
2.1.1 Methodische Kompetenzen
Im Zusammenhang mit den Teilmodul „Entwicklung von Ressourcen in methodischer Kompetenz“ habe ich das Seminar „Einführung in die wissenschaftlichen Methoden der Psychologie“ besucht. In diesem Seminar wurden Methoden vermittelt, die wissenschaftliches Arbeiten im Bereich der psychologischen Forschung beinhalten. Dazu zählt beispielsweise jegliche Form des Interviews, das Experiment und die Verhaltensbeobachtung. Allgemein sind jedoch im Berufsfeld der sozialen Arbeit noch andere Methoden von Bedeutung. Weiterhin gehört in jedem Fall das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit zu den Kenntnissen und Fähigkeiten eines Studierendes des Bereichs Soziale Arbeit. Um beispielweise eine Hausarbeit schreiben zu können, muss viel Vorarbeit geleistet werden. Dabei ist grundsätzlich die Beschaffung und Recherche der Literatur bedeutsam. Diese Informationen müssen aber nicht nur gesammelt werden, sie bedürfen auch einer kritischen Bewertung. Zum Abschluss müssen alle Überlegungen klar strukturiert wiedergegeben werden. Kritischer Umgang mit den gebotenen Informationen, die Fähigkeit sich fehlende Informationen zu besorgen und diese dann in den richtigen Kontext zu setzen, hilft im späteren Berufsalltag, sich den nötigen Durchblick zu verschaffen. Wir haben dies mithilfe der Erstellung eines Forschungsberichtes verinnerlicht. Allgemein werden die methodischen Grundkompetenzen im Laufe des Berufslebens aufgebaut und intensiviert. Dabei ist es vor allem wichtig, dass
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Arbeit zitieren:
Nina Bethke, 2009, Schlüsselkompetenzen in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag GmbH
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