Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis IV
Abk ürzungsverzeichnis V
1 Einführung in die Problemstellung 1
2 Der IuK-Sektor 3
2.1 Rolle des IuK-Sektors auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum 3
2.1.1 Zusammensetzung der IuK-Sektoren 4
2.1.2 Anteil des IuK-Sektors am gesamtwirtschaftlichen Outputwachstum. 5
2.1.3 Anteil und Auswirkungen des IuK-Sektors auf den Arbeitsmarkt 7
2.1.4 Zusammenfassung der Bedeutung des IuK-Sektors. 9
2.2 Beeinflussende Rahmenbedingungen auf den IuK-Sektor 9
2.3 Reformen in Deutschland und deren Auswirkungen auf den IuK-Sektor 12
3 Überblick der Gründungsaktivitäten in Deutschland. 19
3.1 Definition und Abgrenzung des Begriffes Gründungsaktivität 19
3.2 Die deutsche Gründungsaktivität im internationalen Vergleich. 20
3.3 Gründungsaktivität im IuK-Sektor in Deutschland 23
4 Zusammenhang zwischen Gründungsaktivität und Rahmenbedingungen in
Deutschland 25
5 Zusammenfassung und Ausblick 28
Literaturverzeichnis 31
Anhang 34
II
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Anteil der IuK-Wertschöpfung an der gesamten Wertschöpfung im
Unternehmenssektor
Abb. 2: Prozentualer Anteil der unterschiedlichen IuK-Bereiche am
Wertsch öpfungsbeitrag zum BIP.
Abb. 3: IuK Beitrag zum gesamtwirtschaftlichen Outputwachstum
Abb. 4: Nascent Entrepreneurs 2002 im internationalen Vergleich
Abb. 5: Wachstumsstarke Gründungen 2002 im internationalen Vergleich
Abb. 6: Unternehmensgründungen und Unternehmensinsolvenzen im IuK-Sektor
Abb. 7: Beitrag des IuK-Services zum gesamtwirtschaftlichen
Besch äftigungswachstum
Abb. 8: PCs je 100 Einwohner 2002
Abb. 9: Informations-Infrastruktur in Deutschland / USA 2002.
Abb. 10: Steigerung der Arbeitsproduktivität und Abstand zu USA
Abb. 11: Gesamtumfang direkt finanzierter Gemeinschaftsprojekte nach
Technologien
Abb. 12: Alternative Gründungsquoten 2002 im internationalen Vergleich.
Abb. 13: Insolvenzen je 100 Gründungen im Jahr 2001
Abb. 14: Mittelfristige Durchbruchsbereiche im IuK-Sektor.
III
Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Anteil der IuK-Teilbereiche und der restlichen Wirtschaftssektoren am
Gesamt BIP und am Arbeitsmarkt..................................................................7 Tab. 2: Beitrag des IuK-Sektors zum Outputwachstum in Prozent ..........................34 Tab. 3: Arbeitnehmerentgelt, Lohnkosten und Lohnstückkosten des IuK-Sektors ..35 Tab. 4: Merkmale der Portfoliounternehmen von Business Angels im Vergleich ...38
IV
Abkürzungsverzeichnis
B2B Business-to-Business B2C Business-to-Consumer BIP Bruttoinlandsprodukt EC Electronic Commerce E-Sign Electronic Signatures in Global and National Commerce Act F&E Forschung und Entwicklung GEM Global Entrepreneurship Monitor GSM Global System for Mobile Communication IKT Informations- und Kommunikationstechnologie ISIC International Standard Industrial Classification of all Economic Activities IT Informationstechnologie IuK Informations- und Kommunikation IuK-Sektor Informations- und Kommunikationssektor MC Mobile Commerce MFP totale Faktorproduktivität (multi-factor productivity) SSL Secure Socket Layer TEA Total Entrepreneurs Activity Telko Telekommunikationsunternehmen UMTS Universal Mobile Telecommunications System VC Venture Capital
V
1 Einführung in die Problemstellung
Politik und Presse proklamieren seit einigen Jahren in Deutschland und anderen entwickelten Industriestaaten den Umbruch von einer Industrie- zu einer Informationsgesellschaft. Computer und international ausgebaute stationäre (z. B. Internet) und mobile (z. B. Global System for Mobile Communication (GSM)) Netzwerke haben in den Arbeits- und Freizeitalltag vieler Menschen Einzug gehalten.
Mit dieser Entwicklung einhergehend war ein globales wirtschaftliches Wachstum in den 90er Jahren in einigen dieser Industriestaaten zu beobachten, insbesondere im In-formations- und Kommunikationssektor (IuK-Sektor). Auffallend dabei ist, dass das pro Kopf Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) innerhalb der OECD Staaten teilweise stark voneinander abweicht. Vor diesem Hintergrund ließe sich schlussfolgern, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Wachstum des IuK-Sektors und dem pro Kopf Wachstum in den einzelnen Ländern gibt. Diesem Ansatz widerspricht aber die Tatsache, dass ein vergleichsweise sehr armes Land wie Irland, oder ein Land wie Australien, welches nahezu keinen IuK-Sektor aufweist, in den 90er Jahren höhere Wachstumsraten erwirtschafteten, als beispielsweise Länder wie Japan oder Deutschland, die eine sehr starke Durchdringung mit Informationstechnologie (IT) und entsprechender Infrastruktur haben. Demgegenüber konnten die USA ihre Spitzenstellung im internationalen Vergleich behaupten, ohne dass ein politischer Handlungszwang während des angesprochenen Zeitraumes bestanden hätte, Amerika besaß bereits eine herausragende Stellung [Vgl. OECD2001a, S.3].
Wirtschaftswachstum kann durch den Mehreinsatz der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital oder durch die Steigerung der so genannten totalen Faktorproduktivität (multi-factor productivity (MFP)) erzielt werden [Vgl. CoSc2001, S.4]. MFP beschreibt die Effektivität des Einsatzes der beiden Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit, nicht aber deren spezifischen Beitrag zum Wirtschaftswachstum. Des Weiteren spiegelt sich darin unter anderem der Einfluss von technischen Veränderungen, Effizienzsteigerungen, Skalenerträgen und Realloaktion von Produktionsfaktoren wider [Vgl. USDL2002, S.1]. Dabei zeigt sich, dass die Arbeitsproduktivität in nahezu allen betrachteten Ländern angestiegen ist. Dieser Arbeitsproduktivitätsanstieg ist in Ländern mit vergleichsweise geringem BIP-Wachstum vornehmlich auf Investitionen im Kapitalstock begründet, was zu Entlassungen bzw. Nichtanstellung von wenig produktiven Arbeitskräften und zu einer Verringerung der Wochenarbeitszeit geführt hat [Vgl. OECD2001a, S.18, Vgl. 18, S.22f]. Länder mit einem vergleichsweise hohen BIP-Wachstum verdanken den Anstieg der Arbeitsproduktivität dagegen nur teilweise Neuinvestitionen in den Kapitalstock, insbesondere sind diese Produktivitätssteigerungen durch eine Steigerung des MFP be-
1
gründet [Vgl. OECD2000, S.24]. Gerade in den Jahren 1995-1997, zu einer späten Phase des abgelaufenen Konjunkturzyklus, war in den USA, Australien oder Irland das MFP-Wachstum vergleichsweise hoch. Es gibt unterschiedliche Auffassungen und Studien darüber, wie der Beitrag des IuK-Sektors auf das MFP dabei zu bewerten ist.
Ein weiterer Einflussfaktor zur Erklärung der Wachstumsunterschiede ist die Veränderung der Zusammenhänge zwischen technischem Fortschritt, Innovation und wirtschaftlichem Wachstum. Technischer Fortschritt hat zu extremen Preissenkungen von IT-Gütern bei gleichzeitiger Kapazitäts- und Leistungssteigerung geführt. Diese Tatsache förderte die Entwicklung, dass Innovationen schneller, marktgetriebener und gleichzeitig enger an den wissenschaftlichen Fortschritt gebunden waren [Vgl. OECD2000, S.8]. Eine unabdingbare Konsequenz sind höhere Ansprüche an die Volkswirtschaften, insbesondere in den Bereichen Bildung und nationale Marktoffenheit.
Vor diesem Hintergrund könnten Gründe für die Unterschiede in den gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten beispielsweise in der unterschiedlich teuren Entwicklung von IT-Gütern, in einer besseren Ausbildung von Arbeitskräften oder auch in einem innovationsfördernden Marktumfeld liegen. Demnach kann nicht nur ein einziger Faktor für das divergierende Wachstumsniveau identifiziert werden. Diese und andere Tatsachen, wie der „dot.com“-Crash und der damit einhergehende Verfall der so genannten New Economy, werfen Fragen bezüglich der wirtschaftlichen Bedeutung des IuK-Sektors, der wichtigsten Antriebsfaktoren für Wirtschaftswachstum und der Politikmaßnahmen, die eine positive Wirkung auf das Wirtschaftswachstum im Allgemeinen, aber auch auf den IuK-Sektor im Speziellen implizieren, auf. Diese Arbeit soll einen Überblick über geeignete Rahmenbedingungen für eine günstige Entwicklung des IuK-Sektors in Deutschland liefern. Jüngst angestoßene Reformen finden dabei genauso Berücksichtigung wie aktuelle Trends. Weiterhin wird versucht, einen Zusammenhang zwischen den bestehenden Rahmenbedingungen und der Gründungsaktivität in Deutschland zu identifizieren. Eine Zusammenfassung der zusammengetragenen Ergebnisse und ein kurzer Ausblick auf die weitere Entwicklung des IuK-Sektors runden diese Arbeit ab.
2
2 Der IuK-Sektor
1998 stimmten die OECD Mitgliedsstaaten einer gemeinsamen Definition des IuK-Sektors im Rahmen der Internationalen Systematik der Wirtschaftszweige der Vereinten Nationen (International Standard Industrial Classification of all Economic Activities, ISIC) zu. Dadurch konnten erste aussagekräftige Messungen durchgeführt und (inter-) nationale Vergleiche angestoßen werden. Der IuK-Sektor besteht dabei aus einer Kombination von einem IuK-Subsektor im Verarbeitenden Gewerbe und einem IuK-Subsektor in den Dienstleistungsbereichen 1 , die sich mit der Erfassung, Übermittlung und Darstellung elektronischer Daten auseinandersetzen [Vgl. OECD2002a, S.81; StBu2002, S.19].
2.1 Rolle des IuK-Sektors auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum
Im Folgenden werden Ergebnisse solcher internationalen Messungen zusammengefasst, um die Bedeutung des IuK-Sektors in Deutschland und im Vergleich zu anderen OECD Mitgliedstaaten aufzuzeigen. Der IuK-Sektor teilt sich dabei in die Zweige IT-Ausstattung sowie Ausstattung mit Kommunikationstechnologie und Software auf, wobei IT-Ausstattung und Ausstattung mit Kommunikationstechnologie zu einem Teilzweig IuK-Ausstattung zusammengefasst werden. Jeder dieser Zweige kann nach der ISIC-Definition IuK-Produktions- und IuK-Service-Elemente beinhalten und entsprechend zugeordnet werden, beispielsweise wird die Produktion von Softwarepaketen dem IuK-Produzierenden Bereich zugerechnet, die Instandhaltungsarbeiten und Pflege dieser Software dem IuK-Service. Beide Vorgänge finden aber im Zweig IT-Ausstattung Berücksichtigung.
Der Einfluss des IuK-Sektors auf die nationale Bruttowertschöpfung hat in allen betrachteten Volkswirtschaften teilweise sehr stark zugenommen. Vor allem in den nordeuropäischen Ländern wie Finnland, Schweden oder Norwegen konnte die Bedeutung des IuK-Sektors deutlich gesteigert werden. Abbildung 1 gibt diesen Sachverhalt wieder. Der Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung (außer Landwirtschaft) in den OECD Ländern im Jahr 2000 liegt zwischen 5% und 16,5%, stellt aber immer noch einen relativ moderaten Teil dar. Deutschland befindet sich hierbei mit einem Anteil von knapp über 6% im unteren Drittel der betrachteten Länder. Der OECD Durchschnittsanteil der IuK-Sektoren am jeweiligen BIP liegt bei 9,7%, der europäische Durchschnitt bei 8,5% [Vgl. OECD2002a, S.20].
1 IuK-Bereich im Verarbeitenden Gewerbe wird im weiteren Verlauf der Arbeit mit IuK-Produktion, der IuK-Bereich in den Dienstleistungsbereichen mit IuK-Service beschrieben.
3
Abb. 1: Anteil der IuK-Wertschöpfung an der gesamten Wertschöpfung im Unternehmenssektor [OECD2002b, S.23]
Ein weiterer Hinweis zur Bedeutung des IuK-Sektors ist die Umsatzsteuerstatistik. Der Anteil der Unternehmen, die dem IuK-Sektor zugerechnet werden können, beträgt im Jahr 2000 8,4% der gesamten Unternehmen 2 in Deutschland. Allerdings erwirtschafteten die IuK-Unternehmen einen Umsatz von 12,8% der gesamten Umsätze in der Volkswirtschaft und durchliefen in den Jahren 1994 bis 2000 eine Umsatzsteigerung von 81%, wogegen die Unternehmen der anderen Branchen die Umsätze im gleichen Zeitraum lediglich um 19% steigern konnten. Daraus lässt sich erkennen, dass die relative Bedeutung des IuK-Sektors zwar zugenommen hat, dessen absolute Bedeutung aber weiterhin verhältnismäßig gering ausfällt. Die Produktivität und Effizienz der IuK-Unternehmen in Deutschland ist dabei höher einzuschätzen, als bei Unternehmen anderer Wirtschaftszweige [Vgl. StBu2002, S.26-28].
2.1.1 Zusammensetzung der IuK-Sektoren
Ebenso bedeutsam in diesem Zusammenhang ist die Betrachtung der Zusammensetzung der einzelnen nationalen IuK-Sektoren, was Gegenstand von Abbildung 2 ist. Dabei kann in den verschiedenen Volkswirtschaften klare Unterschiede in der Zusammensetzung der IuK-Sektoren herausgelesen werden, einige der betrachteten Länder haben sich auf bestimmte Teilbereiche spezialisiert. So haben beispielsweise Finnland oder Schweden ihren Fokus auf die Produktion und Ausstattung mit Kommunikationstechnologien gelegt, dagegen konzentrieren sich Frankreich und England auf IT-Dienstleistungen, deren Anteil am gesamten nationalen IuK-Sektor über 30% beträgt [OECD2002b, S.20].
2 Hier sind nur Unternehmen berücksichtigt, deren Jahresumsatz 16617 Euro übersteigt.
4
Arbeit zitieren:
Andreas Eberhardt, 2003, Die Entwicklung des deutschen IuK-Sektors und seiner Rahmenbedingungen, München, GRIN Verlag GmbH
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