Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 1
1.1 Was ist Logistik? 2
1.1.1 Geschichte des Begriffs Logistik. 2
1.1.2 Definition der Logistik 2
1.1.3 Ziele der Logistik 2
1.2 Notwendigkeit von logistischen Dienstleistern. 4
2 Logistische Dienstleistungen 6
2.1 Was sind logistische Dienstleistungen? 6
2.2 Beispiele für klassische logistische Dienstleistungen: Spediteure 8
2.3 Gründe für das Outsourcing von Dienstleistungen 10
2.4 Vom Spediteur zum Logistikdienstleister - Gründe für eine rasante Entwicklung 13
2.5 Überblick über das Leistungsportfolio moderner Logistikdienstleister 16
2.6 Verschiedene Stufen der Kooperation (1st, 2nd, 3rd 4th party logistics) 19
2.7 Schrittweise Entwicklung verstärkter logistischer Zusammenarbeit 22
3 Praxisbeispiele 25
3.1 Integration von Logistikdienstleistern (Beispiel: Nokia) 25
3.2 Logistikdienstleister, E-Business und E-Commerce 30
3.2.1 E-Commerce. 31
3.2.2 E-Business 32
3.2.3 Technische Umsetzung. 33
3.2.4 Werder Bremen 35
4 Bewertung des Outsourcings logistischer Dienstleistungen 38
4.1 Studienergebnisse von KPMG 38
4.2 Studienergebnisse von Miebach Logistik 40
5 Sicherheit in der Logistik. 42
6 Ausblick und Fazit 44
7 Quellen 46
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1.1-1: Infernales Dreieck der Logistik
Abbildung 2.1-1: Unternehmensschnittstellen vgl. Sommerer: Unternehmenslogistik
Abbildung 2.2-1: Arten von Spediteuren vgl. Drüke
Abbildung 2.4-1: Veränderte Anforderungen vgl. Zühlke
Abbildung 2.6-1: Logistische Vernetzung durch einen 4PL vgl. Dr. Herterich
Abbildung 2.7-1: Logistische Kooperation Stufe 1 vgl. Sommerer
Abbildung 2.7-2: Logistische Kooperation Stufe 2 vgl. Sommerer
Abbildung 2.7-3: Logistische Kooperation Stufe 3 vgl. Sommerer
Abbildung 2.7-4: Logistische Kooperation Stufe 4 vgl. Sommerer
Abbildung 3.1-1: Hub Spoke bei Nokia, Texas vgl. Drüke
Abbildung 3.2-1: Komplettlösungsangebot von Hellmann GmbH Co. KG vgl. Hellmann 2001
Abbildung 3.2-2: Technische Übersicht über E-Businesslösungen vgl. Hellmann 2001
Abbildung 3.2-3: Projektumsetzung Werder Bremen vgl. Hellmann 2001
Abbildung 4.1-1: Kompetenzen des Logistikdienstleisters vgl. KPMG
Abbildung 4 2-1: Statistische Ergebnisse der Miebach-Studie vgl Logistik Inside
1. Einleitung - 1 -
1Einleitung
Diese Hausarbeit wurde im Rahmen der Logistik-Vorlesung des dualen Studienganges für Wirt-schaftsinformatik an der TFH-Berlin erstellt. Das Thema dieser Hausarbeit lautet „Rolle und Aufgaben von Logistikdienstleistern in unternehmensübergreifenden Versorgungsnetzwerken“ und setzt sich u.a. mit den folgenden Themen auseinander:
• Was ist Logistik und was sind logistische Dienstleistungen
• Klassische logistische Dienstleistungen
• Historische Entwicklung logistischer Dienstleister
• Produktportfolio und Rolle moderner logistischer Dienstleister in Versorgungsketten
• Abgrenzung First / Second / Third and Fourth Party Logistics (1pl, 2pl, 3pl, 4pl)
• Praxisbeispiele anhand verschiedener Unternehmen
• Von Dienstleistern erwartete Kompetenzen (Marktstudien)
• Bewertung des Outsourcings logistischer Dienstleistungen (Marktstudien)
• Sicherheit in der Logistik
• Zukünftige Entwicklung des Marktes für logistische Dienstleistungen (Ausblick)
1 Einleitung - 2 -
1.1Was ist Logistik?
1.1.1 Geschichte des Begriffs Logistik
Die Wurzeln des heutigen Begriffes „Logistik“ gehen bis in das 9. Jahrhundert nach Christus zurück. Er bedeutet einerseits Verstand, Rechenkunst (griechisch: logos), andererseits versorgen, unterstützen (germanisch-französisch: loger). So wurde der Begriff auch erstmals im Militär verwendet. Zu dieser Zeit waren die Aufgaben der Logistik unter anderem die Bewaffnung und Ausstattung des Heeres sowie die Vorbereitung, Analyse und Planung der Feldzüge.
In den zivilen Bereich und in die Wirtschaft, hielt der Begriff „Logistik“ erst nach dem zweiten Weltkrieg Einzug. Im Zuge der weltweiten Umstellung von der Kriegs- auf die Friedenswirtschaft, begannen Unternehmen sich zunehmend an den Bedürfnissen der Käufer zu orientieren. Eine marktorientierte Unternehmensführung ist seit dieser Zeit Schlüsselfaktor für den Unternehmenserfolg. Der Versuch, die aus dem Militär gewonnenen Logistikkenntnisse auf den Bereich der Wirtschaft zu übertragen, wurde erstmals in den USA gestartet. [vgl. Bundesvereinigung Logistik, 2003, online]
1.1.2 Definition der Logistik
Heutzutage ist die Logistik nicht mehr so klar und deutlich definiert, wie es vielleicht auf Grund der Geschichte erscheint. Die Logistik und ihre Aufgaben, die in dieser Hausarbeit an Hand des Logistikdienstleisters dargestellt werden, haben sich viel mehr zu etwas interdisziplinärem entwickelt. Hiermit ist gemeint, dass die Logistik nicht mehr nur ein Bereich/ein Werkzeug eines Unternehmens ist, sondern sich viel mehr in jedem Unternehmensbereich wiederspiegelt.
Möchte man trotzdem versuchen die Logistik möglichst genau zu definieren, ist die folgende Formulierung wohl die passenste und gängigste:
Logistik ist die Bereitstellung der richtigen Ware mit der richtigen Qualität zur richtigen Zeit in der richtigen Menge am richtigen Ort.
1.1.3 Ziele der Logistik
Auf Grund der oben dargestellten Definition ergeben sich verschiedene Zielvorgaben innerhalb der Logistik.
Als erstes wären da die Ziele, die sich direkt aus der Definition ableiten lassen. Hier sind vor allem die Zeit und die Qualität zu nennen. Die Ware sollte schnellstmöglich bereit stehen und am Besten auch noch unversehrt. Beide Ziele jedoch stehen in einer Art Spannungsverhältnis. Je vorsichtiger eine Ware transportiert wird umso unbeschadeter wird sie sein, allerdings nimmt dies auch die meiste Zeit in Anspruch. Andersherum wäre eine höhere Gefährdung der Ware das Resultat.
1 Einleitung - 3 -
Einweiteres Ziel der Logistik lässt sich nicht unmittelbar aus der Definition ableiten, ergibt sich jedoch aus dem wirtschaftlichen Umfeld, in dem sich auch Logistikdienstleister bewegen. Wie bei allen anderen Unternehmungen auch, spielen die Kosten eine enorme Rolle. Somit ergibt sich ein weiteres Spannungsverhältnis zu den beiden anderen Zielen. Jede Kostenersparnis kann auch ein Risiko für Zeit und/oder Qualität sein (z.B. Einsparung von Verpackungsmaterial, Verkehrswege mit hohem Ausfallrisiko).
Es zeigt sich also, dass die vornehmlichen Ziele der Logistik in einem infernalen Dreieck zueinander stehen. Dies wird durch die nachstehende Grafik noch verdeutlicht.
Die Kernaussage der Grafik besteht darin, dass eine Konzentration af eines der Ziele, eine Beeinträchtigung der anderen Ziele nach sich zieht. Ein weiteres Ziel der Logistik besteht also auch darin, sich innerhalb dieses Spannungsfeldes so zu bewegen und bei möglichst jedem der Faktoren, unter Berücksichtigung der jeweils anderen ein Optimum zu erreichen.
Ausnahmen hiervon bilden nur die Unternehmen, die sich besonders auf die Erfüllung eines der Ziele spezialisieren und somit ihr Marktüberleben sichern (z.B. Hochsicherheitstransporte).
1 Einleitung - 4 -
1.2Notwendigkeit von logistischen Dienstleistern
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit den Gründen, der Notwendigkeit, den Aufgaben, den Vorteilen und Zielen für und von Logistikdienstleistern. Vorweg jedoch erfolgt hier eine kleine Übersicht über die Entwicklungen, die Logistikdienstleister erforderlich machen.
Die wohl zwei wichtigsten Entwicklungsschritte auf dem Weltweiten Markt sind zum einen die Globalisierung und zum Anderen die Wandlung der Verkäufermärkte zu Käufermärkten. Beide Gründe verlangen den Unternehmen viel ab und stellen sie vor neue Aufgaben. Beide Punkte werden in den nächsten beiden Abschnitten noch ausführlicher beschrieben.
Globalisierung
Die Märkte sind weltweit im Wandel. Unternehmen planen nicht mehr nur regional oder national sondern viel mehr global. Dies bezieht sich sowohl auf die Verkaufs- wie auch auf die Einkaufsmärkte. Ein Beispiel hierfür ist Nokia. Eine der Nokia-Hauptproduktionsstätten befindet sich in Texas (USA), während die benötigten Teile zu einem Großteil in Asien erworben werden. Nokiaprodukte hingegen können auf der ganzen Welt gekauft werden. Hierfür ist eine weltweite Planung von Einkaufs-, Trans-port- und Absatzwegen von Nöten. Eine solche Planung ist Zeit-, Kosten- und Ressourcenintensiv. Logistikdienstleister haben sich unter anderem genau hierauf spezialisiert. Sie bauen Transportnetze auf, finden neue Beschaffungs- und Absatzwege und übernehmen ihre Planung für die Unternehmen. Logistikdienstleister sind durch diese Spezialisierung viel eher in der Lage ein Optimales Einkaufs-Produktions-Absatzsystem zu entwickeln, als die Unternehmen deren Kompetenzen eher auf anderen Gebieten liegen.
1 Einleitung - 5 -
Wandlungdes Marktes vom Verkäufer- zum Käufermarkt
Heutige Unternehmen stehen noch vor einer weiteren Veränderung des Marktes. Wohingegen früher die Unternehmen bestimmt haben was es zu kaufen gibt (Verkäufermarkt), bestimmen heute die Konsumenten das Angebot (Käufermarkt). Hierdurch wird es immer wichtiger auf Kundenwünsche schnellstmöglich reagieren zu können. Wie auch bei der Planung für Beschaffungs- und Absatzwege, ist dies ebenfalls mit einem enormen Ressourcenverbrauch verbunden. Somit kommen wiederum die logistischen Dienstleister ins Spiel, die dafür sorgen, dass die Unternehmen, mit möglichst geringem Aufwand, flexibel sind und die Kundenbedürfnisse schnellstmöglich befriedigen können. Dies sind nur zwei Aspekte die zur Entstehung von Logistikdienstleistern beigetragen haben. Im laufe dieser Arbeit werden noch weitere Gründe deutlich, die beiden wichtigsten jedoch sollten bereits im Vorfeld genannt werden.
2 Logistische Dienstleistungen - 6 -
2Logistische Dienstleistungen
2.1 Was sind logistische Dienstleistungen?
Um den betriebswirtschaftlichen Anforderungen an die Logistik als Querschnittsfunktion gerecht zu werden, ist die Optimierung sämtlicher Prozesse, welche der betrieblichen Leistungserstellung (Beschaffung, Produktion, Absatz, Entsorgung) zuordenbar sind, notwendig. Nicht die optimale Organisation einzelner Unternehmensbereiche sondern vielmehr die der gesamten Prozesskette - auch außerhalb der Unternehmensgrenzen - ist Aufgabe des logistischen Managements: Eine Optimierung von der Quelle bis zur Senke also, ganz im Sinne eines bereichsübergreifenden Supply Chain Management (SCM) bzw. einer Efficient Consumer Response (ECR), der optimalen Befriedigung und Reaktion auf Kundenbedürfnisse. Hat sich die klassische Produktionslogistik eines Unternehmens noch auf das Ziel beschränkt, dessen internen Fluss von Materialien und Informationen zu beschleunigen (möglichst kurze Durchlaufzeiten), so ist es Aufgabe des modernen Logistikmanagements auch außerhalb der abgegrenzten Fertigung Lösungskonzepte zu finden, um Zuliefererzeiten ebenso wie Auslieferungsfristen möglichst minimal zu halten.
In diesem Kontext sind moderne Unternehmen verstärkt gefordert, in immer höherem Maße logistische Leistungen zu erbringen. Leistungen, die weder ihren Kernkompetenzen zurechenbar sind, noch zu einer direkten Verbesserung des Umsatz-Kosten-Verhältnisses an den Produkten selbst beitragen müssen - jedoch auf den nachfragedominierten Absatzmärkten einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor ausmachen.
Arbeit zitieren:
Max Dahms, Rüdiger Sievers, 2003, Rolle und Aufgaben von Logistikdienstleistern in unternehmensübergreifenden Versorgungsnetzwerken, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
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