GLIEDERUNG
1. Einleitung 3
2. Zum Forschungsstand 4
3. Unterschiede im Spielen von Computerspielen 5
4. Geschlechtsspezifische Unterschiede im Spielen von Computerspielen 6
4.1. Besitz von Bildschirmspielen. 6
4.2. Spielverhalten an Bildschirmspielen 6
4.3. Inhaltliche Spielvorlieben 7
4.4. Darstellung der Frau in Computerspielen 8
5. Gründe für geschlechtsspezifische Unterschiede beim Computerspielen 10
5.1. Anderer Bezug zur Technik 10
5.2. Unterschiedliche Interessensgebiete 11
5.3. Verhältnis zu Wettkampfsituationen 11
5.4. Kognitive Besonderheiten. 12
5.5. Familiäres Umfeld 13
6. Literaturliste. 14
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1. Einleitung
In vorliegender Arbeit habe ich mich im Rahmen des Seminars „Frauen und Medien“ mit „Geschlechtsunterschieden im Umgang mit Computerspielen“ beschäftigt. Heutzutage ist es mittlerweile schon Usus, dass es in jedem Haushalt mindestens einen Computer gibt. Die Kinder wachsen seit einigen Jahren mit diesen Geräten auf und haben absolut kein Problem damit, den Computer zu bedienen. Die ältere Generation hat mit der Umstellung auf die PC-Arbeit schon eher ihre Probleme. Oft dauert es einige Zeit bis sie die Scheu vor dem neuen Gerät verliert und seine Vorteile zu schätzen lernt. Der Unterschied im Umgang mit dem Computer zwischen „Alt und Jung“ liegt demnach relativ klar auf der Hand.
Es taucht allerdings auch sehr schnell die Frage auf, ob und wenn ja, welche Unterschiede es im Umgang mit diesem neuen Medium zwischen Männern und Frauen gibt. Männer nutzen den Computer anders als Frauen. Sie nutzen ihn meistens länger, sie benutzen ihn für andere Zwecke und sie versuchen ihn meistens „als Ganzes“ zu verstehen, was soviel heißt wie, sie „schrauben ihn auf, sehen sich sein Innenleben an und versuchen ihn schneller, leistungsfähiger und besser zu machen“. Während Frauen nur auf ihn zurückgreifen, wenn sie seine Dienstleistungen benötigen, seine technischen Details sehr oft nicht kennen bzw. kennen wollen und vor Experimenten mit diesem Gerät Abstand nehmen. Genauso wie im Umgang mit dem Computer an sich, lässt sich auch ein geschlechtsspezifischer Unterschied im Umgang mit Computerspielen feststellen. Hier setzt sich alles fort, was ich bereits vorhin schon kurz angeschnitten habe und zusätzlich lassen sich auch noch andere Unterschiede erkennen.
Ich habe mich in meiner Arbeit hauptsächlich auf Kinder und Jugendliche bezogen, weil dies die Altersklasse ist, die am häufigsten Computerspiele spielt. Deshalb erschien es mir am sinnvollsten mich auf das Alter zwischen 10 und 25 zu konzentrieren. Jedoch kann man die gewonnenen Erkenntnisse teilweise auch auf die Altersklasse ab 25 übertragen. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede in diesem Bereich sind nämlich relativ altersunabhängig.
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2. Zum Forschungsstand
Seit Jahren ist die rasante Entwicklung und Verbreitung von computergesteuerten Spielen zu beobachten. Angebot und Nutzungsverhalten, aber auch Ansätze der Wirkung von Computerspielen wurden in diversen empirischen Studien analysiert. 1
Es gibt eine Reihe von sozialwissenschaftlichen Untersuchungen zum Besitz und zur Nutzung von Bildschirmspielen. Fasst man alle Ergebnisse zusammen, so ergibt sich folgendes Bild des Umgangs von Mädchen mit Computerspielen.
Erstens setzen sich Mädchen in ihrer Freizeit seltener mit dem Computer auseinander als Jungen. 2
Zweitens spielen Mädchen wesentlich seltener mit Computerspielen als Jungen. 3
Drittens zeigen Mädchen andere Umgangsformen am Computer. 4
Viertens bevorzugen Mädchen andere Spielinhalte als Jungen. 5
Und fünftens spielen Mädchen am Computer lieber zusammen mit anderen als gegen diese. 6
Bedingt durch die schnellen und kurzlebigen computertechnischen Entwicklungen in den 90er Jahren im Bereich der Computerspiele sind diese Ergebnisse allerdings mit Vorsicht zu genießen.
1 vgl. Hausjell 1993, Fritz 1995, Mayer 1992, Jungwirth 1996., ect.
2 vgl. Leu, 1993.
3 vgl. Lukesch, 1989.
4 Vgl. Fauser / Schreiber, 1989.
5 Metz-Göckel, 1991.
6 Metz-Göckel, 1991.
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3. Unterschiede im Spielen von Computerspielen
Die Computerspielbranche zählt seit einigen Jahren zu einem der florierendsten Wirtschaftszweige. Die Verkaufszahlen für Spielkonsolen und Videospiele, Gameboys, Homecomputer und PCs mit Spielsoftware, den Computerspielen, sind hoch und weisen weiterhin eine steigende Tendenz auf. Seit Jahren gibt es zweistellige Zuwachsraten.
Sowohl Radio als auch Computer waren zunächst Spielwiesen für eine kleine Gruppe technikorientierter, vorwiegend junger und höher gebildeter Männer. 7 Heute hat das Spielen von Computerspielen einen festen Platz im Rahmen der Freizeitaktivitäten von Kindern und Jugendlichen eingenommen. Begonnen wird mit dem Spielen von Bildschirmspielen oft schon im Vorschulalter; Untersuchungen sprechen von rund 40% der Kinder in diesem Alter, die bereits ein entsprechendes Gerät besitzen. Die Phase der intensiven Beschäftigung mit Computerspielen liegt zwischen 10 und 14 Jahren. Nach der Pubertät geht das Interesse im Allgemeinen wieder zurück.
Spielen ist überhaupt die beliebteste Art der außerschulischen Nutzung des Computers bei Kindern und Jugendlichen.
Allerdings hängt der Umgang mit Computerspielen - die Spielhäufigkeit, die Art der bevorzugten Spiele, der Ort, wo gespielt wird usw. - mit einer Reihe von verschiedenen Merkmalen zusammen. So spielen etwa Berufsschüler/innen deutlich seltener als Jugendliche, die eine andere Ausbildung machen: In einer österreichischen Untersuchung (Hausjell 1993) gaben 23% der Lehrlinge an, täglich oder mehrmals in der Woche zu spielen, unter den AHS-Schüler/innen waren es 39%, unter den Volks-, Haupt- und Sonderschüler/innen 59%. Ein anderes wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist das Geschlecht der Computernutzerinnen und -nutzer.
7 Moores 1993, S.75-98.
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Arbeit zitieren:
MMag. Kathrin Wiedenbauer, 2004, Geschlechtsunterschiede im Umgang mit Computerspielen, München, GRIN Verlag GmbH
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