Inhaltsverzeichnis
Inhalt
Einleitung 1
Praktischer Teil 2
Das 4C/ID Modell. 2
Die Fertigkeitenhierarchie 3
Vereinfachende Annahmen und Aufgabenklassen 6
Vereinfachende Annahmen 6
Einteilung in Aufgabenklassen 6
Beschreibung der Aufgabenklassen: 7
Lernaufgaben für die erste Aufgabenklasse 8
Von der Aufgabenklasse zur Lernaufgabe 8
Umsetzung der Aufgabenklasse 1 in Lernaufgaben: 9
Unterst ützende - Just in Time Informationen 11
Unterst ützende Informationen 11
Just -in-Time Informationen. 12
Theoretischer Teil. 13
Lerntheoretische Überlegungen Aspekte des situierten Lernens
in Bezug auf das 4CID Modell 13
Lerntheoretische Überlegungen. 13
Situiertes Lernen 14
Didaktische Szenarien. 14
Medien , die sich zur Unterstützung des Blueprints eignen 15
Fazit 17
Literaturverzeichnis 18
Einleitung
Ziel dieser Hausarbeit ist es einen „Trainings Blueprint“, also einen Entwurf für ein Trainingskonzept nach dem Four-Component Instructional Design Model zu erstellen. Hierbei wurde das Beispiel der Bildungswissenschaftler/in 1 im Bereich der allgemeinen Erwachsenenbildung zum Thema gemacht. Das Four-Component Instructional Design Model, im folgenden 4 C/ID Modell genannt, wurde Anfang der 1990 er Jahre von Jeroen van Merrienboer und anderen entwickelt, und im Buch Training Complex Cognitive Skills 1997 beschrieben. Leider ist die Ausgabe von 1997 vergriffen, daher wird im Weiteren auf die aktuelle Literatur von van Merrienboer & Kirschner von 2007 verwiesen. Das Modell beschreibt die Struktur von Trainingsentwürfen für komplexe Lernsituationen und ähnliche Lernprozesse. Vier in Wechselbeziehung stehende Komponenten werden hierbei herangezogen, um ganzheitliche Lernszenarien zu generieren (van Merrienboer & Kirschner 2007). Nach diesem Konzept soll ein Blueprint für einen Bildungswissenschaftler in der allgemeinen Erwachsenenbildung erstellt.
Cristoph Ehmann definiert allgemeine Erwachsenenbildung als die „Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluss einer unterschiedlich ausgedehnten ersten Bildungsphase“. (Ehmann, 2001, S.94). Tippelt & Hippel beschreiben „drei Aufgaben [als] traditionell von zentraler Bedeutung: die qualifizierende, die sozial integrierende und die kulturell bildende Aufgabe der Erwachsenenbildung.“ (Tippelt & Hippel 2009, S.12). Als ausführende Organe können viele Institutionen benannt werden. Eine klare Unterscheidung von beruflicher und allgemeiner Erwachsenenbildung ist nur schwer zu vollziehen (vgl. Tippelt & Hippel 2009, S.11). Demnach wird im Rahmen dieser Hausarbeit eine Eingrenzung und Vereinfachung nötig und nur ein exemplarisches Beispiel gegeben.
Die Hausarbeit gliedert sich in zwei Hauptteile, sowie einem abschließend reflektierenden Fazit. Im ersten praktischen Teil wird, entsprechend der Themenstellung, der Entwurf eines Lehrplans für einen Bildungswissenschaftler, der im Bereich der allgemeinen Erwachsenenbildung tätig ist, nach dem 4C/ID Modell systematisch konstruiert. Hierzu wird eine Fertigkeitenhierarchie er- 1 Im nachfolgenden Text wird ausschließlich die männliche Form für Personen verwendet, es sind jedoch immer beide Geschlechter gemeint. Seite | 1
stellt, welche die Ganzheitlichkeit der Lernaufgabe vorgibt. Anhand einer Tabelle wird die Sequentialisierung der Aufgabenklassen veranschaulicht und exemplarisch werden für die erste Aufgabenklasse drei Lernaufgaben entwickelt. Durch diesen Prozess werden die 4 Komponenten des 4C/ID Modells direkt und arbeitsfeldbezogen beschrieben. Im zweiten, theoretischen Teil wird der theoretische Bezugsrahmen des 4C/ID Modells verdeutlicht und Beispiele für didaktische Szenarien, verwendbare Medien sowie deren Einsatzmöglichkeiten erläutert.
Praktischer Teil
Das 4C/ID Modell
Das 4C/ID Modell besteht aus vier in Wechselbeziehung stehenden Komponenten, die dazu dienen auch komplexe Lernsituationen in Form eines Training Blueprints zu beschreiben. Lernaufgaben (Learning Tasks), rekurrierende Teilaufgaben (Part-task practice), unterstützende Informationen( Supportive Information) und Just-in-Time Informationen (Procedual Information) sind hier die interagierenden vier Elemente. Abbildung 1 zeigt den schematischen Aufbau eines Training Blueprits und deren Hauptkomponenten (van Merrienboer & Kirschner 2007). Im Zentrum des Modells stehen die ganzheitlichen, authentischen Lernaufgaben, welche über das Training hinweg eine hohe Variabilität aufweisen. Sie werden mit zunehmender Aufgabenklasse schwieriger gestaltet, und innerhalb einer Aufgabenklasse mit abnehmender Hilfestellung (Scaffolding) organisiert. Jede Aufgabenklasse wird durch klassenspezifische, jederzeit zugängliche, unterstützende Informationen begleitet. Diese Informationen sollen die erfolgreiche Bewältigung der nicht wiederkehrenden (nicht rekurrierende) Fertigkeitsanforderungen garantieren, indem sie das Vorwissen mit kognitiven Strategien und Herangehensweisen verknüpfen sollen. Just-in-Time Informationen (Procedural information) geben zeitlich begrenzte spezifische Hilfestellung um Fertigkeiten zu routinieren, welche mit fortschreitender Kompetenz ausgeblendet werden. Für wiederkehrende (rekurrierende) Fertig-keitsanforderungen werden Part-task practis Elemente eingesetzt, welche auf eine Automatisierung der rekurrierenden Fertigkeit abzielt. Anhand von 10 Schritten führen van Merrienboer & Kirschner (2007) ihren systematischen Ansatz durch, welche hier im Rahmen der Aufgabenstellung einzeln, aber nicht
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vollumfänglich herausgegriffen werden, um das exemplarische Curriculum zu erstellen.
Abbildung 1: Die 4 Komponenten des 4 CID Modells
Quelle: van Merrienboer, & Kirschner (2007) S.14
Die Fertigkeitenhierarchie
Um die Lerninhalte für eine ganzheitliche, kompetenzbasierte Schulung bestimmen zu können wird eine Fertigkeitenhierarchie gebildet. Hier werden Handlungskompetenzen und Aufgabenziele innerhalb der Tätigkeit in einem ganzheitlichen Konzept festgehalten. Dies dient vor allem dem Herunterbrechen der komplexen Abläufe, und ist ein wichtiger Schritt um eine Überforderung des Lernenden analog der „Cognitive-Load-Theorie“ (van Merrienboer & Kirschner 2007, S.22ff) zu vermeiden. Als klassischer Vertreter der Institutionen der allgemeinen Erwachsenenbildung ist die Volkshochschule (VHS) zu nennen. Um eine anschauliche Vorstellung zu gewinnen wird im Rahmen der Hausarbeit angenommen, dass der in der allgemeinen Erwachsenenbildung tätige Bildungswissenschaftler dort arbeitet. Neben den allgemeinen Tätigkeiten im Rahmen der Organisation und Aktualisierung der Kursangebote, sowie deren Evaluation (vgl. Abb.2, temporäre Ebene, grau mit farbigem Rahmen), soll die Person nun neu das Spezialgebiet der Qualifizierungsangebote (vgl. Abb.2, grüne, konstituierende Leistungsziele für spezielle Qualifizierungsprogramme) übernehmen. In der Hie-
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rarchie dargestellt, werden temporäre Relationen horizontal angeordnet, und sind chronologisch von links nach rechts geordnet. In Abb. 2 ist die temporäre Ebene der Fertigkeitenhierarchie in den grauen Feldern von links (Bedarf analysieren) nach rechts (Evaluation der Kurse) zu lesen. Von unten nach oben lesen sich dann für jedes Glied der temporären Relation, die konstituierenden Leistungsziele in der konditionalen Ebene. Hierbei wird die zu erlernende Kompetenz anhand ihrer konstituierenden Fertigkeiten beschrieben. Von der Startsituation (unten) an bis zum Ziel (oben) wird die Fertigkeit in einzelnen Schritten aufeinander aufbauend beschrieben. Dies wird in Abb.2 durch den farblichen Verlauf anschaulich dargestellt. Die Stränge der einzelnen Prozesse in der konditionalen Ebene sind jeweils unabhängig voneinander, sofern sie nicht zur gleichen Teilfertigkeit in der temporären Ebene führen. Als nächstes werden für die Teilfertigkeiten Leistungsziele bestimmt, welche die ganzheitlichen, authentischen Lernaufgaben mit bestimmen. Hierbei unterscheidet man rekurrierende Aufgaben und nicht rekurrierende Aufgaben, welche unterschiedlich gelehrt werden.
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Arbeit zitieren:
Heike Karolyi, 2010, Bildungswissenschaftler/in im Bereich der allgemeinen Erwachsenenbildung, München, GRIN Verlag GmbH
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