Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung 3
II. Die Architektur der Stadien im Wandel 4
III. Multifunktionale Stadionnutzung 8
III.1 Nutzung - Die Stadt Dortmund 8
III.2 Nutzung - Verein 10
III.3 Nutzung - Die Fans. 13
IV. Fazit 17
V. Literaturverzeichnis. 19
VI. Bilderverzeichnis 22
VII.Abkürzungsverzeichnis 23
I. Einleitung
Stadien als Austragungsorte für Sportereignisse gibt es schon seit der Antike. Anfangs bezeichnete das altgriechische Wort Stadion noch eine 192,28m bzw. 600ft 1 lange Laufbahn,
an deren Seiten sich Zuschauer aufstellen und dem sportlichen Wettkampf der Athleten beiwohnen konnten. In den nächsten zweieinhalb Jahrtausenden entwickelte sich dieser ‚Sport-Raum’ jedoch enorm weiter. Nach und nach wurde aus gerader eine ovale Bahn, die ein Frei-Feld umschloss und zunehmend eingerahmt wurde von Steh- und Sitzmöglichkeiten. Was insbesondere in griechisch-römischer Zeit vielfach kultische Hintergründe hatte, fokussierte sich dann auf das Sportereignis im Zentrum des Stadion-Komplexes. Zu beobachten ist aber nicht nur eine Bedeutungswandlung dieses Primärereignisses, für wen, wozu und wie es ausgetragen wurde, sondern auch ein Wandel in der Art und Weise, wie die sportliche Wettkampfstätte selbst und ihr ‚Drumherum’ gebaut und genutzt wurden. Zweck und Funktion des Stadions änderten sich. Dass man heute nicht nur eine Leichtathletik-Laufstrecke mit dem Begriff Stadion verbindet, sondern einen architektonischen Komplex, der längst nicht mehr nur sportliche Funktionen bedient, macht deutlich, 2 durchlau-dass (Erscheinungs-)Bild und Bedeutung dieses Raumes eine ‚Archimorphose’ fen haben, an deren - vorläufigem - Ende heute meist multifunktionale (Sport-)Arenen stehen.
Diese Arbeit fragt daher mit einer architektursoziologischen sowie sozialmorphologischen 3 am Beispiel Signal Iduna Park Dortmund, wie sich der Funktionswandel spe-Perspektive
ziell von Fußballstadien seit den 1960er Jahren vollzogen hat, wie er sich sichtbar in der Architektur zeigt und was das für das Erlebnis ‚Stadionbesuch’ bedeutet. Dieser soll auf mehrfache Weise nachgezeichnet werden: Zum einen 4 durch den architektonischen Vergleich der Stadien Rote Erde und Signal Iduna Park (Kap. II), was sich aus vier Gründen anbietet: die Stadien, die (1) zu ganz verschiedenen Zeiten gebaut wurden, werden (2) bis heute (3) von demselben Verein genutzt und liegen (4) nebeneinander, was buchstäblich den direkten Vergleich dieser unüblichen Konstellation 5 ermöglicht.
1 So die Maße des wohl ersten und berühmtesten antiken Stadions, das der Spiele in Olympia ab 776 v. Chr. Vgl.: Wikipedia-Autoren: „Stadion“ (27.01.2010). In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Stadion&oldid=69544025 (25.03.2010), Abs. „Geschichte“. 2 Kunstwort des Autors aus Architektur und Metamorphose (=Metamorphose sozialer Architekturräume). 3 Markus Schroer (mit Rückgriff auf Durkheim und Halbwachs) fundiert die Perspektive mit seinen Beiträgen (s. Literaturverzeichnis „Aufsätze in Herausgeberschriften“) und zeigt, wieso und wozu Architektur genau so gesellschaftlich gewollt war, entstand und wie das so Erbaute im Weiteren sozial vielschichtig genutzt wird.
4 Entlang des Begriffs Stadion die diachrone Perspektive seines Wandels im Laufe der Zeit.
5 Nach Schroer gibt es drei Stadienerneuerungsvarianten: 1. Umbau des alten zu einen modernen Stadion, 2. Abriss des alten Stadions und Stadionneubau, 3. Erhalt des alten und Bau eines neuen Stadions. Vgl.: Schroer, Markus: Materielle Formen des Sozialen. Die ›Architektur der Gesellschaft‹ aus Sicht der sozialen Morphologie. In: Architektur der Gesellschaft. Theorien für die Architektursoziologie. Hg. v. Fischer, Joachim u. Delitz, Heike. Bielefeld: transcript Verlag 2009 ( = Sozialtheorie). S.37 u. 38. [3]
Zum anderen 6 am Signal Iduna Park selbst, der schon seit 36 Jahren besteht, seitdem im baulichen Kern so belassen, wenn auch mehrfach und umfangreich ausgebaut wurde; ganz gemäß der aktuellen Entwicklung im Fußball als 11. Bundesligastadion 2005 seinen alten, vertrauten Namen zugunsten eines Sponsors verlor. Hierfür Wesentliches soll in Kap. III aus drei Blickwinkeln betrachtet werden: Zuerst die Stadionbedeutung für die Stadt; sodann die Nutzungsweise des Vereins; und zuletzt die Sicht der Fans. 7 Dass das einstige Westfalenstadion zum schönsten Stadion der Welt gewählt wurde , es
Deutschlands größtes Fußballstadion ist 8 , über Europas größte Stehplatztribüne verfügt 9 und es seit Jahren zu den bestbesuchten Stadien Europas zählt 10 , hebt die Bedeutung für Verein und Stadt klar hervor und macht den Signal Iduna Park zu einem Unikat seiner ‚Zunft’, an dem umso exponierter exemplifiziert werden kann, welchem funktionalen Wandel die Stadionarchitektur seit den 1960er Jahren unterlag und noch unterliegt.
II. Die Architektur der Stadien im Wandel
Der architektonische Komplex Stadion lässt sich nach Schroer 11 in drei klar voneinander
abzugrenzende, aber funktional verbundene ‚Räume’ einteilen: Der Innenraum, in dem das jeweilige, zumeist sportliche Ereignis stattfindet; der Zuschauerraum, der in Form von Tribünen den Innenraum umschließt (beide zusammen bilden den Stadion-Raum); und der Umgebungsraum, der direkt an das bauliche Stadion angrenzt. (Ab)Grenz(ung)en finden sich also im Stadioninneren wie nach außen hin. Anhand der Genese dieser drei Räume, wie ihr Verhältnis zueinander jeweils gewichtet wird, lassen sich der Funktionswandel und der Charakter des Stadions jeweils architektonisch nachzeichnen: Während die Kampfbahn Rote Erde 1926 als „Herz“-Stück in das damalige Volkspark- 12 integriertwurde 13 Konzept als Mehrzweck-Sportstadion , ist ihr „Zwillingsstadion“ in
6 Synchrone Perspektive, was das Stadion durch seinen Wandel alles an Bedeutungen hinzugewonnen hat. 7 Und zwar von der englischen ‚Times’, wenn es auch nur eine subjektive Rangliste des Autors ist. Vgl.: Evans, Tony: „The top ten football stadiums“ (09.08.2009). In: TimesOnline (The Times). URL: http://www.timesonline.co.uk/tol/sport/football/article6789326.ece (25.03.2010).
8 S.: Wikipedia-Autoren: „Liste der größten Fußballstadien in Deutschland“ (15.02.2010). In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. URL:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Liste_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Fu%C3%9Fballstadien_in_ Deutschland&oldid=70608311 (25.03.2010).
9 S.: O. A.: „Der SIGNAL IDUNA PARK“ (o. A.). In: bvb. URL:
http://www.bvb.de/?%99%5B%1B%E7%F4%9D (25.03.2010), Abs. „Achtzigtausendfünfhundertund-zweiundfünfzig“.
10 Laut Futebol Finance in der Saison 2008/09 mit im Schnitt 74.748 Fans europaweit erneut Platz2. Vgl.: O. A.: „BVB-Fans hinter Manchester United wieder klare Nr. 2 in Europa vor dem FC Barcelona“ (29.10.2009). In: bvb. URL: http://www.bvb.de/?%87%ECZ%1B%E7%F4%9CZc%E7%80%9C (25.03.2010).
11 S.: Schroer, Markus: Vom ‚Bolzplatz‘ zum ‚Fußballtempel‘. Was sagt die Architektur der neuen Fußballstadien über die Gesellschaft der Gegenwart aus? In: Ernste Spiele. Zur politischen Soziologie des Fußballs. Hg. v. Klein, Gabriele u. Meuser, Michael. Bielefeld: transcript Verlag 2008 (=Materialitäten 6), S.160ff (Kap. 2). 12 So umfasste der sportliche ‚Innenraum’ ein Fußballfeld normaler Größe, eine 450m lange und 7,5m breite Laufbahn sowie eine 100m Bahn; auch bot es Platz für Stabhoch- und Weitsprung. Vgl.: Kolbe, Gerd u. [4]
Palettenbauweise 14 45 Jahre später primär für die anstehende Fußballweltmeisterschaft 1974 errichtet worden 15 . In beiden Fällen ging die Initiative von der Stadt Dortmund aus, die bei der Roten Erde im Rahmen des Volksparks 16 ein vielseitiges (sportliches) Angebot für das ‚Volk’, im Falle des Westfalenstadions 17 ein für die WM von Bund und Land mitfinanziertes 18 reines Fußballstadion 19 als Prestigeobjekt 20 , den der örtliche Vorzeigeclub BVB nutzen sollte, schaffen wollte. Um der Entwicklung des Sports und v. a. des Fußballs zu einem Zuschauerereignis in den 1920er Jahren in Deutschland Rechnung zu tragen, wurde die Rote Erde auf Kapazitäten, nicht auf Komfort konzipiert 21 . Zur Heimspielstätte des BVB wurde sie allerdings erst 10 Jahre nach Eröffnung ab Sommer 1936 und erst nach dem Krieg 22 erlangte sie mit dem sportlichen Aufstieg des BVB in den 1950-/60er Jahren ihren Heimnimbus 23 . So verfügte sie bis 1955 nicht über eine für internationale Spiele vorgeschriebene Flutlichtanlage, die erst nach dem Gewinn der ersten deutschen Meisterschaft 1956 installiert wurde 24 . So konnten im Rückspiel des Europapokals der Landesmeister
gegen Manchester United 1956 volle 45.000 Zuschauer das Spiel unter Flutlicht verfolgen, weil es eine Sichtbegrenzung durch steil aufragende Tribünen de facto nicht gab und man
Schulze-Marmeling, Dietrich: Westfalen-Stadion - Die Geschichte einer Fußball-Bühne. Göttingen: Verlag Die Werkstatt 2004, S.16.
13 Direkt neben der „Krone Westfalenhalle“ liegend, konzipiert von Stadtbaurat Dipl. Ing. Hans Strobel, war so ein umfassendes Konzept der Einbettung eines Sportstadions in einen vielnutzbaren Umgebungsraum für die damalige Zeit durchaus typisch und war ein Ausdruck der Volks- und Gesundheitsfürsorge. S.: Ebd.
14 Vorbild für diese nach (Kapazitäts-)Bedarf einfach zusammenzusetzende Betonfertigbauweise war das Stadion in Montreal. S.: Ebd., S.41. Pro ‚Palette’ ergab sich eine Kapazität von 3.000 Steh- oder 1.500 Sitzplätzen. Die Paletten in der Größe von 28 bzw. 30m werden 14m hoch nach hinten aufgeständert mit Treppenzugängen in Zwischenräumen für schnelles Betreten und Entleeren des Stadions. Vgl.: Ebd., S.42.
15 Sekundär vervollständigte ein Fußballstadion das Sportzentrum rund um die Westfalenhalle, auch konnte die Rote Erde 1975 wieder zu einem Mehrzweck-Sportstadion zurückgebaut werden. Vgl.: Ebd., S.39. In anderen Worten: Die örtlich-räumliche Funktionsverteilung differenzierte sich weiter aus.
16 Der neben der Westfalenhalle noch über das Freibad Volkspark, die Rosenterrassen, die Volkswiesen, das Licht- und Luftbad, die Kleingartenanlage Ardeyblick und das Theodor-Friedner-Altenheim sowie Übungs-und Tennisplätze verfügte und somit auf konzentriertem Raum ‚für jedermann’ etwas bot. Vgl.: Wikipedia-Autoren: „Strobelallee“ (27.09.2009). In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Strobelallee&oldid=64968388 (25.03.2010), Abs. „Entstehung“.
17 Vom Arbeitstitel „Zwillings-“ zum Westfalenstadion kam es Ende 1971 im Rahmen einer Umfrage der Westfälischen Rundschau. Außerdem unterstreicht der Name das Dortmunder Selbstverständnis, Oberzentrum und Repräsentant für die Region zu sein. Vgl.: Kolbe u. Schulze-Marmeling, Westfalen-Stadion, S.46.
18 Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf 30 Mio. DM, wovon der Bund 7, das Land NRW 10, die Glücksspirale 4, Steuerrückläufe 3 und die Stadt Dortmund 6 Mio. DM übernahmen. Vgl.: Ebd., S.46.
19 Es als reines Fußballstadion zu konzipieren, war bis dato einmalig, ein nahezu kühner Gedanke und völlig unüblich, vergleicht man es bspw. mit dem Mehrzweck-Olympiastadion in München, das kurz zuvor für die Olympischen Spiele 1972 errichtet worden war. Vgl.: Ebd., S.38.
20 Im gesamten Ruhrgebiet fand sich bis dato kein Stadion, dass internationalen Standards genügt hätte, so dass der Standort Dortmund durch ein solches Stadion Wettbewerbsvorteile zu erlangen hoffte.
21 Das Fassungsvermögen der 100m langen und 12 Terrassenstufen umfassenden Tribüne betrug zunächst 30.000 Plätze, wovon nur 2.200 (7 1/3%) überdacht und zum Sitzen waren. Vgl.: Bild1 u. ebd., S.16.
22 Sie wurde am 12.03.1945 durch 96 Bomben bis auf die Katakomben unterhalb der Haupttribüne verwüstet. Vgl.: Ebd., S.24.
23 Am 07.08.1953 musste aber zuerst die Wiederherstellung der überdachten Haupttribüne durch den BVB erfolgen, die nun 3.300 Zuschauern überdachten Sitzplatz bot. Kosten: 600.000 DM. Vgl.: Ebd., S.34.
24 Schon 1968 war die Flutlichtanlage mit einer Leistung von 200 Lux veraltet; die Übertragung im lukrativen Farb-TV bedurfte 1200 Lux. Eine Anpassung des Flutlichts hätte 0,75 Mio. DM gekostet. Vgl.: Ebd., S.37. [5]
aus nahestehenden Baumkronen gute Sicht auf das Spielfeld hatte 25 . Zum Bundesligastart 1963/64 wurde die Rote Erde für den derweil dreifachen deutschen Meister stark umgebaut: Die Gegengerade wurde überdacht, um einige Sitzränge aufgestockt, die Südkurve mit dem Marathontor um eine Stahltribüne ergänzt, sodass die Laufbahn verschwand und der Innenraum nur noch dem Fußball, der Zuschauerraum jetzt 42.000 Fans Platz bot 26 .
Bedenkt man, dass trotz Umrüstung die Einnahmen bei ausverkauftem Haus 250.000 DM 27 betrugen , dass die Rote Erde im Bundesligavergleich der Kapazitäten 9 Stadien den Vorrang lassen musste 28 , wird der mit ihr verbundene Standortnachteil hinsichtlich des Publikumkomforts und des beschränkten Fassungsvermögens ersichtlich. Gerade weil der BVB sehr erfolgreich aufspielte 29 , war er auf ein auch internationalen Ansprüchen angemessenes Stadion angewiesen. Andere Vereine hatten durch Investitionen in größere Stadien klare Standortvorteile und konnten sich so sportlich neue Perspektiven schaffen 30 . Trotz
seiner Titel verlor der BVB in der Folgezeit gerade wegen des auch technisch hoffnungslos veralteten Stadions den sportlichen Anschluss und Stieg Ende der Saison 1971/72 sogar ab. 31 Das Westfalenstadion , das erst nach zahlreichen Baukostenabschätzungen und Streitigkeiten mit dem DFB um die Bauvorgaben Ende 1971 seinen Spatenstich erlebte, wurde innerhalb von 30 Monaten hochgezogen. Während in der Roten Erde kaum 10% der Plätze (und auch nur Sitzplätze) überdacht waren, so waren es im neuen Stadion in West und Ost 100% der Sitzplatz-, in Süd und Nord 80% der Stehplatztribünen 32 . Trotz nun steiler Tribünen, die den Stadion- deutlich von seinem Umgebungsraum abschotteten und das Stadion auch optisch zur ‚Festung’ 33 werden ließen, war 1974 der mit 17m höchste Sitzplatz nur 44m weit vom Spielfeld entfernt 34 , der Mindestabstand zwischen Tribüne und Spielfeld
beträgt dagegen nur 6m. Das Gefühl, ‚mitten drin, statt nur dabei’ zu sein, drängt sich somit jedem Zuschauer auf. Auch verfügte das Westfalenstadion von vornherein über eine 1.200 Lux starke Flutlichtanlage, sodass Farbfernsehübertragungen nun regelmäßig erfol-
25 Sprich,es gab noch keine konsequente, v. a. optische Abgrenzung zwischen Stadion- und Umgebungsraum, so dass auch die Umgebung als Zuschauerraum zweckentfremdet werden konnte. Vgl.: Ebd., S.26.
26 Aus dem Mehrzweck-Sportstadion war also, vorübergehend, ein Fußballstadion geworden, dessen derart entstandene eigentümliche Architektur viele Jahre lang sein Wahrzeichen war. Vgl.: Ebd., S.27 u. 28. 27 Was zusammen mit 35.000 DM TV-Übertragungsrechten für die zweite Halbzeit gegen Atletico Madrid am 03.03.1966 die höchsten Einnahmen in der Vereinsgeschichte bedeuteten. Vgl.: Ebd.
28 Fünf Vereine waren beim Fassungsvermögen gleichauf, nur drei hatten ein geringeres. Vgl.: Ebd., S.30.
29 So gewann er nach dem erstmaligen DFB-Pokalsieg 1965 darauf die Saison als erste deutsche Mannschaft den internationalen Titel des Europapokal der Pokalsieger gegen den als europaweit übermächtig geltenden FC Liverpool, dessen Reservemannschaft Europas zweitbestes Team sein sollte, so Siggi Heldt.
30 Und das gilt so auch, obwohl (vgl.: Bild 2) der Zuschauerschnitt von Bundesligasaison 1963/64 bis 1968/69 sechsmal hintereinander über dem Schnitt der Liga lag und der BVB-Faktor mindestens 1.07 betrug. Erst in den vorerst letzten drei Jahren in der Bundesliga sank der BVB-Faktor unter 1. 31 Seine Ausmaße betrugen 150x200m; das gesamte Baugrundstück war 50.000qm groß. Vgl.: Ebd., S.55.
32 So bot es auch „dem kleinen Mann ein Dach über den Kopf“, wie es der damalige Präsident Günther würdigte. Zit. nach: O. A., „SIGNAL IDUNA PARK“, Abs. „Achtzigtausendfünfhundertundzweiundfünfzig“.
33 Die, so der Symbolwert dieser Bauform, für gegnerische Vereine und Fans uneinnehmbar sein sollte.
34 Vgl.: Kolbe u. Schulze-Marmeling, Westfalen-Stadion, S.55. [6]
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Dominic Schnettler, 2010, Der Funktionswandel eines Fußballstadions seit den 1960er Jahren, München, GRIN Verlag GmbH
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