Inhaltsverzeichnis
Vorwort 3
Einleitung 4
Quellen und Zitierweisen 5
Ältere Schöpfungsgeschichten 6
Die Entstehung des Pentateuchs 9
Die Genesis 10
Die Schöpfung des Menschen: Eva kommt auf die Welt 11
Der „Sündenfall" 17
Die Erfindung der Erbsünde 24
Zwischenfazit 28
Lilith - die erste Eva? 30
Zwischenfazit 36
Exkurs : Frauenleben zur Zeit der Geburt Jesu 36
Maria - von der Frau zur Ikone 39
Wirkungsgeschichte 52
Zwischenfazit 55
Schlussbetrachtung 57
Literaturverzeichnis 60
2
Einleitung
1 Vgl. 2 Tim 3,16: Alle Schrift ist von Gott eingegeben (...). Wörtlich übersetzt heißt das im Ursprung griechische und hier mit „von Gott eingegeben" übersetzte theopneustos „gottgehaucht“ (Rev. Elberfelder) Demnach ist jedes Wort der Heiligen Schrift inspiriert oder „von Gott gehaucht“. Ohne die Intelligenz, die Individualität, den literarischen Stil oder die persönlichen Gefühle der menschlichen Verfasser zu beeinträchtigen, leitete Gott demnach in übernatürlicher Weise das Niederschreiben der heiligen Schriften, so dass sie in vollkommener Genauigkeit seine Offenbarung an den Menschen wiedergeben.
4
Ältere Schöpfungsgeschichten
2 Vgl. Göttner-Abendroth, S. 82
3 Vgl. Halbfas, S. 23ff
4 Vgl. Halbfas, S. 44; Gradwohl, Bd. 2, S. 23
6
5 Auffällig ist der unterschiedliche Sprachduktus des Enuma Elisch im Vergleich zur biblischen Schöpfungsgeschichte. Auch wird in dem altbabylonischen Mythos die Schöpfung als ein Kampf dargestellt, während der biblische Mythos die Schöpfung als Entstehung aus dem Wort und aus dem Handeln Gottes begreift, das in einer sehr klaren, knappen und prägnanten Sprache dargestellt wird. Dagegen wirkt der Text des Enuma Elisch eher chaotisch, verschachtelt und chronologisch inkohärent.
6 Vgl. Halbfas, S. 29f
7
Die Entstehung des Pentateuchs
10 Vgl. Göttner-Abendroth, S. 83
11 Vgl. Göttner-Abendroth, S. 83
12 Vgl. z.B. Schmidt (2), S. 2f
13 Nur als anschauliches Beispiel sei hier einmal ein Text von einer Internetseite (http://homepages.compuserve.de/derkonkretemk/seite34.htm) zitiert: „Zusammen mit Tausenden Naturwissenschaftlern und Theologen der ganzen Welt sind wir überzeugte Gegner dieses Anti-Supranaturalismus (Ablehnung alles Übernatürlichen) und der Evolutionstheorie, und wir haben nicht das geringste Bedürfnis, die traditionelle, auf die Bibel gestützte Schau über Genesis (1. Buch Mose) und den Rest des Pentateuchs preiszugeben! (...)“
14 Vgl. z.B. Schmidt (2), S. 5f
9
Die Genesis
17 Hubertus Halbfas schreibt dazu: „Erst nachdem das Königtum zusammengebrochen und der Tempel zerstört war, führte die im Babylonischen Exil lebende Volksgruppe die erfahrene Katastrophe auf die praktizierten Götterkulte zurück und begann nun, die bisherige Geschichte unter diesem Gesichtspunkt neu zu deuten. Die alten Traditionen Israels wurden unter die Beleuchtung und Beurteilung des sich nunmehr voll etablierenden Monotheismus gerückt. Das führte auch zur Aufwertung der Bücher. Die Schriften bekamen eine tragende Bedeutung für den Gottesdienst. Und damit begann eine neue Zeit in der Religionsgeschichte Israels“ (S. 36).
10
Die Schöpfung des Menschen: Eva kommt auf die Welt
18 Vgl. Halbfas, S. 41
19 Im bereits zitierten Enuma Elisch besiegt der Gott Marduk das Meeresungeheuer Tiamat, um aus seinem Leib Himmel und Erde zu formen (vgl. Gradwohl, Bd. 2, S. 23). Wohl aber leitet sich das hebräische Wort t'hom, das in der Genesis den Meereswasserozean, das „Urmeer“ beschreibt, vom Meeresungeheuer Tiamat her, hat aber in der Bibel nur noch eine rein physikalische Bedeutungsebene (vgl. Gradwohl, Bd. 2, S. 24).
20 'elohim ist ein Plural, nämlich des Wortes 'el, „Macht, Kraft“ (vgl. Gradwohl, Bd. 2, S. 27).
11
21 Das hebräische b'zalménu wird übersetzt mit „in unserem Bilde“, „in unserer Form“, alternativ „in unserem Ebenbilde“ oder - etwas freier - „in einer uns würdigen Hülle“ (vgl. Gradwohl, Bd. 2, S. 26). Weil aber Gott an sich gestaltlos ist, bedeutet auch „in unserem Bilde“ nur eine geistige Ebenbildlichkeit.
22 Vgl. Halbfas, S. 46
23 Die feministische Theologin Gerda Weiler vertritt hier allerdings eine grundlegend andere Auffassung. Sie sieht in dem ersten Schöpfungsbericht, den sie ohnehin für nicht zwingend älter als den zweiten hält, trotz allem einen patriarchal geprägten Text, denn die Menschen werden von einem männlichen Gott nicht aus der (sexuell motivierten) Schöpfungskraft der Liebe heraus geschaffen, sondern aus Erde gemacht. Die Darstellung, die Frau sei wie der Mann ein Geschöpf dieses männlichen Gottes, hält sie für einen unwesentlichen Fortschritt gegenüber der „Geburt aus der Rippe“. In beiden Fällen handele es sich um eine Verkehrung der matriarchalen Ursprünge der Schöpfungsgeschichte (vgl. Weiler, S. 144ff).
24 Vgl. Halbfas, S. 47
12
Arbeit zitieren:
Holger Pinnow-Locnikar, 2004, Frauenbilder aus vorbiblischer und biblischer Zeit, München, GRIN Verlag GmbH
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