Universität Koblenz-Landau Abteilung Landau
Fach: Entwicklungspsychologie Seminar: Entwicklung im Kontext von Schule und Unterricht Semester: Sommersemester 2002
Thema:
Lernmotivation und
Oktober 2002
Inhaltsverzeichnis
Seite
1 Einleitung 3
2 Zum Begriff Lernmotivation 4
2.1 Intrinsische Motivation 4
2.2 Extrinsische Motivation 6
3 Lernfreude 7
3.1 Erwartungs-mal Wert Theorie 9
3.2 Angst und Leistung 10
3.3 Neugier 10
4 Fazit 12
5 Schluss 13
6 Quellenangabe 14
1 Einleitung
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Lernmotivation und Lernfreude“. Aufgrund des beschränkten Rahmens dieser Arbeit kann allerdings nur auf eine Auswahl von Blickpunkten eingegangen werden. Diese wurden so gewählt, um nach Möglichkeit einen facettenreichen Blick auf das Thema werfen zu können. Im Folgenden soll nun der Begriff der Lernmotivation vorgestellt werden und die Differenzierung in die intrinsische und extrinsische Motivation. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Lernfreude und es werden je ein Beispiel für Förderung und Hemmung erwähnt. Am Ende soll beides, Motivation und Lernfreude, kurz miteinander in Beziehung gesetzt werden.
3
2 Zum Begriff „Lernmotivation“
Der Begriff Motivation bedeutet die Summe der Beweggründe, die das menschliche Handeln auf den Inhalt (hier das Lernen), die Richtung und die Intensität hin beeinflussen. Genauer betrachtet kann man die Lernmotivation als einen Sammelbegriff für kognitive und emotionale Prozesse ansehen, die dem Lernenden helfen, bislang unbekannte Dinge zu verstehen. Diese Prozesse treten vor, während oder nach einer Handlung auf. Kognitive Prozesse sind wichtig, da zum Beispiel die Chancen nach der Realisierung einer Sache (z.B. ob das Lernziel realistisch betrachtet überhaupt erreichbar ist) durchdacht und wahrgenommen werden. Der Mensch kalkuliert störende und fördernde Umstände ein. Motive haben auch eine emotionale Seite, denn Dinge mit denen man angenehme Sachen assoziiert werden natürlich lieber wiederholt als welche, die negative Gedanken aufkommen lassen.
Die kognitiven und emotionalen Prozesse bestehen aus Erwartung, Bewertung, Ursachenerklärung, Hoffnung, Befürchtung, Freude oder Enttäuschung. 1 Da jeder Mensch verschieden ist, setzt sich die Motivation jedes einzelnen unterschiedlich zusammen. Man kann aber sagen, dass Faktoren wie Motiv, Aspekte der Situation und auch Eigenschaften und Fähigkeiten immer eine Rolle spielen. Je nach Stärke dieser Dinge unterscheidet sich auch die Motivation. Die Motivation lässt sich in zwei verschiedene Arten aufteilen, in die intrinsische und in die extrinsische Motivation.
2.1 Intrinsische Motivation
Die günstigste Lernmotivation ist, wenn man von der intrinsischen Motivation sprechen kann. Diese bedeutet, dass der Lernende aus Interesse an der Sache, aus Bedürfnis und / oder Freude sich der Sache / Tätigkeit zuwendet. „Der Aufforderungscharakter ist das wichtigste intrinsische Motiv, es wird vom Gegenstand bewirkt, dass sich der Lernende aufgefordert fühlt sich mit dem Inhalt zu beschäftigen.“ 2 Unabhängig davon, ob es einen Nutzen hat oder nicht. Die Handlung wird ausgeführt, da sie spannend oder interessant erscheint. Die intrinsische Motivation ist somit die beste Voraussetzung für die Entstehung guter Leistung. Allerdings müssen dafür zwei Dinge gegeben sein. „Die Person muss sich selbst als 1 Vgl. Bovet, Huwendiek (Hrsg):Leitfaden Schulpraxis, S.252
2 Vgl. http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/
4
Arbeit zitieren:
Astrid Bieling, 2002, Lernmotivation und Lernfreude, München, GRIN Verlag GmbH
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