Inhalt
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1. Einleitung 1
2. Begriffserklärungen 2
2.1 Gletscherzunge- Zehrgebiet- Ablationsgebiet 2
2.2 Schneegrenze- Firnlinie- Gleichgewichtslinie 3
3. Oberflächenformen 5
3.1 Gletscherspalten 5
3.2 Ablation 7
3.3 Ablationsformen 8
3.3.1 Formen der bedeckten Ablation 8
3.3.1.1 Gletschertische 9
3.3.1.2 Sandkegel/ Ablationskegel 10
3.3.1.3 Kryokonitlöcher 11
3.3.2 Formen der freien Ablation 12
3.3.2.1 Mittagslöcher 12
3.3.2.2 Reid’sche Kämme 13
3.3.2.3 Büßerschnee - Penitentes 13
4. Glazialmorphologie des Vorfeldes 15
4.1 Glaziale Erosion 15
4.1.1 Detersion und Detraktion 16
4.1.2 Rundhöcker 16
4.1.3 Felsbecken 17
4.2 Glazialer Transport 18
4.3 Moränen 18
4.4 Grundmoränenlandschaft/ Glaziale Serie 24
4.4.1 Toteis 24
4.4.2 Zungenbecken/ Zungenbeckenseen 25
4.4.3 Drumlins 25
5. Glazifluviale Prozesse, Ablagerungen und Formen 27
Inhalt
5.1 Die Arbeit der Schmelzwässer 27
5.2 Oser 28
5.3 Kames 28
5.4 Kamesterrassen 29
6. Zusammenfassung 30
Literaturverzeichnis 31
Inhalt
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 0 (Deckblatt): Tschiervagletscher mit Nährgebiet (A), Gletscherzunge (B), Glet-
schertor ()C, und Ufermoräne (D) Quelle: www.max-weishaupt-realschule.de/ek/ek047.htm
(18.11.2006)
Abbildung 1: Ablationsgebiet des Glärnischgletschers.
Quelle : http://www.swisseduc.ch/glaciers/glossary/ablation-area-de.html, Luftaufnahme von
J. Alean, 1982. (3.11.2006)
Abbildung 2: Entstehung von Gletscherspalten
Quelle : http://www.klimainfo.ch/fileadmin/user upload/temp downloads/Gletscher web.pdf
(28.10.2006)
Abbildung 3: Gletschertisch auf Vadret Pers, Berninagebiet, Schweiz. Foto J. Alean, August
2000
Quelle : http://www.swisseduc.ch/glaciers/glossary/glacier-table-de.html (14.11.2006)
Abbildung 4: Entstehung eine Sandkegels. Quelle: Eigenentwurf
Abbildung 5: Sandkegel auf dem Unteraargletscher, Berner Alpen, Schweiz. Foto J. Alean,
2005.
Quelle : http://www.swisseduc.ch/glaciers/glossary/dirt-cone-de.html (10.11.2006)
Abbildung 6: Kryokonitlöcher im Eis, Foto: Hans Oerter, 1993
Quelle :http://www.awi-bremerhaven.de/AWI/25JahreAWI/Erben A-
Wegener /Glaziologie/Fotogalerie-d.html (13.11.2006)
Abbildung 7: Büßerschnee am Agua Negra Pass, 30 S, 4760 m, Nord-Chile (Foto: SLF/B.
Zweifel , Februar 1999) Quelle: http://wa.slf.ch/index.php?id 6646 (17.11.2006)
Abbildung 8: Schematische Darstellung eines glazialen Rundhöckers. Quelle: Strahler
Strahler , Phyische Geographie, 2 Auflage, Verlag Eugen Ulmer Stuttgart, S 482 (nach A N
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Strahler, The Earth Science, 2. edition, Harper & Row, Publisher. Copyright by Arthur N. Strahler)
Abbildung 9: Rundhöcker bei Weiher- Nagelfluh, Allgäu.
Quelle: http://www.geologie.uni-freiburg.de/root/people/ulmer/ries/juni96/fotos96.html (5.11.2006)
Abbildung 10: Das glaziale Transportsystem.
Quelle: Gurnell A.M. & M.J. Clark (1987): Glacio-Fluvial Sediment Transfer, An Alpine Perspective, Chichester: S. 112.
Abbildung 11: Verschiedene Arten von Moränen auf und am Gornergletscher, Wallis, Schweiz: 1 - Ufermoränen, 2 - Mittelmoränen, 3 - Endmoräne (abgelagert von einem Kargletscher in der Kleinen Eiszeit. Von diesem Gletscher ist nur noch ein kleiner Rest links oberhalb der Zahl "3" vorhanden). Quelle: http://swisseduc.ch/glaciers/glossary/moraine-de.html (14.11.2006)
Abbildung 12: Unterscheidung zwischen Satzendmoräne bei Gletscherstillstand und Stauch-endmoräne beim Vorrücken des Gletschers. Quelle: Fraedrich W. (1996) Spuren der Eiszeit. Landschaftsformen in Europa. Berlin, S. 66.
Abbildung 13: Karte der Stauchendmoräne „Muskauer Faltenbogen“ bei Tschernitz. Quelle: http://www.gemeinde-tschernitz.de/Detailbilder/wanderkarte-Lausitz-Tschernitz.html (13.11.2006)
Die Gletscherzunge - Das Zehrgebiet 1
1. Einleitung
Das Thema der vorliegenden Hausarbeit ist: die Gletscherzunge - das Zehrgebiet. Die erste Assoziation, die man mit diesem Thema hat, ist bestimmt die Ablation eines Gletschers im Zehrgebiet, das entweder die Gletscherzunge beinhaltet oder die Gletscherzunge bildet. Aber bei genauerem Hinsehen eröffnen sich unermesslich viele und große Themenkomplexe, die man unweigerlich in einer Hausarbeit über die Gletscherzunge behandeln muss. Von besonderer Bedeutung sind neben den verschiedenen Formen auf einem Gletscher auch diejenigen Strukturen, die vor einem Gletscher gebildet werden. Nicht nur im rezenten Bereich der Gletscher lassen sich Formen der Vergletscherung erkennen. Auch in Bereichen der eiszeitlichen Inlandvereisung, besonders in den Bereichen, die durch die Gletscherzunge geformt wurden, kann man bei intensiver Betrachtung ganze Landschaftskomplexe als glazial geprägt erkennen.
Die Seminararbeit soll dazu beitragen einen tieferen Einblick in die Prozesse, die auf und vor einem Gletscher stattfinden, und in die Formen, die von der Gletscherzunge gebildet werden oder auf ihr entstehen, zu bekommen. Zuerst werden einige wesentliche Begriffe definiert, anhand derer man einen ersten Überblick über das Themengebiet der Gletscherzunge erhalten soll. Im Folgenden werden die einzelnen Oberflächen- und Ablationsformen eines Gletschers beschrieben, die für das Verständnis des Gesamtsystems Gletscher von großer Bedeutung sind. Daraufhin wird auf die einzelnen Faktoren und Formen der Glazialmorphologie des Vorfeldes eingegangen, die nicht nur bei rezenten Gletschern, sondern auch bei der Vergletscherung im Pleistozän, eine wesentliche Rolle spielten. Neben der glazialen Erosion werden auch glaziale Akkumulationsformen angeführt. Abschließend werden außerdem die glazifluvialen Prozesse, Ablagerungen und Formen berücksichtigt, die neben der glazialen Gestaltung des Landschaftsbildes einen besonderen Stellenwert in der Morphologie vergletscherter Gebiete einnehmen.
Diese Arbeit wird sich ausschließlich mit Gletscherzungen von Talgletschern, dabei besonders mit solchen der Alpen, und mit der Inlandvereisung während des Pleistozäns be- schäftigen.
Die Gletscherzunge - Das Zehrgebiet 2
2. Begriffserklärungen
2.1 Gletscherzunge- Zehrgebiet- Ablationsgebiet
„Die Gletscherzunge ist der untere, zum Zehrgebiet gehörende oder mit diesem identische, zungenförmig ausgebildete Teil von Talgletschern“ (Lexikon der Geowissenschaften, Band 2: 336). Die Gletscherzunge ist zum größten Teil mit Schuttmassen (Moränenmaterial) bedeckt und von Gletscherspalten durchzogen (siehe Abb. 1). Da die Abschmelzung der Gletscherzunge besonders in den randlichen Gebieten stattfindet, hat sie eine gewölbte Gestalt (siehe Abb. 0). Im Bereich der Gletscherzunge kommen außerdem sub- und supraglaziale Schmelzwässer vor, die zur Ausbildungen charakteristischer Formen unter/ auf der Gletscherzunge führen (z.B. Gletschertor, Gletschermühle). Der Gebietsteil des Gletschers, in dem die Gletscherzunge liegt oder den sie bildet, wird als Zehrgebiet oder Ablationsgebiet bezeichnet. Im Zehrgebiet wird weniger Gletschereis gebildet als abgeschmolzen wird, das heißt die Ablation wirkt stärker als die Akkumulation. „An den niedriger [als das Akkumulationsgebiet, Anmerkung des Verfassers] gelegenen Gletscherzungen ist dagegen die Ablation höher, und in diesem Ablationsgebiet ist am Ende des Sommers das blanke Eis an der Gletscheroberfläche“ (Lexikon der Geographie, Band 2: 358). Im Zehrgebiet finden sich kennzeichnende Ablati-onsformen, die im Folgenden noch detailliert dargestellt werden. „Idealtypisch gliedern sich temperierte Talgletscher etwa im Größenverhältnis zwei zu eins in ein Nährgebiet […] und in ein Zehrgebiet […]“ (Lexikon der Geowissenschaften, Band 2: 332). Das Zehrgebiet wird vom höher gelegenen Nährgebiet oder Akkumulationsgebiet bezogen auf den Massenhaushalt durch die Gleichgewichtslinie getrennt. Dieser Begriff wird im Folgenden näher erläutert.
Arbeit zitieren:
Stephanie Balke, 2007, Die Gletscherzunge - Das Zehrgebiet: Moränen und Gletschertische, München, GRIN Verlag GmbH
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