INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG 4
1.1 -FRAGESTELLUNGEN 4
1.2 -STAND DER FORSCHUNG 4
1.3 -ZIEL UND ABGRENZUNG DER ARBEIT 5
1.4 -METHODEN, ERKENNTNISINTERESSE UND THEORETISCHE PERSPEKTIVEN. 5
1.5 -ZUR DOKUMENTATION 5
2 KAPITEL 1 : VORSTELLUNG DER KFW-ENTWICKLUNGSBANK UND DER GTZ. 6
2.1 DIE KFW-ENTWICKLUNGSBANK. 6
2.2 DIE GTZ. 6
2.3 FAZIT 7
3 KAPITEL 2: FINANZIERUNGSSTRATEGIEN DER KFW-ENTWICKLUNGSBANK UND DER GTZ
8
3.1 FINANZIERUNGSSTRATEGIEN DER KFW-ENTWICKLUNGSBANK 8
3.2 FINANZIERUNGSSTRATEGIEN DER GTZ. 9
3.3 FAZIT 9
4 KAPITEL 3: FÖRDERBEREICHE DER KFW-ENTWICKLUNGSBANK UND DER GTZ. 10
4.1 FÖRDERBEREICHE DER KFW-ENTWICKLUNGSBANK 10
4.2 FÖRDERBEREICHE DER GTZ. 14
4.3 WIRKUNGEN DER FÖRDERBEREICHE AUF DIE ARMUT IN KAMERUN. 18
4.4 FAZIT 20
5 ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG. 20
6 LITERATURVERZEICHNIS 22
2
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
ACDI: Agence canadienne de développement international
ACMS: Association Camerounaise de Marketing Social
AIDS: Acquired immune deficiency syndrome
BFE: Bundesstelle für Entwicklungshilfe
BGR: Bundesanstalt für Gewissenschaften und Rohstoffe
BMZ: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
CARE: Christian Action Research and Education
CEMAC: Communauté Économique et Monétaire de l'Afrique Centrale
CIM: Centrum für internationale Migration und Entwicklung
COMIFAC: Commission des forêts d’Afrique Centrale
DED : Deutscher Entwicklungsdienst
DEG-FBE: Deutsche Entwicklungsgesellschaft für Beteiligungen in Entwicklungsländern
DM: Deutschmark
GATE: German Appropriate Technology Exchange
GAWI: Deutsche Förderungsgesellschaft für Entwicklungsländer
GTZ: Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit
HIPC: Heavily indebted poor countries
HIV: Human Immunodeficiency Virus
KfW: Kreditanstalt für Wiederaufbau
MINATD: Ministère de L'Administration Territoriale et de la Décentralisation
MINEP: Ministère de l’environnement et de la protection de la nature
MINEPAT: Ministère de l'Économie, de la Planification et de l'Aménagement du Territoire
MINFOF: Ministère des forêts et de la faune
ODA: Official development assistance
ONADEF: Office National de Développement des Forêts
PRSP: Poverty Reduction Strategy Paper
PSFE: Programme Sectoriel Forêts et Environnement
USAID: United States Agency for International Development
3
1 EINLEITUNG
1.1 -Fragestellungen
Zwar ist insgesamt eine leichte Verbesserung der politischen Lage der Länder Subsahara-Afrikas nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes zu verzeichnen, aber deren wirtschaftliche Situation bleibt düster, sofern weiterhin 34 der 48 weltweit ärmsten Länder dort liegen 1 . Die Lebensbedingungen für die Mehrheit der subsahara-afrikanischen Bevölkerungen haben sich tendenziell so verschlechtert, dass heute etwa deren 50 Prozent unterhalb der Armutsgrenze leben 2 . Der Armutsbekämpfung in Subsahara-Afrika widmen sich derzeit viele bilaterale und multilaterale Akteure weltweit. Dazu zählen bundesdeutsche bilaterale öffentliche Akteure wie die KfW-Entwicklungsbank und die GTZ.
Die KfW-Entwicklungsbank und die GTZ sind für Finanzielle bzw. Technische
Entwicklungszusammenarbeit der bundesdeutschen Regierung mit den Entwicklungsländern verantwortlich. In unserer Arbeit lässt sich fragen, wodurch sie sich voneinander unterscheiden, ob sie sich kompensieren oder überlagern und wessen Finanzierungsstrategien und Förderbereiche besser an der Beseitigung der Armut in Afrika südlich der Sahara mit dem Beispiel von Kamerun orientiert sind.
1.2 -Stand der Forschung
1995 hatte Nestor Tabengo Domfang eine Maîtrisearbeit über „Die öffentliche Finanzielle und Technische Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Kamerun nach der Wende (1991-1994)“ an der Universität Jaunde I in Kamerun im Rahmen des Germanistikstudiums durchgeführt. Dieser Arbeit gemäß waren die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die DEG-Finanzierungsgesellschaft für Beteiligungen in GmbH 3 Entwicklungsländern (DEG-FBE) Akteure der Finanziellen
Entwicklungszusammenarbeit zwischen der bundesdeutschen Regierung und Kamerun. Die GTZ trug die Technische Entwicklungszusammenarbeit. Übrigens intervenierten die KfW und die DEG-FBE in die Landwirtschaft, das Gesundheitswesen, den Umweltschutz, das Verkehrs- und Transportwesen, das Unternehmen, die Bildung und Ausbildung, die Wasser- und Energieversorgung und in die Beratung. Außer der Energieversorgung intervenierte die GTZ über die übrigen Bereiche hinaus in die Frauenförderung und in die Forschung. Die KfW und die DEG-FBE führten zusammen bis 1995 21 Projekte mithilfe von den um 0,75 Prozent Zinsen bei 50 Jahren Laufzeit mit 10 tilgungsfreien Jahren gewährten rückzahlbaren langfristigen Darlehen in Höhe von DM 44,18 Millionen jährlich durch. Die GTZ führte ihrerseits 20 Projekte mittels
1 Deutscher Bundestag (Hrsg.) : Deutsche Afrikapolitik - Solidarität mit den Menschen Afrikas ist notwendig, Drucksache 13/6581 vom 12.12.1996, Berlin 1996 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/065/1306581.asc (Zugriff 18.06.2009)
2 ebd.
3 Die DEG-FBE ist seit Juni 2001 eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der KfW-Bankengruppe. 4
nichtrückzahlbarer Zuschüsse in Höhe von DM 24,19 Millionen jährlich durch 4 . Von 1995 bis 2010 sind 15 Jahren und mithin viele der seitherigen Daten vorbei.
1.3 -Ziel und Abgrenzung der Arbeit
Nach den Leitfragestellungen und dem Forschungsstand zielt unsere Arbeit darauf, den Forschungsstand zu aktualisieren, die Finanzierungsstrategien und Förderbereiche der KfW-Entwicklungsbank und der GTZ ausführlich weiter bekanntzumachen, einen weiteren Beitrag zu deren besseren Verständnis zu leisten und den Weg zur Besserung der
Entwicklungszusammenarbeit der bundesdeutschen Regierung mit Kamerun ebnen helfen. Im ersten Kapitel stellen wir die KfW-Entwicklungsbank und die GTZ vor. Das zweite Kapitel setzt sich mit dem Vergleich deren Finanzierungsstrategien und das dritte mit dem Vergleich deren Förderbereiche auseinander. Den Förderbereichen von 2007 bis 2009 wird Rechnung getragen.
1.4 -Methoden, Erkenntnisinteresse und theoretische Perspektiven
In unserer Arbeit beschränkt sich unsere Vorgehensweise auf die Analyse vorhandener themenbezogener Literatur. Dabei konzentrieren wir uns auf die hermeneutische Methode, um durch die Analyse von Primär- und Sekundärdaten zu Ergebnissen hinsichtlich unserer Forschungsfragen gelangen zu können. Unser Erkenntnisinteresse ist sowohl emanzipatorisch als auch technisch-instrumentell, da wir einerseits unser eigenes Wissen über die Instrumente der Entwicklungspolitik der Bundesregierung in Richtung Kamerun aktualisieren und somit vertiefen möchten, um andererseits im Lichte der Erfahrung deren Empfänger richtig aufzuklären und die Bundesregierung über deren Besserung gut zu beraten. Da wir am Ende der Arbeit imstande sein sollen, den besten beider Instrumente der Entwicklungszusammenarbeit der bundesdeutschen Regierung mit Afrika südlich der Sahara mit dem Beispiel Kamerun zu bestimmen und da die Unterentwicklung der Länder Afrikas südlich der Sahara nicht nur in der Funktionsweise ihrer internen Strukturen, sondern auch im Verhalten und in der Absicht der Geberländer liegen, die betreffenden Länder in der Abhängigkeit beizubehalten, ist verständlich, dass wir unsere Fragestellungen sowohl im Lichte des Modernisierungs- als auch des Dependenzabsatzes beantworten.
1.5 -Zur Dokumentation
Zahlreiche Quellen haben zur Bewältigung unserer Aufgabe beigetragen. Als Ausgangsmaterial hat die 1995 von Nestor Tabengo Domfang an der Universität Jaunde I in Kamerun angefertigte Maîtrisearbeit gegolten. Die GTZ, die KfW-Entwicklungsbank und das kamerunische Wirtschafts- und Planungsministerium u. a. sammelten neuestes Material über ihre Tätigkeiten in Kamerun. Der Zugang dazu hat die Sammlung von zusätzlichen Informationen ermöglicht. Die übrigen Dokumente sind aus dem Internet mittels allgemeiner Suchmaschinen google.com und google.de abgerufen worden.
4 Tabengo Domfang, Nestor : Die öffentliche Finanzielle und Technische Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Kamerun nach der Wende (1991-1994), Universität Jaunde I, Maîtrisearbeit, Jaunde 1994/1995, S. 75-76
5
2 KAPITEL 1 : VORSTELLUNG DER KFW-
ENTWICKLUNGSBANK UND DER GTZ
2.1 Die KfW-Entwicklungsbank
Die bilaterale öffentliche Finanzielle Entwicklungszusammenarbeit Deutschlands mit Kamerun wird nun ausschließlich von der KfW-Entwicklungsbank, die dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) untersteht, durchgeführt. Die KfW-Entwicklungsbank ist Glied der seit 1961 in Frankfurt am Main mit einem 80 Prozent vom Bund und 20 Prozent von den Ländern finanzierten anfänglichen Kapital von DM einer Milliarde 5 und derzeitigen Kapital von drei Milliarden siebenhundertfünfzig Millionen Euro 6 gelegenen KfW-Bankengruppe. Im Auftrag der Bundesregierung vergibt sie Kredite an Entwicklungsländer, womit viele Entwicklungsvorhaben in verschiedenen Bereichen finanziert und durchgeführt und Refinanzierungskredite zugunsten lokaler Entwicklungsbanken gewährleistet werden.
2.2 Die GTZ
Die GTZ wurde am 1. Januar 1975 aus der Verschmelzung der Bundesstelle für Entwicklungshilfe (BfE) mit der Deutschen Förderungsgesellschaft für Entwicklungsländer (GAWI) GmbH in Eschborn nach dem Generalvertrag vom 20. Dezember 1974 mit dem BMZ als Instrument der bilateralen öffentlichen Technischen Entwicklungszusammenarbeit mit den Entwicklungsländern gegründet. Sie untersteht dem BMZ wie die KfW-Entwicklungsbank und wirkt somit in Zusammenhang mit den entwicklungspolitischen Leitlinien der Bundesregierung. Vor 2008 betrug der Jahresetat der GTZ 1 Milliarde Euro 7 . Damit führte sie 2.198 Projekte und Programme Technischer Entwicklungszusammenarbeit der Bundesregierung unter Mitarbeit einheimischer Fachkräfte in Entwicklungsländern durch 8 . Zu ihren Schwerpunkten gehören zurzeit die Ausstellung von projektbezogenen Forschungen, die technische Planung und die Lieferung von wesentlichen Einrichtungen zur Projektdurchführung, die Auswahl, die Vorbereitung und die Entsendung von Beratern, Ausbildern und Spezialisten meist für kurzfristige Missionen, die Planung und Durchführung projektbetreffender Aus- und Fortbildung, die Beratung bei der Planung, Durchführung, Bewerbung und Koordinierung der Projekte und Programme und die Vergabe und Abwickelung der finanziellen Beiträge der Bundesregierung aus den Mitteln für Technische Entwicklungszusammenarbeit.
5 a.a.O., S. 35
6 KfW-Bankengruppe (Hrsg) : Das Gesetz über die KfW, Frankfurt/M. 2005, S. 5
http://www.kfw.de/DE_home/Service/Download_center/Die_Bank/kfw-Gesetz_und_Satzung/kfw_Gesetz_D.pdf (Zugriff 25.09.2008)
7 Internationale Weiterbildung und Entwicklung (Hrsg.): Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit, Bonn 2008, S. 131
http://www.inwent.org/imperia/md/content/bereich3-intranet/abteilung3-02/_dok281-2007-druckfassung-2008.pdf (Zugriff 16.01.2010) 8ebd. 6
Arbeit zitieren:
Maître Nestor Tabengo Domfang, 2010, Die KfW-Entwicklungsbank und die GTZ als Instrumente der bundesdeutschen bilateralen öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit mit Subsahara-Afrika am Beispiel von Kamerun im Vergleich, München, GRIN Verlag GmbH
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