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Russlands Weg nach Europa

Titel: Russlands Weg nach Europa

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 18 Seiten , Note: gut

Autor:in: Julika Stark (Autor:in)

Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit hat die Entwicklung Russlands im 17. Und 18. Jahrhundert zum Thema. Dabei soll der Schwerpunkt auf der Entwicklung Russlands nach Europa in kultureller, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht liegen. Vor allem im Handeln Peters I. und Katharinas II. läßt sich eine Annäherung Russlands an Europa erkennen und begründen. Spricht man von „Russlands Weg nach Europa“ so stellt sich natürlich die Frage, wo Russland, wenn nicht in Europa, steht und wie sich Europa definieren läßt. Hat Europa geographische Grenzen oder werden sie durch kulturelle und religiöse Gemeinsamkeiten festgelegt? Und wo wurde und wird Russland im Laufe der Geschichte eingeordnet?
Hinsichtlich der Herrschergestalten Peter I. und Katharina II. erscheint es vor allem wichtig zu hinterfragen, welche Schritte sie unternommen haben, um Russland nach Europa zu „führen“. Hat Peter der Große tatsächlich das so oft beschriebene „Fenster nach Europa“ geöffnet und wie wurde diese Öffnung zum Westen hin bewerkstelligt?
Katharina II. hat Russland in ihren Instruktionen als „europäische Macht“ bezeichnet und damit ihren Standpunkt und Wunsch nach der Stellung Russlands deutlich gemacht. Doch kann Russland unter Katharina II. tatsächlich als „europäisch“ bezeichnet werden? Welche innen- und außenpolitischen Bemühungen begründen diesen Standpunkt? Kann die aufgeklärte Absolutistin Katharina II. einem Vergleich mit den westeuropäischen Mächten stand halten? Und wenn sie es letztendlich nicht kann, wie läßt sich Russland dann innerhalb Europas einordnen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Europa – „Einheit in der Vielfalt“

3. Russland und Europa

4. Peter der Große – Der Veränderer Russlands

5. Peter der Große – Die Öffnung nach Westen

6. Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische, kulturelle und wirtschaftliche Annäherung Russlands an Europa im 17. und 18. Jahrhundert. Dabei wird analysiert, inwieweit die Reformen unter Peter I. dem Großen tatsächlich eine dauerhafte „Europäisierung“ des Landes bewirkten und welche Rolle seine Nachfolger bei der weiteren Integration in europäische Strukturen spielten.

  • Die historische Definition und Abgrenzung Europas
  • Die Problematik der Zugehörigkeit Russlands zu Europa
  • Die innen- und außenpolitischen Reformen Peters I.
  • Die Rolle der kulturellen und politischen „Verwestlichung“
  • Die weitere Integration Russlands unter Katharina II.

Auszug aus dem Buch

Peter der Große – Der Veränderer Russlands

Im ausgehenden 17. Jahrhundert, 1682, bestieg Peter I. aus dem Haus Romanov den Zarenthron in Russland. Peter I. der Große galt bereits während seiner Regierungszeit als der „Veränderer Russlands“. Durch seine Reformen wurde in Russland „ein grundlegender Wandel auf allen Gebieten des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, staatlichen und kulturellen Lebens des Landes eingeleitet (...).“

Der hannoversche Resident Friedrich Christian Weber schreibt 1721 in seinem Werk „Das veränderte Russland“ über Peter I.: „Daß Rußland seit einigen zwanzig Jahren gantz verwandelt und verändert sey, werden nicht allein diejenigen, welche in Rußland gewesen, sondern auch alle, die nur einige Kenntniß von dem jetzigen Zustande der Nordischen Sachen haben, gestehen müssen. Die Erweiterung der Nordischen Gräntzen, die Erbauung der Stadt Petersburg und des Cronschlötischen Hafens, die auf den Teutschen Fuß gesetzte und durch eine unaufhörliche Übung streitbar gemachte Militz, die aus den Casanischen Höltzern verfertigte und in der Ost-See gesetzte Flotte, die zum Matrosen- Handwerck angewiesene Bauren, die Aufrichtung der See- und anderen Academien, die gantz umgekehrte und durch Einführung der neuen Reichs- Collegiorum verbesserte Justiz und Regiments- Verfassung, die angelegte Künste und Manufacturen, (...) auch endlich und insonderheit, die sowohl unter grösseren Gehorsam als zu etwas mehrer Erkäntniß gebrachte Geistlichkeit, sind solche große Neuerungen und die darauf verwendete Zeit so geringe, daß ein jeder, der dieselbe mit Augen gesehen, darüber erstaunen muss (...)“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Fragestellung zur Annäherung Russlands an Europa und Skizzierung der methodischen Herangehensweise unter Berücksichtigung von Peter I.

Europa – „Einheit in der Vielfalt“: Diskussion der Schwierigkeiten bei der geographischen und ideellen Definition Europas und der daraus resultierenden Problematik für die russische Zugehörigkeit.

Russland und Europa: Beleuchtung der historischen Debatte über den Platz Russlands zwischen Asien und Europa sowie die Bedeutung kultureller und religiöser Differenzen.

Peter der Große – Der Veränderer Russlands: Darstellung der weitreichenden innenpolitischen und administrativen Reformen, die auf eine Modernisierung und Rationalisierung des russischen Staates zielten.

Peter der Große – Die Öffnung nach Westen: Analyse der kontroversen Bewertung von Peters Reformpolitik als „Europäisierung“ und der außenpolitischen Einbindung in europäische Machtkonstellationen.

Ausblick: Zusammenfassung der Weiterführung des Erbes durch die Nachfolger, insbesondere Katharina II., und das Fazit zur langfristigen Entwicklung Russlands als europäische Macht.

Schlüsselwörter

Russland, Europa, Peter I. der Große, Europäisierung, Reformen, Zarenreich, Modernisierung, Außenpolitik, Katharina II., Kulturgeschichte, Staatsverwaltung, St. Petersburg, Identität, Machtpolitik, Abendland

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem historischen Prozess der Annäherung Russlands an Europa während des 17. und 18. Jahrhunderts, insbesondere unter der Herrschaft von Peter I.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Definition des Europa-Begriffs, die Analyse der inneren Reformen Russlands sowie die außenpolitische Öffnung gegenüber den europäischen Mächten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, welche Maßnahmen Peter I. zur „Europäisierung“ Russlands ergriff und ob das Land dadurch tatsächlich als integraler Bestandteil Europas betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur und zeitgenössischen Quellen basiert, um die kontroversen Standpunkte der Forschung darzulegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsbestimmung Europas, eine historische Einordnung der russischen Stellung, sowie eine detaillierte Untersuchung der Reformen in Verwaltung, Bildung, Militär und Wirtschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Europäisierung, Peter der Große, Zarenreich, Modernisierung, Staatsreformen und Identitätsdebatte charakterisiert.

Welche Rolle spielt Peter I. bei der sogenannten „Europäisierung“?

Peter I. wird als treibende Kraft gesehen, der durch radikale Reformen und den Bau von St. Petersburg das „Fenster nach Europa“ öffnete, was Russland in den Blickpunkt europäischer Machtpolitik rückte.

Wie unterscheidet sich die Rolle von Katharina II. von der ihres Vorgängers?

Während Peter I. die Grundlagen schuf, setzte Katharina II. den Prozess der Europäisierung in einer eher evolutionären Weise fort und förderte verstärkt die Künste und Wissenschaften nach aufgeklärtem Vorbild.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Russlands Weg nach Europa
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Geschichts- und Kulturwissenschaften)
Note
gut
Autor
Julika Stark (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
18
Katalognummer
V15800
ISBN (eBook)
9783638208185
ISBN (Buch)
9783638901475
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Russlands Europa
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julika Stark (Autor:in), 2002, Russlands Weg nach Europa, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15800
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Leseprobe aus  18  Seiten
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