Hauptseminar: Bindungstheorien
Gleichgeschlechtliche Bindung
Stefan Schmid
II
Gliederung
1 Einleitung. 2
2 Bowlby’s Bindungstheorie. 2
3 Evolutionstheoretischer Ansatz 4
3.1 Das Ziel von Evolution nach Dawkins. 5
4 Verschiedene Erklärungsansätze 7
4.1 Bowlby/Ainsworth 8
4.2 Studie von LeVay 8
4.3 Cohens Same-Sex-Attraction-Disorder 9
5 Schlussüberlegungen 10
6 Literatur 11
III
1 Einleitung
Der Bindung zwischen Eltern und Kind wird in der Entwicklungspsychologie eine wichtige Bedeutung beigemessen. In diesem Bereich werden bereits im frühkindlichen Alter Verhaltensweisen festgelegt, die den späteren Umgang des Erwachsenen in der Interaktion mit anderen Menschen grundlegend und weitreichend beeinflussen. Der Arzt und Psychoanalytiker John Bowlby (1907 - 1990) gilt als Pionier der Bindungsforschung. Die von ihm hervorgebrachte Bindungstheorie wurde primär als klinische Theorie entwickelt, um Formen von emotionalen und Persönlichkeitsstörungen, einschließlich Angst, Wut, Depression und emotionale Entfremdung, die durch ungewollte Trennung und Verlust ausgelöst werden zu erklären. Die Bindungstheorie liefert ein Konzept, um die menschliche Neigung zu erklären, enge emotionale Beziehungen zu suchen. Dabei versteht man unter Bindung ("Attachment") eine besondere Beziehung eines Kindes zu seinen Eltern oder Personen, die es beständig betreuen. Somit ergibt sich ein andauerndes affektives Band zu bestimmten Personen, die nicht ohne weiteres auswechselbar sind.
Diese Arbeit betrachtet die Bindung eher aus evolutionstheoretischer Sicht. Es soll die Frage erörtert werden inwiefern die bestehende Bindungstheorie ausreicht um das Phänomen Homosexualität („same-sex-attachment“), bei dem offenbar ähnliche Bindungsformen zu bestehen scheinen, zu erklären und inwieweit offene Fragen bestehen, die bisher noch nicht erforscht wurden. Im Vordergrund steht hierbei demnach vielmehr die Frage „Weshalb Bindung?“ als die Frage nach dem „Wie“.
2 Bowlby’s Bindungstheorie
Bowlby legte seiner ursprünglichen theoretischen Arbeit Darwins Evolutionstheorie zugrunde. Ein zentraler Kern seiner Arbeit beruhte damit auf der Annahme, dass alles Leben einem einzigen Ziel unterliegt, dem Überleben des Individuums („survival of the fittest“, Darwin). Dies bedeutet dass alle Handlungen und Funktionen eines Individuums in letzter Konsequenz Schutzfunktionen darstellen, die das Überleben des Einzelnen sichern sollen.
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Arbeit zitieren:
Stefan Schmid, 2003, Gleichgeschlechtliche Bindung, München, GRIN Verlag GmbH
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