Analyse, Projektierung, Planung und Teilumsetzung des Umbaus und
der Erweiterung auf Grund veränderter sozialer und pflegerischer
Problemstellungen betagter und hochbetagter Menschen der Stadt
Analyse, Projektierung, Planung und Teilumsetzung des Umbaus und
der Erweiterung auf Grund veränderter sozialer und pflegerischer
Problemstellungen betagter und hochbetagter Menschen der Stadt
Kloten
Verfasser: Peter Kieni und Sigrid Baierlein
Zeitraum 01.03.2002 bis 15.12.2002
2 von 68 Seiten
Anlage 2
Erklärung zur Archivierung und Rechtsübertragung gem. §§ 16, 19, 21 UrhG
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Vorwort
Jede Leserin und auch mancher Leser dieser Arbeit hat große Chancen, das 80. Lebensjahr zu erreichen. Vor rund hundert Jahren war dieses höhere Alter nur sehr wenigen vorbehalten. Heute ist es für die Menschen der westlichen Industrienationen eine fast sichere Zukunftsperspektive. Ein Drittel unserer Lebenszeit - und das ist schon die Norm - verbringen wir als betagte und hochbetagte Menschen, jenseits des Erwerbslebens.
Das Alter ist längst kein Synonym mehr für Krankheit, Gebrechlichkeit und Siechtum. Wir befinden uns mitten in einer historischen Entwicklung, in der sich „das Gesicht des Alters“ rasant wandelt. Die „Alten“, wie wir sie bisher zu kennen glaubten, gibt es nicht mehr. Es bilden sich immer stärker zwei neue Gruppen heraus: die große Gruppe der sogenannten. jungen Alten, die noch voll leistungsfähig sind, obwohl sie nicht mehr im Erwerb stehen, und die viel kleinere Gruppe der pflegebedürftigen Hochbetagten. Es ist die geburtenstarke Nachkriegsgeneration der Baby-Boomer, die auf das Rentenalter zuschreitet, mit einer noch höheren Lebenserwartung als jemals eine Generation zuvor. Bei gleichzeitig rückläufigen Geburtenraten verschiebt sich der demographische Altersaufbau zunehmend zugunsten eines höheren Anteils älterer Menschen.
Die Fragen des Alters und des Alterns werden in den Medien zunehmend thematisiert und sensibilisieren so die Öffentlichkeit allmählich für eine neue, komplexe Problematik mit tief greifenden Auswirkungen auf Politik und Kultur, Bildung und Arbeitsmarkt, Gesundheit und soziale Sicherheit, Lebensformen, Konsumstrukturen und finanzielle Verhältnisse. Hier ist die Gesellschaft als Ganzes sowie jeder einzelne aufgefordert, sich den grundlegenden Veränderungen zu stellen, über neue Lösungsansätze für eine würdige Bewältigung des Alterns nachzudenken und sie auch in die Tat umzusetzen.
Die Stadt Kloten hat diese Herausforderung angenommen und sich den veränderten sozialen und pflegerischen Problemstellungen ihrer Betagten und Hochbetagten gestellt. Mit der Überarbeitung des Altersleitbildes im Jahr 2001 wurden die Weichen für die mittlere und ferne Zukunft gestellt. Im ersten Schritt analysiert und beleuchtet
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diese Arbeit die Entscheidungsgrundlagen aus unterschiedlicher Sicht und hinterfragt die daraus resultierenden Entscheidungen.
In einem zweiten Schritt beschreibt sie die Umsetzung eines Teilprojektes. Dieses beginnt mit der Planung eines Provisoriums für 1 ½ Jahre und endet mit der Umsetzung des Umzuges in dieses Provisorium im Pavillon „im unteren Bergli“ in Kloten (temporäres Pflegezentrum „im Spitz“ für 1 ½ Jahre) Grundlage dieses Projektes bilden das überarbeitete Altersleitbild der Stadt Koten 2001, fachspezifische Erfahrungen, die Erkenntnisse / Bedürfnisse des Marktes und die Aufträge der Legislativen/Exekutiven
Methodisches Vorgehen
Die Arbeit stützt sich im wesentlichen auf eine breit angelegte Recherche von Beschreibungen des Begriffs „Alter“, der veränderten Alterssituation im allgemeinen, der Sichtung von internationalem, nationalem, regionalem und ortsbezogenem Statistikmaterial von Behörden, Gesellschaften, Unternehmensberatungen und dem Internet. Ferner Beschreibungen von komplementären Anbietern im Gesundheits- und Sozialwesen (Pro Senectute, Spitex etc.). Kernstück der Arbeit ist das Altersleitbild der Stadt Kloten.
Begriffsklärungen
Durch die Verwendung von internationaler Literatur wird in der Arbeit abwechselnd der deutsche oder der schweizer Sprachstil gewählt.
Altenheim = deutscher Sprachgebrauch Beispiel:
Altersleitbild
Das Altersleitbild formuliert Ziele, zeigt Vernetzungen auf und stellt Maßnahmenpläne dar. Es beantwortet vordergründig die Frage, in welche Richtungen diese Alterskonzepte gehen, von welchen Bedürfnissen sie ausgehen und was wichtig ist in den Bereichen Wohnformen (individuelles und kollektives Wohnen), Dienstleistungen (Hilfe und Pflege zu Hause und in den Institutionen) sowie soziale und kulturelle Aktivitäten 1 . Grundsätzlich sind Altersleitbilder langfristig angelegt, mit einem mittel-und kurzfristigen Kontrollrahmen der einzelnen Umsetzungsschritte.
Altenwohnung 2
Eine in Lage, Ausstattung und Einrichtung für besondere Bedürfnisse älterer Menschen geeignete Wohnung mit Zentralheizung, Aufzug, Hausmeister.
Altenwohnhaus
Wohngebäude, das ausschließlich Altenwohnungen enthält.
Altenwohnheim
Abgeschlossene kleine Wohnung in einem Heim, selbstständige Führung eines eigenen Haushaltes.
Altenheim / Alterswohnheim
Zimmer bzw. Kleinappartement in einem Heim, eigene Möbel, z. T. mit Nasszelle; wenig pflegerische Unterstützung, Notfallkonzepte rund um die Uhr.
Pflegeheim / Pflegezentrum
Einzel- oder Mehrbettzimmer, einzelne eigene Einrichtungsgegenstände. Pflegebetreuung je nach Pflegestufe durch diplomierte Pflegemitarbeiter rund um die Uhr .
1 Silvia Diebold Zurbrügg, Wohn- und Betreuungsformen für Betagte, Zwischenbericht April 1994, (Ergebnisse einer
mehrschichtigen Umfrage im Rahmen des NFP 32-Projektes „Wohnverhältnisse, Wohnraumversorgung und räumliche
Verteilung betagter Menschen in der Schweiz“
2 Begriffsklärungen aus: Jürgen Howe u. a. , Lehrbuch der psychologischen und sozialen Alterswissenschaft, Roland Asanger
Verlag, Heidelberg, 1991 7 von 68 Seiten
Pflegewohnung
Kleine Alterswohngemeinschaft, begleitet von Fachpersonal, gegenseitige Unterstützung der Bewohner.
Betagte 3
Menschen im Alter von 65 bis 79 Jahren
Hochbetagte
Menschen ab 80 Jahren
3 Begriffsklärungen aus: Hans Ulrich Schmid, Gutachten zum Altersleitbild 2001, Kloten, Tertianum Management AG, CH-Berlingen 8 von 68 Seiten
Inhaltsverzeichnis
Eigenst ändigkeitserklärung. 3
Anlage 2 4
Vorwort........................................................................................................................... 5
Methodisches Vorgehen 6
Begriffskl ärungen 6
Inhaltsverzeichnis 9
Abbildungsverzeichnis. 12
Tabellenverzeichnis 13
1 Zusammenfassung 14
2 Allgemeine demographische Entwicklung und Veränderung der sozialen
Stellung im Alter 15
2.1 Früher 15
2.2 Heute 15
2.3 Einstellungswandel und Tendenz der Gegenwart 15
3 Ausgangslage in der Schweiz 18
3.1 Voraussichtliche zahlenmäßige Entwicklung der Hochbetagten 18
3.2 Ältere AusländerInnen in der Schweiz - ihre zahlenmäßige Entwicklung 19
3.3 Soziale und pflegerische Problemstellungen 20
3.3.1 Soziale Selektivität hochaltriger Menschen 20
3.3.2 Soziale Beziehungen älterer Menschen 21
3.3.3 Altern mit Partner. 24
3.3.4 Altern ohne Partner. 25
3.3.5 Altersgruppen 28
4 Ausgangslage Region Zürcher Unterland 30
4.1 Bevölkerungsentwicklung und Altersstruktur 30
4.2 Pflegebedarf 32
4.3 Das derzeitige Angebot 33
4.3.1 Art der Leistungen 33
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4.3.2 Versorgungslücken 34
5 Ausgangslage Kloten 36
5.1 Kloten in Zahlen 36
5.2 Die Alterspolitik Klotens 37
5.2.1 Die Arbeitsweise 37
5.2.2 Das Seniorenbild 37
5.2.3 Entwicklung Betagte und Hochbetagte 38
6 Vom Alterswohnheim „Im Spitz“ zum Pflegezentrum „Im Spitz“ 41
6.1 Zur Wohnsituation alter Menschen in Kloten 41
6.2 Gegenwärtige Situation im Alterswohn- und Pflegeheim „Im Spitz“ 42
6.3 Zukünftige Situation im Pflegezentrum „Im Spitz“ 43
7 Erkenntnisse und Auflagen aus dem Altersleitbild 2001 der Stadt Kloten 44
7.1 Zukünftige Situation im Pflegezentrum „Im Spitz“ 44
8 Grund für die Planung eines Provisoriums 47
9 Prüfung der Umsetzungsmöglichkeiten 47
9.1 Auslagerung der operativen Felder. 47
9.2 Kontainerbauten (Pavillon) im Gebiet der Stadt Kloten 50
9.3 Schlussfolgerung. 50
10 Umplatzierung der Bewohner während der Bauphase. 52
10.1 Folgekosten 52
10.2 Vor- und Nachteile sowie offene Fragen zum Pavillion „im unteren Bergli“ 53
11 Öffentlichkeitsarbeit (Infoflyer siehe Beilage) 54
12 Antrag an den Stadtrat der Stadt Kloten 55
13 Antrag an den Gemeinderat der Stadt Kloten 55
14 Urnenabstimmung der Bevölkerung von Kloten 56
15 Planung der Umsetzung des Pavillons „im unteren Bergli“ 56
15.1 Erarbeitung des Grundkonzeptes 56
15.2 Anzahl der Bewohnerplätze 56
15.3 Standard 56
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16 Submissionierung im offenen Verfahren 57
16.1 Auswahl der Verfahrensart. 57
17 Auswertung und Vergabe des Auftrages zur Erstellung des Provisoriums 58
18 Errichtungsplanung Provisorium 59
19 Betriebliche Umzugsplanung 60
19.1 Zeitplan für den Umzug ins Pavillon „im unteren Bergli“ Kloten 60
19.2 Umzugspläne im Speziellen - BewohnerInnen 61
19.3 Umzugspläne im Speziellen - Gütern und Materialien. 61
19.4 Umzugspläne im Speziellen - MitarbeiterInnen. 61
19.5 Erwartungen 62
19.6 Sicherheit für Personen. 62
19.7 Sicherheit für Güter 62
20 Gant 63
21 Planung des Provisoriumsbetriebes (Umzugsfase) 63
22 Aufnahme des normalen Pflegebetriebes im Pavillon 63
23 Bauplanung Um- und Neubau des Pflegezentrum „Im Spitz“ 64
24 Budget. 64
25 Schlussbetrachtung und Ausblick 64
Anhang 65
Infoflyer der Öffentlichkeitsarbeit 65
Grundrissplan des Pavillons „im unteren Bergli“ 65
Umzugsplanung ins Pavillons „im unteren Bergli“ 65
Literaturverzeichnis 66
Gutachten und Berichte 67
Websites (Stand 30. Nov. 2002) 67
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Veränderungen im Bevölkerungsaufbau von 1890 bis 1987
Abbildung 2 Altersstruktur im Vergleich 1998 und 2010.
Abbildung 3 Altersquotient im Kanton Zürich 1990 bis 2020.
Abbildung 4 Häufigkeit der von allen Leistungserbringern im jeweiligen
Leistungsspektrum angebotenen Leistungen
Abbildung 5 Art der geplanten Angebotsenderungen
Abbildung 6 Altersstruktur nach wirtschaftlichem Wohnsitz Stadt Kloten
Abbildung 7 Entwicklung der Betagten und Hochbetagten nach dem ALB 1990,
und dem Vergleichsjahr 2000
Abbildung 8 Statistische Werte des Alterswohn- und Pflegeheims „Im Spitz“ 1997 bis
2001
Abbildung 9 Statistische Werte des Alterswohn- und Pflegeheim „Im Spitz“ nach
Durchschnittsalter und Aufenthaltsdauer
Abbildung 11Erfolgsfaktoren für die Umsetzung
Abbildung 12 Kontainerreihe im Rohbau
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Tabellenverzeichnis
Tabelle 1 Wahrscheinlichkeit zu unterschiedlichen Zeitperioden das 60., 70., 80. oder
90. Altersjahr zu erreichen ......................................................................................18 Tabelle 2 Hochbetagte in der Schweiz: Aktuelle Zahl und voraussichtliche Entwicklung 19
Tabelle 3 Ausländische Wohnbevölkerung im Rentenalter 1981-2030: Entwicklung und
Prognosen ...............................................................................................................19 Tabelle 4 Studie Vorhandene Kontaktpersonen im Alter: Ergebnisse neuerer
deutscher und schweizerischer Studien .................................................................23 Tabelle 5 Alterssurvey: Zuhause lebende Bevölkerung Deutschlands 1996 .........24 Tabelle 6 Entwicklung intergenerationeller Unterstützungsraten in ausgewählten
Ländern 1950, 1990 und 2025................................................................................26 Tabelle 7 Demographische Alterung gemäß statistischer und dynamischer
Betrachtungsweise..................................................................................................27 Tabelle 8 Altersgruppe unterschieden ob in Kollektivhaushalten oder Pflegeheimen lebend 28
Tabelle 9 Altersgruppe unterschieden ob in Kollektivhaushalten oder Pflegeheimen lebend 29
Tabelle 10 Masszahlen zur Altersstruktur 1999 und 2010 .....................................30 Tabelle 11 Altersprognose Kloten...........................................................................39 Tabelle 12 Übersicht der Auslagerungsmöglichkeiten ...........................................49
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Arbeit zitieren:
Sigrid Baierlein, Peter Kieni, 2003, Vom Alters- und Pflegewohnheim „Im Spitz“ zum Pflegezentrum „Im Spitz“, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
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