Sigrid Baierlein und Peter Kieni Transferarbeit Marketing
Eigenständigkeitserklärung
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Sigrid Baierlein und Peter Kieni Transferarbeit Marketing
Anlage 2
Erklärung zur Archivierung und Rechtsübertragung gem. §§ 16, 19, 21 UrhG
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Sigrid Baierlein und Peter Kieni Transferarbeit Marketing
Vorwort
In einer Zeit zwischenmenschlicher Vereinzelung und einem Umbruch traditioneller Bindungen machen sich immer mehr Menschen auf den Weg, um gemeinschaftsorientierte Wohn- und Lebenszusammenhänge zu schaffen.
War es vor einigen Jahrzehnten noch undenkbar, dass ältere Menschen in eigener Regie neue Wohnformen verwirklichten, so können wir am Anfang dieses neuen Jahrtausends bundesweit, wie auch in vielen anderen europäischen Ländern, auf eine Vielfalt neu entstehender, selbst organisierter Wohnprojekte blicken.
Ein Blick zurück: Ende der 70er Jahre, Anfang der 80er Jahre bedeutete das Thema „Neue Wohnformen“ für ältere Menschen noch absolutes Neuland. Dieses Feld war von jungen Leuten, von Studenten und alternativen Gruppen besetzt.
War früher die Wahlform, der Senioren auf das Altwerden in der Familie oder in einer klassischen Alteneinrichtung (Altersheim) beschränkt, so bilden sich heute und in Zukunft neue, kreative Formen des gemeinsamen Altwerdens heraus. Diese neuen Möglichkeiten stellen auch für bereits bestehende Institutionen eine Herausforderung dar. Ebenso wird bei den zukünftigen Benutzern ein Umdenken und ein sich Einstellen auf diese neuen Möglichkeiten stattfinden. Diesen Prozess gilt es mit gezielten Marketingmaßnahmen den heutigen und zukünftigen Senioren vor Augen zu führen und sie so in ihrem Entscheiden und Handeln zu unterstützen.
Die Mitstreiterinnen und Bewohnerinnen der ersten Altenwohnprojekte galten als Pioniere auf der Suche nach Selbstbestimmung, nach sozialen Beziehungen und Alternativen zum Leben allein oder im Alten- und Pflegeheim. Ihre Experimentierfreude wurde in der hiesigen Öffentlichkeit neugierig, nicht selten aber auch sehr skeptisch beobachtet 1 . In Deutschland blieb es nicht bei einigen Vorzeigemodellen und großstädtischen Pilotprojekten. Seit den 80er Jahren gründeten sich landauf, landab immer neue Initiativen: Wohngemeinschaft Jung und Alt, Arche Nora, Brückenschlag, AlterNatives Wohnen, Neues Wohnen im Alter... die Namen der Initiativen sind zugleich als Programm zu verstehen. Es kam zu ersten überregionalen Kontakten und Netzwerken der Projekte, zu Forschungsvorhaben und einer wachsenden Zahl an Publikationen und Veranstaltungen 2 . Aus der Sicht der zukünftigen Bewohner lohnt es sich jedenfalls schon, sich ein paar Gedanken zu machen, wie man die zweite Lebenshälfte gestalten will. Ohne Zweifel hat sicher mehr vom Leben, wer es bewusst gestaltet. Und wer darüber nachdenkt, wie es dann sein wird, wenn ein paar Jahre mehr verstrichen sind.
1 http://www.az-ambachgraben.ch/Pflege/Pflege2n.html#bez
2 Informationsblatt der „Arche Nora“ - Neue Lebens- und Wohnformen für Frauen auch im Alter, Hamburs, 1994 Steinbeis-Hochschule Berlin STI 599 MBA 001 Seite 6 von 28
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Vorgehensweise
Diese Arbeit stellt im ersten Teil das Projekt „Zukunftswohnen für Senioren“ an Hand der klassischen Marketing-Ansätze vor. Sie widmet sich im zweiten Teil dem möglichen Vorgehen zur Erreichung des Projektzieles, die Schaffung einer Senioren-Wohngruppe im Stil einer Senioren-Wohngemeinschaft. Hier werden zum Teil bereits stattgefundene, aber auch angedachte Prozesse beschrieben.
Ferner soll sie dazu beitragen, die Komplexität des Projektes „Zukunftswohnen für Senioren“ in der Planung wie in der Umsetzung aus marketingtechnischer Sicht darzustellen.
Begriffsklärungen
Durch die Verwendung von internationaler Literatur wird in der Arbeit abwechselnd der deutsche oder der schweizer Sprachstil gewählt. Altenheim = deutscher Sprachgebrauch Beispiel:
Altersheim = schweizer Sprachgebrauch
„Zukunftswohnen für Senioren“
Wohnformen in einer Senioren-Wohngemeinschaft, welche sich selbst gebildet hat und ein Wohnobjekt in Eigentum oder in Miete erworben hat. Der Grundgedanke ist ein autarkes Funktionieren einer solchen Gemeinschaft, was aber eine pflegerische Betreuung von der kleinen Hilfestellung bei Alltagsproblemen bis hin zur klassischen Pflege nicht ausschließt. Folgende Wohnformen tauchen immer wieder unter dem Begriff „Zukunftswohnen für Senioren“ auf: Altenwohnung 3
Eine in Lage, Ausstattung und Einrichtung für besondere Bedürfnisse älterer Menschen geeignete Wohnung mit Zentralheizung, Aufzug, Hausmeister.
Altenwohnhaus / Alterssiedlung
Wohngebäude, das ausschließlich Altenwohnungen enthält.
Altenwohnheim
Abgeschlossene kleine Wohnung in einem Heim, selbstständige Führung eines eigenen Haushaltes.
Altersheim
Kleine Wohneinheiten (Zimmer in Einzel- oder Mehrfachbelegung) in einem Heim. Selbstständigen Führung eines eigenen Haushaltes, mit der Sicherheit von Unterstützung, Pflege und Betreuung, sofern erwünscht und gebraucht.
3 Begriffsklärungen aus: Jürgen Howe u. a. , Lehrbuch der psychologischen und sozialen Alterswissenschaft, Roland Asanger Verlag, Heidelberg, 1991
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Arbeit zitieren:
Sigrid Baierlein, Peter Kieni, 2003, Zukunftswohnen für Senioren: Derzeitige Marketingansätze für zukünftige Wohnformen für Senioren am Beispiel der geplanten Senioren-Wohngruppe in Kloten, München, GRIN Verlag GmbH
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Sigrid Baierlein's Text Zukunftswohnen für Senioren: Derzeitige Marketingansätze für zukünftige Wohnformen für Senioren am Beispiel der geplanten Senioren-Wohngruppe in Kloten ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
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