Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG: DIE GESELLSCHAFTSTHEORIE MANUEL CASTELLS 2
2 ZUR PERSON MANUEL CASTELLS 2
3 DIE NETZWERKGESELLSCHAFT UND SOZIALE BEWEGUNGEN 3
4 DIE KONSTRUKTION VON IDENTITÄT 4
4.1 DEFINITION DER BEGRIFFE SINN UND IDENTITÄT. 4
4.2 ARTEN DER IDENTITÄTSKONSTRUKTION 5
4.2.1 Die Legitimierende Identität 6
4.2.2 Die Widerstandsidentität 6
4.2.3 Die Projektidentität. 6
4.2.4 Identitäten und sozialer Wandel 7
4.3 RELIGIÖSER FUNDAMENTALISMUS ALS BEISPIEL KOLLEKTIVER IDENTITÄTSKONSTRUKTION. 9
5 ZUSAMMENFASSUNG. 11
6 LITERATURVERZEICHNIS 12
2
1 Einleitung: Die Gesellschaftstheorie Manuel Castells‘
Der Siegeszug des Computers ist unaufhaltsam: Er dominiert das Berufs- und Privatleben der Menschen in weiten Teilen. Kaum jemand kann sich der technisierten Welt entziehen, ist direkt oder indirekt betroffen. Das Internet revolutionierte die zwischenmenschliche Kommunikation und Interaktion. Teile der Lebenswelt sind in Bits und Bytes zerfallen und finden in der Datenautobahn abseits sinnlich wahrnehmbarer Welten statt. Die Gesellschaftstheorie Manuel Castells‘ setzt an dieser Stelle an. In seiner Triologie „Das Informationszeitalter“ skizziert er die Auswirkungen der technischen Neuerungen auf das zwischenmenschliche Zusammenleben und die Sozialstruktur (vgl. Brock 2004: 12) und hat damit ein Werk geschaffen, das mit Enthusiasmus (vgl. Treibel 2006: 268) und Skepsis (vgl. Brock 2004: 18) zugleich in der Wissenschaftswelt rezipiert wird. Manuel Castells‘ Werk lässt sich charakterisieren als „eine empirisch dichte, kulturvergleichende sozialwissenschaftliche Theorie der globalen informationellen Gesellschaft“ (Thumfart 2004: 86f). Auf Basis einer immensen Breite an empirischem Daten- und Informationsmaterial stellt sich der Soziologe der Frage nach dem Verhältnis des „Netzes“ zum „Ich“. Grundlegende Frage ist dabei, wie sich der unpersönliche Raum der Ströme auf der einen und personale sowie soziale Identitäten auf der anderen Seite gegenüberstehen (vgl. Berger/Kahlert 2004: 3). Identitäten sind ein zentrales Thema Castells‘ in seiner Trilogie. Ihnen widmet der Autor weite Teile des zweiten Bandes seiner Abhandlung. Hier skizziert er „die Folgeprobleme des Informationszeitalters, wie sie sich für die aus den neuen Möglichkeiten weitestgehend Ausgeschlossenen darbieten“ (Brock 2004: 13). Welche Rolle Identität und Sinn in der von Castells beschriebenen Netzwerkgesellschaft spielen und wie es zur Identitätskonstruktion kommt, wird in den folgenden Ausführungen dargestellt. Die Arbeit basiert im Wesentlichen auf Auszügen des zweiten Teils der Trilogie und integriert Ausführungen aus grundlegenden Standardwerken, Rezensionen und Studien, die Manuel Castells‘ Werk thematisieren. 2 Zur Person Manuel Castells‘
Der als „Protagonist einer neueren Soziologie der Weltgesellschaft“ (Treibel 2006: 268) gefeierte Soziologe Manuel Castells wurde 1942 in Spanien geboren (vgl. UOC Library and Fundación Telefónica o.J.). Im Jahr 1958 nahm er sein Studium der Rechtswissenschaften und Ökonomie in Barcelona auf. Als Aktivist gegen die Franco-Diktatur musste er jedoch nach vier Jahren Studium Spanien verlassen und floh 1962 ins Exil nach Paris (vgl. Treibel 2006: 268). Dort promovierte er 1967 in Soziologie und erhielt ein Doctorat d’État des
3
Lettres et Sciences Humaines der Sorbonne. Ein Jahr lang war er als Hochschullehrer an der neu gegründeten Universität Paris tätig bevor er 1968 aufgrund seiner Beteiligung an Studentenunruhen ausgewiesen wurde. Bereits 1970 kam er nach Paris zurück und lehrte bis 1979 an der École des Hautes Études en Sciences Sociales (vgl. Thumfart 2004: 85). Eine weitere wesentliche Etappe seiner wissenschaftlichen Laufbahn absolvierte Castells in den Jahren 1988 bis 1993 als Professor und Direktor am Instituto de Sociologia de Nuevas Tecnologias an der Universidad Autonoma de Madrid. Manuel Castells ist seit 1996 Professor an der Consejo Superior de Investigaciones Cientificas in Barcelona und bekleidet außerdem seit 1997 einen Lehrstuhl für Soziologie an der University of California, Berkely (vgl. Treibel 2006: 268). Er hält Gastprofessuren an 15 Universitäten in Europa, den USA, Kanada, Asien sowie Lateinamerika (vgl. Degele 2004: 19), trägt die Ehrendoktorwürde von 12 Universitäten und wurde vielfach für seine wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet. Castells hat 19 Bücher verfasst, darunter seine Trilogie „Das Informationszeitalter“, die in 23 Sprachen übersetzt wurde und Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist. Zudem ist Castells Koautor und Herausgeber diverser anderer Werke (vgl. UOC Library and Fundación Telefónica o.J.).
3 Die Netzwerkgesellschaft und soziale Bewegungen
Die Beschreibung und das Verständnis von Identität nach Castells setzt eine kurze Skizze der Netzwerkgesellschaft, wie sie der Autor der Trilogie versteht, voraus. Die Gegenwart, so Castells, ist gezeichnet und bestimmt durch den Konflikt zwischen Globalisierung und Identität. Die Revolution der Informationstechnologie einerseits und die Restrukturierung des Kapitalismus andererseits haben eine neue Gesellschaftsform hervorgebracht: die Netzwerkgesellschaft (vgl. Castells 2002: 3). Die gesellschaftliche Struktur, die die Netzwerke begründen, ist „ein hochgradig dynamisches, offenes System, das erneuert werden kann, ohne dass das Gleichgewicht in Gefahr geriete.“ (Castells 2001: 529). Die Terminologie Castells‘ reiht sich ein in eine Vielzahl von Beschreibungen des gesellschaftlichen Wandels und steht neben jenen der „Informationsgesellschaft“, „Kommunikationsgesellschaft“ oder auch „Wissensgesellschaft“ - Begrifflichkeiten, derer sich auch Castells bedient (vgl. Treibel 269). Ein weiteres, prägendes Element der Ausführungen zur Netzwerkgesellschaft und eines ihrer wesentlichen Charakteristika ist das Aufblühen bzw. die Entstehung (neuer) kultureller sozialer Bewegungen (vgl. Berger/Kahlert 2004: 3f). Castells‘ Werk ist insgesamt durchzogen von Beispielen sozialer Bewegungen. Er definiert sie als „zielgerichtete soziale Handlungen, deren Ergebnis in Sieg oder Niederlage die Wert und Institutionen der Gesellschaft
Arbeit zitieren:
Timo Evers, 2009, Identität und Sinn in der Netzwerkgesellschaft, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Von der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft - eine Ein...
Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe
Seminararbeit, 11 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft: Identität und Sinn in der Netzwerkgesellschaft ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft: neuer Titel erschienen: Identität und Sinn in der Netzwerkgesellschaft
Timo Evers hat einen neuen Text hochgeladen
Orientierung & Identität | Orientation and Identity
Porträts internationaler Leits...
Dieter Mayer, Erwin Bauer
Der espace autobiographique und die Verhandlung kultureller Identität
Ein pragmatischer Ort der Auto...
Magdalena Silvia Mancas, Dagmar Schmelzer
0 Kommentare