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Inhaltsangabe :
1 Warum dieses Thema? 3
1.1.1 Zur Gliederung. 4
1.2 Methodik dieser Arbeit 4
1.2.1 Begriffsdefinitionen von Methodologie, Methode, Methodik, Instrument. 5
1.2.2 Stichworthafte Erläuterung einiger Standardbegriffe (nach der in Kapitel 4.1
vorgenommenen Gegenüberstellung von oben links nach unten rechts sortiert) 5
1.2.3 Zur Vorgehensweise. 6
1.3 Geschichte der Methodologie 7
2 (Un)vereinbarkeit von qualitativer und quantitativer Methodik. 9
2.1 Oberflächliche Merkmale und Differenzen 9
2.2 Die unterschiedlichen Denkstile der beiden Paradigmen 9
2.3 Die in der Befragung verwendeten Methoden 11
2.3.1 Die somit entstandenen Schwierigkeiten 12
2.4 Was passt zusammen und warum nicht? 13
2.5 Zusammenfassung. 14
2.6 Anwendbarkeit auf die Methodologie der Medienwissenschaften 14
3 Literaturverzeichnis. 16
3.1 Printmedien. 16
3.2 Onlinequellen. 17
4 Verweise auf verwandte Dokumente 17
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„Was der Szientismus schlicht als Fortschritt unterstellt, war immer auch Opfer.“ - Theodor W. Adorno
1 Warum dieses Thema?
Im Rahmen des Seminars: „Kultur und Kommunikation: Das „Ausländerbild im deutschen Rundfunk - Von Asylanten, Exoten und Kultfiguren“ an der Ruhr-Universität-Bochum, Institut für Medienwissenschaft, haben vier Studenten versucht per Umfrage herauszufinden wie es sich mit ausländischen Kultfiguren im deutschen Fernsehen verhält. 1 Dabei stieß die Gruppe auf eine Reihe von Schwierigkeiten. Hier wurde deutlich, wie hilfreich umfassende methodologische Kenntnisse für eine effiziente Arbeit gewesen wären. Allerdings muss hier einschränkend erwähnt werden, dass es hauptsächlich instrumentelle Defizite waren, welche die Arbeit so unbefriedigend gestalteten. In diesem Teil der Arbeit soll aber nicht explizit auf diese Ebene der Methodologie eingegangen werden, da beispielsweise Kromrey schon umfassend auf die instrumentellen Besonderheiten der empirischen Sozialforschung eingeht und dessen Werk in wissenschaftlichen Kreisen weitläufig als Handlungsanweisung für eine Befragung anerkannt wird. 2 Stattdessen soll gerade im Zuge der immer stärkeren Ausbreitung der neuen Universitätsdisziplin Medienwissenschaft eine allgemeine methodologische Diskussion im Vordergrund stehen. Diese Generalisierung hat verschiedene Gründe. Besonders interessant und bedeutsam scheint der Ursprung des Faches zu sein, denn in der Medienwissenschaft treffen mehrere traditionelle Disziplinen (z.B. Filmwissenschaft, Publizistik, Kommunikationswissenschaft) aufeinander, die zwar einen ähnlichen Gegenstand betrachten, aber dies in der Regel aus einem ganz unterschiedlichen Blickwinkel tun. So wird in der Filmwissenschaft - auch wenn kontextuelle Gegebenheiten immer mehr in den Vordergrund rücken - das Medium (Kino)Film besonders häufig auf inhaltliche und künstlerische Aspekte hin untersucht., während in der Publizistik beispielsweise die wirtschaftlichen oder in der Kommunikationswissenschaft die Wirkungsaspekte im Vordergrund stehen. Die Gründe für diese verschiedenen Gewichtungen finden sich auf unterschiedlichster Ebene. Zum einen liegt es natürlich in der Tradition eines Faches einen Gegenstand auf bestimmte Art und Weise zu betrachten, zum anderen implizieren die verschiedenen Herangehensweisen auch gewisse weltanschauliche Standpunkte, gewisse Menschenbilder und verschiedene Interpretationen der Bedeutung von Daten.
1 Siehe dazu die Arbeit: „’Kultfiguren nicht deutscher Herkunft im deutschen Fernsehen’ - Dokumentation und Interpretation einer Befragung“ von Eleni Giannakoudi und Michael Liebe; http://www.naurodz.de/colt/medien/ha-kultfiguren.pdf
2 Kromrey, Helmut: Empirische Sozialforschung (8. Aufl.); Leske + Budrich, Opladen 1998
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1.1.1 Zur Gliederung
In diesem Teil der Arbeit soll nun ein Beitrag zu dieser methodologischen Diskussion geleistet werden. Beginnen wird sie mit einer kurzen Kommentierung der eigenen methodischen Vorgehensweise um anschließend einen ebenso kurzen Überblick über die historische Entwicklung der Methodendiskussion in den Sozial- und Kulturwissenschaften zu geben. Dabei wird die Medienwissenschaft, da sie sich mit festen Bestandteilen zumindest des Großteils der Kulturen und Gesellschaften dieser Welt befasst, als diesen zugehörig angesehen.
Wie im Titel schon angedeutet, wird sich der Hauptteil mit einerseits der Unterscheidung von qualitativer und quantitativer Methodik einerseits und mit der Zusammenführung von qualitativer und quantitativer Methodik andererseits, befassen. Dabei wird des öfteren auf die Ausarbeitung und Durchführung der Befragung „Kultfiguren nicht deutscher Herkunft im deutschen Fernsehen“ verwiesen werden, um so einige Punkte deutlicher zu machen. Zum Schluss soll nachdem die Ergebnisse zusammengefasst worden sind, noch einmal auf die Schwierigkeiten einer einheitlichen bzw. spezifischen Methodologie der Medienwissenschaft eingegangen werden. Zu diesem Zweck wird näher auf die unterschiedlichen Ansätze der Film- und Fernsehwissenschaften im vergleich zu den Publizistik- und Kommunikationswissenschaften eingegangen werden.
1.2 Methodik dieser Arbeit
Um zu verhindern, dass unklare Sprache die „Kommunikationsmöglichkeiten zwischen den einzelnen Wissenschaftlern erheblich behindert“ 3 , stehen zu Beginn dieses Kapitels einige Begriffsdefinitionen. Allerdings müssen diese aus Platzgründen sehr knapp gehalten werden und sich auf eine unkommentierte Festlegung beschränken, da hier die - ohnehin schon stark komprimierte - Argumentation im Vordergrund stehen soll. Zu einer ausführlichen Diskussion der verwandten Begriffe sei ergänzend auf die Standardwerke von Kromrey (1998), Mayring (2002), Opp (2002) und Rusch (2001), sowie der Lexika bzw. Wörterbücher von Kriz/Lisch (1988) und Schmidt (1995) verwiesen.
3 Opp 2002:134
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1.2.1 Begriffsdefinitionen von Methodologie, Methode, Methodik, Instrument Methodologie:
Die Lehre von den wissenschaftlichen Methoden.
4
-
Methode:
Imallgemeinen alle im Gang einer wissenschaftlichen Untersuchung
-
Methodik: Methodenrepertoire. 6 - Instrument: SystematischeDatenerhebungsverfahren. 7 - 1.2.2Stichworthafte 8 Erläuterung einiger Standardbegriffe (nach der in Kapitel 4.1
vorgenommenen Gegenüberstellung von oben links nach unten rechts sortiert) Deduktion:
Vom Allgemeinen auf das Besondere schließend.
-
Induktion:
VomBesondere auf das Allgemeine schließend.
-
Falsifikation:
Suchenach Gegenbeispielen zu einer Hypothese/Theorie. Ist ein
-
Theorie:
EinGebäude systematisch zueinander in Beziehung gesetzter Begriffe.
-
Generierung:
Aussystematischen Beobachtungen eine Theorie aufstellen.
-
KausaleGesetze:
Aussagen, die zu jeder Zeit unter allen Bedingungen gelten.
-
Historizität:
HumanwissenschaftlicheGegenstände haben immer eine
-
Repräsentativ: Dieaus einer Erhebung entstandenen Aussagen gelten für die - gesamteGrundgesamtheit, auch wenn diese nicht vollständig betrachtet wurde. Einzelfalluntersuchung: Die aus einer Erhebung entstandenen Aussagen gelten - nurfür den betrachteten Fall.
Zufallsstichprobe: Nach statistischen Gesetzen werden nur bestimmte Elemente - derGrundgesamtheit für eine Untersuchung zufällig ausgewählt. Theoriegeleitete Auswahl: Die Auswahl der Probanten ist eng mit dem - Forschungszielverknüpft.
Strukturiert: Das Erhebungsverfahren ist sowohl für den Forscher, als auch für - denProbanten fest vorgegeben.
Flexibel:
Der Erhebungsverfahren ändert sich je nach Situation.
-
4 Schmidt,Manfred: Wörterbuch zur Politik; Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1995; S. 601 5 Nach Schmidt 1995:600 in Erweiterung zu Kromrey 1998:297 6 Schmidt 1995:601 7 Kromrey 1998:297
8 Auf exakte Quellenangaben wird hier verzichtet. Die Erläuterungen kommen aus der Literatur der Standardwerke von Kromrey (1998), Mayring (2002), Opp (2002) und Rusch (2001), sowie der Lexika/Wörterbücher von Schmidt (1995) und Kriz/Lisch (1988).
Arbeit zitieren:
Michael Liebe, 2003, Zur Methodologie der Medienwissenschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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