Inhaltsverzeichnis Seite
1. Einleitung 3
2. Das 4C/ID Modell in der praktischen Umsetzung 4
2.1. Analyse der Kompetenz und Erstellen einer Fertigkeitenhierarchie 4
2.2. Sequentialisierung der Aufgabenklassen 5
2.3. Entwurf von Lernaufgaben 9
2.4. Unterstützende Informationen 12
2.5. Just-in-time Informationen 13
3. Das 4C/ID Modell in der Theorie 14
3.1. Lerntheoretische Überlegungen 14
3.2. Situiertes Lernen 15
3.3. Didaktische Szenarien zur Integration in das 4C/ID Modell 16
3.4. Medien zur Unterstützung des Lehrplanentwurfs 17
4. Zusammenfassung und Fazit 18
Literaturverzeichnis 20
Erkl ärung über die eigenständige Erstellung der Hausarbeit 21
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Die vier Komponenten des 4C/ID Modells 4
Abb. 2: Fertigkeitenhierarchie 6
Abb. 3: Aufgabenklassen mit Scaffolding 10
Abb. 4: Format einer Problembeschreibung 10
Abb. 5: Aufgabenklassen mit unterstützenden Informationen 12
Abb. 6: Just-in-time Informationen 13
Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Entwurf von Aufgabenklassen Vereinfachende Annahmen 7
2
1. Einleitung
Unsere Gesellschaft befindet sich im Umbruch: im Zuge der Globalisierung entwickelt sich die Industriegesellschaft zur Informations- und Wissensgesellschaft, in der Bildung zu eine
Informationsmengen, die ständig und allerorten produziert werden und dank moderner Kommunikationsmittel leicht verfügbar sinduellen Wissens rapide, was zur Folge hat, dass Menschen mit der (Weiter-) Entwicklung der Kommunikationstechnologien Schritt halten müssen, um in der r- tizipationzu gewährleisten. Dies betrifft vor allem das berufliche Wissen: war es früher ausreichend, einen Beruf einmal erlernt zu haben, um diesen bis zur Rente auszuüben, so sind moderne Erwerbsbiographien stärkeren und schnelleren Veränderungen ausgesetzt: Tätigkeiten werden komplexer, die Wissensbasis auf der sie aufbauen, wandelt sich stetig. Jeder einzelne muss in der Lage sein, sich neues Wissen und neue Fertigkeiten anzueignen (Van Merriënboer, 1997, S.4f.)das Konzept des Lebenslangen Lernens hat längst auch Einzug in die Bildungspolitik gehalten. Einen Bildungswissenschaftler 1 im Bereich der Medienpädagogik betrifft dies in besonderem Maße, arbeitet er doch an der Schnittschnelle zwischen Bildung und Medien, über der der Begriff der Medienkompetenz als Schlüsselkompetenz für eine zunehmend mediatisierte Welt schwebt. Es geht jedoch um mehr, als Menschen in die Lage zu versetzen, Medien zu nutzen, ihnen zu zeigen, wie sie z.B. eine Bibliothek oder Internet-Suchmaschine (Neuß, 2003, S.11) und mit dieser
medienkonstruierten Wirklichkeit muss reflektiert umgegangen werden können; Kerres, de Witt und Schweer (in: Neuß, 2003, S.89f.) führen den hierfür passgenaueren Begriff der Medienbildung ein.
Der medienpädagogisch und bildend arbeitende Bildungswissenschaftler kann in der schulischen wie außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit ebenso tätig sein, wie in der Lehrerfortbildung, der (betrieblichen oder allgemeinen) Erwachsenenbildung oder der (außer-)universitären Forschung. Zu seinen Aufgaben gehört neben der Analyse traditioneller und neuer Medien für den Einsatz in Schulungsmaßnahmen die Erarbeitung medienpädagogischer Konzepte für verschiedenste Bildungseinrichtungen, sowie die Gestaltung, Umsetzung und Evaluation eigener Projekte u.v.m. Daher muss der Bildungswissenschaftler neben bildungs- und medientheoretischem Wissen über zahlreiche Kompetenzen verfügen: er muss technisch versiert sein sowie analytische, methodische, organisatorische und gestalterische Kompetenzen besitzen (Neuß, 2003, S. 249ff.).
1 Für eine bessere Lesbarkeit wird in der vorliegenden Arbeit vorwiegend die männliche Anredeform verwendet,
durch die alle Geschlechter gleichermaßen angesprochen werden sollen.
3
Das Vier-Komponenten-Instruktionsdesign (4C/ID) Modell wurde in den 1990er Jahren von Jeroen van Merriënboer speziell für das Training solch komplexer kognitiver Fähigkeiten entwickelt und findet inzwischen in vielen Bereichen Anwendung. Im Zentrum der vorliegenden Arbeit steht die exemplarische Entwicklung eines Lehrplanentwurfs (Blueprint) für die Aus- und Weiterbildung von Bildungswissenschaftlern im Bereich der Medienpädagogik auf Grundlage dieses 4C/ID Modells. Daran schließen sich Überlegungen zu Lerntheorien und zum situierten Lernen an, die zum 4C/ID Modell in Bezug gesetzt werden. Darüber hinaus werden mögliche didaktische Szenarien erörtert, sowie für die Umsetzung und Unterstützung des Lehrplanentwurfs geeignete Medien vorgestellt. Den Abschluss bildet eine zusammenfassende Bewertung.
2. Das 4C/ID Modell in der praktischen Umsetzung
Abb. 1 zeigt die vier miteinander in Beziehung stehenden Komponenten Lernaufgaben (engl. Learning tasks), Unterstützende Informationen (engl. Supportive information), Just-in-time Informationen (engl. JIT information) und Üben von Teilaufgaben (engl. Part-task practice), die das 4C/ID Modell ausmachen:
2.1. Analyse der Kompetenz und Erstellen einer Fertigkeitenhierarchie
muliert werden, die als Grundlage für
die weitere Entwicklung des Lehrplanentwurfs dienen und am Ende der Trainingsmaßnahme ggf. überprüft werden können. Dazu wird in einem ersten Schritt
4
die ganzheitliche komplexe Fertigkeit m Bereich Fertigkeiten hin analysiert. Da es in der vorliegenden Arbeit um die exemplarische Entwicklung eines Lehrplanentwurfs geht und eine Analyse der gesamten beruflichen Kompetenz den vorgegebenen Rahmen sprengen würde, wurde für die Analyse und weitere Eine Schulungsmaßnahme anbieten e- wählt,die der Bildungswissenschaftler im Rahmen eines On-the-job Trainings üben soll. Ein Bildungswissenschaftler im Bereich der Medienpädagogik kann eine Vielzahl verschiedener Schulungsmaßnahmen anbieten: Internetschulungen für ältere Menschen oder Maßnahmen für Jugendliche zum verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Netzwerken oder Fortbildungen für Lehrer, um diese mit
Mediums aufzuzeigen
um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Ergebnis der Analyse ist die Darstellung der die (Teil-)Kompetenz konstituierenden wiederkehrenden und nicht-wiederkehrenden Fertigkeiten in einer Fertigkeitenhierarchie (s. Abb. 2), aus der die zwischen den Fertigkeiten bestehenden Zusammenhänge hervorgehen: So zeigt die horizontale Ebene von links nach rechts gelesen die temporären Relationen, d.h. die zeitliche Abfolge der einzelnen Fertigkeiten: Um eine Schulungsmaßnahme anbieten zu können, müssen zunächst die Rahmenbedingungen abgesteckt, dann die Maßnahme geplant, vorbereitet und durchgeführt werden, bevor sie abschließend bewertet werden kann. Die temporäre Relation gilt für alle horizontalen Ebenen und die Fertigkeiten können u.U. nicht nur sequentiell (dargestellt durch Verbindungslinien), sondern auch simultan (dargestellt durch doppelte Pfeile) ausgeführt werden. In der von unten nach oben zu lesenden vertikalen Ebene, die die konditionalen Relati-
onen darstellt, bedingen die tiefer eingestuften Fertigkeiten die jeweils darüber liegenden: Um eine Maßnahme bewerten zu können wird vorausgesetzt, dass die gesammelten Daten ausgewertet werden, was wiederum das Erheben eben jener Daten voraussetzt etc. Wiederkehrende Fertigkeiten sind solche, die mit der Zeit automatisiert werden (z.B. einen Bibliothekskatalog nutzen, s. Abb. 2), während nicht-wiederkehrende Fertigkeiten so unterschiedliche Anforderungen an den Ausführenden stellen, dass sie immer wieder neu überdacht werden müssen (z.B. geeignete Medienformen auswählen, s. Abb.2).
2.2. Sequentialisierung der Aufgabenklassen
In einem gemäß des 4C/ID Modells konzipierten Trainingsprogramm sollen die Lernenden von Anfang an mit authentischen und ganzheitlichen Lernaufgaben üben, die möglichst die gesamte zu trainierende Kompetenz umfassen und der realen Praxis eines Experten entsprechen bzw. dieser nahe kommen. Dennoch
5
Arbeit zitieren:
Jutta Stöppel, 2010, Bildungswissenschaftler/in im Bereich der Medienpädagogik, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Bildungswissenschaftler/-in im Bereich der Interkulturellen Arbeit / A...
Das 4 CID-Modell, seine prakti...
Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe
Hausarbeit, 20 Seiten
Konzeption, Planung und Durchführung einer Trainingsmaßnahme
Eine reflektierende Dokumentat...
Praktikumsbericht / -arbeit, 19 Seiten
Auswirkungen des Leitmediums Fernsehen auf Individuum und Gesellschaft
Eine kritische Bestandsaufnahm...
Bachelorarbeit, 47 Seiten
Bildungswissenschaftler im Bereich Design und Entwicklung von Lernmate...
Ein Blueprint - erstellt mit d...
Seminararbeit, 20 Seiten
Reflektierende Dokumentation zum Praktikum im Studiengang B.A. Bildung...
Praktikumsbericht / -arbeit, 23 Seiten
Der Weg zum Akademiker in Deutschland aus der Sicht einer Ost-Europäis...
Die Anwendungsweise des narrat...
Soziologie - Methodologie und Methoden
Hausarbeit, 21 Seiten
Das 4 C/ID Modell - Ein Blueprint eines Lehrplans für die Ausbildung e...
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Studienarbeit, 24 Seiten
In wie weit ist der Schulabschluss junger Menschen von deren Geschlech...
Sekundäranalyse
Hausarbeit, 20 Seiten
Das 4CID-Modell: Blueprint für einen Lehrplan für Bildungswissenschaft...
Hausarbeit, 23 Seiten
Betriebliche Weiterbildung von älteren Arbeitnehmern
Die Marginalität der älteren A...
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Hausarbeit, 24 Seiten
Zur pädagogischen Förderung älterer Arbeitnehmer
Pädagogik - Erwachsenenbildung
Diplomarbeit, 119 Seiten
Selbstgesteuertes Lernen in der beruflichen Bildung
Autonomie und Wahlfreiheit ode...
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Studienarbeit, 21 Seiten
Die Weiterbildungsbeteiligung älterer Arbeitnehmer aus individueller u...
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Masterarbeit, 160 Seiten
Der Konstruktivismus und seine Bedeutung für die Beratung
Pädagogik - Erwachsenenbildung
Hausarbeit, 19 Seiten
Kritik der impliziten Annahmen in der Theorie von Alexander Thomas zur...
Medien / Kommunikation - Interkulturelle Kommunikation
Bachelorarbeit, 42 Seiten
Als BildungswissenschaftlerIn im Bereich der institutionalisierten Ber...
Das 4C/ID Modell, Modul 2B
Hausarbeit, 23 Seiten
Jutta Stöppel gefällt Bildungswissenschaftler/in im Bereich der Medienpädagogik
Pädagogik - Sonstiges: Bildungswissenschaftler/in im Bereich der Medienpädagogik ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Pädagogik - Sonstiges: neuer Titel erschienen: Bildungswissenschaftler/in im Bereich der Medienpädagogik
Visuelle Wahrnehmung im zweidimensionalen Bereich
Elementare Phänomene der zweid...
Moritz Zwimpfer, Schule für Gestaltung Basel
Abu Sa' Id-I Abu L-Hayr (357-440/967-1049). Wirklichkeit Und Legende. ...
F. Meier, Fritz Meier, Meier Af
Prozesse optimieren mit RFID und Auto-ID
Grundlagen, Problemlösung und ...
Norbert Bartneck, Volker Klaas, Holger Schönherr
0 Kommentare