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Schriftspracherwerb und Sprachbewusstheit bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf bei Beeinträchtigung des Lernens

Title: Schriftspracherwerb und Sprachbewusstheit bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf bei Beeinträchtigung des Lernens

Examination Thesis , 2003 , 117 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jana Torazza (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

[...] In der Erforschung der Vorhersagbarkeit von Lese- und Rechtschreibleistungen
wird im Besonderen die Teilkompetenz „phonologische Bewusstheit“
als gute Vorhersagevariable diskutiert (vgl. 5.1). Allerdings
ist noch offen, in welchem Verhältnis Schriftspracherwerb und
phonologische Bewusstheit stehen. Es gibt eine Reihe von
Untersuchungen, die die jeweilige Position zu bestätigen scheinen.
Exemplarisch sollen daher Studien vorgestellt werden, wobei bezüglich
unterschiedlicher Begrifflichkeiten die Vergleichbarkeit erschwert wird
(vgl. 5.1.).
Die Phasen des Schriftspracherwerbs werden von den Kindern individuell
durchlaufen. Es gibt Rückschritte und es werden Lernplateaus
eingelegt. Fehler sind auf diesem Weg nicht vermeidbar und werden
von allen Kindern gemacht. Allerdings gibt es auch Schüler, die besondere
Schwierigkeiten haben, sich die Schriftsprache anzueignen. Als
besonderes Problem soll der Übergang von der logographemischen
Phase zur alphabetischen Phase des Schriftspracherwerbs herausgearbeitet
werden. Auch die anderen Phasenübergänge bereiten Kindern
mit sonderpädagogischem Förderbedarf des Lernens Probleme, allerdings
beruht die alphabetische Strategie auf der phonologischen Bewusstheit
(vgl. 5.2.). Es soll aufgezeigt werden, warum Schüler mit sonderpädagogischem
Förderbedarf des Lernens möglicherweise phonologische Defizite zeigen,
die zum Versagen im Schriftspracherwerb führen können (vgl.
5.3.). Wenn davon ausgegangen werden kann, dass phonologische
Bewusstheit eine zentrale Rolle im Schriftspracherwerb spielt und dass
Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf häufig an dieser Hürde
versagen, dann bleibt dies nicht ohne Konsequenzen. Daher soll dargestellt
werden, wie mangelnde phonologische Bewusstheit zu Schriftspracherwerbsstörungen
führen kann (vgl. 5.4.).
Für andere Teilkompetenzen existieren sicherlich auch wichtige Verbindungen
zum Schriftspracherwerb. Allerdings ist der Stellenwert der
Vorhersagbarkeit der Lese- und Rechtschreibleistungen eher gering
und soll daher nicht eingehend dargestellt werden.
Im Anschluss daran müssten normalerweise Fragen beantwortet werden,
die sich auf die Förderung und die Lernangebote in den ersten
Schuljahren beziehen. Diese Fragestellungen erachte ich für maßgeblich,
da sie vielleicht einige Kinder davor bewahren könnten, zu Schülern
mit sonderpädagogischem Förderbedarf des Lernens zu werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Die Beziehung zwischen der gesprochenen und der geschriebenen deutschen Sprache

2.2. Die Beziehung zwischen der Laut- und der Schriftstruktur

3. Der Schriftspracherwerb aus heutiger Sicht

3.1. Legasthenie – eine ältere Sicht auf den Schriftspracherwerb

3.2. Kritik am klassischen Konzept der Legasthenie

3.3. Die Umorientierung in der Lese-Rechtschreibforschung

3.4. Modelle zum Erwerb der Schriftsprache

3.5. Zusammenfassende Betrachtung über gewonnene Einsichten im Verlauf des Schriftspracherwerbs

4. Sprachbewusstheit

4.1. Vorbemerkungen

4.2. Definitionsprobleme

4.3. Allgemeine Charakterisierung der Sprachbewusstheit

4.4. Enge und weite Definitionen von Sprachbewusstheit

4.5. Teilkompetenzen der Sprachbewusstheit

4.6. Sprachbewusstheit und Schriftspracherwerb

4.7. Zusammenfassung

5. Die Bedeutung von phonologischer Bewusstheit für den gestörten Schriftspracherwerb

5.1. Phonologische Bewusstheit als Voraussetzung des Schriftspracherwerbs?

5.2. Schwierigkeiten von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf bei Beeinträchtigung des Lernens beim Erwerb der Schriftsprache

5.3. Erklärungsansätze für mangelnde phonologische Bewusstheit bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf bei Beeinträchtigung des Lernens

5.4. Konsequenzen mangelnder phonologischer Bewusstheit

5.5. Zusammenfassung

6. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Schriftspracherwerb und der Sprachbewusstheit, insbesondere bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich der Lernbeeinträchtigung, um die Bedeutung phonologischer Defizite für das Scheitern beim Lesen- und Schreibenlernen zu verdeutlichen.

  • Theoretische Einordnung des Schriftspracherwerbsprozesses und seiner Stufenmodelle.
  • Analyse des Begriffs der Sprachbewusstheit und seiner verschiedenen Definitionen.
  • Untersuchung der spezifischen Bedeutung der phonologischen Bewusstheit für den Schriftspracherwerb.
  • Betrachtung von Lernschwierigkeiten bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung von phonologischer Bewusstheit als Voraussetzung des Schriftspracherwerbs?

Ein in der Pädagogik, vor allem auch in der Sonderpädagogik, viel diskutierter Themenbereich ist der gestörte Schriftspracherwerb. Mit der Wende in der Schriftspracherwerbsforschung (vgl. 3.2.; 3.3.) wandte man sich im Allgemeinen auch von den Ursachen des klassischen Legastheniekonzeptes (z.B. visuelle Differenzierungsschwäche) ab. Dagegen gilt heute die phonologische Bewusstheit als Teilkompetenz der Sprachbewusstheit (vgl. 4.5.) als eine der wichtigsten Vorhersagevariablen für einen Erfolg im Erlernen des Lesens und Schreibens (vgl. RÖHNER-MÜNCH 2001, S.140). Daher beschäftigen sich verschiedene Untersuchungen der Schriftspracherwerbsforschung nicht mit der Sprachbewusstheit im Allgemeinen, sondern im Speziellen mit einer metasprachlichen Kompetenz: der phonologischen Bewusstheit. Im Mittelpunkt der Forschung stehen in diesem Zusammenhang die Segmentationsfähigkeiten von Kindern, d.h. ab wann Kinder in der Lage zum Zerlegen von Sätzen in Wörter, von Wörtern in Silben und schließlich von Silben in Phoneme (vgl. GORNIK 1989, S.49) sind.

Die Diskussionen um den Begriff „Sprachbewusstheit“ (vgl. 4.2.; 4.4.) greifen auch auf die phonologische Bewusstheit über. Allerdings wird hier bei der Abgrenzung von engen und weiten Definitionen das Kriterium der Größe der sprachlichen Einheit (Satz, Wort, Silbe, Phonem) zu Grunde gelegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Schriftspracherwerbs in der Grundschule und führt in die Problematik ein, warum Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf beim Erlernen dieser Kulturtechniken häufig versagen.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die historischen Entwicklungen der Schrift sowie die komplexen Beziehungen zwischen Laut- und Schriftstruktur.

3. Der Schriftspracherwerb aus heutiger Sicht: Hier wird die kritische Auseinandersetzung mit dem Legastheniekonzept sowie die Entwicklung moderner Stufenmodelle des Schriftspracherwerbs dargestellt.

4. Sprachbewusstheit: Dieser Abschnitt widmet sich der Definition und den Teilkompetenzen der Sprachbewusstheit und diskutiert ihre Relevanz für den Schriftspracherwerb.

5. Die Bedeutung von phonologischer Bewusstheit für den gestörten Schriftspracherwerb: Das Kernkapitel analysiert phonologische Bewusstheit als Prädikator für den Lese- und Schrifterfolg sowie die spezifischen Schwierigkeiten lernbeeinträchtigter Kinder.

6. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert pädagogische Konsequenzen für die Förderung in der Grund- und Sonderschule.

Schlüsselwörter

Schriftspracherwerb, Sprachbewusstheit, Phonologische Bewusstheit, Lernbehinderung, Sonderpädagogik, Legasthenie, Teilleistungsstörungen, Metasprachliche Fähigkeiten, Alphabetisierung, Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, Schriftsprachstörungen, Sprachanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Lernprozessen des Lesens und Schreibens und analysiert, warum Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf hierbei spezifische Schwierigkeiten aufweisen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Schriftspracherwerb, die Sprachbewusstheit, die phonologische Bewusstheit sowie die pädagogischen Ansätze im Umgang mit Lernstörungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Sprachbewusstheit und dem erfolgreichen Schriftspracherwerb bei lernbeeinträchtigten Kindern darzustellen und die Bedeutung phonologischer Defizite zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die existierende Forschungsergebnisse, Modelle und Studien aus der Lese- und Rechtschreibforschung kritisch aufarbeitet und in den sonderpädagogischen Kontext stellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung theoretischer Grundlagen, eine Analyse aktueller Modelle des Schriftspracherwerbs, die begriffliche Klärung der Sprachbewusstheit und eine fokussierte Untersuchung phonologischer Voraussetzungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schriftspracherwerb, Sprachbewusstheit, Phonologische Bewusstheit, Lernbehinderung und sonderpädagogischer Förderbedarf sind die prägenden Begriffe.

Warum ist der Übergang zur alphabetischen Strategie so bedeutsam?

Dieser Übergang markiert den Punkt, an dem das Kind die graphem-phonemische Korrespondenz verstehen muss; das Scheitern an dieser Hürde ist ein häufiges Kennzeichen für lese-rechtschreibschwache Kinder.

Welche Rolle spielt das soziale Umfeld?

Das soziale Umfeld und die frühen Erfahrungen mit Schrift (literale Sozialisation) sind entscheidende Faktoren, da sie die Basis für den Aufbau der phonologischen Bewusstheit vor dem Schuleintritt legen.

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Details

Title
Schriftspracherwerb und Sprachbewusstheit bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf bei Beeinträchtigung des Lernens
College
University of Hannover  (Institut für Sonderpädagogik Hannover)
Grade
2,0
Author
Jana Torazza (Author)
Publication Year
2003
Pages
117
Catalog Number
V15840
ISBN (eBook)
9783638208505
Language
German
Tags
Schriftspracherwerb Sprachbewusstheit Kindern Förderbedarf Beeinträchtigung Lernens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jana Torazza (Author), 2003, Schriftspracherwerb und Sprachbewusstheit bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf bei Beeinträchtigung des Lernens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15840
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