Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 1
2 Die neutestamentlichen Wurzeln des Glaubens an den Dreifaltigen Gott 2
2.1 Jesu als Rettung und Heil Jahwes. 2
2.11 Jesus der Gesandte Gottes 2
2.12 Jesus vergibt Sünden. 2
2.13 Jesus betet auf neue Weise. 3
2.14 Jesus und der Heilige Geist 3
2.2 Jesu Kreuz und Auferstehung als Offenbarung der Dreifaltigkeit. 3
2.3 Aussagen zu Vater, Sohn und Heiligem Geist im Neuen Testament 4
2.31 Gott-Vater Eigenschaften. 4
2.32 Gott-Sohn Eigenschaften 5
2.33 Gott-Heiliger Geist Eigenschaften. 5
2.331 Der Heilige Geist bei der Geburt und Taufe Jesu 6
2.332 Das Pfingstereignis des HeiligenGeistes 6
2.333 Der Heilige Geist der Wahrheit und des Trostes 6
2.4 Beispiel einer trinitarischen Formel
im Matthäusevangelium (Mt 28,18 20) 7
3 Impulse für die heutige Verkündigung des Glaubens
an den Dreifaltigen Gott 7
3.1 Schwierigkeiten des heutigen Gottesbildes 8
3.11 Die Mitleidslosigkeit Gottes? 8
3.12 Der eifersüchtige Gott? 8
3.13 Der drohende und strafende Gott? 8
3.14 Der unsichtbare und unwirkliche Gott? 9
3.15 Die Kirche als Kirche der Sünder 10
4 Der Dreifaltige Gott als Gott der Beziehungen 10
5 Literaturverzeichnis 12
1
1 Einleitung
Der Glaube an die Dreieinigkeit Gottes stellt die Gläubigen vor ein Mysterium und eine Herausforderung. Ist es denn überhaupt logisch nachvollziehbar an einen Gott zu glauben, der sich in drei Personen „aufgliedert“, die als Vater, Sohn und Heiliger Geist in Erscheinung treten? Erweist sich solch ein Glaube nicht als Hindernis, der es dem Menschen des 21. Jahrhunderts nicht zusätzlich erschwert, überhaupt zum christlichen Bekenntnis Zugang zu finden? Wenn nun aber gerade dieser Trinitätsglaube im Mittelpunkt des Christentums steht, dann lässt sich daraus die immense Bedeutung ableiten, die dieses Gottesverständnis für die Glaubenden haben muss. 1 Ist diese Lehre von „drei in einem“ vielleicht sogar in der Lage, auf die heutigen Fragen der Menschen nach dem Geheimnis des Lebens, gültige Antworten zu geben? Das Mysterium der Dreifaltigkeit lässt sich nicht mit Hilfe des eigenen Verstandes erkennen, es benötigt die Offenbarung Gottes. 2 Der Mensch ist dazu fähig, das heißt, er ist in seiner „Komposition“ auf dieses Mysterium hin ausgerichtet. Als Geschöpf Gottes, welches in Beziehung (Familie) hineingeboren wird und in Beziehung (Gesellschaft) mit anderen tritt, ist der Mensch empfänglich für einen „in Gemeinschaft“ lebenden Gott. Die Liebe ist das Entscheidende Merkmal dieses Gottes, der sich unaufhörlich verschenkt und den Menschen glücklich machen möchte.
Im ersten Hauptteil werden die Wurzeln des Glaubens an den Dreifaltigen Gott in der Selbstoffenbarung Jahwes als Vater, Sohn und Heiliger Geist erläutert. Der zweite Teil nimmt Schwierigkeiten der heutigen Verkündigung des Gottesglaubens in den Blick und zeigt auf, wie der Glaube an die Dreifaltigkeit Antworten auf die Fragen der Menschen geben kann.
1 Vgl. AK LB 6 „Der dreieine Gott - Gott unsres Heils“. Hg. v. Theologie im Fernkurs, Würzburg. Auflage 2008, S 1
2 Vgl. Josef Neuner - Heinrich Roos, Der Glaube in den Urkunden der Lehrverkündigung, neubearbeitet von Karl
Rahner und Karl-Heinz Weger, Regensburg (Pustet) 1971, 13 Auflage 1992, S. 159
2
2 Die neutestamentlichen Wurzeln des Glaubens an den Dreifaltigen Gott
2.1 Jesu als Rettung und Heil Jahwes
Mit dem Kommen Jesu Christi beginnt eine neue Zeit, ein neues Verständnis von Jahwe wird den Menschen geschenkt, die den Gott Israels in einem neuen „Licht“ erscheinen lässt. Der Gott des alten Testamentes wollte sich auf nie dagewesene Weise offenbaren, um den Menschen sein innerstes Wesen mitzuteilen. Wer also die Dreifaltigkeit verstehen will, muss sich mit dem Leben und Wirken von Jesus Christus auseinandersetzen. Wenn der Name Jesus (hebr. Jeschua) „Jahwe rettet, er ist Rettung, Heil“ bedeutet, dann liegt schon in diesem Namen eine Verheißung begründet. In Jesus wird das Heil für die Menschen „greifbar“ und sichtbar (vgl Mt 12,28).
2.11 Jesus der Gesandte Gottes
Jesus selbst bezeichnet sich als ein Prophet und Gesandter Jahwes, der diesen Gott im Gehorsam anerkennt und stets auf ihn verweist (vgl. Mt 6,9; Lk 11,2). Jedoch fordert Jesus auch für seine Person Gehorsam und Nachfolge, die ihn auf eine „Jahwe-ähnliche“ Stufe stellen (vgl. Mt 10,32f). Diese Relation zwischen Jahwe und Jesus, als eine Beziehung von „Sender“ und „Gesandtem“ wird von Jesus nie verleugnet; sie charakterisiert vielmehr die Wirklichkeit Gottes. Die Wahrnehmung von Jesus wird durch die Aussagen in Neuen Testament unterstrichen, wenn es heißt, er ist „größer als der Tempel“ (Mt 12,6) und lehrt „wie einer, der Vollmacht hat“ (Mt 7,29).
2.12 Jesus vergibt Sünden
Dass Jesus selbst Sünden vergibt, wie es in Markus 2,9 heißt, ist ein weiteres Zeichen für die Machtfülle, aus der er agiert und seine göttliche Sendung unterstreicht. Denn wer wäre damals auf die „gotteslästerliche“ Idee gekommen Sünden zu vergeben? Das war nur Jahwe vorbehalten. Noch auf eine andere Weise wird sichtbar wie Jesu das Erbarmen Gottes verkörpert: er ist zu den Sündern gesandt, das heißt zu allen Menschen, weil es keinen einzigen Menschen gibt, der stets richtig handelt (vgl. Koh 7,20). Im Angesicht Jesu kann der Einzelne seine Sündhaftigkeit erkennen und bereuen. Jesus verurteilt nicht (Joh 8,11; Jesus und die Ehebrecherin).
3
Die Entfernung des Menschen von Gott durch die Sünde, wird durch die gläubige Annahme der Gegenwart Jesu und seiner Botschaft der Vergebung aufgehoben. Hier offenbart sich das erlösende Wirken Jesu und die damit neu gewonnene Würde für den Menschen.
2.13 Jesus betet auf neue Weise
Die Jünger Jesu wurden zudem Zeugen seines besonderen Sprechens mit Gott, das in dem kindlichen „abba“ (hebr. Vati, Papa) zum Ausdruck kommt. Diese innige Anrede Gottes lässt das einzigartige Verhältnis zwischen dem Vater und dem Sohn erkennen (vgl. Mt 11,27). Hier steht der irdische Jesus vor den Menschen; ein Mensch und zugleich unfasslich tief verbunden mit Jahwe (vgl. Joh 14,6-11). So wird Einblick in das Geheimnis Gottes gewährt, das von Ewigkeit her ein „Umeinander-Wissen“ von Vater und Sohn beinhaltet. Die Jünger indes erhalten Anteil an diesem vertrauten Sprechen mit Gott im „Vater unser“ (Mt 6, 9-13; Lk 11, 2-4).
2.14 Jesus und der Heilige Geist
Das Auftreten Jesu wird durch ein weiteres Merkmal gekennzeichnet. Es wird das Wirken eines Geistes erwähnt, der bereits bei der Geburt (vgl. Mt 1, 18-25; Lk 1, 26-38) auftritt und im weiteren Leben in enger Verbindung mit Jesus steht. Bei der Taufe im Jordan tritt der Geist Gottes in Erscheinung, ebenso bei der Versuchung Jesu (Mt 4,1). Besonders bei den Dämonenaustreibungen wird deutlich, dass der Geist Jesu stärker als die Dämonengeister ist und somit das Gute siegt, was ein Hinweis auf die Kraft Gottes ist, die in und mit Jesu wirkt. Die Zeugen dieser Ereignisse sehen sich vor sie Frage gestellt, das Zeichen Gottes anzunehmen oder Jesu abzulehnen (vgl. Mt 12,28). Die Entscheidung bleibt dem Einzelnen überlassen; nur wer Jesu und sein Wirken zum Wohle der Menschen annimmt, bejaht auch den Geist Jahwes und das „in Jah-we-sein“ Jesu.
2.2 Jesu Kreuz und Auferstehung als Offenbarung der Dreifaltigkeit
Der Kreuzestod und somit das Ende des irdischen Lebens Jesu lässt die Jünger Jesu zunächst ratlos und verängstigt zurück. Wie kann es sein, das der verheißene und mit Vollmacht ausgestattete Messias am Kreuz stirbt? Damit wird auch Jahwe in Frage gestellt, denn Jesu Werke der Sündenvergebung und sein Auftreten als „Jahwe ist Heil“ erscheint als machtlos. Der Tod scheint den Anspruch Jesu zunichte zu machen. Für die Jünger bleibt nur ein „Ausweg“ aus dieser deprimierenden
Arbeit zitieren:
Thorsten Butz, 2010, Die neutestamentlichen Wurzeln des Glaubens an den Dreieinen Gott , München, GRIN Verlag GmbH
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