Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Peergroup? 3
a) Was ist eine Peergroup? 3
b) Wer gilt als Jugendlicher? 4
3. Die Droogs 5
a) Sind die Droogs Jugendliche? 5
b) Was sind Merkmale einer Peergroup bei den Droogs? 6
4. Droogs - Gesellschaft 8
5. Diskussion 10
6. Literatur- und Quellenverzeichnis 11
1
1. Einleitung
Thema der vorliegenden Arbeit ist der 1971 durch den New York Film Critics Circle unter anderem in der Kategorie Best Picture ausgezeichnete Film A Clockwork Orange des Regisseurs Stanley Kubrick (vgl. NYFCC 2009, S.1). Dieser stellt im Kern die Welt einer Gruppe Jugendlicher, der Droogs, in einer nicht näher bezeichneten Zukunft dar. Der Anführer Alex, welcher zugleich als Erzähler dient, führt diese Gruppe durch Kriminalität und Gewalt, wird jedoch schließlich von ihnen verraten. Diese Arbeit untersucht die Gruppe der Droogs und ihre direkte Umwelt genauer. Hierbei ist von zentralem Interesse, ob es sich bei dieser um eine Kreation mit künstlichen, nicht in der Welt aufzufindenden Eigenschaften/ Charakteristika handelt oder um eine, wenn auch übertriebene, Darstellung von jugendlichem Gruppenleben. Die Fragestellung der vorliegenden Arbeit lautet daher-
Sinddie Droogs eine Peergroup und wenn ja in welcher Weise steht diese im Wechselverhältnis zur sie umgebenden Gesellschaft?
Für das methodische Vorgehen stützt sich diese Arbeit erstens auf den Film A Clockwork Orange mit deutscher Tonspur sowie zweitens auf die Hinzuziehung von verschiedener thematisch relevanter Fachliteratur. Die Gliederung der Arbeit ergibt sich daher aus der aufgeworfenen Fragestellung wie folgt. Inhalt des zweiten Abschnitts wird die Klärung der Begrifflichkeiten Peergroup und Jugend sowie ihre Anwendbarkeit auf den Sachverhalt sein. Der dritte Abschnitt prüft die Zulässigkeit der Zuordnung der Droogs zu den Begrifflichkeiten Jugendliche und Peergroup unter Rückgriff auf im filmischen Ausgangsmaterial verfügbare Informationen. Im schließenden Abschnitt erfolgt eine kurze Reflexion der vorangegangenen Inhalte.
2. Peergroup?
a) Was ist eine Peergroup?
Bei der Suche nach dem Begriff Peergroup ergibt sich neben dem Umstand, dass dieser Begriff ursprünglich aus den USA stammt, auch die Erkenntnis, dass hierzu unterschiedliche Sichtweisen existieren (vgl. I.1. 2003, S.1). Resultierend aus dieser Perspektivenpluralität werden im Folgenden nur Kernpunkte in dieser Arbeit beleuchtet. Das Prinzip der Peergroup geht von der Annahme aus, „dass Jugendliche ein sehr starkes Interesse an Gruppen von Gleichaltrigen haben“ (I.1. 2003, S.1). Die Einlassung auf diese Gruppe geht ferner mit der „Übernahme von gruppenspezifischen Normen und Regeln der Peer Group einher, die subkulturelle Eigenschaften“ (ebd.) besitzen. Darüber hinaus heißt es dort, die Peergroup sei „für die Auseinandersetzung mit dem eigenen Lebensstil, dem Umgang mit Drogen, Musikvorlieben, Mode und Freizeitgestaltung wichtig“ (ebd.). Die letztgenannten Sachverhalte werden in den nachfolgenden Abschnitten in ihrer Bedeutung für diese Arbeit noch deutlicher. Insbesondere die Gewalt, welche nach Kühnel/ Matuschek „zu den Begleiterscheinungen des (Freizeit-) Alltags von Jugendlichen“ (Kühnel/ Matuschek 1995, S.12) gehört spielt eine beherrschende Rolle in dem filmischen Leben der Gruppe. Zusammengefasst handelt es sich bei einer Peergroup um eine Gruppe Jugendlicher, welche ein gegenseitiges Interesse an der Beschäftigung miteinander, beziehungsweise an der Beschäftigung mit Gleich- oder Ähnlichaltrigen, haben. Weitergehend sind diese Gruppen mit Eigenschaften ausgestattet, welche es zulassen sie als eigenständigen Teil der Gesellschaft zu betrachten, wie etwa eigene Verhaltensnormen oder eine spezielle Selbstsicht (vgl. I.2. 2003, S.1). Das Leben innerhalb von Peergroups ist darüber hinaus förderlich für „die Bildung einer Identität in einem Schonraum jenseits der Kontrolle durch Erwachsene, der Familie und schulischer Anforderungen“ (Ecarius et al. 2008, S. 106). Erkennbar tritt der Aspekt fehlender gruppenexterner Kontrolle wie beispielsweise durch die eigene Familie hervor, vielmehr handelt es sich um den Ort des Erprobens von Verhaltensweisen mit vorrangiger Rechenschaftspflicht gegenüber den anderen Peers. Die Peergroup erlangte erst im Zuge der Zunahme von schulischer Bildung für breitere Bevölkerungsschichten auch in gesteigertem Lebensalter an Bedeutung, die größeren zeitlichen Freiräume wurden demnach aufgrund der weitestgehenden Freiheit von Erwerbstätigkeit und häuslichen Verpflichtungen mit den Peers verbracht (Ecarius et al. 2008, S. 104 ff.).
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Arbeit zitieren:
Christof Kaczmarkiewicz, 2010, Die Droogs - eine typische Peergroup?, München, GRIN Verlag GmbH
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