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Inhalt
1. Einleitung 3
2. Theoriedebatte 4
2.1 Neorealismus 4
2.2 Liberalismus 5
2.3 Sozialkonstruktivismus 5
2.3.1 Eigene Annahmen 7
3. Gemeinsame Orientierung an der Marktwirtschaft 8
3.1 Historischer Hintergrund 9
3.2 Auswirkungen 12
4. Bewahrung der Schöpfung 13
5. Die Wahrnehmung der Welt als gemeinsamen Handlungsraum 14
6. Fazit 15
6.1 Ausblicke 15
6.2 Kritik und offene Fragen 15
Quellen 17
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1. Einleitung
Diese Hausarbeit erklärt aus sozialkonstruktivistischer Sicht nach Wendt die Entwicklung von der G6 zu der G20. Der Schwerpunkt der Hausarbeit liegt auf der Suche nach einen Lösungsansatz, der den Übergang von der G6 zur G20 erklärt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Suche nach einer Mechanik für den Mitgliederzuwachs. Deshalb ist diese Arbeit eher eine allgemeine Betrachtung und geht nicht detailliert auf Normen und Werte der beteiligten Staaten ein.
Die Arbeit hat folgende Struktur: Im Kapitel „Theoriedebatte“ werden drei Theorien vorgestellt. Die Auswahl der Theorie für diese Hausarbeit wird danach begründet. Das Kapitel „Gemeinsame Orientierung an der Marktwirtschaft“ wird auf die gemeinsamen Werte und Normen der an der Entwicklung beteiligten Staaten eingehen. Hier werden zunächst Diskurse im Bezug auf verschiedene Vorstellungen der Regulierung der Marktwirtschaft vorgestellt. Diese Diskurse haben Auswirkungen auf die Politik wie sich im „Historischen Hintergrund“ zeigt. Der „Historische Hintergrund“ zeigt Pfadabhängigkeiten zum Thema Marktwirtschaft und ihre Regulierung in Hinblick auf die Entwicklung von der G6 zur G20 auf. Der Schwerpunkt diese Abschnitts liegt darauf, eine Mechanik für den Mitgliederzuwachs zu finden. Das Unterkapitel „Auswirkungen“ zeigt, dass die gemeinsame Orientierung an Werten und Normen der G20 nicht zwangsläufig zu einer gemeinsamen Politik führt.
Im Kapitel „Bewahrung der Schöpfung“ wird die Rolle der Werte und Normen, die mit der Umweltpolitik zusammenhängen, für den Mitgliederzuwachs während der Entwicklung von G6 zur G20 überprüft.
Das Kapitel „Die Wahrnehmung der Welt als gemeinsamen Handlungsraum“ beschreibt die Bedeutung der zunehmenden Vernetzung der Welt durch die Medien für die Entwicklung zur G20.
Im Fazit werden die Ergebnisse der Untersuchung zusammengefasst. Ausblicke werden gegen, die die mögliche zukünftige Entwicklung der G20 beschreiben. Außerdem werden „Kritik und offene Fragen“ diskutiert. Dieser Abschnitt bezieht
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sich hauptsächlich auf das Akteur-Strukturproblem in Wendts Theorie. Das Akteur-Strukturproblem wird in Hinblick auf die eigenen Annahmen dieser Hausarbeit diskutiert.
Folgende Quellen wurden für diese Hausarbeit verwendet: Die Hausarbeit bezieht sich hauptsächlich auf wissenschaftliche Aufsätze aus den Internet. Außerdem werden Lehrbücher des Faches Internationale Beziehungen und Sammelbände zum Thema G8 und G20 mit einbezogen. Teilweise wird auf Pressemeldungen zu G8 und G20 Bezug genommen, um aktuelle Entwicklungen berücksichtigen zu können.
2. Theoriedebatte
Das Fach der Internationalen Beziehungen bietet eine Vielzahl von Theorien an. Drei dieser Theorien werden kurz vorgestellt, danach wird die Auswahl einer Theorie begründet.
Neorealismus 1 2.1
Der Neorealismus versucht Zwängen im internationalen System zu erklären. In dieser Theorie wird die Anarchie des internationalen Systems angenommen: Es gibt keine Institution oberhalb der Staaten, die das Handeln der Staaten kontrollieren kann. Außerdem wird angenommen, dass die Staaten eine Blackbox sind. Beweggründe für das Handeln eines Staates und seine Absichten sind nicht sichtbar. Die Anarchie des internationalen Systems und die Annahme der Blackbox führen zum gegenseitigen Misstrauen der Staaten untereinander. Dies ist der Grund für das Bedürfnis der Staaten ihre Sicherheit zu maximieren. Der Neorealismus ist ungeeignet, um das Phänomen der Entwicklung von der G6 zur G20 zu erklären, da er von gegenseitigen Misstrauen der Akteure ausgeht. Die Entwicklung von der G6 zu G20 ist aus Sicht des Neorealismus schwer erklärbar,
1 Wenn nicht anders angegeben zitiert nach Schörning 2006: S. 61-87
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da im Laufe der Jahre die Zahl der Mitgliedsstaaten stiegen 2 .
Liberalismus 3 2.2
Dieser Ansatz erklärt die Internationalen Beziehungen mit Präferenzen, die innerhalb der Staaten gebildet werden. Interessengruppen und Einzelinteressen sind nach dieser Theorie verantwortlich für die Bildung von Präferenzen. Die Vielzahl der Staaten, die an der Entwicklung von der G6 zu der G20 beteiligt waren, macht es schwierig den Sachverhalt mit dem Liberalismus zu erklären, da jeweils die Interessengruppen und Einzelinteressen gesucht werden müssten. Außerdem geht der Liberalismus nicht von einer Pfadabhängigkeit aus. Darum wäre mit dieser Theorie nur möglich geschichtliche Abschnitte auf den Weg zur G20 zu vergleichen.
Sozialkonstruktivismus 4 2.3
Diese Hausarbeit orientiert sich am Sozialkonstruktivismus nach Wendt. Die Benutzung einer sozialkonstuktivistischen Theorie in dieser Arbeit hat folgende Gründe: Diese Arbeit versucht Entwicklungen zu erklären, die zur G20 geführt haben. Konstruktivistische Theorien gehen von sozialen Lernprozessen aus. Deshalb sind diese Theorien besonders gut geeignet Entwicklungen in Gesellschaftssystemen nachvollziehbar zu machen. Außerdem bezieht diese Arbeit sozial konstruierte Veränderungen der Wahrnehmung mit ein, die zum Wandel in den Beziehungen zwischen Staaten - z.B. in der Umweltpolitik - geführt haben. Dieser Wandel ist mit anderen Theorien schwer erklärbar. Wendt geht von dem internationalen System als Anarchie aus. Auf Wendts Theorie wird deshalb zurückgegriffen, weil diese Hausarbeit versucht allgemeine Tendenzen während der Entwicklung von der G6 zur G20 sichtbar zu machen. Die unten erläuterte Annahme der Blackbox wird wegen der Vielzahl der beteiligten Akteure benutzt. Um sich auf den Entwicklungsprozess zu konzentrieren werden alle Akteure außer Staaten ausgeblendet.
2 Hofmann 2010, S. 1-2
3 Wenn nicht anders angegeben zitiert nach Moravcsik 1997: S. 513-553.
4 Wenn nicht anders vermerkt zitiert nach Ulbert 2006: S. 4 - 21
Arbeit zitieren:
Kay Milbert, 2010, Die Entwicklung der G6 zur G20 unter Berücksichtigung von Normen, Werten und Pfadabhängigkeiten, München, GRIN Verlag GmbH
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