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Inhaltsverzeichnis
0. Einleitung 4
1. Gottesglaube
1.1. Glaubensinhalte des Christentums 6
1.2 Was heißt glauben? 6
2. Atheismus
2.1 Allgemeine Definition: Atheismus 7
2.2 Bedeutung des Atheismus in direktem Bezug zum Theismus 8
3. Religionskritik
3.1 Religionskritische Ansätze 9
3.2 Religionskritik als Produkt der Aufklärung 9
3.3 Spezielle Formen und Begründungen atheistischer Positionen 11
3.3.1 Fortschrittsglaube als Ersatz für göttliche Gesetze und Gott 11
3.3.2 Darwinismus 12
3.3.3 Existenzialismus 13
3.3.4 Gleichgültigkeit 13
4. Karl Marx
4.1 Kurzbiographie 14
4.2 Zeitgeschichtliche und wirtschaftliche Bedingungen im
19. Jahrhundert 14
4.3 Ansätze von Karl Marx als Antwort auf die soziale Frage in
Verbindung mit seiner Religionskritik 15
4.4 Bedeutung und Auswirkung der Thesen von Karl Marx 18
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5. Sigmund Freud und seine Religionstheorie
5.1 Kurzbiographie 19 5.2 Freud´s Menschenbild 19 5.3 Verdrängung und Neurose als möglichen Grund für den Glauben 20 5.4 Warum kommt der Mensch auf den Gedanken Gott ? 21 5.5 Gottesglaube als Ausdruck einer Illusion 22
6. Schlussbemerkung
Die Kritik von Marx und Freud als Form der aktiven Auseinandersetzung 23
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0. Einleitung
Die Beschäftigung mit dem vorliegenden Thema wurde aus folgen den Gründen gewählt: Zum einen haben Marx und Freud entscheidende und weitreichende Impulse und Anregungen für die weitere Menschheit gegeben. Darüber hinaus haben sie ganze Systeme, politische bzw. medizinisch - psychologischpsychiatrische geprägt und tun dies auch noch bis in die heutige Zeit. Zum anderen haben beide deutliche Stellungnahmen gegenüber dem Glauben bzw. der Religion geäußert, die als Denkpositionen der Religionskritik veröffentlicht wurden.
Im Sinne eines naiv - kindlichen Glaubens, - diese Äußerung soll keineswegs als überheblich missgedeutet werden - , könnte die Auseinandersetzung für „Außenstehende“ entbehrlich erscheinen. In der Tat gibt es immer Gläubige, die aus tiefer innerer Überzeugung in ihren Glauben stark gefestigt sind, sie können so Gründe für Kritik nur schwer oder nicht nachvollziehen. Diesen Menschen soll ihr Glaube keineswegs abgesprochen werden. Solange der Glaube tragfähig, hilfreich und lebensbereichernd und lebensfüllend ist, steht ein von außen kommendes negatives Urteil nicht zu. Allerdings wird es bei dieser Grundeinstellung schwierig sein, mit anders Denkenden in Kontakt und erfolgreiche Diskussionen zu kommen. Die Argumentation gegenüber kritischen Anfragen und Richtungen bzw. Geistesströmungen erfordert eine sehr genaue Kenntnis der jeweiligen Strömung selbst.
Auch darf nicht vergessen werden, dass immer mehr zunehmend Glaubende in Zweifel geraten können. Die Anfragen und Zweifel dem Glauben gegenüber sind durchaus normal und entsprechen unserer Entwicklung als Person/ Persönlichkeit.
Bei gelungener Bewältigung helfen sie, einen tiefer gefestigten Standpunkt zu bekommen. Diese Erfahrung bezieht sich keineswegs auf den religiösen Raum allein, sondern letztlich auf alle Bereiche menschlichen Lebens. Entwicklungspsychologisch ist das als spiralförmiges Lernen auf jeweils eine neue Stufe hin bekannt. Einleitend kann nun so zusammengefasst werden:
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Im Sinne eines kritisch reflektierten Glaubens, der eine Auseinandersetzung mit anderen Glaubensrichtungen nicht zu scheuen braucht, ist die Beschäftigung mit religionskritischen Fragen sinnvoll und notwendig zur Klärung und Festigung der eigenen Denkposition. Dies soll im weitern Verlauf des Textes geschehen. „Religionskritik ist christlichem Glauben und christlicher Theologie nicht fremd. Sie gehörte schon immer zu ihnen als eine ständige Form der Selbstprüfung hinsichtlich der Angemessenheit ihrer Rede von Gott und ihrer gesellschaftlichen Praxis. Dem lebhaften religiösen Pluralismus unserer Tage
scheint Religionskritik als überholt. Sie ist jedoch für die Identität des christlichen Glaubens von fundamentaler Bedeutung.“ 1
In der Behandlung des Themas muss zur Vervollständigung jedoch auf den Atheismus bzw. auf Geisteshaltungen, die Glaubenspositionen ablehnen, als breites Phänomen der Neuzeit und Gegenwart eingegangen werden. Dabei werden die unterschiedlichen Ausprägungen und Gründe bzw. Begründungen jeweils näher beleuchtet. Dies erscheint notwendig, um heutige Haltungen des Atheismus, wie sie vielfältig anzutreffen sind, besser verstehen zu können. Auch aus diesen Erkenntnissen können Glaubende Hilfe für ihre eigene Glaubensüberzeugung gewinnen, um Möglichkeiten einer gezielteren und bewussteren Argumentation zu erhalten. Gleich einleitend wird betont, dass die Haltung des Glaubenden gegenüber atheistischen Strömungen nicht die der Überheblichkeit oder Besserwisserei sein soll. Was erstrebt ist und legitim erscheint, ist die klarere Unterscheidung durch genauere Erkenntnis. Die Auseinandersetzung selbst, die nicht Gegenstand dieser Abhandlung ist, wird mit Freundlichkeit, den Willen zu verstehen und sich einzudenken und einzulassen auf den anderen, mit Achtung und Offenheit, aber auch innerer Festigkeit zu führen.
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1.Gottesglaube
1.1 Glaubensinhalte des Christentums
Das Christentum ist seinem Wesen nach Offenbarungs- und Erlösungsreligion. Zentraler Inhalt ist Jesus Christus selbst, der sich durch seinen Tod am Kreuz den Menschen gleichgestellt hat und durch seine Auferstehung von den Toten die Menschen von ihren Sünden erlöst hat. Ebenso ist die im Evangelium des Neuen Testamentes verkündete frohe Botschaft Jesu vom Reich Gottes von großer Wichtigkeit. Das Reich Gottes ist ein Synonym für das Heil aller Menschen. Es ist für die Christen der Zugang zum wahren ewigen Leben. Da der Mensch auch in seinem positiven Streben als Sünder gilt, kann die Rechtfertigung des Sünders und das Reich Gottes nur von Gott her kommen. So kann auch der Glaube die Distanz zwischen Gott und den Menschen nicht überwinden. Die Grundaussagen des christlichen Glaubens sind im apostolinischen Glaubensbekenntnis formuliert.
1.2 Was heißt „glauben“ ?
Um den Glauben an Gott verstehen zu können, muss man sich klar machen, dass der menschliche Glaube nicht nur aus Sätzen, Dogmen und Argumenten besteht, sondern vielmehr durch jenes Bild, das sich in den Herzen der Menschen als Glaubenswahrheit eingeprägt hat, die sich stark auf Einbildungskraft und Emotionen bezieht und nicht auf das kritisch-rationale Denken. 2 Sicherlich kann man Glaubensaussagen keineswegs mathematisch oder physikalisch beweisen, nicht zu Unrecht sagte der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer:“ Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht.“ Wäre Gott etwas in der Wirklichkeit Sichtbares, Greifbares, so wäre er etwas, über das der Mensch verfügen könnte, wenn auch nur in seiner Erkenntnis. Die Wirklichkeit Gottes
Arbeit zitieren:
Kathrin Lückmann, Maren Ptok, 2002, Religionskritische Ansätze als Formen des Atheismus mit Berücksichtigung von Karl Marx und Sigmund Freud, München, GRIN Verlag GmbH
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