INHALT
- Einleitung 1
- Sicherheit in der Medizintechnik 1
- Vorlesungsziel 2
- Gesetzliche Vorschriften 2
- Aufgaben eines Medizintechnikers 4
- Mechanische Sicherheit 5
- Elektrische Sicherheit 6
- Strom, Spannung, Widerstand 6
- Widerstände des menschlichen Körpers 7
- Die Wirkung des Stroms auf den menschlichen Körper 7
- Elektrische Sicherungsmaßnahmen 8
- Systeme der Stromversorgung 9
- Elektrische Schutzklassen 10
- Einteilung von medizinisch genutzten Räumen 11
- Ströme und Ableitströme in der Medizintechnik 12
- Elektrische Sicherheitsmessungen 13
- Sicherheitstechnische Kontrolle 13
- Schlusswort 15
- Literaturverzeichnis 16
Einleitung
Dieses Konzept soll zur Erarbeitung einer Vorlesung, speziell zur Ausbildung von Medizintechnikern, im Rahmen eines Ingenieur- oder Bachelorstudiums an einer Hochschule dienen.
Es sollen grundlegende Aspekte zum Inhalt einer Vorlesung mit dem Schwerpunkt „Sicherheit in der Medizintechnik“ angesprochen und dargestellt werden. In diesem Unterweisungskonzept sollen Hinweise und Verfahrensanweisungen zur Erstellung einer Vorlesung bzw. eines Vorlesungsskripts gegeben werden. Sicherheit in der Medizintechnik
Die Sicherheit in der Medizintechnik befasst sich mit einer Vielzahl von angrenzenden Fachgebieten. Zur Sicherheit in der Medizintechnik gehören unter anderem die elektrische Sicherheit, die mechanische Sicherheit aber auch die chemische bzw. hygienische Sicherheit an und von medizintechnischen Apparaten bzw. medizintechnischen Einrichtungen. In dem vorliegenden Unterweisungskonzept wird speziell auf die elektrische Sicherheit von medizintechnischen Apparaten bzw. medizintechnischen Einrichtungen eingegangen. Der Aspekt der mechanischen Sicherheit kann in weiteren Vorlesungsveranstaltungen wie „Werkstoffkunde“ oder „Kunststoffe in der Medizin“ angesprochen und erarbeitet werden. Der Aspekt der chemischen bzw. hygienischen Sicherheit kann in Vorlesungsveranstaltungen wie „Mikrobiologie“ und „Chemie“ besprochen und erarbeitet werden.
Die Sicherheit in der Medizintechnik ist für angehende Medizintechniker ein wesentlicher Bestandteil ihres Studiums und sollte didaktisch in einer speziell ausgerichteten Vorlesung vermittelt werden. Parallel zur Vorlesung sollten Labortermine stattfinden, in denen die theoretisch erlangten Kenntnisse an medizintechnischen Geräten vertieft werden können.
1
Vorlesungsziel
In der Vorlesung „Sicherheit in der Medizintechnik“ sollten nachfolgende Vorlesungsziele angestrebt und vermittelt werden. Die Lehrveranstaltung soll dem angehenden Medizintechniker den verantwortlichen Umgang mit medizintechnischen Geräten bzw. Einrichtungen vermitteln. Dabei sollen Themen aus den Bereichen der besonderen Anforderungen an die Entwicklung und Konstruktion von medizintechnischen Apparaten vermittelt werden. Dem angehenden Medizintechniker sollen die besonderen Gefahren, die vom medizintechnischen Gerät ausgehen können, und deren Vermeidungen, an und mit praktischen Beispielen vermittelt werden. Der Umgang mit den gesetzlichen Grundlagen, fachspezifischen Verordnungen und Normen sollen dem angehenden Medizintechniker an Fallbeispielen und praktischen Vorfällen erläutert werden. Nach dem erfolgreichen Besuch der Vorlesungsreihe „Sicherheit in der Medizintechnik“ soll der Student in der Lage sein, praxisbezogene Beispiele, mit und an medizintechnischen Apparaten, bewerten zu können. Er soll Lösungsansätze zur Vermeidung von sicherheitsrelevanten Fehlerquellen entwickeln und umsetzen können. Wesentliche gesetzliche Vorschriften
Da die Sicherheit in der Medizintechnik viele angrenzende Fachgebiete streift, sollen (und können) in der Vorlesung nur die grundlegenden gesetzlichen Vorschriften und Verordnungen bzw. Normen angesprochen werden. Die wesentlichen gesetzlichen Grundlagen, im täglichen Umgang mit dem medizintechnischen Apparat, sind folgende:
2
- Das Medizinproduktegesetz (MPG) [1] Aktuelle Fassung vom 24. Juli 2010 (BGBl. I S. 983). Zweck dieses Gesetzes ist es, den Verkehr mit Medizinprodukten zu regeln und dadurch für die Sicherheit, Eignung und Leistung der Medizinprodukte sowie die Gesundheit und den erforderlichen Schutz der Patienten, Anwender und Dritter zu sorgen.
- Die Medizinprodukte- Betreiberverordnung (MPBetreibV) [2] Aktuelle Fassung vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2326). Diese Verordnung gilt für das Errichten, Betreiben, Anwenden und Instandhalten von Medizinprodukten nach § 3 des Medizinproduktegesetzes mit Ausnahme der Medizinprodukte zur klinischen Prüfung oder zur Leistungsbewertungsprüfung.
- DIN EN 60601-1-2; VDE 0750-1-2:2010-05 [3] Medizinische elektrische Geräte - Teil 1-2: Allgemeine Festlegungen für die Sicherheit einschließlich der wesentlichen Leistungsmerkmale -Ergänzungsnorm: Elektromagnetische Verträglichkeit - Anforderungen und Prüfungen (IEC 60601-1-2:2007, modifiziert); Deutsche Fassung EN 60601-1-2:2010.
- DIN EN 62353; VDE 0751-1:2008-08 [4]
Medizinische elektrische Geräte - Wiederholungsprüfung und Prüfung nach der Instandsetzung von medizinischen elektrischen Geräten (IE 62A/504/CDV:2005); Deutsche Fassung prEN 62353:2005 Ausgabe: 2008-08
- DIN VDE 0701-0702; VDE 0701-0702:2008-06 [5] Prüfung nach Instandsetzung, Änderung elektrischer Geräte -Wiederholungsprüfung elektrischer Geräte - Allgemeine Anforderungen für die elektrische Sicherheit Ausgabe: 2008-06, Norm
3
- DIN VDE 0100-710;2004-06 [6]
Errichten von Niederspannungsanlagen - Anforderungen für Betriebsstätten, Räume und Anlagen besonderer Art - Teil 710: Medizinisch genutzte Bereiche (IEC 60364-7-710:2002, modifiziert) Ausgabe: 2004-06.
- BGV A3 [7] Unfallverhütungsvorschrift Elektrische Anlagen und Betriebsmittel Ausgabe: 2005-01 Durchführungsanweisungen Elektrische Anlagen und Betriebsmittel Ausgabe: 2005-01.
Die Auflistung der wesentlichen (grundlegenden) Gesetzestexte bzw. Vorlagen und Normen stellt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Sie stellt jedoch die minimale Grundlektüre zur Konzepterstellung einer Vorlesung zur „Sicherheit in der Medizintechnik“ dar. Aufgaben eines Medizintechnikers
Zu Beginn der Vorlesung soll den Studenten das Berufsfeld eines Medizintechnikers dargestellt und verdeutlicht werden. Es werden im Wesentlichen drei Berufsfelder vorgestellt und mit praktischen Beispielen unterlegt:
- Der Medizintechniker in der Entwicklung
- Der Medizintechniker im Vertrieb
- Der Medizintechniker im Service.
4
Arbeit zitieren:
Thomas Lekscha, 2010, Erarbeitung eines Vorlesungskonzeptes für den Hochschulbereich zur Ausbildung von Medizintechnikingenieuren, München, GRIN Verlag GmbH
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