Inhaltsverzeichnis
1. Hinführung 3
2. Die Lernumwelt 4
3. Die Aufgaben der Lehrperson 5
3.1. Menschenbild 5
3.2. Überzeugungskraft bzw. der Umgang mit Lob 6
3.3. Empathie 7
3.4. Zielorientierung 8
4. Conclusio 9
Literaturverzeichnis 11
Das Anforderungsprofil einer Lehrperson in der Erwachsenenbildung
bezogen auf die Motivationsförderung von Seminarteilnehmer/innen
unter Berücksichtigung der Lernumwelt
1. Hinführung
Motivation ist einer der grundlegendsten Aspekte für ein erfolgreiches Seminar seitens der Lernenden als auch der Lehrenden. Ohne jeglichen Antrieb bzw. Interesses kann Lehre nur bis zu einem gewissen Grad stattfinden, jedoch nie zu einer selbstverwirklichenden Bildung für die Akteure führen.
Der Begriff ‚Motivation‘ leitet sich vom lateinischen Wort ‚motus‘ - Bewegung ab. Wer motiviert ist, verspürt Bewegung von innen (‚intrinsische Motivation‘) aber auch Bewegung, welche von außen zugeführt wird (‚extrinsische Motivation‘). In jedem Fall ruft diese Bewegung Veränderungen hervor, die auf einer Verhaltensbereitschaft des jeweiligen Individuums gründen. Nicht nur jenes Engagement der/des Teilnehmers/in ist entscheidend für die entstehende Motivation in einem Seminar und somit auch dessen Erfolg für alle Beteiligten, sondern auch die Umgebung, in welcher Lehre passiert. Der/die Lehrende ist aufgefordert eine Umwelt mit motivierenden Faktoren bereitzustellen, um dieses Feuer der Handlungsbereitschaft zu entfachen und bestmöglich am Lodern zu erhalten, damit es nicht
erlischt und nur noch Glut übrigbleibt. Aregger bezeichnet dies als den „Königsweg“ (Aregger 1986, S.11): er handelt „vom Wissen um und Verstehen von pädagogisch- didaktischenErkenntnissen sowie einer behutsamen Berücksichtigung der situativen Ansprüche und Vorgaben (Adressaten, Normen, Sozio-Kulturelles, Ziele, Eigeninteressen und -heiten usw.) (…)“ (ebd., S.11). Wie Lehrende jene Aspekte anbieten können um nicht gleichzeitig aufgrund von z.B. zu viel Lob demotivierend zu wirken (intrinsische Motivation sinkt) und dennoch den Lerner/innen Selbstverantwortung ermöglichen führt mich zu der Forschungsfrage dieser Seminar-Arbeit: Welche Aspekte bzw. Einflussfaktoren müssen aus der Sicht des/der Leiter/in berücksichtigt werden um bestmögliche Motivation für die Lerner/innen zu gewährleisten?
Zu Beginn werde ich die Lernumwelt der Lerner/innen näher beleuchten, da jene Voraussetzung für verschiedene Intentionen oder Verweigerungen für das Lernen darstellt. Anschließend zeigt die Arbeit jene Aufgabengebiete auf, die Lehrende zu erfüllen haben,
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wenn Lehre gelingen soll. Es gilt viele Aspekte aus allen Teilbereichen des Lebens der Teilnehmer/innen zu berücksichtigen um jenen eine ‚ideale‘ Grundlage für ihre innere Motivation bereitzustellen. Ein abschließendes Resümee überblickt schließlich die vorliegende Arbeit.
2. Die Lernumwelt
„Motivation beinhaltet immer ein Bündel von Motiven 1 . Motivation bedeutet auch Energiebereitstellung; dabei spielt der Körper eine sehr wesentliche Rolle“ (Lahninger 2007, S.69). Der menschliche Körper ist in seiner Umwelt eingebettet und auch die Motivation zu Lernen erschließt sich aus der lernenden Person in ihrer Umwelt, welche diese hingehend beeinflusst. Ich spreche hier beispielsweise von einer pädagogisch-didaktisch arrangierten Umwelt, welche einem dementsprechend gestalteten Seminarraum entspricht.
(vgl. Aregger 1986, S.54). Desweiteren beeinflusst der/die Lehrende die Ausprägung der Motivation seiner/ihrer Lernenden enorm. Nicht weniger wichtig ist die natürliche Umwelt der Lerner/innen (soziales / familiäres Umfeld, etc.). Beim Eintreten in den Seminarraum bringen sie einen ganzen Koffer Erfahrung als Gepäck mit. Erfahrungen die primär mit früherem Lernen zu tun haben, aber auch alltägliche Erlebnisse und Geschehnisse werden von einem Augenblick zum nächsten Teil des Seminars und somit des Settings. In Folge dessen beeinflusst die aktuelle Befindlichkeit der Akteur/innen im Lernprozess deren Motivation. Abschließend ist noch ein vierter wichtiger Punkt bezüglich der Auswirkungen der Umwelt auf die Motivation der Lernenden anzuführen, nämlich jenen Einfluss der Lernmaterialien und Medien, welche von der/m Vortragenden verwendet werden. Jede/r Lerner/in hat unterschiedliche Präferenzen sich Inputs anzueignen. Vom visuellen (Lernen durch Sehen) über den auditiven (Lernen durch hören) hin zum kommunikativen (Lernen durch Gespräche) und motorischen (Lernen durch ausprobieren) Lerntypen sind in jedem Seminar Personen vertreten, welche diesen Lerntypen meist in gemischter Form entsprechen. Um optimale Lehre zu gewährleisten ist es von großer Bedeutung alle Sinnes- und Aufnahmekanäle anzusprechen und den Bedürfnissen der Teilnehmer/innen gerecht zu werden zu. Zusammenfassend ergeben sich aus den vorliegenden Erläuterungen 6 Elemente, die für eine motivierende Arbeit grundlegend sind: „1.Personen einbringen, in 2. Strukturen eingebettet, unter Verwendung von 3. Hilfsmitteln und mit Einsatz von 4. Verfahrensweisen (z.B. Lehr-
1 Unter‚Motiven‘ werden die ‚Beweggründe‘ eines Menschen verstanden unter denen ein bestimmtes
Verhalten entsteht. Jedes Tun unterliegt somit einem Ziel, nämlich der Bedürfnisbefriedigung (vgl.
Lahninger 2007, S.69).
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Arbeit zitieren:
Stefanie Rumersdorfer, 2009, Zur Motivation motivieren, München, GRIN Verlag GmbH
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