Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Wasserverfügbarkeit weltweit und die Konsequenzen 2
2.1 Wasserverfügbarkeit und Verteilung der Süßwasserressourcen weltweit 2
2.2 Der Wasserverbrauch und dessen Entwicklung. 4
2.2.1 Wasserknappheit und deren Gründe 5
2.2.2 Folgen und Auswirkungen auf die Lebensmittelproduktion 6
2.3 Weltwasserrat - Arbeit und Ziele 7
2.4 Wasser als möglicher Kriegsgrund der Zukunft 8
3 Der Markt für Trink-, Tafel- und Mineralwasser 9
3.1 Die Öffentliche Wasserversorgung 9
3.1.1 Organisation der öffentlichen Wasserversorgung 9
3.1.2 Monopole - Bildung und Ausprägung 10
3.1.3 Investitionsobjekt Wasserversorgung -
Bsp. Bodenseewasserversorgung 11
3.2 Der Markt für Tafel- und Mineralwasser 12
3.2.1 Konzentrationstendenzen auf Anbieterseite 13
3.2.2 Folgen und Auswirkungen für die Verbraucher 14
3.3 Mehrwert Mineralwasser gegenüber Leitungswasser 15
4 Fazit 16
Literaturverzeichnis 17
I
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Wasserverfügbarkeit weltweit
Abbildung 2: Durchschnittlicher Wasserfußabdruck
Abbildung 3: Weltbevölkerung und Wasserverbrauch
Abbildung 4: Pro-Kopf-Verbrauch von Mineral- und Heilwasser
II
1 Einleitung
Wasser ist das Lebensmittel mit der größten Bedeutung für die Menschen, die Umwelt und die Wirtschaft. Wasser an sich ist zwar in fast unbeschränkter Menge verfügbar, jedoch ist nur ein Bruchteil davon sauberes Süßwasser, welches zudem nicht überall für den Menschen erreichbar und verfügbar ist. Weltweit kommt es zu einer Verknappung, und Wasser wird mehr und mehr von einem Nahrungsmittel zu einem Handelsgut, wobei ein großer Teil der Menschen vom Handel ausgeschlossen ist.
Doch Wasser ist dabei nicht gleich Wasser.
Die Beschaffenheit von Trinkwasser ist in Deutschland durch die Trinkwasserverordnung klar festgelegt. Nach dieser ist „Trinkwasser alles Wasser, im ursprünglichen Zustand oder nach Aufbereitung, das zum Kochen, zur Zubereitung von Speisen und Getränken oder insbesondere zu den folgenden anderen häuslichen Zwecken bestimmt ist: Körperpflege und -reinigung, Reinigung von Gegenständen, die bestimmungsgemäß mit Lebensmitteln in Berührung kommen, Reinigung von Gegenständen, die bestimmungsgemäß nicht nur vorübergehend mit dem menschlichen Körper in Kontakt kommen“ (Trinkwasserverordnung 2001, § 3 Begriffsbestimmungen 1.a). Mit der eher umgangssprachlichen Bezeichnung „Brauchwasser“ hingegen wird Wasser bezeichnet, das für technische Prozesse wie z.B. Maschinenkühlung verwendet wird und deswegen nicht höchste Trinkwasserqualität, aber doch eine gewisse Mindestqualität besitzen muss (O. V., O. J. A). Im sehr wasserreichen Land Deutschland wird Trinkwasser für die Wasserversorgung aus Grund-, Quell- und Oberflächenwasser gewonnen.
Als Grundwasser wird dabei Wasser bezeichnet, das aus der Tiefe hochgepumpt wird und mit 62 % an der gesamten Gewinnung den mit Abstand größten Anteil ausmacht. Oberflächenwasser wird aus Talsperren, Seen oder fließenden Gewässern direkt abgepumpt und macht 30 % aus. Bekanntestes Beispiel in Deutschland ist der Bodensee.
Quellwasser ist Wasser, das an Quellen zutage tritt und nur einen Anteil von 8 % hat (O. V., O. J. B).
Mit als Folge des starken Anstiegs der Weltbevölkerung im letzten Jahrhundert hat ein großer Teil der Bevölkerung keinen direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser und die Wasserknappheit nimmt immer mehr zu. Besonders in Entwicklungsländern ist der Mangel an sauberem und ausreichendem Wasser einer der Hauptgründe für die geringe Lebenserwartung und hohe Kindersterblichkeit. Da ein Großteil des weltweiten Wasserverbrauchs für die Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion benötigt wird, wirkt sich die Verknappung des sauberen Wassers in gleichem Maße auf
1
die landwirtschaftliche Produktionskapazität aus. Infolge dessen kann die Lebensmittelproduktion nicht in gleicher Geschwindigkeit steigen wie die Weltbevölkerung (DB RESEARCH 2009, S. 18). Das knapper werdende Trinkwasser wird dabei immer notwendiger und begehrter, wodurch es zu Konflikten und sogar Kriegen kommen kann. Die zukünftige Bedeutung von Wasser wird dadurch deutlich, dass es als „das blaue Gold des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet wird.
Die Märkte für Trink- und Brauchwasser befinden sich dabei schon seit längerem in einem starken Umbruch.
Ziel der vorliegenden Seminararbeit ist es, Konzentrationstendenzen auf der Anbieterseite für Tafel-und Mineralwasser deutlich zu machen, welche zu einer fortschreitenden Monopolstellung seitens der Anbieter führen. Die Zahl der Anbieter wird dabei immer geringer und deren Marktmacht im Gegenzug immer größer. Eine Handvoll Unternehmen sind dabei, den Tafel- und Mineralwassermarkt kontinentübergreifend unter sich aufzuteilen.
Zudem soll überprüft werden, wie weltweit tätige Unternehmen daran beteiligt sind die öffentliche Wasserversorgung zu privatisieren und sich konzentrieren. Dabei gerät die Versorgung der Bevölkerung mit Leitungswasser immer mehr zu einem reinen Investitionsobjekt.
2 Wasserverfügbarkeit weltweit und die Konsequenzen
Aufgrund der großen Bedeutung von Wasser für den Menschen ist die ständige Verfügbarkeit von außergewöhnlicher Wichtigkeit. Ein Mangel an Wasser hat existenzbedrohende Auswirkungen und spielt eine große Rolle bei der Ernährung und der Landwirtschaftlichen Produktion. Deswegen bürgt eine ungleiche Verteilung Konfliktpotential.
2.1 Wasserverfügbarkeit und Verteilung der Süßwasserressourcen weltweit
Auf den ersten Blick erscheint die Verfügbarkeit und Verteilung des Wassers auf der Erde kein Problem, so macht die Bezeichnung „Blauer Planet“ deutlich, dass ein Großteil der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt ist. Dabei ist aber fast alles Wasser in den Ozeanen vorhanden, so umfasst das Wasser der Meere circa 97 % des weltweiten vorhandenen Wassers, und nur rund 3 % sind Süßwasser. Für den menschlichen Verbrauch ist dabei nur Süßwasser nutzbar, weswegen Salzwasser direkt nicht verwendbar ist. Von den Süßwasserressourcen steckt aber das meiste in den Eismassen von
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Nord- und Südpol, oder ist auf andere Weise für den Menschen nicht direkt erreichbar. So sind letztlich nur etwa 0,0075 % des gesamten Wassers für den Menschen als Süßwasser relativ leicht erreichbar und damit nutzbar (THE UN WORLD WATER DEVELOPMENT REPORT 2003 S. 67 FF.). Viel bedeutender als der bei genauer Betrachtung nur äußerst gering erscheinende Anteil an verfügbarem Süßwasser ist aber die sehr ungleiche kontinentale Verteilung des Süßwassers. Wie in Abbildung 1 sichtbar, ist besonders in Asien, aber auch in Europa und Afrika der Anteil an der Weltbevölkerung höher als der Anteil an der Wasserverfügbarkeit. Südamerika z.B. ist hingegen prozentual gesehen sehr wasserreich.
Abbildung 1: Wasserverfügbarkeit weltweit
(Grafik: bpb: Globalisierung - Wasserverfügbarkeit; Daten: The UN World Water Development Report 1, 2003 S. 69)
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Arbeit zitieren:
Philip Oesterreicher, 2009, Wassermärkte - Konzentrations- und Privatisierungstendenzen auf den Märkten für Trink- und Brauchwasser? , München, GRIN Verlag GmbH
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