Inhaltsverzeichnis
Einleitung 1. 3
Webers Arbeitsweise 2. 3
2.1 Das außergewöhnliche am okzidentalen Kapitalismus S. 3 - 5
2.2 Der Einfluss der Religion und des Glaubens S. 5 - 7
Protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus 3. 7
3.1 Der Geist des Kapitalismus und die okzidentale S. 7 - 10
Rationalisierung
3.2 Die Reformation und der Beruf S. 10 - 11
Die Reformationszeit und ihr Einfluss auf die 4. 11
Entwicklung des Unternehmers
4.1 Katholische Moral und ihre Erwerbsethik S. 11 - 12
4.2 Die wichtige Rolle des Calvinismus S. 13 - 15
Fazit 5. S. 15 - 16
Literaturverzeichnis 6. 17
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1. Einleitung
Das Ziel dieser Arbeit soll es sein, die Entstehung des okzidentalen Unternehmers mit der protestantischen Ethik in Einklang zu bringen und die besondere Herangehensweise an dieses Thema aus der Sicht von Max Weber darzulegen. Es soll erklärt werden, an welchen Punkten sich der Kapitalismus und die Religion beeinflusst haben. Welche Schnittpunkte gab es und was führte schlussendlich zu dieser Entwicklung? Es soll versucht werden, im Hinblick auf die vorherrschenden, religiös motivierten Handlungen in der Gesellschaft die Entstehung des Kapitalismus zu erläutern. Im ersten Gliederungspunkt soll Max Webers Arbeitsweise erläutert werden. Es sollen die Besonderheiten des okzidentalen Kapitalismus und der Einfluss der Religion herausgestellt werden. Warum war der Nährboden für die Entwicklung des Kapitalismus und des Unternehmertums gerade im Okzident so ideal? Welche Einflüsse mussten sich parallel entwickeln? Es soll verdeutlicht werden, welche zusammenhängenden Elemente der
protestantischen Ethik und des sich entwickelnden Kapitalismus einen engeren Bezug eingegangen sind.
Im Folgenden soll das Leben in der sich neu heraus kristallisierenden, rationalisierten Welt und der Beruf mit der protestantischen Ethik in Zusammenhang gebracht werden.
Im letzten Abschnitt muss auf das große Umfeld der Reformation eingegangen werden. Hierbei soll der Calvinismus und seine Bedeutung für die Entstehung des okzidentalen Unternehmers hervorgehoben werden.
2. Webers Arbeitsweise
2.1 Das Außergewöhnliche am okzidentalen Kapitalismus
Max Weber hat sich bereits vor etwa 100 Jahren mit der Frage nach der Entstehung des modernen Kapitalismus und seinen Auswirkungen auf unsere heutige Wirtschafts- und Arbeitsweise befasst. Weber geht es nicht darum, zu klären wie die Wirtschaftsordnung Anfang des 20 Jahrhunderts funktioniert. Er unterscheidet deshalb das aktuelle System, „das die Bedingungen seiner
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Bestandserhaltung selbst herzustellen vermag“, mit der Entstehung, „die nicht von Bedingungen abhängig ist, die nicht allein in der Ökonomie, sondern auch in den Sphären des menschlichen Lebens zu suchen sind“F 1
F.
Er möchte ergründen, wie es zu dieser tief greifenden Entwicklung kommen konnte. Als ersten Schritt stellt er zwei große Zusammenhänge her. Zwischen dem Kapitalismus auf der einen und dem Protestantismus auf der anderen Seite. Bezeichnend ist die folgende Aussage Webers: „Der Mensch ist auf das Erwerben als Zweck seines Lebens, nicht mehr das Erwerben auf den Menschen, als Mittel zum Zweck der Befriedigung seiner materiellen Lebensbedürfnisse bezogen.“F 2 Der Beruf und das Erwirtschaften von Kapital
F
wird somit in den Mittelpunkt der menschlichen Existenz gerückt. Es wird nicht mehr gearbeitet, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Es geht nun darum, Kapital zu vermehren und dem Beruf als Berufung zu folgen. So soll ein gottgerechtes Leben geführt werden. Wie es zu dieser Entwicklung kam, wollen wir nun erörtern.
Max Weber macht in seinem Werk zu den Aufsätzen der Religionssoziologie deutlich, dass der Kapitalismus und das daraus entstehende Unternehmertum in dieser speziellen Form nur im Okzident möglich war. Er merkt allerdings an, dass das kapitalistische Prinzip auch in anderen Kulturkreisen weit verbreitet war, jedoch nicht in der Ausprägung und den Vorraussetzungen wie im mittelalterlichen Okzident. Er verneint nicht die Tatsache, dass das Streben nach Gewinn und Rentabilität, zu fast allen Zeiten zu finden war. Weiterhin stellt er heraus, dass auch ein Banken und Kreditwesen überall auf der Welt zu finden sei. Daraus ergibt sich die Fragestellung, warum der moderne Kapitalismus mit seinen spezifischen Ausprägungen seinen Siegeszug in der westlichen Welt so erfolgreich antreten konnte.
Weber erkennt den Prozess der Rationalisierung in der westlichen Welt. In den Bereichen der Technik, der Wissenschaft, des Rechts und der Verwaltung ist diese Entwicklung nicht zu übersehen. Rationalisierung bedeutet für Weber, das Berechenbare von Produktionsfaktoren und Arbeitsabläufen. „Denn der moderne rationale Betriebskapitalismus bedarf, wie der berechenbaren technischen Arbeitsmittel, so auch des berechenbaren Rechts und der
1 Friedhelm Guttandin, Einführung in die protestantische Ethik Max Webers, Wiesbaden 1998, S. 19
2 Max Weber, Die protestantische Ethik und der Geist der Kapitalismus, Hrsg: Dirk Kaesler,
München 2004, S. 13
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Verwaltung nach formalen Regeln, ohne welche zwar Abenteuer- und spekulativer Händlerkapitalismus und alle möglichen Arten von politisch bedingtem Kapitalismus, aber kein rationaler, privatwirtschaftlicher Betrieb mit stehendem Kapital und sicherer Kalkulation möglich ist.“F 3 Die geschaffenen, allgemein verbindlichen rechtlichen Grundlagen machen langfristig geplante Unternehmung erst möglich. Die mathematischen Methoden lassen eine klare Buchführung zu, ohne die eine wirtschaftliche Unternehmung nicht denkbar wäre.
Dies ist die eine Seite des Kapitalismus. Man darf jedoch nicht den Fehler machen, den okzidentalen Kapitalismus nur auf seine ökonomischen Bedingungen zu differenzieren. Es ist von großer Bedeutung das die Menschen, die in dieser Gesellschaft leben und sie tragen, diese neue Lebensweise auch akzeptieren und ihr den Raum zur Entfaltung geben. Die Lebensweise der Menschen war schon immer stark von Religion und übermenschlichen Kräften geprägt. Weber gibt damit einen Ausblick auf seine weitere Arbeit und seinen zweiten Schwerpunkt: die Religion in der Entwicklung des okzidentalen Kapitalismus. „Zu den wichtigsten, formenden Elementen der Lebensführung nun gehörten in der Vergangenheit überall die magischen und religiösen Mächte und die am Glauben an sie verankerten ethischen Pflichtvorstellungen.“F 4
Es wird also im Weiteren zu ergründen sein, wieso die protestantische Lebensführung entstand. Wie der Beruf in den Mittelpunkt rückte und wieso das Gewinnstreben zu einem Weg zur Gnade Gottes wurde. Ebenso soll herausgestellt werden, wie sie von den Menschen umgesetzt wurde und wie dieses dann in der Entwicklung des modernen okzidentalen Kapitalismus endete.
2.2 Der Einfluss der Religion und des Glaubens
Max Weber beschreibt in seinen Aufstellungen den Zusammenhang, dass
3 Max Weber, Die protestantische Ethik I, Hrsg: Johannes Winckelmann, Gütersloh 1991, S. 19
4 Max Weber, Die protestantische Ethik I, Hrsg: Johannes Winckelmann, Gütersloh 1991, S. 21
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Arbeit zitieren:
Vincent Kirste, 2009, Wie entstand nach Max Weber der okzidentale Unternehmer?, München, GRIN Verlag GmbH
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