Inhaltsverzeichnis:
1) BENEDIKTINER ALS BISCHÖFE IN EICHSTÄTT 3
2) DER LEBENSWEG DES HL. WILLIBALD 4
2.1 Geburt und Leben im angelsächsischen Wesssex 4
2.2 Pilgerreisen des Hl. Willibald 4
2.3 Willibald auf Monte Cassino 4
3) WILLIBALD ALS MISSIONAR IN GERMANIEN 5
3.1 Aussendung durch Papst Gregor III. 5
3.2 Willibalds Mission in der „regio eihstat“ 5
3.2.1 Willibald - Erster Bischof von Eichstätt 5
3.2.2 Willibalds Missionstätigkeit 6
3.2.3 Weggefährten des Hl. Willibald 7
4) AUSWIRKUNG DER MISSIONSTÄTIGKEIT 7
4.1 Vom „Bischofskloster“ Eichstätt zum Bistum Eichstätt 7
4.2 Die Bischofsstadt Eichstätt in der Gegenwart 8
5) DIE VITA DES HL. WILLIBALD VON DER NONNE HUCEBURC 8
6) DER HL. WILLIBALD ALS SCHUTZPATRON UND SEINE VEREHRUNG 9
LITERATURVERZEICHNIS 11
2
1) BENEDIKTINER ALS BISCHÖFE IN EICHSTÄTT
Die Schlagzeile „Abt Gregor Maria Hanke OSB ist der dritte Eichstätter Oberhirte aus dem Orden des Heiligen Benedikt” 1 war für viele Katholiken des Bistums Eichstätt sicherlich die Nachricht des Tages vom 14. Oktober 2006, denn als Ordensbruder der Benediktiner wurde auch schon der Hl. Willibald zum Bischof des Bistums Eichstätt geweiht. Der Benediktinermönch und Missionar Willibald war der erste Bischof der Diözese Eichstätt und im Laufe seiner Amtsperiode wurden eine Reihe Benediktiner- und Benediktinerinnenklöster auf dem Gebiet der Diözese gegründet. Am 7. Juli 787 starb Willibald. Von da an dauerte es über 1100 Jahre, ehe wieder ein Mitglied des Benediktinerordens Bischof zu Eichstätt wurde: Johannes Leo von Mergel OSB (1905-1932). Prinzregent Luitpold nominierte am 25. Oktober 1905 den Abt von Metten zum 74. Nachfolger des Hl. Willibald. Unter seiner Regentschaft wurden die Klöster St. Walburg (1914) und Plankstetten (1917) zu Abteien erhoben. Besonders am Herzen lagen ihm neben der Förderung der Klöster auch die Feier der Liturgie und die Beteiligung der Gläubigen daran und seine Hauptsorge galt außerdem dem Seminar und der Priesterausbildung. Mit der Weihe von Abt Gregor Maria Hanke zum Bischof von Eichstätt ging nun am 2. Dezember 2006 eine über ein Jahr dauernde Vakanz im Bistum zu Ende. Große Erwartungen knüpfen sich an die Person Hankes. So war es nicht verwunderlich, dass auch ein großes Medienecho auf die Ernennung folgte. Wie wird der neue Bischof sein Amt führen? Nach seiner pastoralen Konzeption gefragt betont er vor allem seinen Wahlspruch, den er schon als Abt der Benediktinerabtei Plankstetten vertreten hatte: „fides nostra victoria“ (Unser Glaube ist unser Sieg). Und er wünsche sich, dass ihn „die Menschen im Gebet begleiten, dass wir Weggemeinschaft sind..“ 2 .Wünsche und Hoffnungen, die sicherlich auch der angelsächsische Mönch Willibald in seinem Herzen trug und den Menschen im Gebiet um Eichstätt in der Mission zu vermitteln versuchte, auf die ich nun weiter eingehen werde. 3
1 Kreitmeir, Klaus, Benediktiner als Eichstätter Bischöfe, in: Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt, 2.
Dezember 2006, Sonderausgabe, 8.
2 Herberling, Michael/ Löhlein, Bernhard, „…dass wir Weggemeinschaft sind“, Interview mit dem ernannten 82.
Bischof von Eichstätt, Abt Gregor Maria Hanke OSB, in: Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt, 2.
Dezember 2006, Sonderausgabe, 7.
3 Kreitmeir, Klaus, Benediktiner als Eichstätter Bischöfe, in: Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt, 2.
Dezember 2006, Sonderausgabe, 8-9.
3
2) DER LEBESWEG DES HL. WILLIBALD
2.1 Geburt und Leben im angelsächsischen Wessex
Im Jahre 700 wurde Willibald in der Grafschaft Hamtunscir (Hampshire), die zu dem südenglischen Königreich Wessex zählte, geboren. Er war der Erstgeborene des „sagenhaften angelsächsischen ‚Königs’ Richard des Heiligen“ 4 und der ältere Bruder des Hl. Wunibald und der Hl. Walburga. Auch mit dem von Papst Gregor II. ernannten Missionsbischof Bonifatius war Willibald verwandt, an dem sein Weg und Erfolg als Missionar eng gebunden war. Nach einer schweren Erkrankung im Alter von drei Jahren und dem Versprechen der Eltern, Willibald bei Genesung der Obhut eines Klosters zu überlassen, wurde er mit fünf Jahren in das Benediktinerkloster Waltham (Waldheim) aufgenommen, wo er 15 Jahre seines Lebens zubachte. Doch ehe er sein Ordensgelübde ablegte, verspürte er den Wunsch, eine Pilgerreise zu den Gräbern der Aposteln in Rom zu unternehmen.
2.2 Pilgerreisen des Heiligen Willibalds
Schon im Frühjahr 720 brach Willibald gemeinsam mit seinem Vater und dem Bruder Wunibald in Begleitung einiger angelsächsischer Gefährten zu der Reise auf. In Lucca erkrankte allerdings der Vater und starb. Während des Romaufenthalts beschloss Willibald, das Heilige Land zu besuchen und er pilgerte mit wenigen Begleitern und nur mit der Bibel als Wegweiser und Reiseführer Richtung Jerusalem, wo er nach eineinhalb Jahren 724 ankam. Bis 726 durchwanderten sie Palästina und „suchten Klöster und Einsiedeleien und all jene Orte auf, die im Neuen Testament erwähnt sind“ 5 . Nachdem er sich auf dem Rückweg zwei Jahre in Konstantinopel aufgehalten hatte, kehrte er 729 nach Italien zurück.
2.3 Willibald auf Monte Cassino
Dort begab er sich sogleich „nach Monte Cassino, dem Mutterkloster der Benediktiner“ 6 . 729 trat Willibald in den Orden ein und blieb 10 Jahre bei seinen Mitbrüdern. In dieser Zeit wurde ihm das Amt des Küsters und später das Amt des Pförtners übergeben, bis der Abt des Klösters ihm auftrug, als Begleitung für einen spanischen Priester mit nach Rom zu gehen.
4 Melchers Erna/Melchers Hans, Das große Buch der Heiligen, München 7 1984, 416.
5 Melchers Erna/Melchers Hans, Das große Buch der Heiligen, München 7 1984, 417.
6 Kreitmeir, Klaus, Die Bischöfe von Eichstätt, Eichstätt 1992, 6.
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Arbeit zitieren:
Barbara Bauer, 2007, Die Mission irischer und angelsächsischer Mönche auf dem Kontinent, München, GRIN Verlag GmbH
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