Inhaltsverzeichnis
Einleitung S. 03
1. Auswahlkriterien und Vorüberlegungen 04
2. Schwierigkeiten bei der Umsetzung 04
3. Kurzvorstellung der Interviewpartner 05
4. Was spricht für das Heiraten? Was spricht gegen das Heiraten? 06
5. Verändert sich die Beziehung nach der Hochzeit? 08
6. Welche Elemente einer Hochzeit machen diese zum Ritual? 09
Fazit S. 11
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Einleitung
Diese Referatsausarbeitung beschäftigt sich mit der Fragestellung, warum heute noch geheiratet wird und inwiefern die Hochzeit ein Übergangsritual ist oder als solches gesehen wird. Dabei orientiert sich der Begriff „Übergangsritual“ an der Definition von van Gennep. Demnach geht es dabei um „den Übergang von einem Zustand in einen anderen oder von einer kosmischen bzw. sozialen Welt in eine andere“ 1 . Um den Antworten auf diese Fragen näher zu kommen, haben Sarah Ahmed und ich sechs Menschen im Alter zwischen 25 und 32 Jahren nach ihren Gedanken zum Thema heiraten befragt.
Das erste Kapitel beschäftigt sich mit den Auswahlkriterien der Interviewpartner, sowie mit den Vorüberlegungen zur Fragebogengestaltung und der Interviewsituation. Im zweiten Kapitel werden die Probleme, mit denen wir uns bei der Umsetzung konfrontiert sahen, dargestellt und erläutert. Anschließend werden kurz die Interviewpartner vorgestellt, um die Eckdaten, die nicht im Interview abgefragt wurden, zu skizzieren.
Die folgenden drei Kapitel beschäftigen sich mit wesentlichen Fragen aus unserem Leitfragebogen und der Interpretation und Gegenüberstellung der unterschiedlichen Antworten. Der erste Abschnitt befasst sich mit den Gründen, die für oder gegen eine Hochzeit sprechen. Im nächsten Teil wird nach (vermuteten) Veränderungen in der Beziehung nach der Eheschließung gefragt. Der letzte Abschnitt beschäftigt sich mit dem Ritualcharakter einer Hochzeit.
Im Fazit werden die Ergebnisse zusammengefasst und meine Gedanken zur Beantwortung der Frage, ob eine Hochzeit ein Übergangsritual ist, ausgeführt.
1 Arnold van Gennep: Übergangsriten (Les rites de passage). Frankfurt am Main 1999, S. 21.
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1. Auswahlkriterien und Vorüberlegungen
Bei der Auswahl unserer Interviewpartner einigten wir uns sehr schnell auf die wesentlichen Eckdaten: Die zu befragenden Personen sollten unverheiratet, aber heiratswillig und in einem ähnlichen Alter sein. Gleichzeitig sollte das Geschlechterverhältnis ausgeglichen sein. Die weiteren Kriterien sollten sie voneinander unterscheiden: wir wollten mindestens eine gläubige und eine nicht gläubige Person, eine bereits geschiedene Person, eine homosexuelle Person, unterschiedliche finanzielle Möglichkeiten und ein Elternteil. Hier ging es uns darum zu sehen, inwiefern sich die verschiedenen Lebenssituationen auf den Heiratswunsch und die (gedankliche) Gestaltung der Hochzeit auswirken. Um den Interviewpartnern möglichst wenig vorzugeben, entschieden wir uns für einen Leitfaden mit möglichst offenen Fragestellungen. Dabei lag unser Hauptaugenmerk auf der Frage, warum Menschen heute noch heiraten und ob es für sie einen Schwellencharakter hat. Die Reihenfolge der Fragen sollte variabel bleiben, um einen Gesprächsfluss nicht unterbrechen zu müssen und auf die Antworten eingehen zu können. Als Interviewort wählten wir aus technischen und praktischen Gründen unsere privaten Wohnungen. Der Interviewer und der Interviewpartner sollten sich nach Möglichkeit nicht kennen.
Um die verschiedenen Ergebnisse auswerten zu können, mussten die Interviews zumindest teilweise transkribiert werden. Aufgrund der höheren Lesbarkeit fiel die Wahl auf ein weitgehend verschriftsprachlichtes Transkript ohne „äh“ und Mehrfachnennungen desselben Wortes, da dies für den Fokus dieser Untersuchung nicht erheblich schien.
2. Schwierigkeiten bei der Umsetzung
Nachdem wir unsere Interviewpartner gefunden und die ersten Interviews geführt hatten, stellten sich ein paar unvorhergesehene Schwierigkeiten heraus. Die Aufnahmen mit dem Handy hatten ein Format, das sich mit unseren gängigen Geräten nicht abspielen ließ. Ein Freund konnte uns die Aufnahmen in „wave“ -Dateien umwandeln, aber für die weiteren Interviews entschieden wir uns für den Computer und ein Mikrofon. Dies brachte leider ein neues Problem mit sich: Das Mikrofon schaffte eine sehr künstliche Atmosphäre. Auch die fehlende
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Arbeit zitieren:
Angelika Otto, 2009, Hochzeit als Schwellenritual, München, GRIN Verlag GmbH
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