Inhalt
Abk ürzungsverzeichnis 3
Tabellenverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 3
Anlagenverzeichnis 3
1 Aufbau und Ziele der Arbeit 4
2 Epidemiologie - Definition, Aufgaben, Methoden 5
3 Diabetes mellitus 7
3.1 Ätiologische Klassifizierung 8
3.2 Diabetes mellitus Typ1 8
3.3 Diabetes mellitus Typ 2 9
4 Epidemiologie des Diabetes mellitus 12
4.1 Prävalenz 12
4.2 Inzidenz 13
4.3 Prävention 14
5 Versorgungsstrukturen und -konzepte des Diabetes mellitus 14
5.1 Schulungen 15
5.2 Disease-Management-Programme 16
5.3 Telemedizin. 17
Telemonitoring -Programm Diabetiva 17
5.3.1
5.3.2 „homecare. diabetes System“ 18
6 Zusammenfassung und Ausblick 19
Quellenverzeichnis 20
Anlage 1: Diabetes Risiko-Test FINDRISK 22
2
Abkürzungsverzeichnis
ADA
Aufl. bzw. ca. dl Deziliter et al.
f. ff. Hrsg. mg neubearb. überarb.
vgl. vollst. WHO z. B.
Tabellenverzeichnis
Tabellennummer Tabellenbezeichnung Seite
1
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsnummer Abbildungsbezeichnung Seite
1
Anlagenverzeichnis
Anlagennummer Anlagenbezeichnung Seite
1 Aufbau und Ziele der Arbeit
Diabetes mellitus - die große Epidemie des 21. Jahrhunderts!
Mit weltweit rasch steigenden Erkrankungszahlen hat sich der Diabetes mellitus zu einer globalen Massenerkrankung ausgebreitet. Die International Diabetes Federation (IDF) ging bereits im Jahr 2006 von mondial 246 Millionen Diabetikern aus, was einem Anteil von ca. 6 % der Weltbevölkerung entspricht.
Speziell in Deutschland liegen die Schätzungen bei 8 Millionen an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankten Menschen, wobei eine hohe Dunkelziffer nicht auszuschließen ist.
Zudem beläuft sich die Zahl der an Diabetes mellitus Typ 1 Erkrankten auf 550.000 Menschen. (vgl. Mirza 2010: 1)
Aufgrund des hohen Stellenwertes des Diabetes mellitus als eine mit epidemischen Ausmaß entwickelte Volkskrankheit (vgl. Korb et al. 2008: 1), setzt sich die vorliegende Arbeit mit eben dieser Erkrankung auseinander. In einem ersten Teil wird die wissenschaftliche Disziplin Epidemiologie definiert und in ihren Aufgaben und Methoden dargestellt. Anschließend erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Hauptausprägungen des Diabetes mellitus. Diese werden in ihren Ursachen, Risiken, Diagnostik, Symptomen, Komplikationen und letztlich der Behandlung oberflächlich erläutert. Um das tatsächliche Ausmaß der Erkrankung zu verdeutlichen, wird die Epidemiologie des Diabetes mellitus in seiner Prävalenz, Inzidenz und der überaus wichtigen Prävention erörtert.
Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit liegt jedoch in den Versorgungskonzepten der gesundheitsökonomisch so bedeutungsvollen Erkrankung: Zunächst werden Schulungen vorgestellt, welche die Basis für eine gute Blutzuckereinstellung bilden.
Daran anschließend erfolgt eine Erläuterung der seit einigen Jahren bestehenden Disease-Management-Programme.
Ein besonderer Bereich ist jedoch die Telemedizin, die durch verschiedene Konzepte Eingang in die Versorgungsstrukturen gefunden hat. Zwei Konzepte der telemedizinischen Versorgung werden detaillierter dargestellt. Der abschließende Teil fasst die Inhalte der Arbeit noch einmal zusammen und gibt einen Ausblick auf die Zukunft der Krankheit Diabetes mellitus.
4
2 Epidemiologie - Definition, Aufgaben, Methoden
Der Begriff der Epidemiologie stammt aus dem Griechischen, die einzelnen Wortteile lauten übersetzt: epi - über, demos - Volk und logos - Lehre. Daraus ergibt sich beispielsweise der Satz: „die Lehre von dem, was über das Volk kommt“, oder aber auch: „was im Volk verbreitet ist“. Diese Übersetzung bringt bereits das zentrale Merkmal der Forschungsrichtung Epidemiologie zum Ausdruck, nämlich den Bevölkerungsbezug (vgl. Weyerer et al. 2008: 11).
Der Untersuchungsgegenstand der Epidemiologie ist die quantitative Erforschung der Verteilung und der Risikofaktoren von Krankheiten in Bevölkerungen. Die Erkenntnisse finden zudem Anwendung auf die Kontrolle von Krankheiten, genau genommen auf Prävention und Behandlung.
Zur Beschreibung von Krankheitshäufigkeiten dienen epidemiologische Maßzahlen, die die Zahl von Erkrankungsfällen in das Verhältnis zu einer Bevölkerung oder Bevölkerungsgruppe und zu einem Beobachtungszeitraum oder Beobachtungszeitpunkt setzen.
Eine solche Maßzahl ist die Prävalenz. Mit ihr werden die Krankheitsfälle die zu einem bestimmten Zeitpunkt, in einer definierten Population auftreten beschrieben.
Unterteilungen können in Punktprävalenz (wenn zu einem ausgewählten Zeitpunkt gemessen wird) oder in Periodenprävalenz (wenn im Zeitraum einer Periode gemessen wird) erfolgen.
Die Inzidenz stellt eine andere Maßzahl dar. Diese dient, in einer ausgewählten Zeitspanne, der Berechnung der neu aufgetretenen Krankheitsfälle in einer definierten Personengruppe, die vor dem Beobachtungszeitraum frei von der zu untersuchenden Krankheit war.
Bei den Zielen und Inhalten der epidemiologischen Forschung geht es im Einzelnen darum:
(Krankheitsätiologie) identifiziert werden,
- dass geographische bzw. regionale Unterschiede und zeitliche Veränderungen in der Häufigkeit bestimmter Erkrankungen erklärt werden,
- dass natürliche Verläufe (Spontanverläufe) von Erkrankungen beschrieben werden, und
- dass die Wirksamkeit und Effizienz von medizinischen Therapien, Präventionsmaßnahmen und medizinischen, rehabilitativen und psychosozialen Versorgungsmaßnahmen beurteilt wird (vgl. Stark, Guggenmoos-Holzmann 2003: 394 ff.).
Zu den Methoden gehört zu allererst, und das begründet sich historisch wie auch logisch in der Reihenfolge der Arbeitsschritte, die deskriptive Epidemiologie, die
5
sich mit der Beschreibung von Krankheiten aus der Sicht der Bevölkerung beschäftigt.
Die Ergebnisse der deskriptiven Studien machen Angaben zur Häufigkeit einer erforschten Krankheit und ihren zeitlichen Entwicklungen. Außerdem zeigt die deskriptive Epidemiologie die besonders betroffenen Bevölkerungsgruppen auf und tätigt Aussagen zur Ätiologie.
Es folgt die analytische Epidemiologie, die eine Ätiologieforschung auf Basis der Bevölkerung darstellt. Mit ihr wird festgestellt, ob die Umgebung, die Lebensweise und eventuelle Belastungen durch spezifische Situationen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen, Einfluss auf die betrachtete Krankheit haben (vgl. Brand et al. 2006: 258 ff.).
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die meisten epidemiologischen Studien das Ziel verfolgen, Zusammenhänge zwischen einer bestimmten Erkrankung und ihren tatsächlichen Faktoren aufzuzeigen (vgl. Stark, Guggenmoos-Holzmann 2003: 409).
Bevor auf die Epidemiologie des Diabetes mellitus eingegangen wird, erfolgt zum besseren Verständnis eine Darstellung der Krankheit in ihrer Etymologie und Ausprägungen.
6
Arbeit zitieren:
Janine Bartöck, 2010, Zur Epidemiologie und Versorgungssituation des Diabetes mellitus, München, GRIN Verlag GmbH
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