III
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis. IV
1. Einleitung 1
2. Begriffliche Grundlagen 2
2.1 Risiko 2
2.2 Risikoverhalten. 2
2.3 Risikobereitschaft und Risikoeinstellung 3
2.4 Risikotragfähigkeit 4
3. Vorstellung der theoretischen Zusammenhänge 4
3.1 Ermittlung der Risikotragfähigkeit. 4
3.2 Ermittlung der Risikobereitschaft. 6
3.3 Risikoaversion 8
4. Praktische Umsetzung mittels Risk Ruler. 8
4.1 Verschiedene Vorgehensweisen. 8
4.2 Wie Risk Ruler wirken 9
4.3 Beispiel eines Risk Rulers aus der Praxis 10
5. Kritische Auseinandersetzung. 12
6. Schlussbetrachtung und Zusammenfassung. 14
Literaturverzeichnis. IV
Versicherung V
IV
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Ermittlung des investorspezifischen Risikos in der Asset Allocation ......................... 7 Abb. 2: Simulation der Wertentwicklung............................................................................. 13
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Zusammenfassung wichtiger Aspekte der Einteilung des Vermögens in einen
reservierten und in einen freien Teil. .................................................................... 6 Tabelle 2: Risk Ruler in Form eines Katalogs von 10 Fragen.............................................. 11
1
1. Einleitung
Das seit dem 1. Januar 1995 geltende Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verpflichtet Banken und andere zum Wertpapierhandel zugelassene Unternehmen, Kunden bei Wertpapiergeschäften zu beraten. Bei der Beratung und dem Verkauf von Finanzdienstleistungen sind eine Vielzahl von Merkmalen, bezogen auf den jeweiligen Kunden, zu berücksichtigen. Anlageberater müssen sich im Rahmen der Beratung über die Kenntnisse oder Erfahrungen, die mit der Anlage verfolgten Ziele und die finanziellen Rahmenbedingungen des Kunden informieren.
Aber nicht nur für die rechtliche Absicherung ist es wichtig sich über die Merkmale der Kunden zu informieren. Für die Beratung und die Zusammenstellung eines kundenspezifischen, optimalen Portfolios ist die Bereitschaft des Kunden, Risiko zu tragen, entscheidend. Je größer seine Risikobereitschaft ist, desto stärker können Assetklassen mit höheren Risiko (z.B. Aktien) im Vergleich zu weniger riskanten Klassen (z.B. Renten) in das Portfolio aufgenommen werden. Die Asset Allokation bestimmt somit im Wesentlichen, welche Renditen ein Anleger erwarten kann und mit welchen Risiken gerechnet werden muss. 1
Das zuständige Bundesaufsichtsamt hat vom §35 WpHG Gebrauch gemacht und in der Richtlinie vom 23. August 2001 festgelegt, dass die Risikobereitschaft des Kunden zu erfragen sei. 2
Was sich in der Richtlinie so leicht formulieren lässt, stellt die Finanzdienstleister jedoch vor erhebliche Probleme. In der Praxis wird die Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit der Kunden oftmals mittels sogenannter Risk Ruler gemessen. Das Konzept der Risk Ruler wird im Rahmen dieser Seminararbeit vorgestellt und auf Schwächen untersucht.
Im Folgenden werden zunächst die wichtigsten Begrifflichkeiten definiert und erläutert. Anschließend werden die Begriffe in einen theoretischen Zusammenhang gestellt und die Konzepte der Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit vorgestellt. In Kapitel 4 wird die praktische Umsetzung zur Ermittlung der Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit mittels Risk Ruler behandelt und abschließend in Kapitel 5 werden diese kritisch untersucht.
1 von Nitzsch, Rouette (2002) S. 1.
2 BAWe (2001), S. 5f.
2
2. Begriffliche Grundlagen
In diesem Kapitel werden zunächst die für die weiteren Ausführungen relevanten Begriffe des Risikos, des Risikoverhaltens, der Risikobereitschaft, der Risikoeinstellung und der Risikotragfähigkeit definiert und näher erläutert.
2.1 Risiko
Es gibt in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur und Diskussion keine einheitliche Definition des Risikos. Einen Überblick über unterschiedliche Begriffsauffassungen gibt Imboden, indem er eine Klassifizierung zwischen extensiven, entscheidungsbezogenen und informationsorientierten Begriffsauffassungen vorschlägt. Innerhalb der extensiven Begriffsauffassung wird Risiko definiert als Gefahr eines Misserfolgs der Leistung, wobei er den Misserfolg spezifiziert als Kapital- oder Vermögensverlust. Risiko ist hierbei zu verstehen als Begleiterscheinung jeder Leistungserbringung. Die informationsorientierte Fassung stellt auf das Risiko als unsichere Informationsstruktur ab. Bei der entscheidungsbezogenen Fassung wird Risiko als Gefahr einer Fehlentscheidung verstanden. 3
Trotz einer großen Anzahl unterschiedlicher Risikobegriffe, lassen sich diese letztlich auf zwei Grundelemente zurückführen. Diese beiden Elemente sind: 1. die Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines bestimmten Ereignisses und 2. dessen Bedeutung für den Entscheider. Beides sind Größen, die immer nur aus der Sicht des Entscheiders selbst beurteilt werden können, weshalb man auch von einer subjektiven Risikodefinition spricht. 4
2.2 Risikoverhalten
Risikoverhalten ist das beobachtbare Verhalten von Menschen in Bezug auf Risiko. Es beschreibt also, wie sich Menschen in Risikosituationen verhalten.
In der entscheidungstheoretischen Literatur wird dabei zwischen risikoscheuen, risikoneutralen und risikofreudigen Verhalten unterschieden. Orientiert sich ein Individuum bei seinen Entscheidungen am Erwartungswert, verhält es sich risikoneutral. Von risikoscheuem Verhalten spricht man, wenn der Entscheider eine riskante Alternative schlechter als einen sicheren Betrag in Höhe des Erwartungswertes bewertet. Stuft er die riskante Alternative besser ein, so liegt risikofreudiges Verhalten vor.
3 Imboden (1984), S.40ff.
4 Unser (1999), S. 59.
Arbeit zitieren:
Oliver Benner, 2002, Konzepte zur Ermittlung der Risikoeinstellung und Risikotragfähigkeit, München, GRIN Verlag GmbH
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