Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 3
2. José F.A. Olivers Unterwegssein. 3
3. Interpretationen der Gedichte. 4
3.1Interpretation des Gedichts ,,Heimflug I“ 4
3.2 Interpretation des Gedichts „Heimflug II“ 5
3.3 Interpretation des Gedichts ,,Offenburg - Hausach. April 2003“ 6
4. Vergleich der Gedichte. 7
5. Fazit. 7
6.Literaturverzeichnis. 8
2
1. Einleitung
Im Rahmen des Seminars ,,José Oliver - ein deutscher Dichter“ befassten sich die Studenten mit den Werken, sowie auch mit dem Leben des Autors. Ich fasste den Entschluss, mich mit dem Thema ,,Unterwegssein-Reisen“ zu beschäftigen.
In dieser schriftlichen Hausarbeit präsentiere ich zunächst das Reiseverhältnis im Leben von José Oliver, damit ein Einstieg in die Thematik geschaffen wird und seine Werke einfacher verstanden werden können. Im weiteren werde ich versuchen die Gedichte: ,,Heimflug I“, „Heimflug II“ und ,,Offenburg - Hausach. April 2003“ zu interpretieren. Es folgt ein Vergleich dieser und schließlich das Fazit meiner Arbeit.
2. José F.A. Olivers Unterwegssein
Jose F. A. Oliver ist 1961 in Hausach geboren, als Sohn einer andalusischen Familie. Die Eltern waren ins Kinzigtal gekommen, um als Gastarbeiter bei der mittelständischen Industrie zu arbeiten. Somit wuchs er in Hausach als Migrantenkind auf. 1 Seine Eltern brachten den Jungen die spanische Sprache bei, und die Lehrer leiten ihm die deutschen Bücher aus. Somit erfolgte seine Integration. Schon seit seiner frühen Kindheit reiste Oliver zwischen Hausach und Malaga. Er entwickelte eine doppelte Identität, nämlich zwischen seinem Abstammungsort und dem Ort in dem er aufwuchs. Als er Anfang zwanzig ist und in Freiburg studiert, bemerkt er, dass er der spanischen Sprache nur begrenzt mächtig ist. Ihn drängt die Frage nach seiner Identität. Spanischer Hausacher oder doch Schwarzwälder Andalusier? 2 Diese Identitätskrise lässt Oliver zwischen den zwei den Kulturen schwingen. Er nutzt seine Position als Wanderer zwischen den Welten und zwischen den Worten. Er wird zum Heimdichter mit einer Doppelten Heimat.
Der Dichter führte ein langjähriges Studium der Romanistik,- Germanistik,- und Philosophie aus. 3 Bemerkenswert ist, wie José F. A. Oliver immer wieder Worthülsen aufbricht, um das zur Sprache zu bringen, was er fühlt. Er schöpft aus einem enormen Vorrat an sprachlichen Bildern, schafft neue, indem er Verschiedene miteinander kombiniert. Kein einfacher Verschmelzungsprozess also, der hier zu beobachten ist, sondern ein kultureller Brückenschlag, der das Identitätsstiftende zwischen den kulturellen Traditionen greift und für sich in Anspruch nimmt. Seine Texte sind also einzigartig in der deutschen Gegenwartsliteratur.
1 Vgl. www.wikipedia.com
2 Vgl. Stuttgarter Zeitung.(27/01/2007): Der Dichter aus dem andalusischen Schwarzwalddorf
3 Vgl. Oliver, José: HEIMATT und andere FOSSILE TRÄUME
3
José F.A Olivers Reisen begrenzen sich aber nicht nur zwischen Deutschland und Spanien. Er ist in seinem Leben viel Unterwegs. Er studierte in Freiburg, im Breisgrau und hat in Stuttgart gearbeitet. Oliver arbeitete aber auch im Ausland. Er war in Kairo Stadtschreiber und in Cambrige Gastdozent. Außerdem hat er in Rumänien Schreibwerkstätte veranstaltet. Er beging auch einen Streifzug durch das ukrainische Czernowitz. Der Dichter entdeckt dort einen Geist, der nach allem, was dort im "Dritten Reich" passiert ist, immer noch zum Schreiben verleitet. 4 Auch Bruchsal, Freiburg oder Münster faszinieren ihn . Oliver reiste für Lesungen auch nach Damaskus und Beirut. Er besuchte viele Länder in Europa und Asien. Das Reisen steht im Mittelpunkt in seinem Leben. 5 Oliver fasste viele Gedichtbände zusammen. Unter diesen befinden sich Reisebücher - in denen innere und äußere Welten präsentiert werden. Zum Teil sind es Texte, die ein Unterwegssein thematisieren, zum Teil aber auch solche, die sich mit bestimmten Reisezielen auseinandersetzen, mit besonderen Städten. Und so reist der Leser quer durch Deutschland und Europa. Es treten Orte wie Andalusien, Ägypten und Marokko auf. Diese wären aber nichts ohne die Wurzeln in Hausach. In den folgenden Kapiteln werden drei Gedichte vom Dichter interpretiert die mit der Heimreise des Dichters eng in Verbindung stehen.
3. Interpretationen der Gedichte
3.1Interpretation des Gedichts ,,Heimflug I“
Das Gedicht ,Heimflug I“ wurde im Jahre 1989 verfasst. Es beschreibt die Heimreise von José F.A, Oliver vom fernen Andalusien nach Hausach, der Stadt in der er aufgewachsen ist. Es handelt sich um eine Stadt im mittlerem Schwatzwald. Sie liegt mitten in den Bergen und ist umgeben von Natur. Hausach hat einen dunkelgrünen Tannenwald und ein Tal mit einem Fluss. In diesem Gedicht wird eine der persönlichen Geschichten Olivers verallgemeinert. Es beginnt mit der Beschreibung einer Situation im Flugzeug. Durch die Adjektive, die der Dichter gewählt hat zu benutzen, wird klar, dass es sich um einen unwohlen Flug handelt: ,,Es ist heiß im Flugzeug, die luft stickig, die atemnahen sitznachbar gleich auf den plätzen 26 D und 26 E sie eva luna, er FAZ“ 6 Eva Luna ist eine Novelle von Isabel Allende, die von ihr 1985 geschrieben wurde. In diesem Buch wird die Geschichte eines Waisenkindes, das in Süd Afrika aufwächst präsentiert. FAZ ist die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Im weiteren wendet sich das lyrische ,,Ich“ an ein unbekanntes ,,Du“. Dieses bringt in ihm Erringungen hervor, aus früheren Heimatreisen: ,,erneut flackert jede Heimreise in noch kürzeren
4 Vgl. Stuttgarter Zeitung.(27/01/2007): Der Dichter aus dem andalusischen Schwarzwalddorf
5 Vgl. Stuttgarter Zeitung.(27/01/2007): Der Dichter aus dem andalusischen Schwarzwalddorf
6 Oliver, José F. A: 11
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Arbeit zitieren:
Stella Borou, 2010, Das Motiv des Reisens bei José Oliver, München, GRIN Verlag GmbH
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