- 2 -
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Web 2.0
2.1. Definition
2.2. Begriffsherkunft
2.3. Soziale Netzwerke im Human Resource Management
3. Aufgaben des Personalmanagements
4. Thesen
4.1. Für die Personalauswahl sind im Wesentlichen 3 Soziale Netzwerke und der Mikro-
Blog -Dienst Twitter interessant.
4.1.1. LinkedIn
4.1.2. Xing
4.1.3. Facebook
4.1.4. Twitter
4.2. Corporate Blogs eignen sich zum Personalmarketing und zum Dialog mit potenziellen
Bewerbern.
4.3. Personendaten im Web 2.0 vereinfachen die Arbeit des Human Ressource Managers
bei der Personalauswahl, müssen aber kategorisiert werden.
4.4. Die Zeit, die die Personalverantwortlichen in Web 2.0 Aktivitäten investieren, lohnt
sich.
5. Ausblick
6. Fazit
Quellenverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
- 3 - 1Einleitung
Aufgrund der demografischen Entwicklung ist es für Unternehmen zunehmend schwieriger hochqualifizierte Mitarbeiter, sogenannte High Potentials, anzulocken. Virtuelle soziale Netzwerke nehmen einen immer größeren Stellenwert in unserem Leben ein. Die stetig wachsenden Nutzerzahlen und die Entstehung neuer sozialer Netzwerke machen dies deutlich. Wie im in verschieden Studien beschrieben ändern sich damit auch unsere Lebensgewohnheiten. Laut der Studie Social Media Report HR 2010 besitzen bereits ca. 90% der HR-Manager besitzen bereits ein Profil bei Xing, Facebook & Co. Durch die Entwicklung des Web 2.0 ist eine damit verbundene Wandlung des passiven Nutzers hin zum aktiven Gestalter erkennbar. Die Verwender von virtuellen sozialen Netzwerken können beispielsweise aktiv Kontakt mit anderen Teilnehmern aufnehmen, Fotos hochladen, Profile erstellen und Kommentare zu Artikeln schreiben. Virtuelle soziale Netzwerke werden zunehmend fester Bestandteil unseres Lebens. Auch im Bereich des Human Resource Managements zeigt sich, dass soziale Netzwerke an Bedeutung gewinnen. 1 So ist es heute keine Seltenheit mehr, dass das Human Resource Management beispielsweise neue Mitarbeiter mit Hilfe von virtuellen sozialen Netzwerken rekrutiert. Dieser Trend ist nicht nur bei großen Unternehmen, sondern auch im Mit-telstand zu verfolgen 2 . Dennoch werden gerade von Führungskräften und Personalverantwortlichen die neuen Möglichkeiten noch sehr zurückhaltend betrachtet und genutzt. Die Pflege des persönlichen Online-Images wird vernachlässigt beziehungsweise auch unterschätzt. 3 In der vorliegenden Arbeit geht es darum, die Nutzbarkeit von virtuellen sozialen Netzwerken für die Personalauswahl zu prüfen. Hierzu erfolgt zunächst eine Einführung in das Web 2.0 und in virtuelle soziale Netzwerke. Anschließend werden vier Thesen die Schnittstelle zum Human Resource Management aufzeigen und verschiedene soziale Netzwerke mit Hilfe spezifischer Kriterien auf die Nutzbarkeit für die Personalauswahl überprüft.
1 Vgl. Brökermann, (2009) S.61 f.
2 Vgl. http://www.welt.de/wirtschaft/karriere/article8647448/Karriere-im-Mittelstand-mit-Hilfe-des-
Internets.html
3 Vgl. http://www.absatzwirtschaft.de/content/emarket/news/fuehrungskraefte-pflegen-online-image-nur-
unzureichend;69418
- 4 - 2.Das Web 2.0
2. 1. Definition
„Unter dem Begriff [Web 2.0] werden Online-Plattformen verstanden, deren Benutzer miteinander kommunizieren, zusammenarbeiten und sich miteinander zu Gemeinschaften vernetzen. Häufig werden diese Plattformen zum Austausch von Informationen, Erfahrungen, Meinungen und Eindrücken genutzt. Der Austausch kann dabei in Form von Text, Bild, Audio oder Video erfolgen. […]“ 4
Prinzipiell ist das, was wir heute allgemein als Web 2.0 bezeichnen, die Summe der Bemühungen, das Internet kommunikations- und benutzerfreundlicher als bisher zu gestalten. In Bezug auf technische Neuerungen und Funktionalität sind jedoch keine grundlegenden Veränderungen festzustellen Der Modebegriff Web 2.0 lässt sich zudem auch gut verkaufen 5
2.2. Begriffsherkunft
Das Internet, wie wir es kennen, hat sich in letzter Zeit sehr gewandelt. In den 90er Jahre, also zu der Zeit in der das WWW noch relativ jung war, bestand es fast nur aus statischen Internetseiten. Es handelte sich dabei überwiegend um Dokumente, die in das Web gestellt und mit Verweisen miteinander verbunden wurden. Die jeweils angegebenen Informationen und Inhalte konnten dabei nicht verändert werden. Diese Dominanz einfacher, statischer Seiten wird als Web 1.0 bezeichnet. Heute sind diese statischen Internetseiten kaum noch anzutreffen. Nichtsdestotrotz verhalf die Weiterentwicklung neuer Internetanwendungen und Web-Techniken vielen Internetseiten zu ungeahnten Erfolgen. So sind diese neuen Entwicklungen in den letzten Jahren zunehmend von einem Trend geprägt, der mit dem Begriff Web 2.0 bezeichnet wird. 6
Der Begriff Web 2.0 wurde bei einer Brainstorming-Veranstaltung vom Verleger Tim O’Reilly im Jahr 2004 geprägt. 7 O’Reilly beschreibt den Begriff als neue Techniken, Dienste und Formen im Web, die im Laufe der letzten Jahre entstanden sind, immer weiter entwickelt wurden
4 Vgl. http://personalmarketing2null.wordpress.com/die-studie/ S.6
5 Vgl. Kantel, (2009) S. 11 f.
6 Vgl. http://www.oreilly.de/artikel/web20.html
7 Vgl. http://oreilly.com/web2/archive/what-is-web-20.html
- 5 -und in ihrer Gesamtheit das Web eindeutig verändert haben. Die Abbildung 1 zeigt ver-schiedene Aspekte des Webs 2.0. Die wichtigsten Merkmale sind farbig hervorgehoben. Diese sind Nutzerfreundlichkeit, Wirtschaftlichkeit, Gestaltbarkeit, Standardisierung, Weiterver-wendbarkeit, Medienübergreifbarkeit und Mitwirkung.
Auf den ersten Blick wird deutlich, dass sich im Web 2.0 nicht nur die Techniken, sondern auch die Inhalte verändert haben. So ist es nicht mehr nur statisch, sondern es können beispielsweise Texte kontinuierlich und von mehreren Mitarbeitern oder externen Redakteuren hinzugefügt werden. Weiterhin können Daten ausgetauscht werden und eine Mitwirkung aller Beteiligten über soziale Netzwerke ist möglich. Charakteristisch für das Web 2.0 ist die Wandlung des passiven Nutzers hin zum aktiven Gestalter. 9 Diese Entwicklung ist in Abbildung zwei sehr gut zu erkennen. Die User im Web konsumieren nicht mehr nur Inhalte, sondern fangen an zu publizieren und treten in einen Dialog.
8 Ab. 1. Quelle: http://kosmar.de/archives/2005/11/11/the-huge-cloud-lens-bubble-map-web20/
9 Vgl. PWC http://bit.ly/9c6eLr
2.3. Soziale Netzwerke im Human Resource Management
Ein besonderer Bereich des Webs 2.0 sind die sozialen Netzwerke. Ein soziales Netzwerk im Internet beschreibt ein komplexes Geflecht der Bekanntschaften einer Person, das sich auf einer bestimmten Internetplattform abspielt. Kurz gesagt, haben soziale Netzwerke im Web die Funktion der Kommunikation, des Ressourcen- und Wissensaustauschs und des sozialen Zusammenhalts. Soziale Netzwerke dienen damit längst nicht mehr nur dem reinen Zeitvertreib. So spielen virtuelle soziale Netzwerke beispielsweise im Bereich des Human Resource Managements, aber auch in anderen betrieblichen Funktionen, eine größer werdende Rolle. Laut der Studie Social Media Report von Jacobsmühlen im Jahr 2010 verschenken viele Unternehmen ihr Social-Media-Potenzial und den damit verbunden Image- sowie auch Produktivitätsgewinn.
11
Der Produktivitätsgewinn lässt sich beispielsweise durch eine schnelle Kommunikation der Menschen über soziale Netzwerke erreichen. Auch im Bereich des Hu-
10 Quelle: Pötter (2009) s.12
11 Vgl. Jacobsmühlen HR Report 2010
Arbeit zitieren:
Marcus Meixner, 2010, Das Web 2.0 und seine Auswirkungen auf die Personalauswahl, München, GRIN Verlag GmbH
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